Hallo,
mein 3-jähriger, kastrierter Mischlingshund kann es nicht leiden, wenn ein fremder Hund beim spazieren gehen auf ihn zu kommt und intensiv an seinem Hinterteil schnuppert. Erst lässt er sich es über sich ergehen und dann knurt bzw. bellt den anderen Hund weg. Dies ist aber fast nur bei Rüden so. Ich denke sein Verhalten kommt daher, weil von dem Hund meiner Eltern,die im gleichen Haus wohnen, wird er in seiner Wohnung jedes Mal auf neues intensiv beschnuppert. Vor diesem Hund hat er großen Respekt und denn er bekam oft genug gezeigt, wer der Boss im Haus ist. Wenn dieser dann an meinem Hund schnuppert, bleibt er wie angewurzelt stehen, Rute ist ganz unten und er hofft glaube ich einfach, dass es vorbei ist. Ich denke, es hängt damit zusammen. Von ihm lässt sich das mein Hund gefallen und bei anderen sagt er gleich so geht das bei mir nicht. Wie kann ich das abtrainieren. Er mag ja andere Hunde und hat täglich Kontakt zu anderen, aber bei fremden Hunden ist er erstmal blöd.
hallo reddevil,
mal ganz ehrlich: ich würd das meinem hund nicht abtrainieren. daß ein hund einem anderen zeigt, daß er irgendwas nicht mag, gehört genauso zum sozialen hundeleben wie das beschnuppern der afterdrüsen.
da dein hund (rüde, nehme ich an) kastriert ist, riecht er eben nun mal anders als nicht-kastrierte rüden.
unser max ist auch kastriert, und es gibt etliche hunde (beiderlei geschlechts), die seinen pöter aber sowas von interessant finden, daß man meinen könnte, die kleben da mit pattex dran. max findet das auch nervig, aber er muß sich eben selbst dagegen zur wehr setzen (was er inzwischen auch tut).
daß dein hund das beschnuppern des „hundesbosses“ deiner eltern zuläßt, hat nix mit dem geruch zu tun, sondern mit der rangordnung. auch bei dem wird er das nciht mögen, hält aber still, weil er in der 2. liga spielt.
wie gesagt: ich hätte keinen streß damit, wenn mein hund anderen klarmacht (durch knurren, wegdrehen, lefzen ziehen etc.), daß er das intime geschnuppere nicht mag. man muß als halter nur ein dauer-auge drauf haben, daß die situation nicht eskaliert und die vierpfoten anfanegen, sich zu balgen. aber da kann man ja rechtzeitig energisch eingreifen.
grüße, boris
Huhu,
ich würde mich da anschließen. Es ist doch besser dein Hund sagt, dass es ihm genug ist als stumm zu ertragen und dann gleich richtig loszulegen, wenn ers wirklich satt hat.
Mir sind Hunde, die klar sagen was sie wollen oder nicht, deutlich lieber als solche, die sich alles gefallen lassen.
Mein Hund wird leider manchmal etwas aufdringlich (kastrierte Rüden und Hündinnen), natürlich unterbinde ich das, wenn der andere Hund sich selbst nicht wehrt. Aber wenn ein Hund ihm mit nem kurzen Knurren mitteilt „Lass den Scheiß!“, dann ist es bei meinem Hund auch ok und er geht seiner Wege.
Man sollte nicht jede kleine „Aggression“ dem Hund abgewöhnen. Ein bissel Knurren gehört einfach zu seiner Natur und auch eine gewisse Individualdistanz sind vollkommen normal.
Einmal knurren ist mir auch lieber, als ein Hund, der ohne für den Menschen ersichtliche Vorwarnung gleich sich auf den andern Hund stürzt…
LG Frieda
Hallo,
ja, das kenne ich auch gut. Unserer ist auch kastriert und manchmal ging es sogar so weit, dass große Rüden auf ihm rammeln wollen. Aber, es ist immer nur wenige Wochen im Jahr, dass er so gut riecht. Mittlerweile mach ich es so, ein anderer Hund darf kurz schnuppern, aber sobald es losgeht mit Schniedel ablecken, berammeln wollen, Nackenbiss geh ich dazwischen. Mein Hund muss dann absitzen und ich stell mich hinter ihn und schieb die aufdringlichen Rüden weg. Ich habe teilweise nämlich keine Lust mehr darauf, dass andere Rüdenbesitzer es vollkommen normal finden, dass ihr 40 Kilo-Hund auf meinem 8 Kilo Rüden rumtrampeln (zumal das alte Gerüst nun 13 Jahre alt und blind ist).
Grüße Ute