Hund aus dem Süden !

Hallo,

wir haben im Internet einen Hund aus Spanien gefunden und wollen Ihn jetzt adoptieren :smile:
Morgen kommt eine Frau und will eine Vorkontrolle machen. Wir sind
schon ganz schön aufgeregt.
Eigentlich können wir dem Hund ein schönes Zuhause bieten.
Wir haben ein Haus mit einem Garten (nicht sehr gross aber es reicht)
Meine Frau ist Beamtin und hat Gleitzeit und kann daher früh nachhause.
Ich bin im Aussendienst und würde den Hund auch auf meinen Touren mitnehmen. Im Urlaub passen die Schwiegereltern auf.
Mich würde interessieren ob das reicht oder was in der Vorkontrolle noch alles gefragt wird. Das wir Tierlieb sind versteht sich von selbst.

Gruß
Oliver

Warum aus dem Süden
Hi,

ich verstehe nicht, warum es denn keiner aus Deutschland sein kann. Die Tierheime sind voll von kleinen Viebeinern, die nur ein wenig Liebe wollen.

Wir selbst haben einen „südhund“ aus dem „fast“ Tierheim.
Er wurde nach Deutschland importiert und kam mit der Familie dort nicht klar, weil er schon ziemlich verwahrlost war, was man ihm nicht gleich ansah.

Der Hund war voellig verwurmt (herzwuermer und fast alle parasiten die ein hund haben kann). er war eigentlich fast tot.
wir haben ihn jetzt 6 jahre… dennoch rate ich von „suedimporten“ ab.

hunde aus dem sueden haben nicht den gleichen „stellenwert“ wie bei uns… in deutschland ist es nicht ueblich dass es herrenlose hunde en masse gibt… strassenhunde. diese hunde sind oft krank und schwach. und vor allem wesensgestoert.

unser hat beispielsweise eine panische angst vor schnelllaufenden maennern und wenn die hand zu schnell auf ihn zukommt. schlechte erfahrungen von der strasse…

also… wie gesagt… das risiko ist gross…
und hunde gibts hier auch genug… nur aus einem tierheim in deutschladn kann man davon ausgehen, dass die hunde zumindest gegen das schlimmste geimpft sind… und wenn man nicht mit ihnen klarkommt, besteht die moeglichkeit der rueckgabe…

ueberlegts euch gut

grusz

Pixelkoenig

Hi,

ich verstehe nicht, warum es denn keiner aus Deutschland sein
kann. Die Tierheime sind voll von kleinen Viebeinern, die nur
ein wenig Liebe wollen.

Hallo !

Ich finde das elend der Tiere im Süden sehr schlimm und deshalb haben wir uns für einen aus dem Süden entschieden. Auch wenn es komisch klingt, aber die Hunde hier im Tierheim haben es viel besser als die im Süden. Wir wollen einem gerne eine Chance geben.

Der Hund war voellig verwurmt (herzwuermer und fast alle
parasiten die ein hund haben kann). er war eigentlich fast
tot.
wir haben ihn jetzt 6 jahre… dennoch rate ich von
„suedimporten“ ab.

Unser Hund wird ca. 5 Monate alt sein wenn er zu uns kommt, ich schätze das er dann noch in einem Alter ist, wo man ihn gut erziehen kann und er noch nicht soviel durchgemacht hat.
Wir wollen es einfach versuchen.

Gruß
Oliver

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Hallo !

Morgen kommt eine Frau und will eine Vorkontrolle machen. Wir
sind
schon ganz schön aufgeregt.

Kommt die etwa aus Spanien? Was sind das für Kontrollen? Laßt da nur niemanden ins Haus, der etwas ausbaldowert!

Eigentlich können wir dem Hund ein schönes Zuhause bieten.

Was bedeutet denn „eigentlich“?? Ist es eigentlich anders?

Wir haben ein Haus mit einem Garten (nicht sehr gross aber es
reicht)

Wofür reicht der Garten, für Euch?? Der Hund braucht keinen Garten, es sei denn, Ihr wollt ihn tagsüber dort deponieren. Ein Hund kann in einer Etagenwohnung leben! Wichtig ist der dreimalige Auslauf mit seinen Leuten. Morgens, mittags und abends um 22.00 Uhr. Er geht nicht in den Garten und joggt dort. Er wird sich hinlegen.

Meine Frau ist Beamtin und hat Gleitzeit und kann daher früh
nachhause.

Das ist egal! Wie lange bleibt sie fort. Das ist wichtig!!

Ich bin im Aussendienst und würde den Hund auch auf meinen
Touren mitnehmen.

Den ganzen Tag im Auto. Die Kunden wollen ihn sicher nicht haben. Der Hund braucht Bewegung. Da hat er mehr Platz in der Wohnung.

Im Urlaub passen die Schwiegereltern auf.

Das kommt drauf an, wie der sich entwickelt.

Mich würde interessieren ob das reicht oder was in der
Vorkontrolle noch alles gefragt wird. Das wir Tierlieb sind
versteht sich von selbst.

Die Tierliebe ändert sich sehr schnell, wenn die Herrschaften merken, der Hund ist doch kein Fernsehhund. Er hört zwar gut, aber pariert nicht. Also ist erstmal ein Benimmkursus erforderlich.

Gruß max

Hallo Pixelking,

ich bin zwar keine Hundebesitzerin, weiss aber einiges um das Leid der Hunde in den suedlichen Laendern.

ich verstehe nicht, warum es denn keiner aus Deutschland sein
kann. Die Tierheime sind voll von kleinen Viebeinern, die nur
ein wenig Liebe wollen.

Das stimmt, die Tierheime sind hier voll, aber das sind sie dort auch. Und die Hunde leben in Spanien etc. weit schlechter als hier. Da leben zig Hunde in kleinen Zwingern, Kaefigen etc. nur damit man sie schnell von der Strasse und aus den Toetungsstationen rausholen konnte.
Die Hunde in unseren Tierheimen leben da schon fast wie in einem Paradies.
Am Anfang hab ich mich auch gefragt, warum die ganzen Hunde und auch Katzen von dort holen wo es doch hier genug gibt. Aber mittlerweile seh ich das anders, denn jeden Tier was von dort hier ein neues Zuhause findet, schafft Platz fuer ein neues das das Tierheim dort wieder aufnehmen kann. Und in den suedlichen Laendern haben sie kaum Vermittlungschancen. Die wenigen Leute sehen den Hund dort als Haustier, viele werden gequaelt, aus den Doerfern und Staedten gejagt !

Wir selbst haben einen „südhund“ aus dem „fast“ Tierheim.
Er wurde nach Deutschland importiert und kam mit der Familie
dort nicht klar, weil er schon ziemlich verwahrlost war, was
man ihm nicht gleich ansah.

Der Hund war voellig verwurmt (herzwuermer und fast alle
parasiten die ein hund haben kann). er war eigentlich fast
tot.
wir haben ihn jetzt 6 jahre… dennoch rate ich von
„suedimporten“ ab.

hunde aus dem sueden haben nicht den gleichen „stellenwert“
wie bei uns… in deutschland ist es nicht ueblich dass es
herrenlose hunde en masse gibt… strassenhunde. diese hunde
sind oft krank und schwach. und vor allem wesensgestoert.

unser hat beispielsweise eine panische angst vor
schnelllaufenden maennern und wenn die hand zu schnell auf ihn
zukommt. schlechte erfahrungen von der strasse…

Wesensgestoerte Hunde gibt es hier auch !

also… wie gesagt… das risiko ist gross…
und hunde gibts hier auch genug… nur aus einem tierheim in
deutschladn kann man davon ausgehen, dass die hunde zumindest
gegen das schlimmste geimpft sind… und wenn man nicht mit
ihnen klarkommt, besteht die moeglichkeit der rueckgabe…

Wenn die Hunde nach Deutschland kommen werden sie auch geimpft und gesundheitlich auf Vordermann gebracht. Zumindest dann, wenn es sich um verantwortungsvolle Tierschuetzer oder Tierheime handelt ! Aber bisher habe ich nie etwas anderes gehoert.

Warum es also nicht versuchen, wenn man dem Hund ein gutes Zuhause bieten kann - mit Auslauf und was noch alles dazu gehoert :smile:)

Viele Gruesse Manu

Hallo Oliver,

laß Dich nicht irritieren, wenn sich jemand von der Organsiation, die den hund nach Deutschalnd vermittel, für eine Vorkontrolle angesagt hat, ist das schon ok. Macht jeder, dem die zu vermittelnden Tiere am Herzen liegen, so.

Ich finde das elend der Tiere im Süden sehr schlimm und
deshalb haben wir uns für einen aus dem Süden entschieden.
Auch wenn es komisch klingt, aber die Hunde hier im Tierheim
haben es viel besser als die im Süden. Wir wollen einem gerne
eine Chance geben.

Nun, wahrscheinlich spielte da auch eine kleine Portion Egoismus mit? :wink: 5 Monate alte Hunde gibt es selten in deutschen Tierheimen.

Unser Hund wird ca. 5 Monate alt sein wenn er zu uns kommt,
ich schätze das er dann noch in einem Alter ist, wo man ihn
gut erziehen kann und er noch nicht soviel durchgemacht hat.

Laß Dir nicht solche Horrorstories erzählen. :wink: Seriöse Organisationen vermitteln nur getestete und geimpfte Tiere (ist auch Pflicht, sonst darf so ein Hund gar nicht nach Deutschland rein). Insgesamt habe ich die Erfahrung gemacht, daß Hunde aus dem Süden eher weniger schlimmes durchgemacht haben und sehr viel ausgeglichener sind sowie ein sehr gutes Sozialverhalten haben. Ausnahmen gibt es natürlich immer, doch darum geht es ja nicht.

Wir wollen es einfach versuchen.

Nun, es sollte nicht nur ein „Versuch“ sein sondern eine Entscheidung für’s Hundeleben. Denke, Du hast Dich hier nur etwas falsch ausgedrückt? Der Besuch einer Hundeschule wäre auf alle Fälle ratsam, wenn man noch nie mit einem Hund zusmamengelebt hat, kann man sehr viel falsch machen. Doch könnt Ihr sicher bei der Vorkontrolle noch einige Fragen klären. Berichte doch mal, wie’s gelaufen ist.

Tanja

PS: Auch ich denke, daß die Tiere in deutschen Tierheimen oft vergessen werden aufgrund des großen „Angebotes“ aus südlichen Ländern; finde das alles andere als gut. Und doch ist es sicher nicht verkehrt, auch da zu helfen, v.a. die die meisten Organsiationen vor Ort auch Kastrationsaktionen durchführen um so das Leid dauerhaft zu verringern.

Hallo !

Morgen kommt eine Frau und will eine Vorkontrolle machen. Wir
sind
schon ganz schön aufgeregt.

Kommt die etwa aus Spanien? Was sind das für Kontrollen? Laßt
da nur niemanden ins Haus, der etwas ausbaldowert!

Nein Sie kommt von einem Tierschutzverein aus unserer Nähe und kontrolliert ob unsere Angaben stimmen.

Eigentlich können wir dem Hund ein schönes Zuhause bieten.

Was bedeutet denn „eigentlich“?? Ist es eigentlich anders?

Es ist „eigentlich“ nicht anders, das Haus ist gross und er wird viel Wärme und Liebe bekommen.

Wir haben ein Haus mit einem Garten (nicht sehr gross aber es
reicht)

Wofür reicht der Garten, für Euch?? Der Hund braucht keinen
Garten, es sei denn, Ihr wollt ihn tagsüber dort deponieren.
Ein Hund kann in einer Etagenwohnung leben! Wichtig ist der
dreimalige Auslauf mit seinen Leuten. Morgens, mittags und
abends um 22.00 Uhr. Er geht nicht in den Garten und joggt
dort. Er wird sich hinlegen.

Natürlich soll der Hund sich nicht nur im Haus und Garten bewegen. Er soll aber auch dort Platz haben z.B. im Sommer wenn wir auf der Terasse sind kann der Hund im Garten spielen, buddeln oder sonst was machen.

Meine Frau ist Beamtin und hat Gleitzeit und kann daher früh
nachhause.

Das ist egal! Wie lange bleibt sie fort. Das ist wichtig!!

Sie hat einen 8 Stunden Tag der aber flexibel gestaltet werden kann.

Ich bin im Aussendienst und würde den Hund auch auf meinen
Touren mitnehmen.

Den ganzen Tag im Auto. Die Kunden wollen ihn sicher nicht
haben. Der Hund braucht Bewegung. Da hat er mehr Platz in der
Wohnung.

Der Hund soll nicht ständig im Auto sitzen. Ich arbeite von Zuhause im
Heimoffice und will ihn auf kürzeren Touren mitnehmen wo er zwischen den Terminen mit mir spazieren geht etc.

Im Urlaub passen die Schwiegereltern auf.

Das kommt drauf an, wie der sich entwickelt.

Das wird schon klappen.

Mich würde interessieren ob das reicht oder was in der
Vorkontrolle noch alles gefragt wird. Das wir Tierlieb sind
versteht sich von selbst.

Die Tierliebe ändert sich sehr schnell, wenn die Herrschaften
merken, der Hund ist doch kein Fernsehhund. Er hört zwar gut,
aber pariert nicht. Also ist erstmal ein Benimmkursus
erforderlich.

Gruß max

Der Hund soll uns ja auch zu unternehmungen animieren und der Fernseher soll öfter ausbleiben.

Gruß
Oliver

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Wir wollen es einfach versuchen.

Nun, es sollte nicht nur ein „Versuch“ sein sondern eine
Entscheidung für’s Hundeleben. Denke, Du hast Dich hier nur
etwas falsch ausgedrückt? Der Besuch einer Hundeschule wäre
auf alle Fälle ratsam, wenn man noch nie mit einem Hund
zusmamengelebt hat, kann man sehr viel falsch machen. Doch
könnt Ihr sicher bei der Vorkontrolle noch einige Fragen
klären. Berichte doch mal, wie’s gelaufen ist.

Tanja

Natürlich war das „wir wollen es einfach versuchen“ ander gemeint. Wir hatten uns über das Internet bei deutschen Tierheimen und bei den ausländischen Tierschutzorganisationen informiert und haben mindestens 600 Hunde über das Internet angeschaut und haben dann die Meinung gehabt, einem Hund aus dem Süden ein schönes Zuhause zu bieten, außerdem gefiel er uns so gut das wir uns schon ihn ihn verliebt haben. Natürlich müssen wir den Umgang mit dem Hund noch lernen, doch wir sind keine Menschen die schnell aufgeben. Es wird schon klappen.
Gerne sage ich Bescheid wie die Vorkontrolle abgelaufen ist.

Gruß
Oliver

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Tiere aus dem Süden (sehr lang :wink:
Hallo,

mein Artikel ist leider recht lang geraten, daher habe ich ihn in verschiedene Abschnitte geteilt:

  1. Vorkontrolle
  2. Voraussetzungen für Hundehaltung bei Dir
  3. woran erkennt man eine seriöse Tierschutzorganisation

und für die Zweifler:

  1. Hund aus dem Süden, warum?

  2. Vorkontrolle

Das mit der Vorkontrolle ist völlig normal, da brauchst Du Dir keine Gedanken zu machen. Das wird auch von deutschen Tierheimen gemacht (leider viel zu selten). Hier eine Beschreibung des Ablaufes bei einem unserer Partnervereine:

______
Vorkontrolle
Diese Kontrolle findet bei Ihnen zu Hause statt und wird von einem Mitarbeiter des Vereins oder einer ernannten Person durchgeführt. Hier geht es nicht darum, Sie persönlich zu „kontrollieren“, ob ihre Wohnung aufgeräumt ist oder dergleichen, sondern vielmehr darum, Sie persönlich einmal kennen zu lernen, einfach noch mal ein Gespräch zu führen, zu sehen, wie das Tier bei Ihnen leben würde und eventuelle weitere Fragen zu klären. Hier werden Punkte besprochen wie z. B., ob eine Genehmigung des Vermieters zur Hundehaltung vorliegt, über welche Kenntnisse der Tierhaltung Sie verfügen, ob der neue Vierbeiner von der ganzen Familie positiv aufgenommen wird und bei Bedarf leisten wir auch Hilfestellung in Bezug auf die im Rahmen des Landeshundegesetzes erforderlichen Auflagen, die mit einer Anschaffung bzw. Haltung eines Hundes einhergehen (Tierhaftpflicht, Mikrochip, Anmeldung beim Ordnungsamt, Sachkundenachweis etc.). Unsere Tiere haben allesamt kein schönes Leben gehabt und sollen ein Zuhause finden, in dem sie sich geborgen fühlen – insofern bitten wir um Verständnis, dass wir uns die Entscheidung nicht allzu leicht machen können.

Nach einer positiven Kontrolle, anlässlich derer auch Ihre Fragen umfassend beantwortet wurden und wir Sie über alle uns bekannten Eigenschaften des Tieres informiert haben, wird mit Ihnen, wenn sich alle einig sind, im Rahmen der Kontrolle ein Schutzvertrag geschlossen.
__________

  1. Voraussetzungen für die Hundehaltung bei Dir

Dass der Hund aus dem Süden kommt ist eigentlich gar nicht das Problem (abgesehen von dem leicht größeren Risiko für Parasiten und Krankheiten sehe ich da keinen großen Unterschied zu einem „deutschen“ Hund. Das Tier sollte durch den Verein getestet sein und Du solltest die Tests nochmals wiederholen!). Ich finde es eher problematisch, wenn Hundeanfänger sich als ersten Hund einen Welpen zulegen. Wenn Du aber bereit bist, Dich intensiv mit Hundeerziehung zu beschäftigen, eine Hundeschule zu besuchen und den Hund liebevoll und konsequent zu erziehen, und diese Erziehung von allen Familienmitgliedern mitgetragen wird, sehe ich kein Problem. Viel Zeit ist eine Hauptvoraussetzung. Ich hoffe, einer von Euch kann nach Ankunft des Hundes einige Wochen Urlaub nehmen, so dass die Grundvoraussetzungen Stubenreinheit und Autofahren sowie Gewöhnung an neue Umgebung in Ruhe angegangen werden können.

Hunde aus dem Süden sind meist sehr sozial und lernbegierig(sonst überleben sie dort in der Hackordnung nicht lange), haben aber unter Umständen starken Jagdtrieb und sind sehr futtergierig. Weiterhin kennen sie viele Dinge einfach nicht und müssen sich an Sachen wie Treppen, Autos, verschiedene Fußböden, Leben im Haus usw. erst gewöhnen. Es gibt also Vor- und Nachteile :wink:.

  1. Woran erkennt man eine seriöse Tierschutzorganisation?

Leider ist gerade der Auslandstierschutz schon öfters in Verruf geraten. Auch in Tierschützerkreisen machen sich zum Leidwesen seriöser Vereine schwarze Schafe breit, die kranke Tiere vermitteln, falsche Papiere ausstellen und den neuen Besitzern wichtige Informationen vorenthalten. In solchen Fällen geht oft auch die gesamte Schutzgebühr oder ein Teil davon in die eigene Tasche und das kann nicht der Sinn von Tierschutz sein.

Nicht nur für die Besitzer und Tiere, sondern auch für alle verantwortungsvoll arbeitenden Vereine ist eine solche betrügerische Vermittlung sehr folgenschwer. Verständlicherweise wird sich der neue Tierbesitzer hintergangen fühlen, wenn ein Tier ankommt, welches viel älter ist als angegeben oder schlimmer noch, sehr krank ist. Was hängen bleibt, ist der Eindruck, dass alle Organisationen so arbeiten, bzw. dass alle Tiere z. B. aus südlichen Ländern krank sind und man nie weiß, was man bekommt. Schlimm für alle Tierschützer, die einen Großteil ihrer Freizeit in eine seriöse Tierschutzarbeit investieren und viel Einsatz und eigenes Geld einbringen, um ihren Schützlingen zu einem Zuhause zu verhelfen.

Seriös oder unseriös?
Bei Vermittlungen von Tieren in Deutschland kann man sich meist persönlich vor Ort ein Bild machen. Kommt ein Tier aus dem Ausland, ist das nicht so einfach. Wenn Sie auf ein Tier aufmerksam werden und den ersten Kontakt aufnehmen, fragen Sie von welcher Organisation oder welchem Verein das Tier vermittelt wird. Oft sind im Internet ja nur die Personen angegeben, die ein Tier vermitteln.

Schauen Sie Sich die Vereinsseite im Internet an und versuchen Sie, mehr über die Organisation zu erfahren. Schauen Sie, ob die Seite informativ aufgebaut ist und ob eine Adresse und Ansprechpartner aufgeführt sind. Kommt es zu einem weiteren Kontakt und Sie interessieren sich ernsthaft für ein Tier, achten Sie auf die folgenden Punkte:

Was man Sie auf jeden Fall fragen sollte:

• wie Sie wohnen
• welche Personen im Haushalt leben
• ob Tierhaltung erlaubt ist
• wie lange das Tier alleine bleiben muss
• ob Sie Erfahrung mit der Art/Rasse haben
• ob Sie finanziell ein Tier unterhalten können, auch wenn es mal teuer wird beim Tierarzt

  1. Ein Tier aus dem Ausland? – aber es gibt doch auch in Deutschland schon so viele Tiere in den Tierheimen.

Auch hierzu wieder der Text unseres Partnervereins:

Es ist richtig, dass es in Deutschland bereits eine hohe Anzahl an Tieren gibt, die in Tierheimen oder Pflegestellen auf einen neuen Besitzer warten – der Tierschutz in Deutschland ist sehr wichtig und darf keinesfalls vergessen werden. Deutschland ist jedoch ein Land, in dem der Wohlstand die Lebensumstände seiner Menschen und auch seiner Vierbeiner erleichtert, denn hier ist in wesentlich höherem Maße als im Ausland Zeit und vor allen Dingen Geld vorhanden, die/das für unsere Tiere und den Tierschutz von privater und auch staatlicher Seite investiert werden kann. Den Tieren in deutschen Tierheimen geht es den Umständen entsprechend gut, ihre tierärztliche Betreuung ist gewährleistet und sie sind gut genährt. Die Liebe zum Tier und die Kenntnis um seine Bedürfnisse sind weit verbreitet und Deutschland selbst ist als tierfreundliches Land bekannt, in dem das Tierschutzgesetz nun erfreulicherweise auch im Grundgesetz verankert ist. In den städtischen Tierheimen im Ausland ist dies leider nicht so, denn oft werden Tiere dort, wenn sie nicht innerhalb einer „Schonfrist“ von wenigen Tagen abgeholt oder vermittelt werden, einfach getötet.

Die Tiere, die von uns nach Deutschland vermittelt werden, werden bis auf wenige Ausnahmen ausschließlich in Pflegestellen bzw. direkt in ihre neuen Familien vermittelt. Wir arbeiten darüber hinaus bereits seit vielen Jahren mit nur einem einzigen Tierheim zusammen, in dem unsere Hunde gute Vermittlungschancen und in der Regel nur eine sehr kurze „Wartezeit“ haben.

Haben Sie schon einmal versucht, in einem deutschen Tierheim einen klein bleibenden Mischling oder gar Welpen zu finden? Viele Menschen, die dies versucht haben, mussten feststellen, dass dies gar nicht so einfach ist – die Alternative in Deutschland: der Züchter oder ein Tier aus dem Ausland. Bei uns warten unzählige Welpen und Mischlinge in allen Farben u. Größen auf ein eigenes Zuhause – sollte man ihn die Chance, leben zu dürfen verwehren?

Wir meinen NEIN!

Deutschland ist als Handelspartner und im kulturellen Bereich schon mit unseren europäischen Nachbarn verbunden, den Urlaub verbringen unzählige Deutsche in südlichen Ländern – der Tierschutzgedanke sollte unseres Erachtens daher ebenfalls nicht an Landesgrenzen enden. Ferner sind die Tiere aus dem Süden für ihr besonderes Sozialverhalten oder schlicht ihre Dankbarkeit für ein warmes Plätzchen, ein bisschen Futter und vor allen Dingen Zuwendung bereits hinreichend bekannt und wir möchten dazu beitragen, dass möglichst viele dieser armen Kreaturen irgendwann einmal ihr eigenes Körbchen beziehen können – wo dieses Körbchen steht, spielt für uns dabei keine Rolle.

Liebe Grüße,

Myriam
http://www.tierschutz-notfaelle.de

Re: Tiere aus dem Süden (sehr lang :wink:

  1. Voraussetzungen für die Hundehaltung bei Dir

Dass der Hund aus dem Süden kommt ist eigentlich gar nicht das
Problem (abgesehen von dem leicht größeren Risiko für
Parasiten und Krankheiten sehe ich da keinen großen
Unterschied zu einem „deutschen“ Hund. Das Tier sollte durch
den Verein getestet sein und Du solltest die Tests nochmals
wiederholen!). Ich finde es eher problematisch, wenn
Hundeanfänger sich als ersten Hund einen Welpen zulegen. Wenn
Du aber bereit bist, Dich intensiv mit Hundeerziehung zu
beschäftigen, eine Hundeschule zu besuchen und den Hund
liebevoll und konsequent zu erziehen, und diese Erziehung von
allen Familienmitgliedern mitgetragen wird, sehe ich kein
Problem. Viel Zeit ist eine Hauptvoraussetzung. Ich hoffe,
einer von Euch kann nach Ankunft des Hundes einige Wochen
Urlaub nehmen, so dass die Grundvoraussetzungen Stubenreinheit
und Autofahren sowie Gewöhnung an neue Umgebung in Ruhe
angegangen werden können.

Hallo Myriam,

vielen Dank für die tolle Antwort.
Natürlich werde ich nach Ankunft mindestens 2 Wochen zuhause bleiben,
danach wird er trotzdem nicht alleine gelassen. Es soll wirklich glücklich bei uns werden.

Den Hund werden wir, wenn die Vorkontrolle klappt von dieser Oranisation bekommen : www.kirsti.de

Gruß
Oliver

Hallo,

Hallo Oliver,

Eine tolle Idee! Wir haben zur Zeit eine kleine „Spanierin“ in Pflege. Leicht verwirrt, zuckersüß und vollkommen unerzogen. Wir hoffen, bald ein gutes Zu Hause zu finden.

wir haben im Internet einen Hund aus Spanien gefunden und
wollen Ihn jetzt adoptieren :smile:
Morgen kommt eine Frau und will eine Vorkontrolle machen.

Ein ganz normaler Vorgang, den sich die deutschen Tierheime auch mal angewöhnen sollten.

Wir sind schon ganz schön aufgeregt.
Eigentlich können wir dem Hund ein schönes Zuhause bieten.
Wir haben ein Haus mit einem Garten (nicht sehr gross aber es
reicht)

Ihr habt sicherlich auch genug Hundeliebe.

Meine Frau ist Beamtin und hat Gleitzeit und kann daher früh
nachhause.
Ich bin im Aussendienst und würde den Hund auch auf meinen
Touren mitnehmen.

Würde ich erstmal vorsichtig antesten. Manche Hunde sind das Auto fahren nicht unbedingt gewöhnt.

Im Urlaub passen die Schwiegereltern auf.

Fein, an alles gedacht.
Vielleicht noch - achte darauf, dass das Tierchen geimpft, kastriert und untersucht ist. Viele der Vereine bieten auch aktive Hilfe am Anfang an. Habt Geduld mit dem Kleinen. Viele haben es wirklich schwer.

Mich würde interessieren ob das reicht oder was in der
Vorkontrolle noch alles gefragt wird. Das wir Tierlieb sind
versteht sich von selbst.

Platz habe ich weniger - aber bei mir fühlt sich alles wohl.

Gruß
Oliver

Hallo,

im Prinzip ist es schon okay wenn man so denkt, das es die Hunde in südlichen Ländern viel schlechter haben, aber ich muss mich teilweise Pixelkönig anschließen.
Auch Deutsche Tierheime sind überfüllt, auch diese Hunde haben ein Recht auf ein schönes Plätzchen oder!?
Auch wenn sie es besser haben zwecks Tierarzt und so weiter, sind sie dennoch bestimmt ebenso froh und dankbar ein gutes Plätzchen zu bekommen wie alle anderen Hunde.
Ich war schon desöfteren in Tierheimen, und auch unsere deutschen Hunde leiden meines Erachtens sehr unter dem Leben im Tierheim. Nicht das ich jetzt finde das es ihnen dort nicht gut geht, aber ein schönes Plätzchen bei einer netten Person wo sie geliebt werden ist doch viel besser.

Mir tun die ausländischen Hunde auch sehr leid, und ich finde es auch löblich wenn man da hilft. Aber meines Erachtens sollte man da an anderer Stelle ansetzen, zum Bsp. Kastrationen um Massenvermehrung zu verhindern etc…
Ich denke immer, wenn man immer wieder diese Hunde holt, warum sollte das betreffende Land etwas ändern? Immerhin bekommen die von den Tierschützern ja Geld um die Hunde aus den Tötungsstationen auszulösen.
Nicht das Ihr mich falsch versteht, ich finds zum kotzen wie die da mit den Hunden umgehen, und die ganze Welt weiß es.
Aber wäre es nicht möglich das dieses betreffende Land einfach von uns boykottiert wird, das heißt - keine Urlaube mehr in diesen Ländern, keine Nahrungsmittel aus diesen Ländern etc… -
bis das mal aufhört???

Naja, ich wollte eigentlich bloss das mal jemand darüber nachdenkt, sollte keine Hetzkampagne werden gegen jemand der sich einen Hund aus dem Ausland holt.
Wenn das so verstanden wurde möchte ich mich hiermit entschuldigen.

Und, ich wünsche euch alles gute mit eurem neuen Familienmitglied und viel Freude.

Liebe Grüße
Yvonne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Lieber Tierfreund
Jede Aufnahme eines vernachlässigten Hundes,
sei es aus dem Tierheim des eigenen Landes
oder aus E finden wir gut.
Man kann diskutieren darüber, ob die eigenen
Tierheime zu bevorzugen seien, ob eine Hilfe
im südl. Land selber sinnvoller wäre usw.
Besonder gut finden wir diese Kontrolle des
vermittelnden Tierheimes, die sicher auch
mit einer Halterberatung, vor Ort, verbunden
ist. Dies vermittelt auch einen guten Kontakt
bei möglichen auftretenden Schwierigkeitem.
(Sei es mit dem Hund, dem Vermieter usw)
Wir wären froh, wenn alle Tiervermittler in
der Schweiz dies auch tun würden. Von den
«schwarzen» Tierhändlern oder Marktfahrern
ganz zu schweigen. So wird vermieden, dass
der Hund zurückgenommen werden muss, was
für die Tiere oft fast «traumatisch» endet.
Ein -aber- haben wir noch anzubringen, bei
Hundimporten aus südlichen Ländern. Da dort
andere Krankheiten, als bei uns in Mitteleuropa,
vorkommen, ist ein spezialisierter Tierarzt
zu konsultieren. Dies ist bei Tierheimen,
die regelmässig solche Hunde importieren
(wie wahrsch. in Ihrem Falle) die Regel.
Gefährlich für Tier und Mensch können aber
Eigenimporte oder sogen. «Schwarzimporte»,
ohne die spez. TA-Kontrolle, sein.
Alles was an guten Rtschlägen, wie
Erziehungskurs usw, empfohlen wurde
unterstützen wir auch und wüschen Ihnen
mit dem neuen Hausgenossen viel Freude
Marc für http://www.tierinformation.ch.tt/

Hallo,

Vorkontrollen sind bei einem seriösen Tierheim eigentlich normal. Bei unserem Kater kam auch eine Mitarbeiterin und wollte einfach nur sehen, ob das Zuhause für eine Freigängerkatze geeignet ist.
Betrachte die Vorkontrolle nicht als Prüfung, die du unbedingt bestehen musst. Sei ehrlich zu der Mitarbeiterin. Es ist ja auch eine Art Beratung. Wenn du hier etwas vorgaukelst oder versprichst, was du nicht halten kannst, tust du dir und dem Hund keinen Gefallen.

Viele Grüße,
Niels

Hallo !

Ist es mit dem Süden nicht genau so, wie mit dem Osten?
Werden die Hunde nicht so gewaltig vermehrt, weil eine Nachfrage da ist?? Man wird auch im Süden (wo immer das ist!!), solche jungen Welpen nicht auf der Straße finden!

Deshalb sollte man auf eigene Bestände zurückgreifen, nämlich auf Tierheime und dort schon ältere Hunde herausholen.

Alles andere ist doch Schwindel!!

Gruß max

Hallo Max,

Leider machst Du es Dir zu einfach.

Ist es mit dem Süden nicht genau so, wie mit dem Osten?
Werden die Hunde nicht so gewaltig vermehrt, weil eine
Nachfrage da ist??

Solche Vermehrer gibt es, das ist richtig. Die Sache ist aber in Osteuropa verbreiteter als in Spanien/Portugal/Griechenland/Italien. Siehe meine Hinweise zum Thema „wie finde ich eine seriöse Tierschutzorganisation“ weiter unten.

Man wird auch im Süden (wo immer das
ist!!), solche jungen Welpen nicht auf der Straße finden!

Genau dort findet man sie. In Mülltonnen, auf der Straße, im Gebüsch, ausgesetzt vor den Tierheimen. Auf Teneriffa entlaufen während der Jagdsaison hunderte Podencos im Naturschutzgebiet. Die Jäger kümmert es einen Dreck, die Tiere vermehren sich dort, private Tierschützer fangen die Tiere ein. Wenn sie vorschriftmäßig gechipt sind, kommen sie zum Besitzer zurück. Wenn nicht, werden sie falls möglich vermittelt. Oft sind trächtige Tiere dabei. Wenn es noch geht, wird abgetrieben. Wenn nicht, werden die Welpen vermittelt.

Deshalb sollte man auf eigene Bestände zurückgreifen, nämlich
auf Tierheime und dort schon ältere Hunde herausholen.

Wie schon erwähnt bin auch ich auf jeden Fall dafür, Tiere aus deutschen Tierheimen zu befreien. Das eine schließt aber das andere aber nicht aus. Viele Tierschutzorganisationen, die hier in D Tierheime betreiben, helfen auch in südlichen Ländern mit. Es wird dort nicht nur eingesammelt und vermittelt, sondern es gibt Kastrationsaktionen und man kämpft gegen Tierquälerei, unkontrollierte Vermehrung, Kettenhaltung usw.

Gruß,

Myriam