Hund knurrt

Hallo,

Nachbarns im gleichen Haus haben sich vor einem Jahr einen Beagle zugelegt. Anfangs war er recht zutraulich, kam sofort an, man wurde abgeschleckt und konnte ihn streicheln. Das Tier war inzwischen in einer Hundeschule und wurde kastriert. Die Besitzer sagen seit der Kastration ist er nur noch ängstlich, läuft sofort davon, wenn er jemand Fremdes sieht und Tierärzte mag er schon gar nicht mehr. Das Verhalten hat sich komplett verändert. Inzwischen werden wir seit Kurzem sogar schon angeknurrt und zugebellt, völlig grundlos. Anschließend läuft er dann gleich davon. Wir haben den Hund weder geärgert, gequält noch sonst etwas. Woher kommt das?

Hallo

Woher kommt das?

Die Kastration scheint ein traumatisches Erlebnis für den Hund gewesen zu sein. Die Kastration selber hat er ja wahrscheinlich nicht mitgekriegt, aber das Setzen der Spritzen, und hinterher die Schmerzen. Vielleicht hatte die Narkose ja auch nicht richtig oder lange genug gewirkt.

Viele Grüße
Simsy

Woher kommt das?

Hallo,

nicht an euch. Vermutlich hängt es mit der Kastration zusammen. Die meisten Tiere vertragen so einen Eingriff gut. Aber es kommt immer wieder vor, daß eine Kastration eine Wesensänderung nach sich zieht. Genau erforscht ist dieser Zusammenhang meines Wissens noch nicht. Das Problem ist, daß man es nicht mehr rückgängig machen kann.
Gruß Steffi

Hallo Hermelin,

wenn wir mal nicht von der als irreversibel beschriebenen Begründung von Steffi ausgehen.

Wenn der Beagle wirklich erst ein Jahr alt sein sollte, wäre diese Situation der Kastration sicherlich (hoffentlich) das Schlimmste, was ihm bisher passiert ist (ich mache das auch gerade durch). Er muss daher natürlich nicht nur die Schmerzen und Einschränkungen über Trichter-Tragen, nicht Toben dürfen etc. verkraften, sondern auch diese Erfahrung, dass es Schmerzen gibt. Diese Momente positiv aufzufangen, hängt sowohl am Tierarzt, als auch an den Haltern.
Falls es an daran liegen sollte, besteht auf jeden Fall noch Hoffnung auf Besserung.

Wie lange liegt denn die OP zurück? Waren die Halter nach der OP bei der Hundeschule? Manche Rüden reagieren nämlich recht eigenartig auf kastrierte Rüden.

Viele Grüße

Kathleen

Hallo Kathleen,

die OP liegt ca. 4 Monate zurück. Die Hundeschule ging einige Wochen, keine Ahnung, ob sie noch dabei sind.

Viele Grüße

Hallo Hermelin,

hmmm, vier Monate sind ja schon eine lange Zeit für eine Hundeerfahrung. Wann fing er denn an, dieses veränderte Verhalten zu zeigen? Direkt vor vier Monaten oder erst später?

Liebe Grüße

Kathleen

Hallo Kathleen,

wenn wir mal nicht von der als irreversibel beschriebenen
Begründung von Steffi ausgehen.

Nicht die Begründung ist irreversibel, sondern die Kastration, die das Problem auslöste. In wie weit die Folgen irreversibel sind war nicht gefragt und darum auch nicht beantwortet.

Diese Momente positiv aufzufangen, hängt
sowohl am Tierarzt, als auch an den Haltern.
Falls es an daran liegen sollte, besteht auf jeden Fall noch
Hoffnung auf Besserung.

Stimmt! Und doch gibt es Hunde bei denen die beste Fürsorge nicht hilft, weil das Hormonsystem muckt.

Gruß Steffi

Liebe Steffi,

ich habe Dich schon richtig verstanden, aber „anscheinend“ mich undeutlich ausgedrückt - entschuldige! Ich ging bewusst mal davon aus, dass die Kastration hormonell bedingt NICHT die Ursache für das veränderte Verhalten sein muss, da dies als mögliche Ursache ja bereits erwähnt wurde.

Gruß

Kathleen

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Hallo,

das verängstigte Verhalten trat eigentlich nach der OP auf. Das Knurren erst seit ca. 4-6 Wochen.

Gruß Hermelin

Liebe Kathleen,

entschuldige!

Entschuldigung angenommen. Und für die vorbildlichen Umgangsformen geb ich dir ein Sternchen.

Herzlicher Gruß
Steffi

Hallo,

oft liegt das Veränderte verhalten nicht an der Kastration selber sondern an den Haltern. Einige haben nach der Op. mit Ihrem geliebten Hund so viel Mitleid und Verständnis, so das Fehler von Hund nicht bestraft werden sondern schön geredet. „ach du armer armer Hund du kannst ja gar nichts dafür…“ Aber der Hund versteht ja nicht die Worte sondern nur den Tonfall der ihm sagt, „braver Hund gut das du Angst hast oder das du dich so verhältst“ Auf die Art steigert sich dann jedes Problem bis es zum richtigen Problem wird.

Einen Hund kann man mit der Stimme nicht beruhigen, es wirkt nur scheinbar so. In Wirklichkeit bestätigt man den Hund nur in seinem Verhalten.

Wenn der Hund bei Fremden Ängstlich wirkt, war vielleicht der Auslöser die Kastration, die Umstellung der Hormone. Aber der der Besitzer hat dem Hund durch sein verhalten gesagt das es gut ist sich so „anders“ zu verhalten.

Also: der Hund zeigt Angst-der Besitzer unterstützt oder belohnt dieses Verhalten irgendwann geht der Hund auf die nächste Stufe er Bellt die Leute an -der Besitzer unterbindet das Verhalten nicht. Die nächste Stufe ist anknurren wieder keine angemessenes Verhalten vom Besitzer. Dann kommt das der Hund zum Angriff übergeht (machen nicht alle Hund, bei manchen bleibt es beim Knurren und Bellen)und dann Fallen immer alle aus allen Wolken "wie konnte es nur so weit kommen…
Aber der Hund sieht sich im recht auf alle seine Anzeichen wurde nicht reagiert…

Magret