Hund bellt nicht mehr

Hatte einen Kläffer nun bellt der nicht mehr…wie?..
" Aboistop"! war der Gegner schlechthin, aber muss sagen, das ist die Lösung!
Will keine Werbung machen, aber wen es interesiert dem sag ich es!
Für mich war es die Lösung mit einem Problemhund!

Timie

??nie gehört… was muss ich mir darunter vorstellen??
(auch kläffende Hunde kann man erziehen…)

Anna

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

… einen guten Vermarktungstrick der Elektroindustrie:smile:))

Funktionsweise: Halsband mit Kästchen ala Teletak dran.
In dieses Kästchen füllst du je nach deinem Geschmack, entweder normales Sprühwasser oder auch Parfümiertes Wasser unter Hochdruck, wie bei einem Feuerzeug ein.
In dem Kästchen ist eine Geräuschsensor. Dieser reagiert auf Bellen. Bellt der Hund bekommt er von unten einen Sprühstoß der ihn ähnlihc wie eine Wasserspritze erschreckt und er hört zu bellen auf. Soweit die einfache Praxis und Theorie.
Gegenargumente sind aber folgende, und die werden nicht beachtet. In der Standardausführung ist dem Wasser ein Zitronengeruch beigefügt. Der Hund bekommt den Strahl und riehct den Zitronengeruch. Verknüpft also beides mit bellen.
Nun geschieht folgendes: Hund bellt bekommt sorühstoß. Das ist ok. Aber!!! Der geruch bleibt im Fell haften und das dank Hundenase noch extrem lange danach. Was also kapiert der Hund??? Das er total irritiert ist und irgendwann es ignoriert und weiter bellt.
2. Fall aus meiner Praxis: In einem Mehfamilienhaus bellen noch andere Hunde, und jedesmal löst das scheißteil aus. Was nu?
3. Fall: Das Ding ist undicht. Also bekommt der Hund alle paar Sekunden einen Minimalen ausstoß obwohl er nix tut!
4. Fall:Batterie ist schwach. Hund bellt und nix passiert Hund lernt es geht irgendwann trotz des Teils zu bellen. Pawlowsche und Skinners Theorien greifen.
5.Fall: Technik versagt allgemein. Siehe Fall 4.

Aus all den Fällen sollte meiner Erfahrung nach das Teil weggelassen werden und nicht wie üblich die Faulheit siegen sondern stattdessen das Geld in 2-3 gute Therapiestunden investiert werden welche dauerhaften Erfolg versprechen.Damit verbunden ist Arbeit und Mühe aber immernoch besser als wenn der Hund danach evtl. ein Leben lang irritiert ist.
Gruß Steffen

5 „Gefällt mir“

Mmh… also wenn ich das von Steffen so lese, frage ich mich, warum jemand so was seinem Hund kauft… oder? Ich meine, es ist ja von vornherein bekannt, dass Hunde bellen und ich halte die Methode der Therapie bei weitem besser als den Hund mit solchen „modernen“ Methoden durcheinander zu bringen.

Sei doch so gut und nimm ihm das Teil wieder ab!

…frage ich mich,warum jemand so was seinem Hund kauft… oder?

Antwort:

  1. Weil Leute erst kaufen dann denken.
  2. Weil ein Experte im Zooladen sowas anpreist da er sein Gehalt am Ende sehen will…
  3. Weil solche Geräte immernoch erlaubt sind…
  4. Weil Halter oft zu faul sind den komplizierteren Weg zu gehen als den vermeintlich einfachen…
  5. Weil durch die allgegenwärtige Technik uns vorgegaukelt wird es wäre möglich alles zu reparieren was angeblich kaputt ist.
  6. Weil es gute Marketingexperten gibt die einen verflucht gut bezahlten Job machen…

Zu deiner Aussage Hunde bellen…
Stimmt und die HJalter sind zu doof erst einen Experten nach der Rasse zu fragen und dann einen Hund zu kaufen. Bei vielen Rassen kennt man das Kläffen: Beispiele: Spitze, Schnauzer, Westis, Yorkies.
Aber der Artikel hier ist harmlos gegen das was ich erleben musste. Kommt ne Kundin und meint ich solle ihrem Beagle das Jagen abgewöhnen…
Wenn die Menschen ein Auto kaufen wird das Netz gewälzt, der Wagen probe gefahren, hundert Prospekte gewälzt, wenn sie einen Hund kaufen gehen sie zum Züchter und holen sich nen Hund. Der berät angeblich gut. Manche tun es wirklich, mein Dank an diese guten Züchter, aber viele erzählen dir nen Mist vom blauen Gaul daß du als Experte durchknallst. Und dann braucht man obiges…
Hier kann man nur sagen… Eichel dankts euch.
War ich jetzt harsch??? Wer denkt daß ich unrecht habe den lad ich ein nur einen Tag bei mir mit Kunden zu arbeiten. Dann versteht ihr meinen Frust.
Gruß Steffen

3 „Gefällt mir“

War ich jetzt harsch???

hi steffen,
noch lang nicht genug. wenn ich mir diese „erziehungsmethoden“
anschaue, wundert mich nicht, daß ein tier durchknallt und im besten
fall zum wadenbeisser wird.

manchmal wäre ein stofftier die bessere lösung.
es gibt auch „intelligente“ hunderoboter von sony. da kann man das
bellen einstellen, beißen tun sie nicht und sauber sind sie auch.
und niedlich.

gruß,
frank

2 „Gefällt mir“

hallo steffen,
was für eine therapie ist das denn?? mein und ist nur am kläffen, wenn er hinten im auto sitzt und sich jemand dem auto nähert. das problem habe ich aber erst seit ich den kombi habe. ansonsten ist er doch ausgesprochen ruhig. schon mal danke für deine tipp.

gruß
sami

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Für mich war es die Lösung mit einem Problemhund!

irgendwie hab ich das Gefühl, dazu folgendes sagen zu müssen: Schade, daß es sowas nicht für Kleinkinder und Säuglinge gibt.

Ist ja auch wirklich ungeheuerlich, daß Tiere es wagen, entgegen der menschlichen Interessen ihre Instinkten auszuleben.

Gruß,
Christian

Symptombekämpfung

HI ZUSAMMEN!

Natürlich, da gebe ich Dir völlig recht Timie: Mit so einem Apparat lässt sich Bellen manchmal (nicht immer!) dauerhaft abgewöhnen. Das ist natürlich auf den ersten Blick total praktisch.

ABER, und jetzt kommt das grosse ABER: Mit diesem Apparat beseitigst du das Symptom. Was ist daran falsch? Nun, wir beseitigen nur, das, was uns stört, also dass der Hund bellt, aber wir beseitigen NICHT die URSACHE. Wir fragen uns nicht WARUM der Hund denn bellt. Wir Menschen haben dafür oft eine schnelle Antwort: „Ach, er langweilt sich eben“ oder „ach, es nervt ihn halt was“

Doch genau das wäre der richtige Lösungsansatz. Je nach Hund aber führt eine solche Symptom-Behandlung sogar zu schweren Schäden. Warum? Nun, wir behandeln mit Aboistop (aber auch Gentle Leader etc.!) nur das, was uns nervt, fragen aber nicht warum der Hund das tut. Stört den Hund nun irgendetwas und regt ihn das zum Bellen an, strafen wir ihn dafür, dass ihn etwas nervt. Das erzeugt logischerweise Frustration.

Stell dir mal vor: Du befindest dich in einer Situation, die dir Angst macht oder dich extrem aufregt. Du wendest dich nun an die nächste Person und sagst ihr, dass du dich extrem aufregst und dich ängstigst. Anstatt dass die Person dich nun tröstet und beruhigt, ignoriert sie dich und von hinten kriegst du einen Tritt in die Kniekehle, von dem du aber nicht weisst, woher der kommt.
Würdest du da nicht auch aufhören, die Person ins Vertrauen zu ziehen? Stattdessen entwickelst du sehr wahrscheinlich eine Neurose und deine Angst verstärkt sich. Denn wie du ja eben erfahren hast, IST die Situation ja wirklich bedrohlich. Doch du kannst dich an niemanden wenden und fühlst dich einsam und wirst nur noch verzweifelter…

Verstehst du, was ich meine? Stattdessen wäre es sinnvoller herauszufinden WARUM der Hund bellt. Das fordert natürlich mehr Zeit als ihm einfach einen Apparat ans Halsband zu hängen, aber es ist bestimmt auch förderlicher für eure Beziehung! Möglicherweise habt ihr beide ein Rangordnungsproblem: der Hund meint, er müsse die Situation in den Griff kriegen, da er der Chef sei! Denn es reicht leider nicht, einfach zu denken: ich bin der Mensch, also bin ich der Chef! (Das heisst nicht, dass es bei dir so ist! Aber es ist durchaus möglich!)
Dazu kann ich dir als Literatur z.B. Jan Fennel wärmstens empfehlen.

Suche also nach der Ursache des Bellens und versuche dem Hund klarzumachen, dass es keinen Wert hat, dafür "Bell"energie zu verschwenden! Möglicherweise möchte er dich auch einfach animieren etwas mit ihm zu machen! Das heisst ER möchte bestimmen, wann was wo gemacht wird. In diesem Fall muss dem Hund gezeigt werden, dass es nicht ER ist, der bestimmen darf, also wiederum ein Rangordnungsproblem.

So, ich hoffe, dass ich mich verständlich ausgedrückt habe. Falls du Fragen hast, darfst du dich natürlich gerne an mich wenden.

Jetzt fehlt nur noch etwas, und das geht nicht an dich Timie, sondern an gewisse andere Personen:

Ich verstehe nicht, weshalb man sich hier im Forum beschimpfen muss! Ihr macht ja wohl nie einen Fehler, ne? Was nützen Beschimpfungen und Anklagen?! Doch höchstens: Pfff… ihr seid Doofsäcke, ich mach genau so weiter wie vorher. Ich finde das unfair gegenüber der Person die schreibt, sowie schlussendlich auch deren Tier, das ja am Ende darunter zu leiden hat.

Liebe Grüsse,
Semiramis

Stell dir mal vor: Du befindest dich in einer Situation, die
dir Angst macht oder dich extrem aufregt. Du wendest dich nun
an die nächste Person und sagst ihr, dass du dich extrem
aufregst und dich ängstigst. Anstatt dass die Person dich nun
tröstet und beruhigt, ignoriert sie dich und von hinten
kriegst du einen Tritt in die Kniekehle, von dem du aber nicht
weisst, woher der kommt.
Würdest du da nicht auch aufhören, die Person ins Vertrauen zu
ziehen?

Erst mal vorweg, damit bloß keine Missverständnisse aufkommen:
ICH BIN ABSOLUT GEGEN DERARTIGE ERZIEHUNGSMETHODEN WIE DEN ABOISTOP!!!

Dennoch: was du schreibst, ist nicht richtig.
Ein Aboistop führt nicht zu einer Vertrauensstörung zwischen Besitzer und Hund. Natürlich führt es auch erst recht nicht dazu, das Verhältnis, also die Kommunikation zu verbessern, aber auch das Gegenteil ist nicht der Fall.
Wenn man (und das ist sehr wichtig und in den wenigsten Fällen der Fall) den Aboistop richtig anwendet, weiß der Hund nicht, woher die unangenehme Erfahrung kommt. Ähnlich arbeitet man ja auch mit Wurfketten u.ä. Der Trick soll darin bestehen, dass der Hund eine Handlung mit etwas Negativen verbindet und es aufgrund der negativen Konditionierung folglich unterlässt. Vielleicht sucht er auch Schutz beim Herrchen und sollte dann natürlich belohnt werden, um das Verhältnis zu bessern.
Es ist aber eben nicht so, wie du schreibst, dass der Hund sein Vertrauen in seine Bezugsperson verliert. Denn er weiß ja nicht, dass sie es ist, die die unangenehme Situation auslöst.
Daher kann, im besten Fall, auf diese Art und Weise etwas abgewöhnt werden. Von Nebenwirkungen will ich jetzt hier nicht sprechen.
Dennoch basiert so etwas wie Aboistop lediglich auf der klassischen Konditionierung, im negativen Falle eben.
Sinnvoller ist es allerdings, eine positive klassische Konditionierung durchzuführen, indem ich den Hund ablenke, BEVOR er bellt. Dazu muss meine Beziehung zum Tier natürlich gut sein, ich muss den Hund „lesen“ können, wissen, was er als nächstes tun wird.
Davon abgesehen ist es durchaus sinnvoll, die Ursachen für das Bellen heraus zu finden. Aber das geht jetzt hier zu weit.
Ich wollte nur richtig stellen, dass ein Aboistop nicht das Vertrauen des Hundes zum Menschen schädigt. So klug ist der Hund dann doch nicht, vorausgesetzt, ich wende das Ding richtig an.
Das können aber nur Profis…
Galli

2 „Gefällt mir“

Hi Galli!

Ich möchte gerne zu deinem Posting Stellung nehmen. Natürlich, wenn der Besitzer nicht anwesend ist, und der Hund bellt, dann KANN er es gar nicht mit dem Besitzer verknüpfen, das ist ja klar. Doch aus meiner Praxis muss ich sagen, dass es ziemlich fahrlässig ist, einen Hund mit diesem Apparat am Hals alleine zu lassen, denn zu mir sind bis jetzt 3 Leute gekommen und haben mich wegen ihren bellenden Hunden um Hilfe gebeten. Sie hatten es auf eigene Faust versucht mit dem Aboistop, und hatten den Hund alleine damit gelassen. Diese drei Hunde hatten alle so einen Schock abgekriegt, dass sie versucht haben, das Ding so schnell wie möglich abzustreifen. Einer dabei hat sich die Pfote im Halsband eingeklemmt und sich den Muskel überdehnt, der zweite wurde hysterisch und keuchte eine halbe Stunde lang mit dem Ding um den Hals (den musste ich dann auch von einer Halsbandphobie! kurieren…) und der dritte hatte sich ebenfalls die Hinterpfote eingeklemmt, kam aber wieder von selber raus…

Doch oft ist der Besitzer auch dabei, wenn der Aboistop eingesetzt wird, z.B. wenn es sich um dieses „Hey-du-tu-was-mit-mir-mir-ist-langweilig“-Bellen handelt. Die Leute wissen dann nicht mehr weiter und kaufen dem Hund so ein Ding. Ausserdem habe ich gesagt, dass es bei MANCHEN Hunden zu Vertrauensstörungen kommen kann.

Wenn man (und das ist sehr wichtig und in den wenigsten Fällen
der Fall) den Aboistop richtig anwendet, weiß der Hund nicht,
woher die unangenehme Erfahrung kommt. Ähnlich arbeitet man ja
auch mit Wurfketten u.ä.

Natürlich weiss der Hund nicht, woher das Zischen kommt, aber bei häufigem Auftreten des Zischgeräusches in derselben Umgebung, verknüpft der Hund das Unangenehme durchaus mit einem Gegenstand dieser Umgebung oder dieser selbst. Das nennt man ortsorientiertes Lernen und das kommt häufiger vor, als wir denken. Ein Beispiel sind diese Hunde, die auf dem Hundeplatz vorzüglich gehorchen, aber draussen in Feld, Wald und Wiese plötzlich jeglichen Gehorsam „vergessen“ haben. (Jaja, da spielen natürlich auch noch andere Faktoren eine Rolle, aber ortsorientiertes Lernen ist da auch im Spiel)

Denn er weiß ja
nicht, dass sie es ist, die die unangenehme Situation auslöst.

Das ist die rosarote Meinung vieler, wenn es um die Wurfkette geht. Kann mir niemand angeben, dass der Hund beim dritten oder vierten Mal Werfen (oder beim Rascheln damit sowieso) noch nicht gehört hat, woher das Geräusch kommt… Hunde sind keine Menschen, aber doof sind sie nicht, und gehörlos schon gar nicht…
Beim Aboistop aber gebe ich dir recht, natürlich weiss der Hund nicht, woher es kommt, aber er KANN (er muss nicht) dieses Unangenehme mit der für ihn nächstliegenen Person/ dem nächstliegenden Gegenstand verknüpfen.

Liebe Grüsse,
Semiramis

Ich denke, dann habe ich den Aboistop falsch verstanden. Ich dachte, es handelt sich um ein Gerät, das ich per Knopfdruck auslösen kann. Und zwar auf Entfernung. Ähnlich dem Teletak (was ich natürlich erst recht ablehne). Auf die Art und Weise kann der Mensch den Zeitpunkt bestimmen. Dann habe ich das mit dem Aboistop falsch verstanden.
Hatte auch noch nie so ein Teil, komme daher mit den ganzen tollen Namen durcheinander…
Tja, dann hast du wohl Recht mit deiner Überlegung.
Zur Wurfkette: Klar ist der Hund nicht dumm, und gerade wenn ich damit herum klimpere, merkt der Hund schnell, dass ich es bin, die das Ding wirft. Sinnvoller finde ich es da auch, das Teil nur zu werfen und nicht damit zu klimpern. Dafür eignet sich aber eigentlich alles mögliche, auch ein kleiner Ast, ein Erdklumpen, ein Schlüssel usw. Wer aber von Erziehung keine Ahnung hat und eh ein Kommunikationsproblem mit seinem Hund hat, dem nützen diese Dinge auch nichts und man kann ganz klar großen Schaden damit anrichten.
Deshalb mein Zusatz „nur für Profis“!
Galli