Also. Gestern ist unser Hund von der Terasse aus einer Katze
hinterher.
Sie war ein paar Minuten weg, ist dann wiedergekommen.
Kann euer Hund denn das Grundstück verlassen?
Dann wäre als erstes Mal ein sicherer Zaun eine gute Idee um den Hund vom Jagen abzuhalten.
Wie verhält sie sich denn außerhalb des Grundstückes beim Spaziergang? Ist sie generell „jagdlich interessiert“, also auch Hasen, Wild, etc. oder macht sie das nur innerhalb des Grundstückes?
Sind zwei Paar Socken, das eine ist reines Revierverhalten, das andere Jagdtrieb.
*hat die Katze wohl MALWIEDER nicht bekommen ;0))*
Würde ich nicht so belustigt sehen.
Loben weil sie so brav von allein wiedergekommen ist - ODER
bestrafen weil sie dem Katzenviech einfach durch die
Nachbargärten hinterher gelaufen ist??
Bestrafen schon mal gar nicht. Niemals, wenn der Hund zurückkommt.
Ich würd hier unterscheiden: Hund sieht Katze, fängt an zu laufen, ihr ruft, Hund dreht nach einigen Metern (können auch schon mal 20, 30 m sein) um und kommt freudig zu euch zurück: loben, loben, loben und mit Leckerchen vollstopfen! Weil: Der Hund ließ sich mitten unter der Hatz abrufen, auch wenn der „Bremsweg“ etwas gedauert hat, ist das eine große Gehorsamsleistung und muss ausgiebig belohnt werden.
Zweite Situation: Hund sieht Katze, fängt an zu laufen, ihr ruft, Hund ignoriert euch und läuft so lange der Katze hinterher, bis ihm die Luft ausgeht, die Katze definitiv außer Reichweite ist und langsam die Erkenntnis durchsickert, dass es keinen Sinn mehr hat. Dann kommt Hund erst zurück. In diesem Fall würd ich den Hund einfach ignorieren, loben würd ich ihn nicht, denn er ist ja nicht aufgrund eures Rufes zurückgekommen, sondern weil er selbst keinen Sinn mehr sah, noch weiterzulaufen. Dafür lobe ich ihn nicht. Bestrafen dürft ihr ihn natürlich auch nicht, weil er das gar nicht richtig in Zusammenhang bringen kann. Ihr habt eurem Hund nie gelernt, dass Jagen etwas Falsches bzw. Unerwünschtes ist, wofür wollt ihr ihn also bestrafen? Er macht es, weil es unheimlich viel Spaß macht. Wenn ihr wollt, dass er es sein lässt, müsst ihr ihm erst verständlich machen, dass ihr das nicht wollt und dann ein noch viel lohnenderes Alternativverhalten anbieten.
Am besten ihr sucht euch Unterstützung in einer kompetenten Hundeschule. Ein Hund, der schon des öfteren die Möglichkeit der Hatz wahrnehmen konnte, lässt sich meist nur durch professionelle Hilfe wieder davon abbringen. Jagen bzw. Hetzen ist ein selbstbelohnendes Verhalten, das bedeutet es werden so viele (mal vereinfacht ausgedrückt) „Glückshormone“ ausgeschüttet, dass ihr da mit einem Berg frischer Schnitzel stehen könnt und der Hund würde vermutlich das Jagen der Katze bevorzugen.
Da gehört also schon ein wenig mehr dazu, als ein paar Abrufübungen.
Viel Glück!