Hi alle,
hatte ja schon mal von unserem Hund geschrieben: stammt von der Straße in Ungarn, danach Tierheim erst Ungarn und dann Deutschland. Sie ist seit 4 Monaten bei uns.
Unser Problem, sie „meldet“ sich nicht, wenn sie kacken muss. Wohl daran gewohnt (auf Straße und im Tierheim) gerade dann und dort zu kacken, wo es sie ‚drückt‘.
Wir gehen viel gezielt mit ihr raus… 2 x ca 1-1,5 Std und noch 2 x ne halbe Stunde, es ist fast immer jemand da, würde sie sich melden, wäre es gar kein Prob., gleich mit ihr rauszugehen (EG mit begrüntem Hinterhof).
Wir schubsen sie wenn es passiert ist (meistens nachts) mit der Schnauze in Richtung (!) Häufchen und scheuchen sie für eine Weile vor die Tür in den Hinterhof… Da ist sie dann auch ganz 'kleinlaut’und sichtlich erleichtert, wenn wir sie wieder reinholen…
Aber wie gesagt, sie lernt es nicht.
Hat jemand ne Idee?
Danke,
Anja
Hallo,
Deutschland. Sie ist seit 4 Monaten bei uns.
Unser Problem, sie „meldet“ sich nicht, wenn sie kacken muss.
Wenn Ihr dem Hund nicht beibringt was ermachen soll wenn er muss, woher soll er das dann auch wissen?
Wichtig! Wenn Ihr rausgeht immer das gleiche Ritual anwenden,bsp. Schuhe anziehen, dem Hund sagen wo es hingeht zb „Gassigehen“ Jacke anziehen, Leine nehmen. Irgendwann verknüpft der Hund was es mit Schuhe anziehen dem Laut „Gassigehen“ und dem Aufnehmen der Leine auf sich hat.
Noch wichtiger! Dem Hund einen Löseplatz zuweisen an dem er sein Geschäft machen kann und am Anfang immer denselben Platz zum Erleichtern aufsuchen, bis der Hund verknüpft hat, dass er da hin manchen darf.
(Das kann man später natürlich erweitern wenn sie sauber ist, aber zuerst muss sie lernen, dass das was sie loswerden will raus gehört)
Möglicherweise zeigt er alleine dadurch später an, dass er auf diesen Platz muss, wenn er muss, wenn nicht Ritual wie oben weitermachen.
Wohl daran gewohnt (auf Straße und im Tierheim) gerade dann
und dort zu kacken, wo es sie ‚drückt‘.
Wir gehen viel gezielt mit ihr raus… 2 x ca 1-1,5 Std und
noch 2 x ne halbe Stunde, es ist fast immer jemand da,
Ganz wichtig! Lobenlobenlobenlobenloben, wenn das Geschäft am zugewiesenen Platz verrichtet wurde. So lernt er, dass es positiv für ihn ist, wenn er sich hier erleichtert.
würde
sie sich melden, wäre es gar kein Prob., gleich mit ihr
rauszugehen (EG mit begrüntem Hinterhof).
Problem siehe oben, wenn der Hund nicht weiss was Du von ihm erwartest, was soll er dann tun???
Wir schubsen sie wenn es passiert ist (meistens nachts) mit
der Schnauze in Richtung (!) Häufchen und scheuchen sie für
eine Weile vor die Tür in den Hinterhof…
Das ist absolut falsch! Du kannst den Hund nur dann bestrafen (laute aggressive Aussprache, also schimpfen) wenn Du ihn dabei erwischst wie er gerade macht, alles andere hat keinen Sinn da ein Hund ein Kurzzeiterinnerungsvermögen von ca 2 Sekunden hat. Er hat danbach schlicht vergessen, worum es eigentlich geht.
Da ist sie dann
auch ganz 'kleinlaut’und sichtlich erleichtert, wenn wir sie
wieder reinholen…
Das ist ganz logisch, sie wurde für etwas bestraft und weiss nicht wofür, also versucht sie insgesamt beschwichtigend auf Euch zu wirken um sich keinen weiteren Zorn einzuhandeln.
Aber wie gesagt, sie lernt es nicht.
Konnte sie bisher auch nicht, da Ihr ihr nicht vermittelt habt was ihr eigentlich wollt…
Konsequenz, stetig wiederkehrende Rituale und Ausdauer sind dabei unverzichtbar, besonders dann, wenn es ein älterer Hund ist, der vorher vielleicht noch gar nicht stubenrein war.
Eine Hundeschule (bzw. regelmäßiger Besuch auf einem Hundeplatz)würde Euch bestimmt gezielt unterstützen können.
Gruß
Maja
Diese Formulierung klingt ein wenig unglücklich:
Wichtig! Wenn Ihr rausgeht immer das gleiche Ritual anwenden,bsp. Schuhe anziehen, dem Hund sagen wo es hingeht zb „Gassigehen“ Jacke anziehen,…
Damit meinte ich, dass man immer dasselbe Wort verwenden soll, wenn man mit dem Hund aufs klo geht…nicht dass jemand das falsch versteht und seinem Hund wer weiss was erzählt 
Gruß
Maja
ich hoffe Du bist nicht sauer wenn das so tröppelschesweis daherkommt.
Was mir noch so einfällt…
Wann bekommt sie denn ihr Futter?
Versuche mal alle 2 Stunden mit ihr rauszugehen. Du fängst an um 6:00 und gehst das letzte Mal um 0:00 Uhr mit ihr raus und zwar regelmäßig. Ihr Futter würde ich auf 3 Mahlzeiten verteilen, die letzte um 16:00Uhr. Trinken darf sie aber noch, wenn sie besonders durstig ist.
Der Darm ist ein Gewöhnungstier, vielleicht kannst Du so ihre Verdauung zeitlich in den Griff bekommen, so dass sie nachts erst gar nicht käckern muss, sondern den Darm tagsüber entleert.
Gruß
Maja
Nimm’s gelassen
Hallo Maja und A.,
Wir schubsen sie wenn es passiert ist (meistens nachts) mit
der Schnauze in Richtung (!) Häufchen und scheuchen sie für
eine Weile vor die Tür in den Hinterhof…Das ist absolut falsch! Du kannst den Hund nur dann bestrafen
(laute aggressive Aussprache, also schimpfen) wenn Du ihn
dabei erwischst wie er gerade macht, alles andere hat
keinen Sinn da ein Hund ein Kurzzeiterinnerungsvermögen von ca
2 Sekunden hat. Er hat danbach schlicht vergessen, worum es
eigentlich geht.
Ich stimme Maja in vollem Umfang zu.
Ganz besonders gemein, wenn nicht schon Tierquälerei ist das Nasestubsen in die Sch…
Das von Maja vorgeschlagene Schimpfen „im richtigen Moment“ kann aber auch „in die Hose gehen“ bzw. vom Hund falsch verknüpft werdeN.
Ist mit dem Schimpfen jetzt die Tat an sich oder der Ort gemeint. Wenn der Hund die Schimpfe auf „die Tat an sich“ bezieht, wird er in Zukunft vermeiden, sich in Deiner Gegenwart zu lösen. Er wird sich verstecken ( z.B. hinter einem Schrank), aber nicht an der Leine Schietern - also Ziel verfehlt!
Die andere Möglichkeit, die Du erreichen willst, ist, daß der Hund die Schimpfe auf den Ort bezieht, also das Lösen in der Wohnung - aber Du kannst nie sicher sein, wie die Schimpfe bei Deinem Hund ankommt.
Ich würde daher auf die positive Bestärkung setzten, und jedes Geschäft außerhalb der Wohnung (erstmal) und später dann nur noch an der richtigen Stelle loben, loben und nochmals loben und Leckerchen geben.
Das Malheur in der Wohnung würde ich stllschweigend wegräumen.
Viel Erfolg und Grüße
Gordie
Da ist sie dann
auch ganz 'kleinlaut’und sichtlich erleichtert, wenn wir sie
wieder reinholen…Das ist ganz logisch, sie wurde für etwas bestraft und weiss
nicht wofür, also versucht sie insgesamt beschwichtigend auf
Euch zu wirken um sich keinen weiteren Zorn einzuhandeln.Aber wie gesagt, sie lernt es nicht.
Konnte sie bisher auch nicht, da Ihr ihr nicht vermittelt habt
was ihr eigentlich wollt…Konsequenz, stetig wiederkehrende Rituale und Ausdauer sind
dabei unverzichtbar, besonders dann, wenn es ein älterer Hund
ist, der vorher vielleicht noch gar nicht stubenrein war.Eine Hundeschule (bzw. regelmäßiger Besuch auf einem
Hundeplatz)würde Euch bestimmt gezielt unterstützen können.Gruß
Maja
Positive Konditionierung
Hi Anja,
Ihr bestraft den Hund zwar, wenn er es falsch gemacht habt, aber der Hund weiß nicht, wie er es richtig machen soll.
Außerdem ist die Strafe unangemessen: Strafe auf Fehlverhalten sollte bei einem Hund innerhalb von 30 Sekunden nach dem Fehlverhalten kommen, sonst weiß er nicht mehr, wofür er bestraft wird. Das heißt, er ist im Hof von Euch ausgegrenzt und weiß nicht, warum. 
Also: Positive Verstärkung.
Du kennst sicher die Geschichte mit der Konditionierung (Pawlow). Futter wird gereicht, dazu klingelt ein Glöckchen. Und das so oft, bis der Hund auch sabbert, wenn nur das Glöckchen klingelt.
Also: Wenn Ihr raus geht, warten, bis der Hund draußen macht. Dann in diesem Moment ein akustisches Signal geben. Egal, was. „Ja, fein Pipi machen“ reicht schon aus. Nach dem Geschäft ausgiebig loben! Der Hudn muß wissen, daß Ihr es so haben wollt.
Macht er drinnen, sofort eingreifen, am besten, wenn er es tut. Laut und scharf „nein“ sagen. Ihr könnt als Bestrafung den Lefzengriff anwenden: Mit einer Hand die oberen Lefzen des Hundes hochziehen. (Achtung, das solltet Ihr nur tun, wenn die Rangfolge bei Euch bereits ganz klar ist und der Hund es niemals wagen würde, Euch zu beißen - so etwas darf nur der „Rudelführer“ machen!)
Klar, meistens merkt man nicht sofort, wenn der Hund gemacht hat. In dem Fall könnt Ihr den Hund zu seinem Kackhaufen führen, mit der Schnauze ranführen und „nein“ sagen. Ist nicht so wirksam wie sofort reagiert, geht zur Not aber auch.
Dann direkt mit dem Hund nach draußen gehen und sagen „Hier fein Pipi machen“, also das gleiche Signal geben, auf das der Hund von Euch konditioniert worden ist.
Es dürfte eine Weile dauern (ca. 2 Wochen), dann ist er konditioniert und macht „auf Befehl“. Je öfter Ihr ihn dann lobt, desto mehr wird er lernen, daß es gut ist, draußen zu machen.
Übrigens läßt Konditionierung mit der Zeit wieder nach. Wenn sie also „frisch“ bleiben soll, muß auch, wenn das Ganze sitzt, das akustische Signal immer wieder mal erfolgen.
Hoffe, das klappt so. 
Liebe Grüße,
Nike
PS: Schön, mal wieder was von Dir zu lesen. 
Hallo,
Also: Positive Verstärkung.
Also: Wenn Ihr raus geht, warten, bis der Hund draußen macht.
Dann in diesem Moment ein akustisches Signal geben.
Egal, was. „Ja, fein Pipi machen“ reicht schon aus. Nach dem
Geschäft ausgiebig loben! Der Hudn muß wissen, daß Ihr es so
haben wollt.
Macht er drinnen, sofort eingreifen, am besten, wenn er
es tut. Laut und scharf „nein“ sagen.
So weit so gut.
Ihr könnt als Bestrafung
den Lefzengriff anwenden: Mit einer Hand die oberen Lefzen des
Hundes hochziehen. (Achtung, das solltet Ihr nur tun, wenn
die Rangfolge bei Euch bereits ganz klar ist und der Hund es
niemals wagen würde, Euch zu beißen - so etwas darf nur der
"Rudelführer" machen!)
Ist bei diesem Verhalten (Lösen in der Wohnung) meiner Meinung nach ungeeignet. Wenn man so etwas anwendet, dann eher bei Problemen mit dem Kommando „Aus“ o.ä. Da Anja den Hund noch nicht so lange hat und er ein Tierschutzhund ist, würde ich von Machtspielen wie Schnauzengriff usw. abraten.
Klar, meistens merkt man nicht sofort, wenn der Hund gemacht
hat. In dem Fall könnt Ihr den Hund zu seinem Kackhaufen
führen, mit der Schnauze ranführen und „nein“ sagen. Ist nicht
so wirksam wie sofort reagiert, geht zur Not aber auch.
Nein, geht nicht. Der Hund wird keine Ahnung haben, was das soll. Absolut zu unterlassen. Funktionierte schon bei Opa nicht, als der das noch empfahl.
Hier nochmal die meiner Meinung nach richtige Vorgehensweise aus meiner FAQ:
"Stubenreinheit
Versuchen Sie von Anfang an, dem Hund zuvor zu kommen, indem Sie sehr oft mit ihm rausgehen, am besten alle 1-2 Stunden. Verrichtet der Hund sein Geschäft, sofort eine Party veranstalten, ihn also ganz doll loben und streicheln.
Passiert das Geschäft in der Wohnung und Sie erwischen den Hund, sofort laut und deutlich AUS rufen und den Hund unterbrechen. Sofort rausgehen (nicht erst saubermachen). Macht der Hund draußen zu Ende, wieder loben, loben, loben.
Erwischen Sie den Hund mal nicht bei einem Malheur, ignorieren Sie es. Machen Sie es still weg und warten Sie auf das nächste Mal.
In Härtefällen kann nachts eine Schlafbox helfen, weil Hunde ihren Schlafplatz nicht beschmutzen möchten. Das Tier wird sich melden, wenn es raus muss. Sie müssen es dann aber auch hören. Da das Tier seinen Schlafplatz nicht beschmutzen möchte, wird es unruhig werden, wenn es raus muss. So können Sie dann schnell reagieren und es rausbringen. Bei Erfolg natürlich wieder loben ohne Ende."
Gruß,
Myriam