Liebe Tierfreunde,
ich stehe vor einer wichtigen Entscheidung: Meine Freundin und ich würden uns sehr gerne einen Hund zulegen. Und zwar einen richtig großen.
Problem: wir leben in Hamburg in einer 70 m2 Altbauwohnung, ohne Garten und arbeiten beide in der Werbung! Was bedeutet, wir sind nicht so oft zu Hause. Ich könnte den Hund aber mit in die Agentur nehmen, er wäre also nicht alleine.
Ich weiß aber nicht, ob ich dem Hund damit einen Gefallen tue. Andererseits wollen wir auf jeden Fall einen Hund aus dem Tierheim holen und ihm ein liebevolles zu Hause bieten. Ist unser chaotischer Tagesablauf dann nicht besser als ein Leben im Tierheim?
Was meint Ihr??
Hund? Oder lieber nicht?
Gruß
Oli
Ich würde auf jeden Fall sagen, dass ihr euch einen Hund holen solltet! Wenn du ihn mit zur Arbeit nehmen kannst, ist das doch kein Problem, denn so ist er ja immer bei „Herrchen“, und das ist für den Hund ja das Allerschönste!! Dann kannst du ja in der Mittagspause mit ihm raus, oder so.
Für einen Hund aus dem Tierheim ist das immer noch besser als im Zwinger zu hocken, aber auch bei jedem anderen Hund wäre es sicher kein Problem! Ich finde es im Gegenteil sehr gut , wenn man den Hund mit zur Arbeit nimmt, vorausgesetzt, er kommt genügend raus (längere Spaziergänge kann man ja auch am Wochenende machen!).
Gruß, Galli
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Servus Oliver!
Wir haben seit 20 Jahren Hunde, jetzt unseren dritten, immer mittelgroße Mischlinge. Ich könnte mir ein Leben ohne Hund gar nicht mehr vorstellen.
Nur: Wir wohnen in einem eigenen Haus mit einem relativ großen Garten, einer von uns geht täglich mit dem Hund 1 -3 Stunden ins Gelände, er braucht kaum an die Leine genommen zu werden, weil wir fast allein unterwegs sind, der Hund ist nie länger als 4 Stunden allein im Haus - und das äußerst selten.
Liebe Tierfreunde,
ich stehe vor einer wichtigen Entscheidung: Meine Freundin und
ich würden uns sehr gerne einen Hund zulegen. Und zwar einen
richtig großen.
Rüde oder Weibchen, kastriert bzw. sterilisiert? Oder wollt ihr auch Welpen in Kauf nehmen bzw. einen lästigen Rüden, wenn läufige Hündinnen in der Gegend sind?
Große Hunde brauchen viel Platz, bringen bei schlechtem Wetter entsprechend mehr Schmutz (und Geruch…) mit, brauchen mehr Zeit für die Pflege…
Problem: wir leben in Hamburg in einer 70 m2 Altbauwohnung,
ohne Garten und arbeiten beide in der Werbung! Was bedeutet,
wir sind nicht so oft zu Hause. Ich könnte den Hund aber mit
in die Agentur nehmen, er wäre also nicht alleine.
Mögen die Kollegen in der Agentur Hunde? Hat der Hund Möglichkeit sich zu bewegen? Kannst du mit ihm jederzeit hinaus,und wohin, wenn er „muss“?
Ich weiß aber nicht, ob ich dem Hund damit einen Gefallen tue.
Ich glaube nicht.Große Hund brauchen einfach den Auslauf, und den nicht nur auf dem Asphalt!
Ihr müsstet euch halt eventuell für eine „ruhige“ Rasse entscheiden.
Andererseits wollen wir auf jeden Fall einen Hund aus dem
Tierheim holen und ihm ein liebevolles zu Hause bieten. Ist
unser chaotischer Tagesablauf dann nicht besser als ein Leben
im Tierheim?
Das kann sein.Aber beobachtet den Hund zuerst einmal, sonst könnte es sein, dass euer Tagesablauf chaotisch wird. Denn vor allem braucht er dann euch, eure Anwesenheit und Zuwendung, schaut auch auf das Alter - jüngere Hunde sind meistens lebhafter und brauchen mehr Bewegung, natürlich kommt es auch auf die Rasse bzw. die Mischung an.Jüngere sind aber leichter zu erziehen - und das ist besonders wichtig! Liebevoll, aber konsequent!
Vielleicht könnt ihr in Erfahrung bringen, wie es dem Hund vor dem Tierheim ergangen ist…
Noch eine Frage: Ist euer Auto „hundegeeignet“? Wie ist es im Urlaub, kann der Hund mit, habt ihr für diese Zeit jemanden, der ihn betreuen kann - viele Fragen, die ihr euch noch beantworten müsst…denn, den Hund wieder weggeben zu müssen, wäre für das Tier ein neuer Schmerz.
Was meint Ihr??
Wäre ich in eurer Situation, würde ich mir keinen Hund zulegen.
Ich kann eure Sehnsucht nach einem Tier sehr gut verstehen und es spricht für euch, dass ihr einen aus dem Tierheim nehmen wollt.Aber mit Hund ändert sich einiges in eurem Leben…vor allem auch in der Freizeit, die wird sich in vielen Dingen nach dem Hund richten müssen…
Hund? Oder lieber nicht?
Keine leichte Entscheidung! Vielleicht helfen euch meine Gedankengänge ein wenig dabei…
Liebe Grüße
Helene
Gruß
Oli
Hallo Oli,
ich glaub dir, dass das eine schwierige Entscheidung ist. Einerseits gerne ein Tier haben zu wollen, dann noch eins aus dem Tierheim „befreien“ und andererseits die alltäglichen Schwierigkeiten mit der Zeit! Ich stimme im wesentlichen den Gedanken von Helen zu. Du mußt 2 bis 3 Stunden täglich für den Hund einplanen. Es reicht halt nicht, ihn aus dem Tierheim rauszunehmen. Weiterhin mußt du bedenken, daß so ein Hund aufgrund seiner Vorgeschichte auch Verhaltens- oder sonstige Störungen haben kann, nicht muss. Auch dem mußt du durch viel Zuwendung und Aufmerksamkeit begegnen können. Mit Sicherheit aber wirsdt du den Hund nicht sofort mit ins Büro nehmen können. Er muß doch erst mal die neue Situation, dass er jetzt zu dir gehört, verarbeiten. Ansonsten wäre er völlig überfordert. – Und lange Spaziergänge am Wochenende reichen einfach nicht.
Es ist wirklich schwierig.
Mfg
Mechthild
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Denk einfach mal scharf nach, ob Dir als Hund das gefallen würde, in einem Büroraum liegen zu müssen!
Ihr solltet ganz schnell von egoistischen Motiven absehen und an das Tier denken.
Ich bin mit großen Hunden aufgewachsen (Barsois, russische Windhunde) und weiß, was es bedeutet und wie ein Hund leidet, wenn er nicht das tun kann, wozu er bestimmt ist. Je nach Rasse ist das natürlich unterschiedlich, aber was alle Hunde gemeinsam haben, ist der Spieltrieb, sie wollen rennen, nicht Computerluft schnuppern!
Gerade habe ich unseren Hund für drei Tage in Pflege, der sonst bei meiner Mutter auf dem Land lebt (Tür auf, Hund raus in den Wald, so läuft das dort) und ich sage Dir, es ist verflixt eine Arbeit, ihn ruhig zu bekommen, daß er nicht weint und jault, hier in Berlin im dritten Stock!
Wie fühlt sich ein Mensch nach einem Tag in einem künstlich beleuchteten Büro mit zu trockener Luft!!! Überleg mal, wie sich dann erst ein Hund mit Fell fühlen muß!!!
Gruß
Lea,
die Hunde liebt und auch gerne mit ihnen kuschelt, aber die nie vergißt, daß das Tier vom Menschen abhängig ist und dieser deshalb die VERANTWORTUNG dafür trägt, daß es artgerecht gehalten wird.
Sehe ich gar nicht so!
Ich muss meinen Vorrednerinnen teilweise widersprechen!!
Natürlich kommt es immer auf die Art des Hundes an, ob dieses Leben für ihn geeignet ist oder nicht! Ein älterer Hund eignet sich sicher besser als ein Welpe!
Dennoch halte ich es für eine gute Idee, den Hund mit zur Arbeit zu nehmen! Wir haben auch einen Hund daheim und der geht liebend gerne mit meinem Vater mit ins Büro. Wenn der Hund allein zu Hause wäre, würde er eh die ganze Zeit nur pennen, also wieso sollte er es nicht unter dem Bürotisch neben Herrchen tun??!!
Für den Hund gibt es doch nichts Schöneres!! Sicher braucht er Auslauf und Bewegung, keine Frage, aber es gibt ja auch die Mittagspause und den Feierabend, und wenn er in dieser Zeit ausgelastet wird (Rad fahren, Joggen, etc.), sehe ich da kein Problem! Ich halte es für sinnvoller, einen Hund mit zur Arbeit zu nehmen, in immer an der Seite zu haben, als ihm Raum und Zeit zu geben, die er allerdings allein verbringen muss.
Es gibt sicher den geeigneten Hund, der heilfroh ist, wenn er tagsüber neben seinem Herrchen dösen kann! Wo ist das Problem?
Man muss nicht meinen, der Hund müsste immer bewegt und gefordert werden!! Ältere Hunde schlafen viel und wollen ihre Ruhe haben! Und nach Feierabend, in den Pausen oder am Wochenende bleibt genug Zeit, ihn auszulasten! Sofern das gewährleistet ist, würde ich unbedingt zustimmen!!
Ich würde mich mit einem Tierheim in Verbindung setzen, die ganze Problematik schildern und mit den Leuten dort besprechen, welcher Hund am Besten geeignet ist!
Galli
Hallo Oliver,
ich denke ein Hund ist bei Eurer Lebenssituation nicht geeignet. Wie wäre es mit einer oder besser zwei Katzen? Sicher die Tiere sind grundverschieden in Ihrer Art. Aber Katzen können sich selbst beschäftigen und bleiben auch mal einen Tag allein.
Gruss Phyllis