Wenn die Behörden reagieren würden, bevor das Kind in den Brunnen fällt wäre diese Diskussion in den diversen Brettern doch gar nicht vonnöten.
Es ist doch wie meistens.
Irgendwo passiert etwas schlimmes - die Medien greifen es auf und schon haben wir Diskussionen allüberall.
Alle werden über einen Kamm geschoren.
Bringt uns das etwas?
Sollten wir nicht lieber dafür sorgen, daß die Behörden ihre Arbeit tun?
Vor einigen Jahren hatten wir doch schon einmal mehrere Fälle kurz hintereinander, in denen Kampfhunde Menschen angegriffen haben.
Auch damals gab es eine heiße Diskussion und die Poliker reagierten wie immer.
Operative Hektik ersetzt die Abwarten-und-Teetrinken-Taktik.
Wir sollten definitiv nicht alle Kampfhunde und deren Besitzer über einen Kamm scheren.
Genauso, wie man nicht über alle Motorradfahrer schimpfen sollte, nur weil sich einige wenige danebenbenehmen.
Die Kampfhunde machen nur einen geringen Prozentsatz der Hunde aus, die in unserem Lande leben.
Die allermeisten davon haben noch nie jemanden angegriffen oder sind, wie man so schön sagt, auffällig geworden.
Laßt uns auch daran denken.
Eine bundesweite Regelung bezüglich Besitz und Haltung eines Hundes (ich betone Hund - nicht Kampfhund) wäre schonmal ein Anfang.
Leinen- und Maulkorbzwang in der Öffentlichkeit wären zumindest überlegenswert.
Warum sollten Hundehalter nicht per Gesetz dazu verdonnert werden, ihren Lieblingen Maulkorb und Leine zu verpassen?
Was spricht dagegen?
Und dann aber auch bitte gleiches Recht für alle Hunde.
Ein Hund, der einen Maulkorb trägt beißt niemanden.
Vor einigen Jahren hatten wir doch schon einmal mehrere Fälle
kurz hintereinander, in denen Kampfhunde Menschen angegriffen
haben.
Ja, aber findest Du es nicht auch ein wenig seltsam, daß nicht hin und wieder mal ein Kampfhund einen Menschen zerfetzt, sondern dieses Verhalten nur saisonal auftritt, nämlich immer dann, wenn eine politische Entscheidung bevorsteht? Ich rede hier natürlich nicht von dem bedauerlichen, aber durch Anwendung der bereits bestehenden Gesetze leicht vermeidbaren Tod des kleinen Volkan, sondern von der Unzahl von Kampfhundeattacken, dei angeblich seitdem passiert sein sollen. Kurz vor der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts war das genauso.
Die Kampfhunde machen nur einen geringen Prozentsatz der Hunde
aus, die in unserem Lande leben.
Die allermeisten davon haben noch nie jemanden angegriffen
oder sind, wie man so schön sagt, auffällig geworden.
Laßt uns auch daran denken.
Stimmt!
Eine bundesweite Regelung bezüglich Besitz und Haltung eines
Hundes (ich betone Hund - nicht Kampfhund) wäre schonmal ein
Anfang.
Fordern die Tierschutzvereine beereits seit über zehn Jahren! Aber unsere Politiker sind zu faul für sowas.
Leinen- und Maulkorbzwang in der Öffentlichkeit wären
zumindest überlegenswert.
Warum sollten Hundehalter nicht per Gesetz dazu verdonnert
werden, ihren Lieblingen Maulkorb und Leine zu verpassen?
Was spricht dagegen?
Leinenzwang wäre zumindest für Städte (viele haben´s ja eh schon)
überlegenswert, Maulkorbzwang ist nach Meinung von Experten (ich verweise hier wieder auf Dr. Feddersen-Petersen) nicht sinnvoll, da dies den Hunden den für die Hunde wichtigen Kontakt zu Artgenossen unterbinden würde. Dies ist meines Wissens bereits erwiesen.
Überlegenswert wäre jedoch die Forderung eines Sachkundenachweises an alle Hundehalter (bei allen Rassen, dies wäre auch dem Tierschutz und der Verhinderung von Massen-Tierkäufen an Weihnachten sehr dienlich), der dann in regelmäßigen Abständen wiederholt werden müßte.
Viele Grüße
Sebastian
PS: „Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie mit ihren Tieren umgeht.“ (Mahatma Ghandi)
„Die Wahrheit hat nichts zu tun mit der Anzahl der Leute, die von ihr überzeugt sind“
Ja, aber findest Du es nicht auch ein wenig seltsam, daß nicht
hin und wieder mal ein Kampfhund einen Menschen zerfetzt,
sondern dieses Verhalten nur saisonal auftritt, nämlich immer
dann, wenn eine politische Entscheidung bevorsteht?
Nein, denn es wird hin und wieder mal ein Mensch zerfetzt. Nur sind momentan die Medien extrem aufmerksam. Die letzten Jahren standen diese Fälle nur in den regionalen Zeitungen.
Eine bundesweite Regelung bezüglich Besitz und Haltung eines
Hundes (ich betone Hund - nicht Kampfhund) wäre schonmal ein
Anfang.
Fordern die Tierschutzvereine beereits seit über zehn Jahren!
Aber unsere Politiker sind zu faul für sowas.
Falsch mit Faulheit hat das nichts zu tun. Man will mit solch unpopulären Maßnahmen keine Wähler vergraulen. Vor 2 Monaten wäre jeder, der so eine Forderung erhebt niedergebuht worden.
Maulkorbzwang ist nach Meinung von Experten
(ich verweise hier wieder auf Dr. Feddersen-Petersen) nicht
sinnvoll, da dies den Hunden den für die Hunde wichtigen
Kontakt zu Artgenossen unterbinden würde. Dies ist meines
Wissens bereits erwiesen.
Schööön; das Einperren von Menschen in Blechkästen und Großraumbüros schadet dem Bewegungsapparat von Menschen. Wann schaffen wir dies ab.
Überlegenswert wäre jedoch die Forderung eines
Sachkundenachweises an alle Hundehalter (bei allen Rassen,
dies wäre auch dem Tierschutz und der Verhinderung von
Massen-Tierkäufen an Weihnachten sehr dienlich), der dann in
regelmäßigen Abständen wiederholt werden müßte.
Dies bedeutet eine Verbesserung für die Tiere und eine extreme Einschränkung für viele Halter. Wieviele ältere Damen mit überfütterten Schoßhunden schaffen wohl den Sachkundenachweis.
Zum Thema Kampfhunde hatte ich mich unter dem Stichwort „Gegenthesen“ im Forum Polizei etwas länger geäußert. Z.B. ist meiner Meinung nach nicht die Tatsache, daß Hunde aller Arten gelegentlich Beißen das Problem, sondern der endstehende Schaden.
Deshalb wird es niemals Kampfpudel geben. Wer andere Menschen bedrohen will, wird als Basis nur Hunde verwenden die ausreichend groß oder kräftig sind.
Ja, aber findest Du es nicht auch ein wenig seltsam, daß nicht
hin und wieder mal ein Kampfhund einen Menschen zerfetzt,
sondern dieses Verhalten nur saisonal auftritt, nämlich immer
dann, wenn eine politische Entscheidung bevorsteht?..
Laut einer vom Deutschen Städtetag veröffentlichten Statistik gab es in den Jahren 91 - 95 7216 Angriffe von Hunden, die ein behördliches Einschreiten nötig machten. Immerhin 1423 Angriffe gingen auf das Konto der als „Kampfhund“ eingestuften Hunderassen. Wenn man bedenkt, dass diese Rassen nur etwa 3% des Gesamt-Hundebestands der BRD ausmachen, ein beachtlicher Wert. Fairer Weise muss man allerdings zugeben, dass der Löwenanteil der Angriffe von grossen Mischlingen und Schäferhunden ausging.
Die Kampfhunde machen nur einen geringen Prozentsatz der Hunde
aus, die in unserem Lande leben.
Die allermeisten davon haben noch nie jemanden angegriffen
oder sind, wie man so schön sagt, auffällig geworden.
Laßt uns auch daran denken.
Stimmt!
s.o.
Eine bundesweite Regelung bezüglich Besitz und Haltung eines
Hundes (ich betone Hund - nicht Kampfhund) wäre schonmal ein
Anfang.
Fordern die Tierschutzvereine beereits seit über zehn Jahren!
Aber unsere Politiker sind zu faul für sowas.
Wäre ohne Verfassungsänderung leider gar nicht möglich, da Gesetze zur Haustierhaltung leider Ländersache sind (Willkommen im Förderalismus…). Ich stelle mir gerade das Geheul der Landespolitiker vor, wenn der Bund in ihre Rechte eingreift.
Also heisst es, verfassungsmässige Rechte der Bürger auszupacken und Petitionen bis zum Volksentscheid in den einzelnen Bundesländern erzwingen. Bürger, tu was.
Leinenzwang wäre zumindest für Städte (viele haben´s ja eh
schon)
überlegenswert, Maulkorbzwang ist nach Meinung von Experten
(ich verweise hier wieder auf Dr. Feddersen-Petersen) nicht
sinnvoll, da dies den Hunden den für die Hunde wichtigen
Kontakt zu Artgenossen unterbinden würde. Dies ist meines
Wissens bereits erwiesen.
Überlegenswert wäre jedoch die Forderung eines
Sachkundenachweises an alle Hundehalter (bei allen Rassen,
dies wäre auch dem Tierschutz und der Verhinderung von
Massen-Tierkäufen an Weihnachten sehr dienlich), der dann in
regelmäßigen Abständen wiederholt werden müßte.
Für mich heisst die Devise: Leinenzwang für alle Hunde in allen öffentlichen Bereichen - besonders in öffentlichen Verkehrsmitteln. wo Wauzi eh meist ein bischen nervös ist (kenn ich aus eigener Erfahrung mit meinem). Dito für Maulkorb, auf der grünen Wiese darf der natürlich abgelegt werden; innerhalb von Ortschaften sind mir die sozialen Kontakte von Hunden wurscht, solange es um Menschenschutz geht. Ausserdem sollst Du deinem Hund ja nicht die Nase zubinden; schnuppern kann er auch mit Maulkorb.
Sachkundenachweis halte ich für sehr gut, ebensogut könnte ich mir eine Verpflichtung zum regelmässigen Training und eine bessere Überwachung von Züchtern vorstellen.
PS: „Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation
kann man daran messen, wie sie mit ihren Tieren umgeht.“
(Mahatma Ghandi)
„Die Wahrheit hat nichts zu tun mit der Anzahl der Leute, die
von ihr überzeugt sind“
>Kurz vor der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts war das >genauso.
Ich denke, das hat weniger mit Faulheit zutun, als mehr damit, daß die Politiker sich beim Wähler nicht unbeliebt machen wollen.
Und wenn dann etwas schlimmes passiert ist schießen alle aus ihren Löchern und ballern drauflos.
Überlegenswert wäre jedoch die Forderung eines
Sachkundenachweises an alle Hundehalter (bei allen Rassen,
dies wäre auch dem Tierschutz und der Verhinderung von
Massen-Tierkäufen an Weihnachten sehr dienlich), der dann in
regelmäßigen Abständen wiederholt werden müßte.
Ich habe mich gestern mit einem Freund unterhalten, der einen American Staffordshier Mischling hat.
Der sprach sich auch für einen Sachkundenachweis aus, der dann jedes Jahr erneuert werden sollte.
Er hat diesen Nachweis für seinen Dusty erbracht.
Außerdem führt er ihn in der Öffentlichkeit ständig an der Leine.
Da, wo sich kaum Menschen aufhalten läßt er ihn dann ab.
Er meinte auch, daß Maulkorbzwang einen Hund uU eher agressiver machen könnte.
Wenn ein Hund an der Leine hängt kann er nicht angreifen.
Eigentlich logisch - zumindest, wenn der Halter in der Lage ist, den Hund auch zu halten.
Da bekomme ich immer eine Krise, wenn ich kleine Kinder mit einem Riesenhund an der Leine sehe.
Ich frage mich dann immer, wer da wohl mit wem spazieren geht.
PS: „Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation
kann man daran messen, wie sie mit ihren Tieren umgeht.“
(Mahatma Ghandi)
„Die Wahrheit hat nichts zu tun mit der Anzahl der Leute, die
von ihr überzeugt sind“
Ich argumentiere auch gerne mal mit Hilfe von Statistiken, aber man sollte damit immer etwas vorsichtig sein. Bei ´"Kampfhunden" mußt Du bedenken, daß es derzeit dank ständiger „Werbung“ in v.a. in der Boulevardpresse ein relativ stark erhöhtes Mißbrauchspotential gibt, zusätzlich werden immer wieder Fälle bekannt, in denen der ein oder andere Collie mal aus Versehen als Pitbull in die Statistik rutschte.
Im Ernst, es ist wirklich eindeutig erwiesen, daß „Kampfhunde“ keine von Haus aus erhöhte Aggressivität aufweisen. Die zur Zeit in der Tat relativ häufig auftretenden Beißunfälle werden aber von gezielt scharfgemachten Hunden angerichtet, und ein Verbot einzelner Rassen kann diese Situation nicht beheben. In Frankreich und Holland sind inzwischen Riesenschnauzer bzw. Wolfsmischlinge!!! an die Stelle der Kampfhunde getreten. Also mir wäre es egal, ob mich ein bullterrier oder ein Schäferhund-Wolf-Mix anfällt.
Zum Thema Maulkorb: In besonderen Streß-Situationen (Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln) kann man auf das Anlegen eines Maulkorbs natürlich nicht verzichten, aber ein genereller Maulkorbzwang in der Öffentlichkeit erscheint mir aus bereits erläuterten Gründen nicht ratsam.
Dies bedeutet eine Verbesserung für die Tiere und eine extreme
Einschränkung für viele Halter. Wieviele ältere Damen mit
überfütterten Schoßhunden schaffen wohl den Sachkundenachweis.
Den Hunden würde es nur guttun. Meinetwegen könnte man den Sachkundenachweis auch auf Hunde ab einer bestimmten Größe beschränken, dann könnten die älteren Damen weiter ihre Yorkies zu Tode füttern.
Zum Thema Kampfhunde hatte ich mich unter dem Stichwort
„Gegenthesen“ im Forum Polizei etwas länger geäußert. Z.B. ist
meiner Meinung nach nicht die Tatsache, daß Hunde aller Arten
gelegentlich Beißen das Problem, sondern der endstehende
Schaden.
Und Du glaubst, es macht für Dich einen Unterschied, ob Dich ein Bullterrier oder ein Bernhardiner anfällt? Wenn Kampfhunde normal erzogen werden, dann sind sie absolut menschenfreundlich, allerdings muß man sie sehr sorgfältig an Artgenossen gewöhnen, sonst neigen sie ein wenig zum Raufen (wie auch Boxer und Deutsche Dogge, unsere deutschen National-Kampfhunderassen). Bei den meisten Kampfhunderassen (insbes. bei den Molossern) stellt nicht einmal das ein Problem dar.
Deshalb wird es niemals Kampfpudel geben. Wer andere Menschen
bedrohen will, wird als Basis nur Hunde verwenden die
ausreichend groß oder kräftig sind.
Stimmt! Ich habe schon mehrmals darauf verwiesen, daß in anderen Ländern seit dem Kampfhundeverbot auf andere Rassen ausgewichen wird: In Frankreich auf Riesenschnauzer, in Holland auf Wolf-Schäferhund-Mischlinge. Bei uns hier in Bayern ist wegen der relativ strengen Kampfhundeverordnung der Schäferhund der gängige Kampfhunde-Ersatz.