Hallo,
die Leber würde ich einfach mit ein wenig Salz und evtl. Zitronensaft essen. Ansonsten kann man sie auch in der Sauce mitverarbeiten.
War vor zwei Jahren drei Wochen an der canadisch/amerikanischen Ostküste (mehr dazu unter: http://www.joerglemmer.de/canadausa1999.htm) unterweg und habe so die ein oder andere Zubereitung gekostet. Absoluter Favorit war der gratinierte Hummer mit Seafood Stuffing bei Mc Graths in Plymouth, nur ein paar Meter von der Mayflower.
Rezept so ungefähr wie folgt: Gegarten Hummer unten aufschneiden. Füllung aus Brotwürfeln, Butter, Kräutern und ein wenig Hummerfleisch, Krabben, Muscheln oder Fischstückchen (kommt nicht so drauf an) in die Öffnung füllen und das Tierchen dann upsidedown kurz unter den Grill, bis die Füllung schön braun ist. Dazu Zitronenbutter.
In Boston gibt es auch noch den Hummer im Hummer unten im Hafen, gegenüber von Fishermans Wharf (Restaurant ist wahnsinnig berühmt, mir fällt aber gerade der Name nicht ein). Geht ähnlich wie obiges Rezept, allerdings kommt in die Füllung dann das ganze Fleisch einen kleinen zweiten Hummers.
Traditionell ist natürlich der Hummer einfach nur mit Zitronenbutter. Ganz klassisch ist Hummer armoricaine (kommt übrigens nicht von amerikanisch, sondern aus der Bretagne). Dazu Hummer auslösen und bis zur Fertigstellung der Sauce beiseite stellen. Dann in Butter schwenken und mit Congnac flambieren.
Aus den Karkassen (in Olivenöl mit Zwiebelnwürfeln und Röstgemüse angeschwitzt, mit Mehl überstäubt) mit Hilfe von Cognac flambiert und passierten Tomaten, Thymian, Pfeffer, Salz, Cayennepfeffer eine Sauce amoricaine herstellen.
Zum Anrichten die angeschwenkten und flambierten Hummerstücke mit der Sauce übergießen. Harry´s Bar Kochbuch empfiehlt Reis Pilav mit Curry dazu.
Gruß vom Wiz, der Hummer für sein Leben gerne mag, aber aufgrund von Preis und Frische lieber auf den nächsten Trip an die Ostküste wartet.