Hund mit 'Kontrollwahn'

Okay, ist voll laienmäßig überlegt, weiß ja auch nur das, was mir meine Hündin so „erzählt“

Hatte so dieselben Überlegungen wie Jagdelster …Frauchen geht mit
…zusätzlich:

Was ist, wenn der Besuch nicht ganz verschwindet - mal zwischen Tür und Angel stehenbleibt? Dann wieder ein Stückchen weitergeht, wenn der Hund sich beruhigt hat - aber ohne dem Hund glauben zu lassen, dass es sich um ihn handelt - mit den anderen weiterquatschen?

Oder wenn der Besuch den Hund einlädt mitzukommen?

Wenn der Besuch, der gerade den Raum verlassen hat den Hund ruft und ihm Leckerli o.ä. anbietet? Falls der Hund es annimmt, kanns doch sein, dass das „den Raum verlassen“ pos. assoziiert wird?

Oder was macht der Hund, wenn du vorher den Raum verlässt? Ohne ihn? Der Besuch noch im selben Raum, wie der Hund? Und wenn der Besuch dann in den Raum geht, in dem du dich befindest? Müsste der Hund dann nicht aufhören zu bellen und froh sein, dass ihm jemand die Tür zum Frauchen öffnet?

Sonst etwas seltsamer *g*:
Falls der Hund es nicht kann: gibt laut und leise (pfui laut…) lernen …wenn ers gut beherrscht mal üben, wenn der Besuch da ist - falls der Hund sich dann noch aufs Üben konzentriert mal jemanden bitten rauszugehen und ohne Unterbrechung weiterüben - wenn er den Besuch ausbellt ein „leise“ oder whatever…wenn ers macht übermäßig loben… könnt man den Hund nicht so austricksen? *g*

Wie gesagt - ich hab keine Ahnung, sind nur Überlegungen *gg* aber über ne Kommentierung (was ich fürn Schmarrn schreib *grins*) tät ich mich trotzdem freuen :wink:

Nun denn, Steffen, dann gehen wir’s mal an :wink:

Wie ist seine Körperspannung?

Extrem angespannt, Gewicht nach hinten verlagert, passiv-aggressive Körperhaltung; zittert meist am ganzen Körper vor Erregung

Sind die Lefzen in irgendeiner Form verändert(Haltung)

Mundwinkel sind nach vorn gezogen - Lefzen nicht hochgezogen, also kein „Zähne-zeigen“

Wenn er los geht? Beißt er in die Luft?

Nein, er beißt nicht in die Luft, er bellt hauptsächlich.
Hat er die Möglichkeit, direkt zu der Person hinzukommen, geht er zwar auf direkten Körperkontakt, aber ohne zu beißen. Ich kann’s nicht besser beschreiben, er „stößt“ während dem Bellen mit der Schnauze fast gegen die Beine, Hand, etc. - was eben auf seiner Höhe ist.

Gehen irgendwo am Rücken die Haare hoch?

Nein

Wie ist der Schwanz gestellt?

Schwer zu sagen, da kupiert :frowning:
Aber das kleine Stück bleibt gerade nach hinten gerichtet - nicht nach oben oder „eingeklemmt“

Wie sind die Ohren gestellt?

Nach hinten angelegt

Wie sehen seine Augen aus? Aggressiv, Angst, Neutral?

Panisch - aggressiv
starr auf die Person/Personen gerichtet
direkter Blickkontakt

Wie und wann beruhigt er sich dann wieder?

In der Besuchersituation:
Wenn er den Besucher beschnüffeln durfte - kennt er die Person schon, geht er meist sofort wieder auf seinen Platz - ist es eine für ihn fremde Person, dauert es länger. Ich muss ihn dann abrufen, ansonsten würde er dauernd in der Nähe der Person bleiben. Wenn ich ihn auf seinen Platz schicken, bleibt er dort zwar, auch ruhig, fixiert aber die Person permanent.

Im Auto:
Erst wenn ich außer Sichtweite bin bzw. er mich nicht mehr hört.

Muss sich der Besuch erst setzen oder vorher schon anfänglich?

Der Besuch muss sich auf jeden Fall setzen, damit sich der Hund beruhigt. Solange jemand rumgeht oder noch stehen bleibt, ist er nach wie vor am Flippen.

Losgehen tut’s dann in dem Moment wieder, wenn einer der Besucher den Raum verlässt (nicht die Wohnung). Dann dreht er wieder hoch, geht der Person auch direkt hinterher und ist meist erst dann wieder ruhig, wenn die Person die Tür hinter sich geschlossen hat bzw. sie wieder hereinkommt.
Bei Leuten die er noch nicht kennt oder grundsätzlich nicht mag, reicht es schon, wenn sie lauter sprechen oder eine „falsche“ Bewegung machen.

Was genau ist über seine Vorgeschichte bekannt?

Straßenhund in Spanien bis ca. 3 - 4 Monate, danach kurzfristig Tötungsstation, anschließend kam er in eine Familie mit einer weiteren Hündin, zwei Katzen und drei Personen (zwei Frauen, ein Mann). Die Hündin hat ihn ständig attackiert, er hat davon viele Narben. Dadurch war die Situation sehr schwierig, Vormittags war er alleine, auch bewegungsmässig unterfordert, Erziehung eher schwach…
Was brauchst du noch?

Ist der Futternapf/Wasser/ Spielzeug/ andere Ressource in dem
Moment nahe am Besuch?

Nein

Wen verteidigt er? Alle Hausbewohner, nur einen strikt?

Nur mich, meinem Mann traut er nach wie vor noch nicht zu 100 % und hat auch kaum Bindung zu ihm.

Wer interveniert? Alle gleichzeitig? Einer alleine?

Hauptsächlich ich, mein Mann mischt sich in die Erziehung kaum ein, hat auch wenig Erfahrung

Wurde schon mit Wasserspritze und Belohnung es versucht?

Wasserspritze macht ihn noch aggressiver.
Belohnung funktioniert in dem Moment kaum, da er so gut wie nicht ansprechbar ist. Hab’s damit probiert, ihn zu loben, sobald er wieder ruhig ist, aber verbales Lob nimmt er kaum wahr, da er sich so sehr auf die Besucher konzentriert (liegt in seinem Körbchen und fixiert angespannt), dass er mich kaum wahrnimmt.
Lob mit Futter bringt auch nichts, obwohl er darauf normalerweise sehr gut anspricht - aber in so einer Situation schlingt er das Leckerchen zwar schnell runter, aber ohne große Beachtung und sicherlich ohne zu begreifen, wofür er das grad erhalten hat.

Hab zwar keine guten Bilder hier im Büro, aber die, die ich hab schick ich dir.

Dank dir Steffen, für deine Mühe!

Sandra

Mir geht die „Vermenschlichung“ eines Tieres generell auf den
Nerv.

Keiner vermenschlicht hier den Hund, nur müsstest du wissen, dass eine Stunde wegsperren gar nichts bringt, weil der Hund es nicht verknüpfen kann.
Dazu besteht auch keine Notwendigkeit, weil der Hund sich nur in bes. Situationen so verhält, er ist nicht grundsätzlich dominant oder aufmüpfig.

Ein relativ junger Hund kann sehr wohl umlernen und sich
integrieren, wenn die Regeln stimmen.

Nicht nur ein junger Hund kann das :wink:

Er ist kein menschliches Kind, was traumatisiert ganz andere
Unterstützung benötigen würde!

Einen traumatisierten Hund gleich zu „therapieren“ wie einen dominanten, wäre wohl ein fataler Fehler und zeigt nur, dass du mit traumatisierten Hunden nicht viel Erfahrung hast.

Das wars von meiner Seite, Son-ja

Danke trotzdem für den Versuch

Gruß
Sandra

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Danke Steffen!

Du bringst es mal wieder auf den Punkt!

Sandra

Da Du nur wage Pinschermix schreibst, tippe ich mal auf einen
Dobermannmix oder Deutschen Pinscher-Mix. Wichtig ist der MIX!
Es ist doch hoffentlich kein Bordercollie, oder? :smile:

Nein nein, er sieht optisch aus wie ein reiner Zwergpinscher, da aber zu groß geraten (Schulterhöhe 37/38 cm), nehm ich mal an, er ist ein Mix. Auch die Schnauze ist ein wenig zu spitz und zu lang.

Frage ist nur, wenn er so auf Dich fixiert ist,
und dich so beschützt,…

Das ist ein bisschen übertrieben ausgedrückt. Er beschützt mich in Situationen, wenn ein Mann handgreiflich gegen mich wird - natürlich erkennt der Hund dabei nicht, wenn das nur im Spaß passiert.
Ansonsten beschützt er mich nicht, sondern sucht Schutz bei mir - wie es auch sein sollte.

…ob Du in seine Augen qualifiziert genug
bist für euch beide zu sorgen? Er brauch jetzt einfach mal
Deine Hilfe, weil ihm selber das nämlich auch ganz schön auf
den Sack geht, wie Steffen schon erwähnte. Der „Kleine“ kann
schließlich nicht für alles sorgen.

Ich weiß schon, was du damit sagen willst, aber dieses Problem besteht hier nicht grundsätzlich. Es kann schon sein, dass er sich in diesen bes. Situationen nicht auf mich verlassen kann, das zumindest glaubt.
Aber nur hier. Ansonsten kenn ich diese Problematik nicht.

Ich möchte das Du mal einen Test machst mit Deinem Vater, er
soll den Raum (Küche) verlassen und die Tür aber OFFEN lassen.
Was passiert?

Der Hund geht hinterher - haben wir schon probiert. Dann kommt’s natürlich darauf an, was mein Vater bzw. diejenige Person dann macht. Dreht der sich im Flur einfach um und kommt wieder in die Küche, läuft ihm der Hund einfach die ganze Zeit bellend hinterher und gibt erst wieder Ruhe, wenn er wieder in der Küche ist.
Geht mein Vater z.B. raus aus dem Haus oder in den 1. Stock beruhigt er sich erst wieder, wenn er ihn nicht mehr sieht.

Was passiert eigentlich, wenn ihr euch alle (mit Besuch)
gleichzeitig erheben würdet, und jeder ginge in einen anderen
Raum und täte dort irgendetwas? Bei wem würde er letztendlich
bleiben? Oder rast er von einem Zimmer ins andere und verbellt
alle? Was passiert wenn ihr euch dann von seinem Gebell alle
wieder ins Wohnzimmer dirigieren lasst? Probiere es aus!

Haben wir auch schon probiert - er bleibt erst noch im Wohnzimmer und bellt uns alle an, wenn wir den Raum verlassen und bellt dort drinnen weiter, bis jemand wieder kommt. Da ist es dann abhängig davon, wer es ist, bin ich es, bellt er trotzdem weiter durch die Tür raus zu den anderen, ist es einer der Besucher der zurückkommt, wird der erstmal ordentlich verbellt.
Ich muss dazu sagen, dass es sich bei unseren Besuchern zu 90 % um Männer handelt.

Zur Backpfeife, aus dem Affekt heraus, sehr gut! Ein
schwächerer Hund hätte gekniffen, ein starker oder stärkerer
hätte zurückgeschnappt. Soll nicht heißen das man Hunde
schlagen soll, aber Punktgenau aus dem Affekt wenn er nach Dir
schnappt. Zack! So etwas wirkt beruhigend.

Na ja, normalerweise verfahre ich nicht so, aber ich lass mich nunmal nicht gerne beißen :wink:
Affekt ist Affekt, das war von seiner Seite aus so und auch von meiner.

Wie war seine
genaue Reaktion darauf?

Erstmal ziemlich verdutzt, er hat dann aber auch Ruhe gegeben.

Wie war Deine weitere Reaktion? Hast Du dann so
getan als wenn nichts weiter gewesen wäre?

Na klar, ich bin kein Anfänger :wink:

Kinder, ja Kinder sind ein Problem. Wie äußert sich sein
Mißfallen?

Das Kinder-Problem krieg ich schon in den Griff, das hab ich nur hier am Rande erwähnt, damit man sich ein besseres Gesamtbild von dem Hund machen kann.
Er attackiert grundlos, alles was nach Kind aussieht. Kinder sind auch die einzigen, bei denen er (soweit ich das durch sein hier gezeigtes Verhalten deuten kann) tatsächlich beißen würde.

Männer, naja :smile:

:wink:

Ja, alle Männer. Er unterscheidet da nicht.
Meinen Mann aktzeptiert er mittlerweile, traut ihm aber nicht.
Freunde wie oben beschrieben.

Katzen? Vielleicht gehen sie ihm auch nur auf die
Nerven, weil er sie beide nicht gleichzeitig kontrollieren
kann?

Ja, das auf jeden Fall. Ist wahrscheinlich nur eine Gehorsamsfrage, aber das ist dann sehr schwer durchzubringen, da er auch hier so dermaßen hochdreht, dass nichts mehr zu ihm durchdringt.

Was ist wenn die Katzen bei Dir sind und
schmusen?

Nun, der Hund kommt dann auch an, aktzepiert es aber anstandslos, wenn ich ihn daraufhin in sein Körbchen schicke.

Darf der Hund zu Dir auf’s Sofa?

Ja, darf er. Aber auch hier (auch wenn alle gleich wieder Dominanzproblem! schreien) gibt es keinerlei Probleme. Er lässt sich problemlos runterschicken, usw.

Und wenn, wie reagiert er wenn die
Katzen dazukommen?

Er steht schon erstmal auf und will sie beschnuppern, die kommen ja auch um mit ihm zu schmusen :wink:
Legt sich einer der Kater z.B. direkt zu mir, möchte der Hund klarerweise schon auch dazu, aber eben auch hier - schick ich ihn in sein Körbchen, geht er ohne Probleme.

Nächster Test:
Vorher bitte als Vorsichtsmaßnahme Oropax besorgen und
reinstöpseln.
Fahre das Auto mal in eine abgelegenen Ecke, Seitenstraße.
Hole den Hund aus dem Kofferraum :smile: tschuldige.

Wieso? Er ist im Kofferraum untergebracht…

Steige ein und
fahre ein paar Meter, parke ein, steige aus, schlage die Tür
nur zu, gehe zum Kofferraum, nehme etwas heraus und steige
wieder vorne ein. Tue dies 3 bis 6 mal. Beobachte aus dem
Augenwinkel ganz genau wie sich Dein Hund verhält. Ignoriere
ihn aber ansonsten völlig. UND SCHAU IHN NICHT DIREKT AN!

Ähnliches hab ich probiert, vielleicht reicht dir das vorerst auch als Antwort:

Ein Stück gefahren, ausgestiegen, rund um’s Auto gegangen, Hund natürlich ignoriert und nicht angesehen. Wieder eingestiegen, ein Stück gefahren, dasselbe wiederholt.
Ergebnis war jedesmal dasselbe, er bellt und benimmt sich wie 'ne Furie, fixiert mich mit den Augen, springt gegen den Käfig, Übersprungshandlung -> panisches Kratzen mit Vorderpfoten auf seiner Decke, bis durch zum Käfigboden.
Ich hätte das wohl den ganzen Nachmittag machen können, doch nach 1 1/2 Stunden hab ich die Geduld verloren.

Aber ich werd deine beiden Tests nochmal so durchführen, wie du sie beschrieben hast und dann sehn wir mal, was passiert!

Danke dir für deine ausführliche Antwort!!

Gruß
Sandra

Was ist, wenn der Besuch nicht ganz verschwindet - mal
zwischen Tür und Angel stehenbleibt? Dann wieder ein Stückchen
weitergeht, wenn der Hund sich beruhigt hat - aber ohne dem
Hund glauben zu lassen, dass es sich um ihn handelt - mit den
anderen weiterquatschen?

Er beruhigt sich nur leider nicht, solange der Gast steht… daher würde das eine laaange Wartezeit bedeuten :wink:

Oder wenn der Besuch den Hund einlädt mitzukommen?
Wenn der Besuch, der gerade den Raum verlassen hat den Hund
ruft und ihm Leckerli o.ä. anbietet? Falls der Hund es
annimmt, kanns doch sein, dass das „den Raum verlassen“ pos.
assoziiert wird?

Das ist eine wirklich gute Idee. Haben das so ähnlich auch gemacht, als er meinen Mann angebellt hat, wenn der sich in der Wohnung bewegt hat.
Eigentlich blöd, dass ich da drauf nicht schon von selbst gekommen bin, es mit den Besuchern genauso zu machen!
Ich sag ja, ich bin betriebsblind :wink:

Oder was macht der Hund, wenn du vorher den Raum verlässt?
Ohne ihn? Der Besuch noch im selben Raum, wie der Hund? Und
wenn der Besuch dann in den Raum geht, in dem du dich
befindest? Müsste der Hund dann nicht aufhören zu bellen und
froh sein, dass ihm jemand die Tür zum Frauchen öffnet?

Ich denke, das ist ein wenig zu menschlich gedacht…
Fruchtet auch nicht, weil’s ihm egal ist, ob ich den Besuch begleite - er verbellt ja den Gast, nicht mich.

Falls der Hund es nicht kann: gibt laut und leise (pfui
laut…) lernen …wenn ers gut beherrscht mal üben, wenn der
Besuch da ist - falls der Hund sich dann noch aufs Üben
konzentriert mal jemanden bitten rauszugehen und ohne
Unterbrechung weiterüben - wenn er den Besuch ausbellt ein
„leise“ oder whatever…wenn ers macht übermäßig loben… könnt
man den Hund nicht so austricksen? *g*

Wär ebenfalls einen Versuch wert!

Wie gesagt - ich hab keine Ahnung, sind nur Überlegungen *gg*
aber über ne Kommentierung (was ich fürn Schmarrn schreib
*grins*) tät ich mich trotzdem freuen :wink:

Hast mir aber super Ideen geliefert - oft sind die einfachsten Lösungen nicht unbedingt die schlechtesten! :wink:

Dank dir!

Gruß
Sandra

Hallo Jagdstler
mir wurde zum Glück ein Foto zu teil sodaß alle Spekualtionen makualtur sind…
Schon mal einen traumatisierten Deutschen Pinscher erlebt?
Genau das aber rennt bei ihr rum.
Zwar etwas klein, daher vermutlich nicht Reinrassig, aber der Phänotypus incl. der Knickohren ist nahezu eindeutig DP

Daher auch der Kontrollwahn und der bedingungslose Einsatz fürs Frauchen.
Gruß Steffen

Nein nein, er sieht optisch aus wie ein reiner Zwergpinscher,
da aber zu groß geraten (Schulterhöhe 37/38 cm), nehm ich mal
an, er ist ein Mix. Auch die Schnauze ist ein wenig zu spitz
und zu lang.

OK. Dann schließe ich mich Steffen an und Tippe auf Deutschen Pinscher. Diese Rasse hätte mich auch interessiert. Dobermann im Kleinformat :smile:

Das ist ein bisschen übertrieben ausgedrückt. Er beschützt
mich in Situationen, wenn ein Mann handgreiflich gegen mich
wird - natürlich erkennt der Hund dabei nicht, wenn das nur im
Spaß passiert.
Ansonsten beschützt er mich nicht, sondern sucht Schutz bei
mir - wie es auch sein sollte.

Ist dieses Schutzsuch bei Dir, sehr oft? Oder nur in neuen in unbekannten Situationen? Und versucht er dann beim nächstenmal sein „Wissen“ selber anzuwenden? Oder sucht er in immer denselben Situationen bei Dir Schutz, ohne sein „Wissen“ zu erweitern.

Ich weiß schon, was du damit sagen willst, aber dieses Problem
besteht hier nicht grundsätzlich. Es kann schon sein, dass er
sich in diesen bes. Situationen nicht auf mich verlassen kann,
das zumindest glaubt.
Aber nur hier. Ansonsten kenn ich diese Problematik nicht.

Versuch mal diese Situationen Stichpunktartig aufzuzählen, oder sind es NUR die uns bekannten Situationen?

Der Hund geht hinterher - haben wir schon probiert. Dann
kommt’s natürlich darauf an, was mein Vater bzw. diejenige
Person dann macht. Dreht der sich im Flur einfach um und kommt
wieder in die Küche, läuft ihm der Hund einfach die ganze Zeit
bellend hinterher und gibt erst wieder Ruhe, wenn er wieder in
der Küche ist.

Muß er sich dazu hinsetzen, oder kann er auch stehen bleiben?

Geht mein Vater z.B. raus aus dem Haus oder in den 1. Stock
beruhigt er sich erst wieder, wenn er ihn nicht mehr sieht.

Aus den Augen aus dem Sinn, AHA!

Haben wir auch schon probiert - er bleibt erst noch im
Wohnzimmer und bellt uns alle an, wenn wir den Raum verlassen
und bellt dort drinnen weiter, bis jemand wieder kommt. Da ist
es dann abhängig davon, wer es ist, bin ich es, bellt er
trotzdem weiter durch die Tür raus zu den anderen, ist es
einer der Besucher der zurückkommt, wird der erstmal
ordentlich verbellt.
Ich muss dazu sagen, dass es sich bei unseren Besuchern zu 90
% um Männer handelt.

Neuer Test: Ihr steht alle auf, verlaßt aber nicht den Raum, sondern tauscht eure Plätze, was macht er? Wieder holt es 2 - 3 mal.

Wie war seine
genaue Reaktion darauf?

Erstmal ziemlich verdutzt, er hat dann aber auch Ruhe gegeben.

AAAH! Der Kleine Scheißer ist lernfähig! Guut.

Na klar, ich bin kein Anfänger :wink: Richtig! Sonsr würdest Du dich auch nicht so um deinen Hund bemühen :smile:

Das Kinder-Problem krieg ich schon in den Griff, das hab ich
nur hier am Rande erwähnt, damit man sich ein besseres
Gesamtbild von dem Hund machen kann.
Er attackiert grundlos, alles was nach Kind aussieht. Kinder
sind auch die einzigen, bei denen er (soweit ich das durch
sein hier gezeigtes Verhalten deuten kann) tatsächlich beißen
würde.

Gibt es eine Entfernungs- bzw. Nähe Reizschwelle für Kinder bei ihm? Attackiert er auch wenn sie ihn nicht ansehen oder nicht sprechen? Ihn also ignorieren?

Ja, alle Männer. Er unterscheidet da nicht.
Meinen Mann aktzeptiert er mittlerweile, traut ihm aber nicht.
Freunde wie oben beschrieben.

Wenn Dein Mann dir gegenüber laut wird, weil er Dir etwas erzählt, wobei er sich ereifert, wird Dein Hund dann aktiv?

Ja, das auf jeden Fall. Ist wahrscheinlich nur eine
Gehorsamsfrage, aber das ist dann sehr schwer durchzubringen,
da er auch hier so dermaßen hochdreht, dass nichts mehr zu ihm
durchdringt. (*)

Darf der Hund zu Dir auf’s Sofa?

Ja, darf er. Aber auch hier (auch wenn alle gleich wieder
Dominanzproblem! schreien) gibt es keinerlei Probleme. Er
lässt sich problemlos runterschicken, usw.

Ich finde das vollkommen in Ordnung. Seit wann ist der Chef unberührbar? Meine Hunde dürfen in Abwesenheit auf’s Sofa, wenn ich das nicht will, blockiere ich es. Wenn ich drauf sitze und meine Hunde zu mir wollen, verbiete ich es (einfaches ignorieren) oder ich erlaube es (ansehen, leicht lächeln, Kopfnicken).

Nächster Test:
Vorher bitte als Vorsichtsmaßnahme Oropax besorgen und
reinstöpseln.
Fahre das Auto mal in eine abgelegenen Ecke, Seitenstraße.
Hole den Hund aus dem Kofferraum :smile: tschuldige.

Wieso? Er ist im Kofferraum untergebracht… Du meinst sicher im Heck, und nicht im Kofferaum! :wink:

Steige ein und
fahre ein paar Meter, parke ein, steige aus, schlage die Tür
nur zu, gehe zum Kofferraum, nehme etwas heraus und steige
wieder vorne ein. Tue dies 3 bis 6 mal. Beobachte aus dem
Augenwinkel ganz genau wie sich Dein Hund verhält. Ignoriere
ihn aber ansonsten völlig. UND SCHAU IHN NICHT DIREKT AN!

Ähnliches hab ich probiert, vielleicht reicht dir das vorerst
auch als Antwort:

Ein Stück gefahren, ausgestiegen, rund um’s Auto gegangen,
Hund natürlich ignoriert und nicht angesehen. Wieder
eingestiegen, ein Stück gefahren, dasselbe wiederholt.
Ergebnis war jedesmal dasselbe, er bellt und benimmt sich wie
'ne Furie, fixiert mich mit den Augen, springt gegen den
Käfig, Übersprungshandlung -> panisches Kratzen mit
Vorderpfoten auf seiner Decke, bis durch zum Käfigboden.
Ich hätte das wohl den ganzen Nachmittag machen können, doch
nach 1 1/2 Stunden hab ich die Geduld verloren.

DER Knackpunkt ist der Käfig! Deswegen sagte ich, hole ihn raus und lass ihn auf den Rücksitz.

Aber ich werd deine beiden Tests nochmal so durchführen, wie
du sie beschrieben hast und dann sehn wir mal, was passiert!

Unbedingt!

OK. Die Katzen können wir wahrscheinlich anhaken, da scheint mehr oder weniger alles in Ordnung zu sein, bis auf die Hektik. Da Du Agility machst und Fährtest, gehe ich mal davon aus das dein Hund auch apportiert. Mag er Quitschiepuppen? Hast Du eine Trillerpfeife, so eine vom Karnevall richtig ätzend laut? Gibt es ein paar Leckerlies für die Dein Hund „sterben“ würde?

Grüße von der Jagdelster

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Hi Steffen!

Haben das ja schon mal diskutiert… *g*. Aber wenn ich mal Zeit finden würde - wäre ich absolut dabei und würde gerne vorbeikommen. Nur, Du weisst ja, ich weile im fernen Ausland… :smiley: Aber irgendwann wird sich ein Zeitpunkt ganz bestimmt finden :smile:

Würd mich freuen!

Gruss,

Semiramis

Für mich gilt ein einfacher Grundsatz.
Je besser ich die Hunde kennenlerne desto mehr verabscheue ich
die Menschen(Frei glaub ich nach F.v. Assisi, oder wird der
Satz Otto von Bismark in den Mund gelegt???)

STEFFEN!!! Du enttäuschst mich aufs Äusserste! Das hätte ich Dir jetzt im Ernst nicht niemals zugetraut. Warum sagst Du so etwas? Im Übrigen ist das Zitat weder von Bismark noch von Assisi, sondern von Madame de Staël…

ICH bin der Meinung, dass nur wer Menschen versteht, auch des Menschen Beziehung zu seinem Hund verbessern kann. Hast Du diese Fähigkeit nicht, kannst Du zwar den Hund verstehen, aber den Menschen nicht verständlich machen, wie sie mit ihren Hunden umgehen sollen. Menschen- und Hundekenntnis gehören, wenn Du Menschen mit ihren Hundeproblemen helfen willst, für mich untrennbar zusammen.
Anders sieht es aus, wenn Du, wie unser Freund Bloch, „wilde“ bzw. „halbwilde“ Hunde studierst (ja, ich bin mittlerweile auch fast durch :smiley: ) ohne auf den Menschen einzugehen. Wenn Dich aber wirklich nur der Hund interessiert, bleibt Dir nicht viel anderes übrig als Dich um die „völlig durchgeknallten“ Fälle zu kümmern, die von niemand anderem mehr gehalten werden könnten als von Dir, weil Du viel Hundekenntnis hast.

Auf alle Fälle, jeder hier kann sehr wichtige Tipps geben,
wenn die Halter hier endlich anfangen würden wie Hunde zu
denken, sie zu verstehen wie sie sind, wie sie fühlen, was
ihre Lebensziele sind.

Steffen… wir können das vielleicht, haben es gelernt, waren von klein auf von Horden von Hunden umgeben… andere können das eben nicht und müssen es lernen. Manche werden es nie können und auch das müssen wir akzeptieren. UNSER Job dabei ist es, sowohl dem Hund, wie auch dem Menschen einen Weg aufzuzeigen, wie beide möglichst zufrieden leben können.

Fragt nicht was ihr denkt, fragt was euer Hund denkt und
versetzt euch in ihn hinein. Das ist der ganze Trick.

Ach Steffen… nicht jeder kann das so „einfach“.

Wer propagiert… Rangordnung, Rudelführer, Wegsperren usw.
der muss entweder einen Scheiß Job haben und am Wochenende
einmal Chef sein wollen oder aber er versteht die Seele seines
Hundes nicht.

Auch ich bin eine Zeit lang (leider) auf dieser Schiene gefahren, weil es halt so wunderschön klappt… wenn man es konsequent durchzieht. Du hast völlig Recht, es ist absolut unnötig. Ich habe irgendwann auch gemerkt, dass das weder meinen Hunden, noch mir entspricht. Was brauche ich hinter mir hertrottende Maschinen, die keinerlei Eigeninitiative mehr zeigen?

Nicht Chef sein wollen, Chef sein ist das Ei des Kolumbus. Und
wenn du begirffen hast wie man Chef ist ohne dabei Dominant
sein zu müssen dann hast du viel gewonnen. Der Hundechef ist
Vorausschauend, Entspannend, Futterintelligent und
Fortpflanzungsfähig. (siehe hierzu die DVD von der
Trummlerstation aus dem Jahr `94, Jahr des Hundes Teil I&II).
Er meidet Gefahren und weicht ihnen rechtzeitig aus. Er
schützt das Rudel im Notfall als Vorderster und wird jegliche
Auseinandersetzung im Rudel unterbinden, jedoch nicht durch
Beißen und Unterwerfen sondern durch seine Präsenz.

*click* und Jackpot

Wir Menschen streben immer nach oben, Ellenbogengesellschaft.
Der Hund ist ein Soziales Tier und will nicht zwingend nach
oben. Diesen Trieb hab ich nie feststellen können.
Einmal definiert respektieren Hunde nach ihrer 2. Pupertät

Den Text könntest Du publizieren, WENN Du Pubertät bitte ab sofort mit B und nicht mit P schreibst… :wink:

Du hast völlig Recht mit allem was Du hier schreibst. Nicht umsonst geben wir uns ja grösste Mühe auf dem aktuellsten Stand der Forschung zu bleiben, während andere ihre Wahrheit, pardon, Religion, pardon menschengemachte und scheinbar auf ewig gleich bleibende Hundephilosophie gefunden zu scheinen haben. Gerade wenn man sich die neusten Erkenntnisse anschaut merkt man, wie sinnfrei es ist, einfach irgend einem Hundeguru hinterherzurennen…

Aber, lieber Steffen… Gott sei Dank haben wir ja uns :wink:

Gruss,

Semiramis

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****
Dafür möchte ich euch tausend Sternchen geben.

Gruß Steffi

Ist dieses Schutzsuch bei Dir, sehr oft? Oder nur in neuen in
unbekannten Situationen? Und versucht er dann beim nächstenmal
sein „Wissen“ selber anzuwenden? Oder sucht er in immer
denselben Situationen bei Dir Schutz, ohne sein „Wissen“ zu
erweitern.

Es ist im Grunde nur ein leichtes Muster zu erkennen - z.B. bei Begegnungen mit ihm unbekannten, größeren Hunden. Da kommt er dann erstmal gleich zu mir und stellt sich hinter mich. Was ich auch gut so finde. Natürlich macht er das das nächste Mal bei demselben Hund nicht mehr, wenn er gemerkt hat, der ist ok.
Ansonsten sind es eher für ihn unbekannte Situationen, z.B. ein Jogger mit Stirnlampe *g*, wo er erstmal zu mir kommt. Er wartet dann auf ein OK von mir, das ihm signalisiert, dass alles in Ordnung ist, dann stellt er sich dieser Situatoin aber dann auch.

Versuch mal diese Situationen Stichpunktartig aufzuzählen,
oder sind es NUR die uns bekannten Situationen?

Es sind eigentlich nur die bereits beschriebenen Situationen, in denen er sich so aufführt. Alles andere haben wir mittlerweile ganz gut im Griff.

Neuer Test: Ihr steht alle auf, verlaßt aber nicht den Raum,
sondern tauscht eure Plätze, was macht er? Wieder holt es 2 -
3 mal.

Haben wir am Wochenende gleich mal ausprobiert. Er ist gleich mal wieder ausgeflippt und hat vor Allem die Herren der Runde lautstark verbellt. Ist aber nicht direkt zu wem hingelaufen, sondern hat das von seinem Platz aus „erledigt“. Als wir uns alle wieder gesetzt haben, hat er noch weiterhin rumgemurrt und war im Ganzen ziemlich angespannt ob dieser Veränderung.
Hat sich auch nach dem 3. Mal nicht beruhigt, sondern es hat ihn eher aufgeheizt - er ließ und nach dem 1. Mal schon nicht mehr aus den Augen.

AAAH! Der Kleine Scheißer ist lernfähig! Guut.

Na ja, das hoff ich wohl! :wink:

Gibt es eine Entfernungs- bzw. Nähe Reizschwelle für Kinder
bei ihm? Attackiert er auch wenn sie ihn nicht ansehen oder
nicht sprechen? Ihn also ignorieren?

Sobald in Sichtweite (auch wenn es sich um eine beachtliche Entfernung handelt) wird er sofort nervös und merkt er dann, dass sie womöglich auch noch in unsere Richtung kommen, dann wird er sofort aggressiv. Dabei ist’s ihm auch wurscht, ob ihn ein Kind ignoriert. Wobei das mittlerweile tagesverfassungsabhängig ist - an manchen Tagen schaffen wir es ohne Geknurre an einem (ihn ignorierenden) Kind vorbeizukommen, an andern geht es wieder gar nicht. Ich kann hier schon beobachten, dass Kinder die ihn direkt ansprechen, ansehen oder sich sichtlich fürchten, noch heftiger „attackiert“ werden.

Wenn Dein Mann dir gegenüber laut wird, weil er Dir etwas
erzählt, wobei er sich ereifert, wird Dein Hund dann aktiv?

Na logo, es reicht schon, wenn er sich mit einem zu forschem Schritt in meine Richtung begibt…

Wieso? Er ist im Kofferraum untergebracht…

Du meinst sicher im Heck, und nicht im Kofferaum! :wink:

Is’n Twingo mit umgestellter Rückband - also im Grunde schon Kofferraum :wink:

DER Knackpunkt ist der Käfig! Deswegen sagte ich, hole ihn
raus und lass ihn auf den Rücksitz.

Warum denkst du es liegt am Käfig?
Wir hatten ihn die ersten Monate mit einem Gurt auf dem Rücksitz. Doch hier war es noch schlimmer, da er so auch alles angekeift hat, was er durch’s Fenster sehen konnte. Radfahrer, Fußgänger, usw. Auch während der Fahrt.
Seit wir den Käfig haben, hat zumindest das aufgehört.

OK. Die Katzen können wir wahrscheinlich anhaken, da scheint
mehr oder weniger alles in Ordnung zu sein, bis auf die
Hektik.

Ja, das wird auch langsam etwas besser - über den Gehorsam.

Da Du Agility machst und Fährtest, gehe ich mal davon
aus das dein Hund auch apportiert.

Leider noch nicht - er ist leider so gar kein Apportierhund und schenkt mir diese Übung nicht so wie mein Retriever-Mix *g*

Mag er Quitschiepuppen?

Ähm, ja. Aber er sieht sie wohl nicht als Spielzeug an, sondern als Beute. Er schafft es innerhalb von 2 Minuten das Quietschteil zu zerstören und will das ganze Teil dann fressen. :wink:

Hast Du eine Trillerpfeife, so eine vom Karnevall richtig
ätzend laut?

Noch nicht, aber ist ja leicht zu besorgen… wenn du mir verrätst, wofür?

Gibt es ein paar Leckerlies für die Dein Hund
„sterben“ würde?

Jap, Käääse

Gruß
Sandra

Hi Sandra,

Es ist im Grunde nur ein leichtes Muster zu erkennen - z.B.
bei Begegnungen mit ihm unbekannten, größeren Hunden. Da kommt
er dann erstmal gleich zu mir und stellt sich hinter mich. Was
ich auch gut so finde. Natürlich macht er das das nächste Mal
bei demselben Hund nicht mehr, wenn er gemerkt hat, der ist
ok.
Ansonsten sind es eher für ihn unbekannte Situationen, z.B.
ein Jogger mit Stirnlampe *g*, wo er erstmal zu mir kommt. Er
wartet dann auf ein OK von mir, das ihm signalisiert, dass
alles in Ordnung ist, dann stellt er sich dieser Situatoin
aber dann auch.

OK abgehakt, finde ich voll in Ordnung. Habe gleiche Erfahrungen mit meiner einen Hündin gemacht. Hatte wohl auch eine etwas desolate Jugend. Inzwischen ist sie sogar so keck, daß sie sich freiwillig fremden GROSSEN Hunden nähert. Sie wird von den auch meisten durch freundliches geschnupper belohnt. (Hündin kastriert) Traut sich Dein Kleiner inzwischen auch schon mal alleine an fremde Hunde ran?

Haben wir am Wochenende gleich mal ausprobiert. Er ist gleich
mal wieder ausgeflippt und hat vor Allem die Herren der Runde
lautstark verbellt. Ist aber nicht direkt zu wem hingelaufen,
sondern hat das von seinem Platz aus „erledigt“. Als wir uns
alle wieder gesetzt haben, hat er noch weiterhin rumgemurrt
und war im Ganzen ziemlich angespannt ob dieser Veränderung.
Hat sich auch nach dem 3. Mal nicht beruhigt, sondern es hat
ihn eher aufgeheizt - er ließ und nach dem 1. Mal schon nicht
mehr aus den Augen.

Hat er dabei ständig gebellt? Oder nur wenn ihr dann wieder aufgestanden seid?
Dazu noch ein Test: Was passiert wenn Du ihm vorher ca. 5 - 10 Minuten, seinen Platz wegnimmst (Körbchen, Decke etc.) sprich der Heimvorteil fehlt!

Sobald in Sichtweite (auch wenn es sich um eine beachtliche
Entfernung handelt) wird er sofort nervös und merkt er dann,
dass sie womöglich auch noch in unsere Richtung kommen, dann
wird er sofort aggressiv. Dabei ist’s ihm auch wurscht, ob ihn
ein Kind ignoriert. Wobei das mittlerweile
tagesverfassungsabhängig ist - an manchen Tagen schaffen wir
es ohne Geknurre an einem (ihn ignorierenden) Kind
vorbeizukommen, an andern geht es wieder gar nicht. Ich kann
hier schon beobachten, dass Kinder die ihn direkt ansprechen,
ansehen oder sich sichtlich fürchten, noch heftiger
„attackiert“ werden.

Das wird schwer, aber nicht aussichtslos. Hast Du das Gefühl, das die Begegnungen ohne Knurren, wenn auch wenig, aber doch mehr werden?

Wenn Dein Mann dir gegenüber laut wird, weil er Dir etwas
erzählt, wobei er sich ereifert, wird Dein Hund dann aktiv?

Na logo, es reicht schon, wenn er sich mit einem zu forschem
Schritt in meine Richtung begibt…

Ok. Wie meine :smile: Wenn Du ihn dann zurückpfeifst, gehorcht er?

Is’n Twingo mit umgestellter Rückband - also im Grunde schon
Kofferraum :wink:

Nein, ein Twingo mit umgestellter Rückbank, ist für mich ein „Minni Kombi“. Kofferaum ist ein geschlossener Raum ohne Sichtverbindung nach außen. Fahre übrigens auch einen Twingo mit umgelegter Rückbank. Allerdings habe ich eine geschlossene Box und keine Gitterbox.

Warum denkst du es liegt am Käfig?
Wir hatten ihn die ersten Monate mit einem Gurt auf dem
Rücksitz. Doch hier war es noch schlimmer, da er so auch alles
angekeift hat, was er durch’s Fenster sehen konnte. Radfahrer,
Fußgänger, usw. Auch während der Fahrt.
Seit wir den Käfig haben, hat zumindest das aufgehört.

OK. Wie bei mir, am Anfang. Heute nur noch wenn sich jemand der Autoseite nähert und direkt den Eindruck vermittelt er will ins Auto. Ist praktisch im Parkhaus :smile: Brauch ich nicht mal abschließen :smile: In der Box macht es sie sehr, sehr, sehr selten. Da muß mir schon fast einer in’s Heck fahren (Radfahrer, Motorradfahrer)finde ich auch in Ordnung, außer das ich dann fast einen Herzschlag bekomme, weil es ja so plötzlich und selten ist :smile:

Kommen wir mal zu dieser Box, Du sagst das es am Anfang auf dem Rücksitz schlimmer war. Dann könnte es nicht der Käfig sein sondern die Sicht. Obwohl der Twingo hinten recht „zu“ wirkt, hat er immer noch genug Blickfeld. Versuch mal diese Gitterbox komplett mit einem Laken oder Bettbezug abzudecken. Gibt noch genug Luft aber er sieht gar nimmer nix mehr :smile:Auch nicht was Du außerhalb des Autos machst.

Leider noch nicht - er ist leider so gar kein Apportierhund
und schenkt mir diese Übung nicht so wie mein Retriever-Mix
*g*

DU HAST EINEN ZWEITHUND ? ? ? ?

Ähm, ja. Aber er sieht sie wohl nicht als Spielzeug an,
sondern als Beute. Er schafft es innerhalb von 2 Minuten das
Quietschteil zu zerstören und will das ganze Teil dann
fressen. :wink:

Kaufe ein paar nicht zu große aber ätzend laut quietschende Püppchen.
Du solltest evtl. eine Abo buchen :smile:. Kaufe Paketschnur. Räume alles in Deinem Zimmer beiseite was nicht kaputt gehen darf. Schneide viele kleine Käsehäppchen. Binde, je nach Zimmerlänge, eine außreichend lange Paketschnur an die Puppe, richtig fest!
Ich hoffe Du hast Teppich und keinen Laminat. Wirf nach dem Quietschen mit der Puppe diese weg, und wenn er hinterher speikt, zieh die Puppe mit einem schnellen Ruck an der Schnur zu dir. Und greif sie dir. Ich hoffe Du bist schnell :smile: Übe dieses vorher ausgiebig wenn Dein Mann mit dem Kleinen mal Gassi geht. Damit Du trainiert bist! Wenn es dann soweit ist,sollte er sehen wo die Puppe hinfliegt. Wenn er hinterher speikt in deine Richtung, rufst Du laut „hier“ möglichst in dem Augenblick wo er fast bei Dir ist. Und dann stopfst Du ihm ein Käsestück in die Schnauze. Die Puppe mußt Du blitzschnell hinter deinem Rücken oder oder unter deinem A… verstecken. Der Käse muß zünden! Nicht das der dich aus den Angeln nimmt um diese blöde Puppe zu bekommen :smile: Wenn er sich dann beruhigt hat, wiederholst Du es noch einmal. Dann ist erst mal Schluß. Vielleicht später nochmal, ansonsten am nächsten Tag.
Sollte er die Puppe erwischen laß ihn, keinen Zweikampf. Einfach ignorieren, nachdem Motto:"… wie langweilig sone blöde Puppe kaputt zu beißen". Das best wäre sogar Du verläßt eilig den Raum, als wenn da draußen was ganz wichtiges ist wo Du unbedingt hin mußt. Ablenken, damit er die Puppe nicht runterschluckt :smile: Vielleicht kann dein Mann sie dann wegnehmen, wenn er Dir folgen sollte (Kontrollwahn :smile:) Aber OHNE quietschen!
Der Trick an der ganzen Sache ist der, so hoffe ich, das er es versteht, im Eifer des Gefechts, wenn er zu dir kommt, natürlich nur weil er die Puppe haben will,am Anfang jedenfalls, die er aber nicht bekommt, bekommt er etwas wofür er sterben würde. Nämlich Käääse!. Super Entschädigung! Du solltest ihn auch an ganz alten Käse (harten) gewöhnen. Der ist besser für die „Hosentasche“. Gut wäre auch, wenn er vorher noch kein Futter bekommen hätte. Mir geht’s darum das der Hund lernt im „Affekt“ zu Dir zu kommen. Vielleicht bekommt man das auf diese Weise hin. Du kannst das ein paarmal wiederholen. Wichtig ist das er die Puppe möglichst nicht bekommt! Aber den Käse in Verbindung mit „hier“. Wenn er schlau ist :smile: kommt er nach 10 mal werfen gleich zu Dir. Weil: Puppe sowieso nicht kriegen, zu Frauchen rennen, Käse bekommen! DAS wäre natürlich auch nicht schlecht :smile:
Im erweiterten Stadium würde das bedeuten, das Du diese Puppe wirfst, wenn es wieder mal ranzig zugeht, um seine überdrehte Reaktion in eine gewollte Aktion umzuwandeln. Sprich Besucher stehen auf, Hund will loskeifen, Du bist schneller, quietscht mit der Puppe und wirfst sie, er hinterher, Besucher egal, kommt zu Dir, und bekommt zwar die Puppe nicht aber Käse! Verstehst Du wo ich hin will? Aber bevor Du das mit Besuchern machst, muß es 99 %tig sitzen. Er muß auf diese Puppe oder den Käse heiß sein und heiß bleiben. Du mußt den kleinen Scheißer eine Alternative bieten, die ihn unmerklich von seinem „Kontrollwahn“ ablenkt. Bis er ihn irgendwann vergißt. Das geht wirklich! Aber man muß den Knackpunkt finden. Ohne diese ätzenden Stachel HB’s und Kläffex. Einen gewissen „Kontrallwahn“ soll er ruhig behalten, aber er muß steuerbar werden :smile:

Noch nicht, aber ist ja leicht zu besorgen… wenn du mir
verrätst, wofür?

Hunde Ohren sind extrem empfindlich. Wenn das z. B. mit der Puppe so nicht funktionieren sollte, brauch man ein Abbruchsignal (STOPPZEICHEN) da diese Trillerpfeifen in Räumen extrem laut sind, wenn man sie volle pulle bläst, würde das wie eine Art „Schock“ wirken.
In der Hoffnung das Dein Kommando „Hier“ zu ihm durch dringt und auch sofort mit Käse belohnt wird. Die weitere Lektion wäre daß das Pfeifen immer leiser werden kann, bis zu einem zischeln, welches Du dann auch ohne Pfeife erzeugen könntest.

Da ich Deinen Hund aber vom Wesen her nicht kenne, denke ich mal, man sollte diese Methode, beim erstenmal bekommt er bestimmt einen Schock, noch nicht anwenden. Weil er ja so schreckhaft war bzw. noch ist.
Aber du solltest sie Dir vorsorglich schon einmal besorgen. Kann man ja auch mit zum Fussbal nehmen :smile:

So nun schicke ich ein Stoßgebet zum Himmel und harre deiner Antworten… Ogott ogott :smile:

Grüße von der Jagdelster

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