Hund aggressiv auf eigene Haustiere/ Artgenossen

Hallo!
Wir haben vier Hunde, zwei Chihuahua-Rüden, eine Yorkshire-Dame und seit etwa 4 Monaten einen Yorkie-Rüden aus dem Tierheim. Eben dieser wird in letzter Zeit immer problematischer. Anfangs als wir ihn geholt haben, gab es keinerlei Probleme. Es gab zwar ganz am Anfang (die ersten zwei Wochen) kleinere Kämpfe zwischen unseren drei alteingesessenen Hunden und dem „Neuankömmling“, danach gings aber recht gut.

Doch seit etwa einem Monat verhält er sich zeitweise sehr aggressiv gegenüber unseren beiden Chihuahua-Rüden, insbesondere gegenüber dem kleineren. Von einer Sekunde auf die andere fällt er über ihn her und beisst ihn, wo er ihn erwischt (meist ins Ohr). Vorher starrt er den Rüden meist noch kurz an. Dann beisst er richtig zu (der Chihuahua hat einmal sogar geblutet) und lässt auch nicht mehr so leicht von ihm ab. Man kann ihn anschreien, am Genick packen, nichts hilft. Er verbeisst sich regelrecht in den Chihuahua. Auch wenn man ihn nachher für einige Zeit in seinen Käfig sperrt, macht er es bald wieder. Meist passiert so etwas, wenn jemand von uns gerade nach Hause kommt und die Hunde begrüßen einen oder vorm Spazierengehen, manchmal aber auch einfach so.
Es ist aber niemals Futter im Spiel, an Futterneid kanns also nicht liegen.

Dann aber wieder geht er ganz normal an dem Chihuahua vorbei und leckt ihn sogar ab. Wie bereits gesagt macht er das fast immer beim kleineren Chihuahua. Ganz selten auch beim größeren und überhaupt nicht bei der Yorkie-Dame. Die mischt sich sogar manchmal ein und „beschützt“ den kleinen Chihuahua. Mit ihr verträgt sich der neue Yorkshire auch sehr gut. Der Chihuahua hat schon richtig Angst und traut sich gar nicht mehr in die Nähe des Yorkies.

Auch auf unsere anderen Haustiere ist der neue Yorkie sehr aggressiv: Die Katze würde er sofort beissen, wenn er sie erwischen würde und auch vor der Vogelvoliere steht er oft lange und hüpft manchmal ganz aufgeregt auf und ab.
Wenn der Yorkshire aber einmal alleine im Garten ist bellt er draussen vorbeigehende Hunde oder Menschen nicht einmal an und auch zu Fremden/ Besuchern ist er freundlich oder zumindest neutral.

Zu uns ist der Yorkie sehr freundlich und auch ein aufgewecktes und cleveres Kerlchen. Er folgt ansonsten recht gut und kann sogar „Sitz“. Das hat er schon gekonnt, als wir ihn bekommen haben. Der Vorbesitzer muss es ihm also beigebracht haben.
Die Vorgeschichte des Tierheim-Hundes wissen wir nicht, er wurde freilaufend in der Stadt gefunden, sah ziemlich verwahrlost aus. Er war sehr abgemagert und wurde dann ins Tierheim gebracht, von wo wir ihn dann geholt haben.

Jedenfalls sind wir momentan ziemlich ratlos und wissen wirklich nicht mehr, was wir tun sollen/ können. Sowas ist sicher kein Dauerzustand, er kann ja nicht einfach unsere eigenen Hunde beissen. Hat jemand irgend eine Idee woran das liegen könnte bzw. was man dagegen machen kann? Ich bin für jeden Rat sehr dankbar!

Liebe Grüße
Daniel

Hallo Daniel!

Was mir bei Deinem Schreiben einfällt, sind Fragen…

Wie geht ihr damit um, wenn die Hunde raufen? Was sind die Folgen für ihn, welche Konsequenz hat es?
Wann ist er in seinem Käfig, wofür habt ihr den, haben die anderen Hunde auch einen?
Wie verhaltet ihr euch bei der Begrüssung, was geht anderen Situationen, in denen die Hunde raufen, voraus?
Wie verhält sich der kleine Chihuahua, bevor es ans Raufen geht?
Wie alt ist der Yorkierüde?
Was tut ihr, wenn er die anderen Tiere „angeht“?

Insgesamt würde ich euch zu einem guten Hundetrainer raten, es sind so viele Dinge, die gleichzeitig zusammenspielen, dass man aus der Ferne die Situation kaum richtig einschätzen kann. Selbst wenn Du sie noch so ausführlich schilderst, können Dir scheinbare Kleinigkeiten entgehen, die aber viel an der Gesamtsituation ausmachen. Ein Trainer, der sich vor Ort alles ansieht, wird mit Euch arbeiten, wird die Hunde genau beobachten, der hat einen Blick für jede Kleinigkeit, die eine Rolle spielen könnte.
Solche Hundegruppen sind nie ganz einfach, vor allem, wenn es mehrere Rüden sind, womöglich einer oder mehrere noch nicht erwachsen. Da kann es ausgesprochen viel Konfliktpotential geben, so dass es ungeheuer wichtig ist, schnell und effektiv dagegen anzugehen.

Liebe Grüsse
Bine

Hallo!

Wie geht ihr damit um, wenn die Hunde raufen?

Wir versuchen natürlich, die Hunde irgendwie zu trennen und zum Aufhören zu bewegen. Daher habe ich auch geschrieben, dass der Yorkie nur sehr schwer wieder vom Chihuahua ablässt.

Was sind die
Folgen für ihn, welche Konsequenz hat es?

Wie schon gesagt, wir sperren ihn dann meist einige Zeit in den Käfig.

Wann ist er in seinem Käfig, wofür habt ihr den, haben die
anderen Hunde auch einen?

Wir haben nur den einen. Normalerweise ist da nie einer der Hunde drinnen. Das ist nur so eine Transportbox, die eigentlich für Tierarztbesuche gedacht ist.

Wie verhaltet ihr euch bei der Begrüssung, was geht anderen
Situationen, in denen die Hunde raufen, voraus?

Naja, wir begrüßen die Hunde halt alle. Da springen sie sowieso alle durcheinander und sind ganz hektisch und nervös. Sonst ist mir eigentlich nichts bestimmtes aufgefallen, was solchen Situationen vorausgeht. Was mir aber letztlich aufgefallen ist, ist, dass meistens die Hündin dabei ist, bevor so ein Kampf entsteht.

Wie verhält sich der kleine Chihuahua, bevor es ans Raufen
geht?

Der Chihuahua provoziert ja keinen Kampf. Er verhält sich absolut neutral und wie bereits gesagt, in letzter Zeit hat er immer mehr Angst vorm Yorkie.

Wie alt ist der Yorkierüde?

Das wissen wir nicht genau, da er ja gefunden wurde, aber etwa 5 Jahre wird er sein.

Was tut ihr, wenn er die anderen Tiere „angeht“?

Vor allem bei der Katze schimpfen wird mit dem Yorkie. Nur oft sind wir nicht direkt dabei, da die Katze meist im ausgebauten Keller ist und wir sind meistens oben. Der Yorkshire läuft halt runter und wenn er die Katze sieht, macht er ein furchtbares Theater.

Liebe Grüße
Daniel

Hallo,

möglicherweise habt Ihr Probleme in der Rudelstruktur…lies Dir den Link mal durch, es ist nicht ganz das was ich gesucht habe, aber er reicht aus:
http://superflys.de/2007/07/09/strukturwandel-im-rudel/

Wer würdest Du sagen, ist in dem reinen Hunderudel der Boss? (Der Boss vom Ganzen Rudel sollte natürlich der Mensch sein *fg)

Gruß
Maja

Wer würdest Du sagen, ist in dem reinen Hunderudel der Boss?
(Der Boss vom Ganzen Rudel sollte natürlich der Mensch sein
*fg)

Ich würde sagen, der Boss ist eindeutig die Yorkie-Dame.

Hallo Daniel!

Wie schon gesagt, wir sperren ihn dann meist einige Zeit in
den Käfig.

Was tut er dann?

Wir haben nur den einen. Normalerweise ist da nie einer der
Hunde drinnen. Das ist nur so eine Transportbox, die
eigentlich für Tierarztbesuche gedacht ist.

Warum muss er dann in die Box?
Kennt er die Box, habt ihr ihn daran gewöhnt?
Wo steht die Box?

Naja, wir begrüßen die Hunde halt alle.

In welcher Reihenfolge?

Da springen sie
sowieso alle durcheinander und sind ganz hektisch und nervös.

Könntet ihr es einrichten, dass genau das nicht passiert?

Was mir aber letztlich
aufgefallen ist, ist, dass meistens die Hündin dabei ist,
bevor so ein Kampf entsteht.

Was macht sie derweil?

Der Chihuahua provoziert ja keinen Kampf. Er verhält sich
absolut neutral und wie bereits gesagt, in letzter Zeit hat er
immer mehr Angst vorm Yorkie.

Durch irgendwas entsteht der Kampf ja…also muss vom Chihuahua irgendein Verhalten ausgehen…welches ist das?

Das wissen wir nicht genau, da er ja gefunden wurde, aber etwa
5 Jahre wird er sein.

Also ein erwachsener Hund…nach Deiner Beschreibung hatte ich zuerst an einen „jugendlichen“ Hund gedacht, der womöglich in der Pubertät steckt.
Generell schonmal, die meisten Secondhand-Hunde brauchen eine gewisse Zeit, bis sie sich so verhalten, wie es ihrem Charakter eigentlich entspricht. Da kann sich also viel verändern, und ich vermute, genau das passiert bei euch gerade. Er versucht, sich eine Stellung im Rudel zu erarbeiten.

Vor allem bei der Katze schimpfen wird mit dem Yorkie. Nur oft
sind wir nicht direkt dabei, da die Katze meist im ausgebauten
Keller ist und wir sind meistens oben. Der Yorkshire läuft
halt runter und wenn er die Katze sieht, macht er ein
furchtbares Theater.

Was macht er, wenn ihr schimpft?
Muss er zum Keller freien Zugang haben?
Wie schimpft ihr? Benutzt ihr nur die Stimme oder auch irgendwelche Hilfsmittel?

Ich bleibe nach wie vor bei dem Ratschlag mit dem Hundetrainer. Das, was Maja vermutet, sehe ich ähnlich, nur dass ich weiter gehe und sage, euer Hunderudel hat nicht nur in sich ein Problem, sondern der Yorkie ist insgesamt gerade absolut aktiv dabei, eure Autorität zu untergraben. Es klingt unfreundlich dem Hund gegenüber, aber er sollte im Grunde nur das dürfen, was Du als Chef ihm erlaubst.
D.h. er nimmt sich heraus, den Chirüden zu unterbuttern, er nimmt sich heraus, die Katze zu jagen…und ihr könnt ihm kein Kontra geben. Dadurch fühlt er sich natürlich gut in seinem Handeln.

Ihr habt generell meiner Meinung nach eine ausgesprochen ungünstige Konstellation, zum einen von der Anzahl der Hunde, man muss so einen Trupp auch führen können, dazu gehört mehr als nur Grundwissen, es ist eine Aufgabe für Fortgeschrittene. Denn nicht nur der Charakter des einzelnen Hundes zählt dabei, sondern die Multiplikation aus allen Hunden für sich und miteinander. Da passiert soooo viel im Hintergrund, was man als Mensch gar nicht mitbekommt, wenn man sich nicht wirklich gut auskennt damit.
Zum anderen sind mehrere Rüden mit einer Hündin auch ungünstig, da kann es durchaus heftige Konkurrenz geben!

Warum habt ihr den Yorkie denn geholt? Ganz wertfrei gemeint, die Frage :smile:

Ich muss vorwarnen, ich bin kein Hundetrainer, ich lerne selbst zur Zeit die ganzen Tricks und Kniffe, um aus einem jungen Hund einen erwachsenen werden zu lassen, der sich in unserer Welt gut zurechtfindet. Er ist nicht mein erster Hund, aber ein ganz anderes Kaliber als die bisherigen. Das wichtigste an der ganze Sache ist, zu reflektieren und zu analysieren.
Ich habe mit meiner alten Hündin eine Trainerin gehabt, die mir bei sehr vielem die Augen geöffnet hat. Viele viele Dinge, die ich bei anderen ohne Probleme sofort bemerke, aber bei mir selbst bin ich da etwas betriebsblind. Und selbst wenn ich das Problem sehe, komme ich nicht auf die passende Lösung. Dafür sind die Trainer dann da, und es lohnt sich, auch wenn es erstmal sehr teuer erscheint!

Liebe Grüsse
Bine

Wie schon gesagt, wir sperren ihn dann meist einige Zeit in
den Käfig.

Was tut er dann?

Zuerst kratzt er am Gitter und jammert ein bisschen, dann beruhigt er sich aber schnell.

Wir haben nur den einen. Normalerweise ist da nie einer der
Hunde drinnen. Das ist nur so eine Transportbox, die
eigentlich für Tierarztbesuche gedacht ist.

Warum muss er dann in die Box?
Kennt er die Box, habt ihr ihn daran gewöhnt?
Wo steht die Box?

Er kennt sie schon, sie steht immer offen am Boden und jeder der möchte, kann freiwillig hineingehen. Es ist eine Decke in der Box.

Naja, wir begrüßen die Hunde halt alle.

In welcher Reihenfolge?

Siehe nächster Punkt. Die Hunde springen herum.

Da springen sie
sowieso alle durcheinander und sind ganz hektisch und nervös.

Könntet ihr es einrichten, dass genau das nicht passiert?

Wie?

Was mir aber letztlich
aufgefallen ist, ist, dass meistens die Hündin dabei ist,
bevor so ein Kampf entsteht.

Was macht sie derweil?

Während dem Kampf? Sie mischt sich dann ein und hilft dem kleinen Chihuahua.

Der Chihuahua provoziert ja keinen Kampf. Er verhält sich
absolut neutral und wie bereits gesagt, in letzter Zeit hat er
immer mehr Angst vorm Yorkie.

Durch irgendwas entsteht der Kampf ja…also muss vom
Chihuahua irgendein Verhalten ausgehen…welches ist das?

Das verläuft folgendermaßen: Der Yorkie und der Chihuahua sind in der Nähe. Plötzlich bekommt der Yorkie so einen starren Blick und fixiert den Chihuahua. Dem sieht man dann schon die Angst richtig an. Er schaut weg und duckt sich zusammen. Auf einmal springt der Yorkie den Chihuahua dann an und beißt in.
Dabei lässt er nicht mehr los und ist durch nichts davon abzubringen. Gerade heute wieder so ein Kampf. Da die Hunde draussen im Garten waren haben wir ihnen eine ganze 10 Liter Gießkanne Wasser drübergeleert. Das hat den Yorkie nicht irgendwie gestört.
Gerade in so einer Kampfsituation wäre es interessant, wie ich mich da verhalten soll. Irgendwas muss man da doch machen. Man kann ja nicht zusehen, wie der Yorkie den Chihuahua niederbeisst (und das tut er wirklich, das ist kein einfaches „ich-bin-der-Chef“-zeigen mehr, das ist richtiges Beissen mit allen Konsequenzen).

Das wissen wir nicht genau, da er ja gefunden wurde, aber etwa
5 Jahre wird er sein.

Also ein erwachsener Hund…nach Deiner Beschreibung hatte ich
zuerst an einen „jugendlichen“ Hund gedacht, der womöglich in
der Pubertät steckt.
Generell schonmal, die meisten Secondhand-Hunde brauchen eine
gewisse Zeit, bis sie sich so verhalten, wie es ihrem
Charakter eigentlich entspricht. Da kann sich also viel
verändern, und ich vermute, genau das passiert bei euch
gerade. Er versucht, sich eine Stellung im Rudel zu
erarbeiten.

Ja aber der kleine Chihuahua macht im doch in keinster Weise seine Stellung streitig. Der hat schon total Angst vorm Yorkie.

Vor allem bei der Katze schimpfen wird mit dem Yorkie. Nur oft
sind wir nicht direkt dabei, da die Katze meist im ausgebauten
Keller ist und wir sind meistens oben. Der Yorkshire läuft
halt runter und wenn er die Katze sieht, macht er ein
furchtbares Theater.

Was macht er, wenn ihr schimpft?
Muss er zum Keller freien Zugang haben?
Wie schimpft ihr? Benutzt ihr nur die Stimme oder auch
irgendwelche Hilfsmittel?

Dann merkt man ihm schon an, dass er weiß, das er jetzt was falsches gemacht hat. Wir schimpfen nur mit der Stimme (ohne Hilfsmittel) :smile:

D.h. er nimmt sich heraus, den Chirüden zu unterbuttern, er
nimmt sich heraus, die Katze zu jagen…und ihr könnt ihm kein
Kontra geben. Dadurch fühlt er sich natürlich gut in seinem
Handeln.

Auch hier wieder die Frage: Wie sollen wir ihm den Kontra geben, vor allem beim Angreifen des Chihuahuas?

Ihr habt generell meiner Meinung nach eine ausgesprochen
ungünstige Konstellation, zum einen von der Anzahl der Hunde,
man muss so einen Trupp auch führen können, dazu gehört mehr
als nur Grundwissen, es ist eine Aufgabe für Fortgeschrittene.

Mit den anderen drei Hunden hat’s absolut problemlos funktioniert.

Zum anderen sind mehrere Rüden mit einer Hündin auch
ungünstig, da kann es durchaus heftige Konkurrenz geben!

Aber der Yorkie ist doch kastriert.

Warum habt ihr den Yorkie denn geholt? Ganz wertfrei gemeint,
die Frage :smile:

Wir waren vorher noch nie im Tierheim und wollten uns das eigentlich nur ansehen. Und da stand er dann halt in einem Zwinger und schon war er auch bei uns zu Hause :smile:

Grüße
Daniel

Hallo Daniel!

Da springen sie
sowieso alle durcheinander und sind ganz hektisch und nervös.

Könntet ihr es einrichten, dass genau das nicht passiert?

Wie?

Während eurer Abwesenheit trennen vielleicht, und dann einen nach dem anderen rauslassen?
Oder komplett alle ignorieren, bis sie sich abgeregt haben, und dann einen nach dem anderen zu euch rufen.
Wobei mir persönlich Punkt eins als der schlechtere Weg erscheint, weil er das Problem nicht angeht.
Ich kann Dir leider nicht sagen, in welcher Reihenfolge die Hunde dann gerufen werden sollten, bei sowas muss einfach ein Profi ran.

Gerade in so einer Kampfsituation wäre es interessant, wie
ich mich da verhalten soll.
Irgendwas muss man da doch
machen. Man kann ja nicht zusehen, wie der Yorkie den
Chihuahua niederbeisst (und das tut er wirklich, das ist kein
einfaches „ich-bin-der-Chef“-zeigen mehr, das ist richtiges
Beissen mit allen Konsequenzen).

Siehe oben. Leider bist Du bisher auf meinen Rat mit einem Trainer nicht eingegangen, aber ich bleibe dabei, da muss jemand ran, der zu euch kommt und euch und die Hunde beobachtet und mit euch zusammen eine praktikable Lösung sucht.

Ja aber der kleine Chihuahua macht im doch in keinster Weise
seine Stellung streitig. Der hat schon total Angst vorm
Yorkie.

Vielleicht ist er dem Yorkie aber noch nicht weit genug aus dem Weg, unterwirft sich für seinen Geschmack zu wenig…es gibt viele Möglichkeiten, warum er immer wieder mit ihm rauft.

Dann merkt man ihm schon an, dass er weiß, das er jetzt was
falsches gemacht hat. Wir schimpfen nur mit der Stimme (ohne
Hilfsmittel) :smile:

Anscheinend sieht er aber keine Notwendigkeit, auf euch zu hören. Warum das nun so ist, also ob er sich einfach nichts draus macht, oder ob er eure Reaktion auf etwas anderes bezieht, also gar nicht versteht, warum es geht, dazu müsste man eben wieder in der Situation drin sein.

Auch hier wieder die Frage: Wie sollen wir ihm den Kontra
geben, vor allem beim Angreifen des Chihuahuas?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, aber dazu eben wieder -> Trainer. Es geht ja nicht nur darum, das Verhalten zu unterbrechen, sondern zu verhindern, dass er es überhaupt macht. Jeder Tipp würde aber beim Unterbrechen ansetzen und kann dann nicht weiter greifen, weil hier keiner den Hund kennt.

Mit den anderen drei Hunden hat’s absolut problemlos
funktioniert.

Kennst Du den Spruch „Never touch an running system“? :wink:
Irgendwann ist es einer zu viel, einer, der sich nicht so einfach eingliedern lässt, und dann braucht es viel Mühe, Zeit und Erfahrung, um das Ganze wieder ins Lot zu bringen. Manchmal klappts auch gar nicht, leider.

Aber der Yorkie ist doch kastriert.

Trotzdem ist er noch ein Kerl und weiss, dass zu seinem Zuhause ein Mädchen gehört :wink:

Tut mir leid, dass ich Dir nicht konkret weiterhelfen kann. Ich hätte zwar Ideen, aber ich möchte da nichts raten, weil alles, was man „falsch“ anwendet, eure Situation noch verschlimmern könnte.
Vielleicht kann euch auch das Tierheim weiterhelfen, die kennen den Yorkie ja zumindest ein bisschen. Aber nicht immer sind dort wirklich hundeerfahrene Leute, leider.

Liebe Grüsse
Bine

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