eine Bekannte will von mir wissen warum Adam Ries ein Humanist war. Das er Mathematiker war ist mir bekannt, aber Humanismus und Mathematik haben meiner Ansicht nach nicht viel miteinander zu tun. Google spuckt mir ein Buch „Adam Ries - Humanist, Rechenmeister, Bergbeamter“ aus - wird also was an den Humanisten dran sein.
Kann mir einer von Euch mal einen Tip zum humanistische Wirken Ries’ geben?
war. Das er Mathematiker war ist mir bekannt, aber Humanismus
und Mathematik haben meiner Ansicht nach nicht viel
miteinander zu tun.
So, wie Du das sagst, hast Du recht!
Versetz Dich aber mal in seine Zeit! Vor ihm gab es keine Möglichkeit zu Rechnen.
Er hat die Welt verändert bzw das Rechnen ermöglicht. Welcher Humanist hat schon die Welt verändert!
Versetz Dich aber mal in seine Zeit! Vor ihm gab es keine
Möglichkeit zu Rechnen.
Er hat die Welt verändert bzw das Rechnen ermöglicht. Welcher
Humanist hat schon die Welt verändert!
ja stimmt, eine Idee des Humanismus ist ja Der Mensch hat die Fähigkeit, sich zu bilden und weiter zu entwickeln http://de.wikipedia.org/wiki/Humanismus
und er hat ja einiges dazu beigetragen, daß auch das einfache Volk der Mathematik mächtig wurde.
war. Das er Mathematiker war ist mir bekannt, aber Humanismus
und Mathematik haben meiner Ansicht nach nicht viel
miteinander zu tun.
Ja? Ich zitiere wikipedia: „Der Renaissance-Humanismus war eine Bildungs- und Wissenschaftsreform. Daher betrafen seine Nachwirkungen, soweit sie unabhängig von den allgemeinen Nachwirkungen der Renaissance zu betrachten sind, das Bildungswesen und den Wissenschaftsbetrieb.“
So, wie Du das sagst, hast Du recht!
Oder auch nicht.
Versetz Dich aber mal in seine Zeit! Vor ihm gab es keine
Möglichkeit zu Rechnen.
Überschätze ihn mal nicht. Ries(e) hat’s nicht das Rad neu erfunden. Sondern eins der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Rechenbücher geschrieben. Die Redewendung „(das macht) nach Adam Ries …“ muss ja einen Ursprung haben. Und tatsächlich schritt Ende des 15. Jh. (und auch vorher schon) das Interesse für die Mathematik des Alltags merklich voran. Ob Kaufmann oder Schreiber im Silberbergbau: Wer nicht mehr 1:1 die Waren tauscht, muss irgendwie rechnen können. Und das hatte wiederum Auswirkungen auf die allgemeine Bildung, sofern man von ihr sprechen konnte (d.h. nicht in dem Sinne, wie wir es heute tun).
Das ist diesem Fall am schnellsten verfügbare Nachschlagewerk, das seinen schlechten Ruf bislang noch nicht (nicht ganz zu Unrecht) hat ablegen können …
_ Humanismus [lat.], das Bemühen um Humanität, um eine der Menschenwürde und freien Persönlichkeitsentfaltung entsprechende Gestaltung des Lebens und der Gesellschaft durch Bildung und Erziehung und/oder Schaffung der dafür notwendigen Lebens- und Umweltbedingungen selbst. - Als Epochenbegriff (auch Renaissancehumanismus) bezeichnet der H. eine literarisch-philosoph. Bildungsbewegung, die zunächst in Italien um 1350 (mit Blick auf die röm. Antike) v.)a. von F.)Petrarca und G.)Boccaccio getragen wurde. Nach der Zerstörung Konstantinopels (1453) kam durch den Zustrom byzantin. Gelehrter, die zahlreiche Handschriften antiker Texte mitbrachten, die Beschäftigung mit der griech. Literatur hinzu (G.)Pico della Mirandola, Marsilio Ficino [*)1433, †)1499], Gründer der Platon. Akademie in Florenz). Große Bedeutung erlangte der H. durch sein erfolgreiches Bestreben, die Schriften antiker Autoren aufzuspüren, zu übersetzen und durch krit. Ausgaben wiss. aufzuarbeiten. Die humanist. Bewegung in Italien wurde durch Fürstenhöfe (v.)a. durch den Hof der Medici in Florenz) und die Päpste gefördert. Durch die Konzile von Konstanz (1414-18) und Basel (1431-49) breitete sich die neue Strömung mit Erasmus von Rotterdam als führendem Kopf auch in den übrigen europ. Ländern aus. Beziehungen zw. F.)Petrarca und dem Prager Hof Karls IV. sorgten für erste Einflüsse des H. in Deutschland. Die dt. Humanisten bedienten sich sowohl der lat. wie der dt. Sprache; lyr., ep. und dramat. Dichtungen nahmen einen breiten Raum ein; Zentren wurden u.)a. Wien, Nürnberg, Bamberg, Augsburg, Heidelberg, Straßburg, Ulm, Basel, Tübingen, Erfurt. Namhafte Vertreter des deutschsprach. H. waren K.)Celtis, J.)Wimpfeling, J.)Reuchlin, W.)Pirckheimer, Nikolaus von Kues, U.)von Hutten.