Hallo Kristin!
Den Hund kann ich dorthin nicht mitnehmen.
Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, wäre es nicht einfacher gewesen, den Hund erst nach dieser Abwesenheit zu holen?
sie 6 Wochen alt war, und bin auch die einzige Bezugsperson.
Ich würde generell zusehen, dass der Hund auch viel mit anderen Menschen zusammenkommt. Es kann ja immer mal passieren, dass Du einfach nicht für sie da sein kannst, wie schnell muss man für ein paar Tage ins Krankenhaus. Dann wäre es sicher eine Erleichterung, den Hund gut aufgehoben zu wissen (so geht es mir jedenfalls).
Meine Hündin ist bei weitem kein einfaches Tier, aber ich habe mehrere Menschen, denen ich sie geben kann.
Der Gedanke schwebt auch im Raum, sie fuer die Zeit zu meiner
Mutter zu geben, die Haus und Garten auf dem Land hat. Aber
die ist auch berufstaetig und weder ihr noch ihrem Mann (der
zu Haustieren ein eher gespaltenes Verhaeltnis hat) traue ich
eine adequate Erziehung meines Hundes zu.
Die Erziehung ist, so meine Meinung, sowieso deine Sache. Wenn ich meinen Hund jemanden in Pflege geben, hat der nicht daran rumzuerziehen. Man muss sich halt vorher einige sein, was kann der Hund, was darf er nicht, halt so die Grundsachen.
Übrigens kann mein Hund sehr gut trennen, was er wo und bei wem darf. Er betritt im Haus meiner Eltern nur die Sofas, die er darf, er bettelt absolut nur bei ihnen, kurzum, er, bessergesagt sie, weiss ganz genau zu trennen. Für mich ist das auch ok so, wenn meine Eltern einen Hund am Esstisch sitzen haben wollen, der ihnen ständig die Pfoten auf die Beine legt und grunzt, um was zu bekommen, meinetwegen. Genauso wissen meine Eltern aber auch, was sie fressen darf und was nicht.
Wo ich allerdings etwas unsicher wäre, ist, dass zum einen Dein Hund dann genau in der Pubertät sein dürfte, und zum anderen vier Wochen schon sehr lange sind.
Bin ich egoistisch, oder seh ich das mit der Pension zu
negativ?
Ich kenne genug Hunde, die sich die Seele aus dem Hals gebellt haben in noch so tollen Pensionen.
Für mich ist es undenkbar, mein Tier zu Fremden zu geben. Übrigens weder Hund noch Katzen, wobei ich den Hund besseren Gewissens von anderen betreuen lasse als die Katzen, Hunde können Veränderungen weitaus besser ab.
Ich kenne andersherum viele Leute, bei denen es problemlos läuft.
Von daher, ich denke, es ist eine Art Glaubensfrage. Der eine findet es so besser, der andere so. Letztendlich musst Du wissen, ob Du vier Wochen aushältst ohne den Hund.
Ich kann Deine Zwickmühle gut verstehen, ich möchte auch sehr gerne mal in den Urlaub fliegen, aber mitnehmen geht nicht und dalassen hinterlässt einen sehr schalen Geschmack. Wenn ich mich doch dazu entscheide, kommt mein Hund zu meinen Eltern und ich versuche, eine langjährige Freundin zum Gassi gehen zu engagieren. Diese arbeitet mit den Tieren, sie kennt den Hund und dessen Marotten und fordert und fördert ihn. So bekäme der Hund auch noch eine Art Urlaub. Ich weiss aber, dass ich den Urlaub nur mit halbem Herzen geniessen könnte, mein Wuffel könnte mich ja doch vermissen. Sollte sie bis zum nächsten Jahr, wo auch mein Urlaub anstünde, nicht mehr sein und ein neuer Hund wäre ein Thema, wäre der Urlaub ohne Hund auf jeden Fall gestrichen.
Aber wie gesagt, im Grunde muss es jeder mit sich selbst ausmachen.
Ich bin gespannt, wie Du Dich letztendlich entscheidest, und wie es dann läuft, wenn Du dorthin gehen solltest. Vielleicht denkst Du dann ja an uns und berichtest, wie es war 
Liebe Grüsse
Bine 