Mein 7-Monate alter Weimaraner-Retriever-Mix hat Probleme damit, allein zu bleiben. Er ist im Alter von 7 Wochen von der Mutter getrennt worden und hat dann bis zu seiner 12. Woche bei Schaustellern gewohnt. Ich weiß nicht, ob die ihn da bereits mal allein gelassen haben oder nicht.
Ich habe ihn mit 12 Wochen bekommen, weil keiner ihn mehr haben wollte.
Ich habe von Anfang an in ganz kurzen Intervallen das Alleinsein geübt, bin allein zum Mülleimer nach draußen, in den Garten, allein ins Bad, etc. Das alles klappte ohne Probleme. Auch halbstündige Intervalle konnte er im Alter von 6 Monaten dann aushalten, ohne Theater zu machen. Seit ganz Kurzem beginnt er aber damit, die Wohnung zu verunsichern, wenn er allein ist. Er sucht einen Ausgang, springt auf Tische, zerkratzt die Türen, zerfetzt Bücher usw.
Ich habe ihn noch nie länger als 30-45 Minuten allein gelassen, und das auch erst, seit er etwa ein hales Jahr alt ist. Ich verstehe nicht, warum er plötzlich solche Verlassensängste hat.
Wenn ich nache Hause komme, flippt er total aus und kriegt sich vor Freude nicht mehr ein. Ich ignoriere es, wenn er mich z.B. anspringt und begrüße ihn ruhig, sobald auch er sich ruhig verhält. Auch wenn er Mist gemacht hat, strafe ich ihn nicht dafür. Ich habe schon mehreren Hunden das Alleinsein beigebracht und hatte noch nie Probleme. Ich verstehe in diesem Fall nur nicht, warum er AUF EINMAL damit anfängt, Theater zu machen.
Liegt es daran, dass er so früh von seiner Mutter weg ist und bereits bei 3 Besitzern war? Wie kriege ich das Problem am besten in den Griff?
Hi Galli,
glaube nicht das es daran liegt das er so früh von der Mutter weggekommen ist da er ja bisher kein Theater gemacht hat wenn er mal allein bleiben mußte.
Bei meinem war das auch so. Den konnte ich bis er 8 mon. alt war problemlos stundenweise alleine lassen. Dann zog ich um, in der Wohnung über mir wohnte mein Vermieter, ein netter älterer Mann. Wenn dann mein Hund morgens wenn ich zur Arbeit bin 10 min. gejault hat ist der sofort runter in meine Wohnung und hat den gestreichelt oder hat ihn durch die Türe angesprochen. Wenn dann mein Vermieter mal nicht runter ist war die Wohnung als ich nach Hause kam dem Erdboden gleich.
Aber der alte Mann hat das nicht verstehen wollen, er habe es ja nur gut gemeint.
Aber die ganze Schuld kann ich ihm wohl nicht geben da 2 der Geschwister meines Hundes sowie auch die Mutter wenn sie alleingelassen wurden an Türen und Fenster ging.
Mit der Angewohnheit meines Vermieters ist dieses Verhalten wahrscheinlich wieder durchgebrochen.
Da hilft vermutlich nur eins. Wieder von vorn anfangen und in 5 min. Abständen etc…(Du weißt ja wie es geht) dem Hund das alleinebleiben antrainieren.
Oder er hat grad zu wenig Beschäftigung, das kann ich nicht beurteilen und aufgrund früherer Postings von Dir auch nicht glauben.
Was auch sein kann, das er einfach überfordert ist, manchmal checkt man sehr spät wenn man seinen Hund überfordert, vielleicht hilfts ja bei ihm mal ein paar Gänge runterzuschalten?
Hoffe ich konnte Dir irgendwie weiterhelfen.
Wenn Du willst kann ich Dir auch die E-Mail-Adresse meiner Freundin (Hundetrainerin) geben, vielleicht weiß die inen etwas hilfreicheren Rat.
Viele liebe Grüße
Yvonne
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Oder er hat grad zu wenig Beschäftigung, das kann ich nicht
beurteilen und aufgrund früherer Postings von Dir auch nicht
glauben.
Nein, das glaube ich nicht. Ich übe das Alleinsein auch meistens dann, wenn ich gerade vom Spaziergang komme, er gefressen hat und also alles am Tag „erledigt“ hat.
Was auch sein kann, das er einfach überfordert ist, manchmal
checkt man sehr spät wenn man seinen Hund überfordert,
vielleicht hilfts ja bei ihm mal ein paar Gänge
runterzuschalten?
Überfordert mit dem Alleinbleiben oder meinst du generell?
Eine halbe Stunde ist für einen 7 Monate alten Hund ja nicht zu viel, wenn man es stückchenweise geübt hat. Im Alltag ist er eigentlich auch nicht überfordert. Ich nehme ihn zwar 2 Mal pro Woche mit zur Arbeit, wo er von 22 Kindern umgeben ist, aber ich denke nicht, dass es daran liegt. Er hat im Büro seine Rückzugsmöglichkeit, die er auch nutzt (und wenn ich ihn daran „erinnern“ muss), und Ängste hat er bei den Kindern bestimmt nicht! Ich kann mir nicht erklären, woran es liegt. Habe auch nicht solche Probleme mit anderen Mietern oder Nachbarn. Zudem ist mein Hund nie ganz alleine, weil ich ja noch einen zweiten habe, der mit dem Alleinsein überhaupt keine Probleme hat! Aber ein Beispiel nimmt er sich daran nicht.
Ich denke, dass diese „Ausbrüche“ auch erst dann beginnen, wenn ich mit dem Auto wegfahre (das hört er). Denn wenn ich vor der Tür warte und lausche oder durch das Fenster gucke, dann liegt er immer ganz entspannt im Korb. Ich vermute, dass er so abdreht, wenn er das Auto weg fahren hört.
Schätze, ich werde wirklich noch mal ganz von vorne beginnen.
Gruß, Galli
Oder er hat grad zu wenig Beschäftigung, das kann ich nicht
beurteilen und aufgrund früherer Postings von Dir auch nicht
glauben.Nein, das glaube ich nicht. Ich übe das Alleinsein auch
meistens dann, wenn ich gerade vom Spaziergang komme, er
gefressen hat und also alles am Tag „erledigt“ hat.
Komisch, dann müßte es doch eigentlich klappen.
Was auch sein kann, das er einfach überfordert ist, manchmal
checkt man sehr spät wenn man seinen Hund überfordert,
vielleicht hilfts ja bei ihm mal ein paar Gänge
runterzuschalten?Überfordert mit dem Alleinbleiben oder meinst du generell?
Nee, nicht mit dem Alleinebleiben, ne halbe Stunde sollte in dem Alter wirklich in Ordnung gehen.
Und wenn ich das so lese, ist er im Alltag auch bestimmt nicht überfordert.
Eine halbe Stunde ist für einen 7 Monate alten Hund ja nicht
zu viel, wenn man es stückchenweise geübt hat. Im Alltag ist
er eigentlich auch nicht überfordert. Ich nehme ihn zwar 2 Mal
pro Woche mit zur Arbeit, wo er von 22 Kindern umgeben ist,
aber ich denke nicht, dass es daran liegt. Er hat im Büro
seine Rückzugsmöglichkeit, die er auch nutzt (und wenn ich ihn
daran „erinnern“ muss), und Ängste hat er bei den Kindern
bestimmt nicht! Ich kann mir nicht erklären, woran es liegt.
Habe auch nicht solche Probleme mit anderen Mietern oder
Nachbarn. Zudem ist mein Hund nie ganz alleine, weil ich ja
noch einen zweiten habe, der mit dem Alleinsein überhaupt
keine Probleme hat! Aber ein Beispiel nimmt er sich daran
nicht.
Wir hatten auch nen Zweithund, der öfters was kaputttgemacht hat. Normalerweise ist unser Ersthund so, aber wenn ein anderer Hund mit zuhause ist macht der überhaupt nix kaputt.
Ich denke, dass diese „Ausbrüche“ auch erst dann beginnen,
wenn ich mit dem Auto wegfahre (das hört er). Denn wenn ich
vor der Tür warte und lausche oder durch das Fenster gucke,
dann liegt er immer ganz entspannt im Korb. Ich vermute, dass
er so abdreht, wenn er das Auto weg fahren hört.
Hast Du schonmal überlegt ob er schlechte Erfahrungen gemacht hat wenn Du mit dem Auto weggefahren bist?
Könnte ne Möglichkeit sein.
Schätze, ich werde wirklich noch mal ganz von vorne beginnen.
Vermutlich ist das die beste Lösung.
Und wenns so auch nich klappt, schick mir ne E-Mail, meine Freundin gibt Dir bestimmt nen guten Rat, die hat öfters mit solchen Problemen zu tun.
Wünsche Dir viel Glück mit Deinem Youngster.
Grüßle Yvonne
Gruß, Galli
Hallo
Also da du ja so alles richtig machst und auch ein zweiter Hund da ist, denk ich waere es mal eine Idee, wenn es jetzt nicht klappt, mal zu einem Hundetrainer zu gehen. Der kann vielleicht helfen (die sind aber nicht alle gleich gut). Ansonsten weiss ich auch keinen Rat, sorry.
Hallo Galli,
vielleicht kannst Du ja mal mit Hilfe von Freunden testen, ob es wirklich so ist, dass Dein Hund abdreht, sobald Du mit dem Auto wegfährst und/oder wie lange es dauert, wann er mit der Unruhe anfängt. Bei Trennungsangst beginnt das Abdrehen in der Regel sofort, bei Langeweile und Unausgeglichenheit erst später. Es wäre möglich, dass Dein Hund irgendetwas, was ihm einen Schrecken eingejagt hat als Du mitdem Auto weggefahren bist, mit der Situation immer wieder verbindet. Der Hund lernt ja durch Erfolg und durch Verknüpfung. Es ist ja sehr schwer herauszufinden, was es gewesen sein könnte, z.B. Gewitter, Silvesterknaller…Probiere doch mal aus, was passiert, wenn Dein Hund nicht hören kann, dass Du mit dem Auto wegfährst. Also, tu so,als ob Du weggehst, und bleibe wirklich in Hör-Nähe oder beauftrage Freunde. Vielleicht hilft Dir ja ein Parkplatz, der weiter entfernt liegt.
Viel Erfolg
Antje
Ich denke, dass diese „Ausbrüche“ auch erst dann beginnen,
wenn ich mit dem Auto wegfahre (das hört er). Denn wenn ich
vor der Tür warte und lausche oder durch das Fenster gucke,
dann liegt er immer ganz entspannt im Korb. Ich vermute, dass
er so abdreht, wenn er das Auto weg fahren hört.
Schätze, ich werde wirklich noch mal ganz von vorne beginnen.
Hallo Galli,
für mich klingt das nach Rüpel - Phase. In dem Alter probieren Hunde gerne aus wie weit sie gehen können, sind ungehorsam und aufsässig. Unsere Hündin hat in der Zeit protestgepinkelt.
Er hat einfach keinen Bock allein zu sein und sucht sich „Beschäftigung“.
Fang noch mal von vorne an. Lass ihn erst nur kurz allein, dann immer länger. Großes Lob wenn alles ok ist, sonst ignorierst du ihn.
Besorge was zur Beschäftigung für ihn, vielleicht einen Kong, lass leise das Radio an.
Alles Gute
medea
Hallo Galli,
für mich klingt das nach Rüpel - Phase. In dem Alter probieren
Hunde gerne aus wie weit sie gehen können, sind ungehorsam und
aufsässig. Unsere Hündin hat in der Zeit protestgepinkelt.
Er hat einfach keinen Bock allein zu sein und sucht sich
„Beschäftigung“.
Fang noch mal von vorne an. Lass ihn erst nur kurz allein,
dann immer länger. Großes Lob wenn alles ok ist, sonst
ignorierst du ihn.
Besorge was zur Beschäftigung für ihn, vielleicht einen Kong,
lass leise das Radio an.
Hallo,
das mit dem Radio kann danebengehen. Manche Hunde reagieren komisch wenn sie etwas aufregendes hören. Zumindest hat mein Tierarzt mir damals davon abgeraten. Wenn man allerdings ne Kassette aufnimmt mit Alltagsgeräuschen, auch wie Galli spricht (ganz wichtig dabei, nie den Namen des Hundes betonen oder etwa öfters sagen!), eben eine Aufnahme vom Alltag in Ihrem Haushalt, kann es auch sein das der Hund ruhiger wird, da er ja dauernd Ihre Stimme hört. Naja, so wurde mir das damals gesagt, soll anscheinend funktionieren.
Grüße Yvonne
Alles Gute
medea