Hallo,
unsere Shi-Tzu-Hündin (knapp 3 Jahre alt) soll kastriert werden. Es stellt sich nur die Frage, ob sich doch leicht Komplikationen ergeben, was vom Tierarzt nicht bestritten wird. Wie groß ist nun das Risiko?
MfG
Heinz J.
Hallo Heinz J.,
die drei häufigsten Folgen einer Kastration der Hündin sind:
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Inkontinenz. Die Hündinnen können den Urin nicht mehr richtig halten. Risikorassen sind Boxer, Bullterrier und Dalmatiner mit ca. 30 %. Bei Hündinnen unter 15 kg geht das Risiko gegen 0%.
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Fellveränderung. Vor allem bei roten Hunden mit seidigem Fell (Roter Langhaardackel, Irish Setter, Roter Cocker) verliert dieses durch vermehrte Unterwolle seinen Glanz. Beim Shi-Tzu dürfte keine merkliche Veränderung in der Fellstruktur auftreten.
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Gewichtszunahme. Da hormoneller Einflüsse (Läufigkeit, Scheinmutterschaft) wegfallen, kann es bei gleicher Futtermenge zur Gewichtszunahme kommen. Bei entsprechender Futterreduktion bleiben aber auch kastrierte Hündinnen gertenschlank.
Außer dem üblichen Narkoserisiko sehe ich keine gesundheitlichen Probleme durch eine Kastration beim Shi-Tzu.
Gruß
Johnny
Hallo Heinz
unsere Shi-Tzu-Hündin (knapp 3 Jahre alt) soll kastriert
werden.
Warum? Ich persönlich sehe keine Gründe, Hunde zu kastrieren, ausser man hat einen Streuner zu Hause, mit dem man nicht spazieren geht, sondern er „sich selber spazieren führt“ …
Es stellt sich nur die Frage, ob sich doch leicht
Komplikationen ergeben, was vom Tierarzt nicht bestritten
wird. Wie groß ist nun das Risiko?
Wie gesagt, wenn’s vom TA nicht ausreichend begründet angezeigt ist, würde ich diese Operation nicht vornehmen lassen. Vielleicht ist’s auch nur ein Märchen, aber bisher hatte ich das Gefühl, dass jeder Hund, der kastriert wurde (egal ob Weibchen oder Rüde), zu dick sei. Sicher ist das ein Nachteil der OP.
Überleg Dir wirklich nochmals gut, ob Du Deiner Hündin diese OP antun willst. Wenn’s Dir nur drum geht, dass Du die paar Tage, in denen sie jeweils läufig wird, vor Rüden Ruhe haben willst, muss ich sagen, dass es Du Dir zu einfach machst. Ich persönlich finde sowieso, dass bei Hunden zuviel kastriert wird …
Liebe Grüsse
Moni 
Hallo Heinz!
mit dieser Frage habe ich mich auch lange herumgeschlagen und mittlerweile entschieden, daß unsere Hündin (8 Monate) - solange keine medizinische Indikation vorliegt - NICHT kastriert wird. 2x im Jahr aufpassen und „eintüten“ ist kein Problem.
Lieben Gruß
Manu
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Hallo Heinz J.!
Hündin kastrieren hat schon auch etwas für sich.
Man vermeidet dadurch die in höherem Lebensalter häufig auftretenden Gebärmuttereiterungen (Pyometra - unter diesem Stichwort findest du in google nähere Angaben).
z.B.:
http://www.welpen.de/service/tierarzt/artikel11.htm
Entschließt man sich dazu, die Hündin nicht zur Zucht zu verwenden, so tut man gut daran, sie beizeiten (und 3 Jahre ist ein gutes Alter) kastrieren zu lassen.
Zuchthündinnen, die öfters geworfen haben, scheinen seltener betroffen als unkastrierte Hündinnen, die nie oder nur einmal geworfen haben.
Eine Pyometra ist eine schwere Erkrankung, die nicht nur die Gebärmutter betrifft sondern sich auch stark auf das Allgemeinbefinden des Tieres auswirkt.
Schwere Operation, lange Medikamentengaben etc.
Dies kann man sich durch eine Kastration ersparen.
Die Nachteile wie dicker werden und die üblichen Operationsrisiken stehen in keinem Verhältnis zu der ernsthaften Erkrankung.
Nach der Kastration strikter Leinenzwang - kein Laufen, kein Springen, nur zum Gassi rausgehen (ersten 4 Tage).
Nochmals Vorsicht ist geboten nach ca. 2 - 3 Wochen. Da kann es bei zu viel Bewegung nochmal zu Blutungen kommen, da die Muskulatur an der Operationsstelle bei der Naht sich zu lockern beginnt und dort wo genäht ist, kann es noch einmal aufgehen. Bei Ruhe und gemäßigter Bewegung besteht aber keine Gefahr.
Es geht also nicht um die Bequemlichkeit des Hundehalters oder weil man dem Hund etwas Widersnatürliches antun will. Eine Kastration ist auch ein Tribut an die Gesundheit der Hündin in späteren Lebensjahren!
Liebe Grüße
Irene