unser Labrador steht mit Vorliebe an unserem Zaun hoch, um zu sehen was sich da so tut. Jedes vorbeilaufende Lebewesen wird mit Jaulen, Winseln und sonstigem (wenn auch freundlichem Theater) bis zum Zaunende begleitet. Da er noch recht jung ist (halbes Jahr) hegen wir die Hoffnung, ihm das abgewöhnen zu können! Der Zaun sollte von ihm möglichst gar nicht berührt werden! Die Variante das Grundstück nochmal extra abzuzäunen möchten wir als letzten Ausweg sehen!
Hat jemand einen Ratschlag für mich?
Könnte ich den Zaun mit etwas bepinseln (scharf, übelriechend), was ihm den Spaß verdirbt?
der Ansatz, den Hund mit irgendwelchen Hilfsmitteln vom Zaun abzuhalten ist meiner Ansicht nach falsch. Es ist ein Hund, also erziehe ihn dazu, sich vom Zaun fernzuhalten.
Gehe mit ihm in den Garten. Sobald er sich dem Zaun nähert, sage nein/aus/pfui (je nachdem, welches Kommando er kennt). Wenn er vom Zaun weggeht, lobe und belohne ihn ausgiebig. Das ganze so lange wiederholen, bis der Hund die Zusammenhänge begreift. Als Hilfsmittel kann man notfalls eine lange Leine nutzen (an der man den Hund sanft vom Zaun wegzieht, während man das Kommando gibt).
Weitere Schritte wären dann: Hund wird im Garten abgelegt, Besucher kommen am Zaun vorbei. Wenn der Hund bellt oder jault, wieder nein/aus/pfui, bleibt er ruhig, ausgiebig loben und belohnen.
Vielleicht kann auch die Hundeschule (die Du mit dem Hund hoffentlich besuchst) beraten und zusätzliche Tipps geben.
Worum es geht ist, dass euer Hund die Territoriumskontrolle begimmt zu übernehmen. Das solltet ihr so schnell wie möglich ändern: wenn Fremde kommen, geht IHR an den Zaun und checkt die Lage (also Leute evtl. begrüßen usw.).
Der Grund, warum das möglichst schnell geändert werden sollte ist, dass nur ein rudelführendes Mitglied für die Sicherheit des Territoriums, des Rudels sorgt. Das sollte aber nicht der Hund, sondern natürlich der Mensch im Mensch-Hund-Team sein! Ein Hund ist damit völlig überfordert. Wenn man ihn aber sowas wie an den Zaun laufen machen lässt, bekommt er den Eindruck, dies sei seine Aufgabe (und nimmt sie möglicherweise zunehmend ernst und ist zunehmend gestresst dabei). Vermittelt eurem Hund liebevoll und konsequent, wo sein Platz in eurem Rudel ist und zeigt ihm, dass ihr für Sicherheit verantwortlich seid - dann wird er sich auch irgendwann entspannen können.
Ohne euch sollte der Hund auf keinen Fall mehr in den Garten. In nächster Zeit dann am besten an einer lange Schleppleine. Macht er wieder sein „Theater“ am Zaun, bringt ihn kommentarlos ins Haus (=Sicherheitszone, ähnlich wie Wurfhöhle). Und ihr Menschen bleibt noch kurz im Garten.
ich würde versuchen, dem Hund den Zaun nicht zu verbieten, sondern ein Alternativ-Verhalten beizubringen. Also ihn rufen, wenn Leute am Zaun vorbeigehen und auf seine Matte schicken (und Belohnen). Und das immer wieder, bis er von allein auf seine Matte geht und auf’s Leckerchen wartet, sobald jemand am Zaun vorbeigeht. Möglicherweise kann man Dir in einer guten Hundeschule dabei helfen.
Viele Grüße
Gordie
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unser Labrador steht mit Vorliebe an unserem Zaun hoch, um zu
sehen was sich da so tut. Jedes vorbeilaufende Lebewesen wird
mit Jaulen, Winseln und sonstigem (wenn auch freundlichem
Theater) bis zum Zaunende begleitet. Da er noch recht jung ist
(halbes Jahr) hegen wir die Hoffnung, ihm das abgewöhnen zu
können! Der Zaun sollte von ihm möglichst gar nicht berührt
werden! Die Variante das Grundstück nochmal extra abzuzäunen
möchten wir als letzten Ausweg sehen!
Hat jemand einen Ratschlag für mich?
Es liegt in der Natur von Labradoren und Retrievern, freundlich auf jeden zuzugehen und sich auch zu freuen, wenn jemand nur am Grundstück vorbeikommt: Das liegt in der Natur dieser beiden Rassen, denn sie sind ja auch ausgesprochene „Familienhunde“. Hier hilft in der Erziehung einfach nur absolute Konsequenz: Ihr könnt es dem Hund nicht auch nur einmal „durchgehen“ lassen, dass er so ein Theater am Zaun veranstaltet! Vor allem die Kommandos „Pfui“ oder „Aus“ sind grundsätzlich falsch! Ein lautes und scharfes „Nein“ in allen Situationen, in denen der Hund ein nicht gewünschtes Verhalten an den Tag legt, ist für den Hund besser verständlich. Alle positiven Verhaltensregeln sollten SOFORT mit einem Lob - und bei dem jungen Hund zusammen mit einem Leckerchen - belohnt werden, dass am besten mit einem „i“ eindet, wie zum Beispiel „feini“. Der Hund versteht nicht unsere Worte, sondern unterscheidet lediglich die Art und Weise der Aussprache.
Ein weiterer Zaun sollte Euren Geldbeutel nun wirklich nicht auch noch zusätzlich beanspruchen!
Wenn nichts mehr hilft, ruft eine Hundeschule an und bittet um einen Privattermin. Die machen das gern und es ist allemal günstiger, als ein zweiter Zaun!
Könnte ich den Zaun mit etwas bepinseln (scharf,
übelriechend), was ihm den Spaß verdirbt?
Diese übelriechenden Sprays bewirken rein gar nichts! Ich spreche aus Erfahrung!
Bin gespannt auf Eure Tipps!
Viel Glück, vielleicht konnte ich Dir ja helfen! Ich wünsch Dir noch viel Freude an Deinem Hund!
Ein Hund sollte für unerwünschtes Verhalten immer das gleiche Abbruchsignal hören. Ob man AUS, NEIN, PFUI oder ein „exotisches“ Wort wie z.B. SCHLUMPF ruft, ist dem Hund völlig schnurz. Die Kombination aus Tonlage, Körpersprache und Wiederholung macht’s. Hunde verstehen unsere Worte nicht, sie versuchen sie zu deuten. Mag sein, daß es mit einem deutlichen NEIN besser klappt, weil wir Menschen dieses Wort negativ besetzt haben und uns entsprechend verhalten - auch körpersprachlich. Haben wir aber eine negative Erinnerung an eine GABI oder einen MAX, kann man auch darauf den Hund konditionieren *grins*.
Um das unerwünschte Verhalten zu ändern, braucht es viel Zeit, Geduld und ÜBUNG. Bittet einige Leute an eurem Zaun entlang zu gehen. Natürlich nach vorheriger Absprache. Hundi kommt an die Schleppleine und darf auf gar keinen Fall den Zaun erreichen. Achte auf seine „Toleranzschwelle“ und versuche, diese nicht zu unterschreiten. Erwünschtes Verhalten SOFORT und AUSGIEBIG belohnen, unerwünschtes Verhalten mit einem Abbruchsignal korrigieren.
Eine andere Möglichkeit wäre der Clicker. Dabei wird der Hund zunächst auf den Click konditioniert und erhält für jeden Click sofort ein Leckerchen, etwa 15x (oder bis der Hund den Clicker fixiert und nicht die Hand mit den Leckerlies). Dann hat der Hund die Verknüpfung aufgebaut, daß nach jedem Click eine Belohnung folgt.
Wenn das geschafft ist, kannst du dich mit dem Hund langsam dem Zaun nähern - immer nur ein kleines Stück. Lasse Leute vorbeispazieren und versuche deinen Hund auf dich zu konzentrieren. Bleibt er mental bei dir, clickere das und wiederhole diese Übung einige Male. Dann kannst du den Abstand zum Zaun und den Spaziergängern wieder ein Stück verringern usw.
Hallo,
also ich würde es auch mit konsequentem Verbot handhaben. Ein deutliches aber freundliches!!! „lass das“ sagen (oder welchen Befehl ihr benutzt). Sollte er hören, sofort belohnen, mit „fein“ und anfangs Lekkerlis. Sollte er nicht hören, würde ich ihn auf seinen „festen Platz“ verweisen.
Wenn das nicht klappt wäre vllcht Clickertrainig eine Alternative.
Die Aufforderung zum Unterlassen, sollte aber IMMER freundlich und ruhig - wenn auch bestimmt ausgeführt - werden, damit der Hund es gerne macht, also positive Konditionierung. Dann empfindet er es nicht als Einschränkung, sondern als toll wenn er da ruhig bleibt.