hallo!
ich hätte bezüglich humperdincks oper „hänsel und gretel“ ein paar fragen:
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weiss vielleicht jemand, ob es die komplette oper für klavier gibt, also ein notenheft (weiss nicht ob diese bezeichnun richtig ist, ich habe in verschiedenen musikgeschäften schon mozarts zauberflöte, bizets carmen usw. schon gesehen für klavier, den humperdinck aber leider noch nicht)
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ich weiss, dass „hänsel und gretel“ nicht als oper gedacht war und auch nicht gleich für orchester geschrieben wurde, sondern zuerst für klavier. darf ich annehmen, dass humperdinck eine klavier version UND die fertige orchesterversion komponiert hat, oder geht lediglich das klavierstück auf sein konto?
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ich habe mehrere aufnahmen derselben oper auf cd (ich sammle die dinger) und mir sind manchmal ein paar unterschiede im text aufgefallen. so sagt gretel einmal gegen ende „da sieh nur die vielen kinderlein“, in einer anderen „da sieh nur die artigen kinderlein“, oder zum beispiel singt hänsel am anfang „wer schenkt mir einen dreier zu zucker und brot“ und dann wiederum „wer schenkt mir einen dreier FÜR zucker und brot“ bitte jetzt nicht falsch verstehen, mir sind solche feinheiten eh egal, mich würde nur interessieren, was im original text steht, und wer die texte umschreibt bei den aufnahmen. ist es der dirigent oder die künstler vielleicht.
bitte jetzt nicht schreiben, dass ich ein idiot bin, weil ich die einfachsten sachen, z.B. orchester und dirigenten betreffend, nicht durchschaue, aber ich kenne mich tatsächlich nicht gut aus mit solchen sachen, ich höre musik einfach nur um spaß dran zu haben.
ausserdem höre ich eher klassische musik ohne text, also so gut wie keine opern, humperdincks werk bildet da eine ausnahme für mich.
danke!
Hallo Eric,
- weiss vielleicht jemand, ob es die komplette oper für
klavier gibt, also ein notenheft (weiss nicht ob diese
bezeichnun richtig ist,
„Klavierauszug“ heißt das Zauberwort. Ist im Schott-Verlag erschienen.
http://www.google.de/search?q=%22h%C3%A4nsel+und+gre…
- ich weiss, dass „hänsel und gretel“ nicht als oper gedacht
war und auch nicht gleich für orchester geschrieben wurde,
sondern zuerst für klavier. darf ich annehmen, dass
humperdinck eine klavier version UND die fertige
orchesterversion komponiert hat,
Ja.
oder geht lediglich das klavierstück auf sein konto?
Nein, die Oper war bis zur letzten orchestrierten Fassung allein Humperdincks Werk.
- ich habe mehrere aufnahmen derselben oper auf cd (ich
sammle die dinger) und mir sind manchmal ein paar unterschiede
im text aufgefallen. so sagt gretel einmal gegen ende „da sieh
nur die vielen kinderlein“, in einer anderen „da sieh nur die
artigen kinderlein“, oder zum beispiel singt hänsel am anfang
„wer schenkt mir einen dreier zu zucker und brot“ und dann
wiederum „wer schenkt mir einen dreier FÜR zucker und brot“
bitte jetzt nicht falsch verstehen, mir sind solche feinheiten
eh egal, mich würde nur interessieren, was im original text
steht, und wer die texte umschreibt bei den aufnahmen. ist es
der dirigent oder die künstler vielleicht.
Keine Ahnung was im Fall von „Hänsel und Gretel“ den Ausschlag für die Änderungen gab. Auf dem Titel meiner Reclam-Ausgabe steht die Angabe „Vollständiges Buch nach dem Wortlaut der Partitur“ - vielleicht ein vager Hinweis darauf, dass Partitur und Libretto in Details abweichen? (In dieser Ausgabe stehen übrigens die Textfassungen „für Zucker und Brot“ und „artigen Kinderlein“)
Manchmal „versingt“ sich ein Sänger auch einfach, und wenn die Aufnahme ansonsten sehr gut ist, und der Textfehler nicht zu sehr stört, lässt man die Aufnahme dann doch so stehen …
Eine ausführliche Seite zu Hänsel und Gretel inkl. Libretto ist übrigens:
http://www.haensel-und-gretel.musik-theater.com/
Grüße
Wolfgang
hi!
vielen, vielen dank für diese antwort! 
bezüglich meiner letzten frage: ich habe vorher in das begleitheft meiner cd geschaut, wo ebenfalls der gesamte text drinsteht. hier steht auch (so wie es gesungen wird) „artige“ kinderlein und „für“ zucker usw.
im internet, wenn ich den gesamten text habe, steht wieder „zu“ und „vielen“.
drei sachen habe ich mir überlegt:
- vielleicht hatte das was mit der zeit zu tun, weil es einen unterschied zwischen artig und vielen gibt
2)gesetzt den fall, dass humperdinck tatsächlich „artig“ und „zu“ geschrieben hat:
vielleicht hat sich jemand bei den entsprechenden aufnahmen gedacht: „so, da sind jetzt diese kinder, die die aus dem lebkuchen rauskommen und befreit sind, weil die hexe tot ist. dieselben stehen jetzt nur da und bewegen sich nicht. wieso sind sie dann artig?? machen wir einfach „viele“ draus, ergibt ja auch mehr sinn. und wenn man sagt „zu“ zucker statt „für“ verstehen es die kinder von heute sicher nicht mehr so gut, also wird das modernisiert. die ganze oper ist ja ob ihres alters vom sprachgebrauch nicht mehr sehr modern.“
was ja auch stimmt, wenn man sich solche sätze wie „hat´s leder, kein leisten dazu“, oder „ei, juckt dich das fell?“ oder auch „allein, was nützt der kommandeur, fehlt euch im topf die zubehör“ anschaut, was mich aber KEINESFALLS stört. ich würde aber doch gerne wissen, was jungfernleder bedeutet. in einer spanischen übersetzung wurde daraus lakritze gemacht, aber ob es sich um dasselbe handelt weiss ich nicht.
- ich glaube, dass die 2. überlegung durchaus richtig sein könnte, auch wenn ich es nicht nachweisen kann.
P.s: ich bin 20 und mir ist es auch nicht peinlich, wenn ich frage, was hänsel meint mit „einen dreier für…“ ist da eine währung gemeint?
eigentlich wollte ich den letzten beitrag editieren, kann ich aber leider nicht, deswegen noch dieser anhang: aus welchem jahr ist dein reclam heft, und steht etwas über das alter der darin stehenden fassung darin bzw. über etwaige änderungen?
eigentlich wollte ich den letzten beitrag editieren, kann ich
aber leider nicht,
Stimmt, geht nicht, aber solange noch niemand geantwortet hat kannst du eigene Postings löschen und in korrigierter Form neu posten.
aus welchem jahr ist dein reclam heft,
Ich habe eine Auflage von 1986, die aber seit 1952 unverändert nachgedruckt wurde (ISBN: 3150077494 Buch anschauen). Den bibliographischen Angaben der Deutschen Bibliothek zufolge (http://dispatch.opac.ddb.de/DB=4.1/LNG=DU/LRSET=1/SE…) sind auch die aktuellen Auflagen unverändert.
und steht etwas über das alter der
darin stehenden fassung darin bzw. über etwaige änderungen?
Nein, leider nicht.
Allerdings habe ich eben gesehen, dass Schott zwei verschiedene Klavierauszüge im Katalog hat, die neuere davon als „Neuausgabe“ bezeichnet. Ob sich die Änderungen auf die Komposition/Instrumentierung beziehen, oder auch auf das Textbuch, ist mir nicht bekannt.
„Zum ersten Mal wurden für die Neuedition der Märchenoper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck sämtliche vorliegenden Quellen des Werkes benutzt. Bei der Auswertung zeigte sich, dass eine große Auswahl von Korrekturen, die der Komponist den Erfahrungen der befreundeten Kapellmeister Richard Strauss (Weimar), Hermann Levi (München) und Kurt Rottenberg (Frankfurt) sowie eigener Einsicht verdankte, berücksichtigt werden musste. […]“
http://www.schott-musik.de/shop/1/show,38581.html
http://www.schott-musik.de/shop/1/show,33309.html
Eine ganz gute Quelle dürfte auch noch ISBN: 3254080459 Buch anschauen sein.
Grüße
Wolfgang