Hallo,
habe selber keine Haustiere und somit auch keine Ahnung und Erfahrung mit Hunden.
Eine Freundin von mir hat zwei Hunde (keine Ahnung was das für eine Sorte ist - so’n Mittelgroßer. Keine Fusshupe, aber auch kein Bernhardiner). Der eine (Weibchen) ist schon etwas älter, der andere (Männchen) ca. 1 Jahr.
Sie selber ist sozusagen „alleinerziehend“ und berufstätig, so dass die Hunde länger alleine sind. Mir ist aufgefallen, dass der junge Hund in der Wohnung alles anfrisst. Sofa, CDs, Fotoalben, Bücher, Schränke etc… Vor allem das Sofa sieht ziemlich krass aus. Der Hund zerstört echt alles was er ins Maul kriegt.
Sie muss Gegenstände in einen anderen Raum tun und dort abschließen, damit er nicht rankommt. Aggressiv gegenüber Frauchen ist er wohl nicht und sonst auch ganz normal. Winselt wenn er Gassi muss usw.
Sie vermutet, dass ihm einfach langweilig ist. Vor ein paar Monaten sagte sie, er wäre in der Knabberphase (?).
Hat jemand einen Tipp, was dem Tier fehlt? Ist das denn gesund für das Tier wenn er keine Struktur hat? Dachte immer, dass die Gegenstände von Frauchen tabu wären…
Gruss levi
Sie vermutet, dass ihm einfach langweilig ist.
Da vermutet Sie wohl richtig. Und sollte Abhilfe schaffen. Vielleicht könnte Sie ja eine/n Schüler/in gewinnen die als so eine Art „Pate“ fungiert und sich nachmittags ne´Stunde den Hunden annimmt.
Vor ein paar Monaten sagte sie, er wäre in der Knabberphase (?).
Vor ein paar Monaten (als Welpe) schon, daß hätte sich jetzt aber durch Zeit u. Erziehung geben müssen.
Irgendetwas ist da wohl schiefgelaufen, mal ganz abgesehen davon, daß ich einer Einzelperson die (Voll?) berufstätig ist, sowieso von Tieren dieser Spezies abraten würde.
Hat jemand einen Tipp, was dem Tier fehlt?
Die nötige Zeit und die richtige Erziehung!
Ist das denn gesund
für das Tier wenn er keine Struktur hat?
Nein.
Dachte immer, dass
die Gegenstände von Frauchen tabu wären…
… und nicht nur diese…!
Gruß Motorradmieze
Hallo levi,
stimmt! Die Knabberphase müsste längst vorbei sein - abgesehen davon, dass diese nicht automatisch bedeuten muss, dass der Welpe etwas zerstört (meiner hat nie und nichts angeknabbert).
Wie Motorradmieze schon schrieb: Es ist eine Frage der Auslastung, der Erziehung und dem Angebot an „kaubaren“ Alternativen.
Zu dem Thema Beruf und Hundehaltung hatten wir hier letztens eine Diskussion. Die zentralen Fragen sehe ich (wo der „Hund jetzt ohnehin in den Brunnen gefallen ist“) eher darin, ob das Tier außerhalb der Arbeit auch die nötige Auslastung erhält (körperlich und geistig). Ob es Möglichkeiten gibt, während der Arbeitszeit die Allein-Sein-Phasen zu unterbrechen.
Wenn ich meinen Hund auch nur 3 Stunden allein lasse, ist klar, dass ich vorher mit ihm mindesten eine Stunde spazieren war und er „ausgepowert“ ist.
Zurück zu Deiner Frage: Ja, ein Hund benötigt eine klare Tages-Struktur (er kennt letztlich die Uhr besser als man selbst). Deine Bekannte sollte morgens ihren Wecker eine Stunde früher stellen und den beiden einen ausgiebigen Spaziergang gönnen. Mittags wäre es gut, wenn sie wirklich einen Gassi-Geher fände, der die Allein-Sein-Phase unterbricht.
Knabbern ist nicht! Wenn Deine Bekannte es immer noch mit einer „kindlichen“ Phase abtut, wird sich nichts ändern. Hier helfen nur klare Ansagen.
Obgleich ich der Meinung bin, dass bei der notwenigen Auslastung auch das Knabbern nachlassen wird.
Viele Grüße
Kathleen
Hallo
und danke erstmal für die Antworten.
Wie Motorradmieze schon schrieb: Es ist eine Frage der
Auslastung, der Erziehung und dem Angebot an „kaubaren“
Alternativen.
In ihrer Wohnung liegen diverse Spielzeuge herum und ein altes Sofa, was ziemlich ramponiert ist und er darf daran auch knabbern und es auffressen.
Zu dem Thema Beruf und Hundehaltung hatten wir hier letztens
eine Diskussion. Die zentralen Fragen sehe ich (wo der „Hund
jetzt ohnehin in den Brunnen gefallen ist“) eher darin, ob das
Tier außerhalb der Arbeit auch die nötige Auslastung erhält
(körperlich und geistig). Ob es Möglichkeiten gibt, während
der Arbeitszeit die Allein-Sein-Phasen zu unterbrechen.
Sie ist Lehrerin und hat vormittags immer wieder ein paar Stunden Zeit. Ich weiss natürlich jetzt nicht, in wie weit die Hunde ausgelastet sind. Aber so wie ich das einschätzen kann, kann ich mir kaum vorstellen, dass sie es sind.
Knabbern ist nicht! Wenn Deine Bekannte es immer noch mit
einer „kindlichen“ Phase abtut, wird sich nichts ändern. Hier
helfen nur klare Ansagen.
Das eine klare Ansage erfolgen musst, ist klar. Aber wenn sie nicht da ist, weil sie arbeitet und er knabbert, dann kann ja entsprechend auch keine Ansage erfolgen. Ich finde das für den Hund auch verwirrend, wenn er knabbert und keiner sagt was (weil keiner da ist) und er dann wieder knabbert und angezählt wird.
Danke für die Infos!
gruss levi
Hi,
Da vermutet Sie wohl richtig. Und sollte Abhilfe schaffen.
Vielleicht könnte Sie ja eine/n Schüler/in gewinnen die als so
eine Art „Pate“ fungiert und sich nachmittags ne´Stunde den
Hunden annimmt.
die Idee eines Hundesitters ist nicht schlecht. Werde ihr das mal vorschlagen. Ich will da auch nicht zuviel reinreden, aber sie hatte sich ein neues Sofa gekauft und nach ein oder zwei Tagen war es angefresen. Daraufhin habe ich sie nochmal drauf angesprochen, was denn nun mit ihrem Hund sei.
Irgendetwas ist da wohl schiefgelaufen, mal ganz abgesehen
davon, daß ich einer Einzelperson die (Voll?) berufstätig ist,
sowieso von Tieren dieser Spezies abraten würde.
Ja, das sowieso. Die Anschaffung ging auch ziemlich schnell von statten. Frage ist jetzt, was sie da machen kann. Kann man den einen Hund überhaupt noch umerziehen, wenn er schon so ist?
Gruss levi
Hallo Kathy,
du hast einen Border.
Wenn du den eine Stunde „auspowerst“, hat der spätestens nach einer halben Stunde wieder soviel Energie wie zu Anfang deiner Beschäftigung.
Er könnte also, wenn er wollte, aus Langeweile deine Möbel anknabbern, oder er kann einfach drei Stunden darauf warten, dass du wiederkommst, und sich hier und da damit begnügen, herumzuschnuppern und festzustellen, dass in seinem Revier noch alles beim alten ist und gegebenenfalls ab und an aus dem Fenster schauen.
Den hier erwähnten Hunden fehlt einfach die anergozegene Unterscheidungsfähigkeit, was Beuteersatz sein darf, und was nicht.
Liebe Grüße,
CI
Ja, das sowieso. Die Anschaffung ging auch ziemlich schnell
von statten. Frage ist jetzt, was sie da machen kann. Kann man
den einen Hund überhaupt noch umerziehen, wenn er schon so
ist?
Wo ein Wille, da ein Weg.
Klar kann man das. Ist nur die Frage ob Deine Freundin das auch wirklich will.
Ich hoffe so für das Wohl der Hunde. Na ja, als Lehrerin ist sie ja auf die Ferien angewiesen, ansonsten könnte Sie Ihren Jahresurlaub nehmen und dann in diesen Wochen intensiv die Zeit nutzen um zu erziehen.
Es kommt natürlich jetzt auch auf die finanzielle Lage an. Wenn genügend finanzielle Mittel zu Verfügung stehen, würde ich jetzt zum Beispiel Einzelstunden in einer guten Hundeschule nehmen. Da bekommt Ihr auch zu den häuslichen Problemen gute Unterstützung.
Wenn Deine Freundin allerdings die Sache nur halbherzig angeht, wäre es längerfristig für beide Hunde besser, Ihr schaut nach einem geeigneteren Zuhause für die Beiden ausschau.
Hat Sie denn Hundeerfahrung? Wie ist Sie denn so schnell an die Hunde gekommen. Mir scheint, daß war alles etwas unüberlegt.
Aber ich finde es toll von Dir, daß Du dich der Sache so toll annimmst.
Gruß Motorradmieze