Hallo,
ich habe davon gehört, dass die Legebatterien langsam auf ein anders Konzept umsteigen, wo die Hühner in sog. Kleivolieren zusammenleben und nicht mehr alleine eingesperrt sind. Durch das „Omnibussystem“ sollten sie dadurch angebl. mehr Platz haben.
Sind diese Eier dann mit „3 - Käfighaltung“ oder mit „2 - Bodenhaltung“ bezeichnet?
Und zweitens: Gibt es industriell gefertigte Nudeln, die keine Batterieeier nutzen?
Danke,
Chris
Gibt es industriell gefertigte Nudeln, die keine
Batterieeier nutzen?
Hallo Chris,
auch wen die Werbung häufig sagt, dass viele Eier in den Nudeln etwas besonderes sein sollen, wird damit nur darüber hinweggetäuscht, dass guter Hartweizengrieß (Rohstoff zur Herstellung) kein Ei als Bindemittel benötigt.
Ich esse übrigens gerne Eier und kenne auch die benachbarten Hühner fast persönlich. Bei Nudeln ist es aber eher ein Qualitätsmerkmal, wenn kein Ei enthalten ist.
Dazu muss ich nicht in einen Bioladen gehen, sondern es reicht aus, wenn man auf die Zutatenliste schaut. Hartweizengrieß, Salz, Wasser - mehr nicht. Auch auf ein Ei von einem glücklichen Huhn kann man da verzichten.
Grüße
Ulf
Hi Ulf,
das ist nicht der Unterschied zwischen guten und
schlechten Nudeln, sondern zwischen italienischen
und deutschen Nudeln.
Gruß
Elke
das ist nicht der Unterschied zwischen guten und
schlechten Nudeln, sondern zwischen italienischen
und deutschen Nudeln.
Hallo Elke,
es gibt sehr wohl italienische Nudeln mit Eiern und deutsche Nudeln ohne Ei. Es gibt aber aus der Sicht der Nudelherstellung unterschiedliche Qualitäten von Weizen.
Grüße
Ulf
Nein, in Italien ist es ein Qualitätsmerkmal, Nudeln ohne Eier herzustellen. Bei Deutschen galten Teigwaren, in denen nur Wasser und Mehl ist, als Arme-Leute-Essen. Man tat Eier dazu, um sie aufzuwerten und schön gelb zu machen. Spaghetti italienischer Art aus deutscher Produktion sollte ohne Ei auskommen. Eine traditionelle deutsche Bandnudel oder Spätzle sollten definitiv Ei enthalten.
Bis denne
Schnoof
Servus,
Nein, in Italien ist es ein Qualitätsmerkmal, Nudeln ohne Eier
herzustellen.
das ist dem Italiener, bei dem ich mich u.a. mit Pasta, Kapern, Sardellen und Öl versorge, offensichtlich nicht bekannt. Sonst täte er nicht beides verkaufen, glaube ich.
Schöne Grüße
MM
Hallo Chris,
ich habe davon gehört, dass die Legebatterien langsam auf ein
anders Konzept umsteigen,
so könnte man dazu sagen. Es geht darum, dass die Käfighaltung, die eigentlich per 2007 verboten werden sollte, unter diesen Bedingungen noch mit weiteren wenigstens zwei Übergangsjahren erlaubt bleibt.
wo die Hühner in sog. Kleinvolieren
zusammenleben und nicht mehr alleine eingesperrt sind.
In den Batterien leben 3-5 Hühner pro Käfig. In den Kleinvolieren etwa 30.
Durch das „Omnibussystem“ sollten sie dadurch angebl. mehr Platz
haben.
Es geht Flächen von ca. 800 cm² pro Huhn statt 550 cm² pro Huhn in der Batterie. Vierzig mal zwanzig, das ist ja schon ein halber Fussballplatz, wenn man in den Preisvorstellungen deutscher Verbraucher rechnet!
Sind diese Eier dann mit „3 - Käfighaltung“ oder mit „2 -
Bodenhaltung“ bezeichnet?
Bodenhaltung geht anders, obwohl man die natürlich auch ziemlich grausam gestalten kann. Unverändert: Käfighaltung
Und zweitens: Gibt es industriell gefertigte Nudeln, die keine
Batterieeier nutzen?
Ja: Die aus der Schweiz, soweit dort Schweizer Eier verwendet werden. In der CH ist Batteriehaltung bereits seit 1992 verboten - merkwürdigerweise ist die Landwirtschaft in der CH daran nicht untergegangen.
Schöne Grüße
MM
Nein, in Italien ist es ein Qualitätsmerkmal, Nudeln ohne Eier
herzustellen. Bei Deutschen galten Teigwaren, in denen nur
Wasser und Mehl ist, als Arme-Leute-Essen.
Hallo Schnoof,
du darfst traditionell nicht mit „besser“ vergleichen. In Deutschland fehlte einfach der Hartweizen.
Hier einige Auszüge aus
http://www.lexi-tv.de/lexikon/thema.asp?InhaltID=712… und folgende
„Durch die Zugabe des sogenannten Klebers ins Mehl erhielt man die notwendige zäh-elastische Konsistenz einer hauchdünn auszurollenden Masse. Der Kleber besteht aus Eiweißstoffen, die wie Klebstoff wirken, wenn dem Mehl Feuchtigkeit zugefügt wird. Er gibt dem Teig Festigkeit, Stabilität und Geschmeidigkeit: Der Rohstoff mit dem höchsten Klebergehalt ist Hartweizengrieß. Er musste zuerst aus Russland und Kleinasien importiert werden. Später wurde er in Italien selbst angebaut, womit wahrscheinlich der Siegeszug der Nudel in Italien begann. …
Typisch für Deutschland war bis vor ein paar Jahren die Verwendung von Weichweizen für Nudeln. Da die Nudeln beim Kochen aber leicht pappig werden, nimmt man heute für hochwertige Ware den teureren Hartweizengrieß. Sehr beliebt in Deutschland sind Eiernudeln. …
Zuerst kommt das Rohmaterial im trockenen Zustand in den Automaten. Je nach gewünschter Qualität handelt es sich um Hart- oder Weichweizen. Wasser, Eier oder Pulver zum Färben werden bei Bedarf zugefügt.“
Grüße
Ulf
MOD: Falsches Brett
auch wen die Werbung häufig sagt, dass viele Eier in den
Nudeln etwas besonderes sein sollen, wird damit nur darüber
hinweggetäuscht, dass guter Hartweizengrieß (Rohstoff zur
Herstellung) kein Ei als Bindemittel benötigt.
Auch wenn ich inhaltlich mehr oder weniger übereinstimme, hat dies doch nichts mit dem Brett-Thema zu tun. Bitte in „Esskultur“ oder „Kochen und Rezepte“ weiter über Vor- und Nachteile von Hartweizennudeln diskutieren.
Gruß,
Myriam