Hund - Rudelführerproblem

Seid gegrüßt, Hundekenner!

Vor 10 Wochen hat uns - meinen Freund, meine Tochter und mich - bei einem Besuch im Tierheim eine 1jährige Chihuahua/Terrier-Mischlingshündin als neue Familie ausgesucht.

Das Tierchen (‚Strolch‘ aus dem Disney-Film frappierend ähnlich) hat sich gut eingelebt.
Sie ist anrührend lieb, gelehrig, zu meiner Freude recht pflegeleicht, und ich behaupte sogar: richtig glücklich.

Es könnte alles so schön sein, wenn nicht das Problem bestünde, dass sie offensichtlich mich als Alphatier betrachtet und kein anderes Familienmitglied an sich heranlässt.

Mir folgt sie wie ein Schatten, wohin ich auch gehe - ausnahmslos! Kein Schritt, den ich ohne sie tun kann, keine Bewegung, auf die sie nicht augenblicklich reagiert. Dass sie mir beim Auf-der-Couch-Sitzen nicht auch noch auf den Schoß krabbelt (sondern sich dicht neben mir zusammenrollt) ist auch so ziemlich alles …

Unterwegs benötige ich eigentlich keine Leine, sie kommt auf Zuruf (zumindest in 95 % aller Fälle, wenn sie gerade eine flüchtende Maus entdeckt hat und der hinterherjagt, wird’s schwieriger).
Selbst die Hundepfeife, die ich mir aus ‚Schallschutzgründen‘ zugelegt habe, weil ich oft bereits morgens um 5.00 h mit ihr unterwegs bin und durch mein Rufen niemanden stören will, hat sie sofort akzeptiert.

Freund, Tochter und Sohn (letztere ebenfalls erwachsen), die sich wirklich alle liebevoll und kontinuierlich um ihre Aufmerksamkeit und Zuwendung bemühen, bleiben chancenlos. Leckerchen aus deren ausgestreckter Hand werden nur seeehr vorsichtig und höchst zögerlich angenommen - wenn überhaupt!

Der Versuch, ihr das Halsband anzulegen, wird mit Knurren (ganz zu Anfang sogar mit Beißen) beantwortet.
Sie nimmt augenblicklich Reißaus, wenn einer der 3 sich ihr in freundschaftlicher Absicht nähert, sie lockt, sie anfassen, streicheln oder mit ihr spielen will.

Meinem Freund, der gestern allein mir ihr Gassi ging und sie auf ihrer Lieblings-Rennwiese erstmalig von der Leine ließ, ist sie ausgebüxt und den ganzen Weg zurück nach Hause gelaufen - sein Rufen und Pfeifen ignorierte sie komplett.

Alle bisher gestarteten Versuche, ihr auch die anderen Familienmitglieder als ‚gut Freund‘ mittels Leckerli-Fütterung ‚schmackhaft‘ zu machen, blieben ohne Erfolg.

Was, um alles in der Welt, muss ich, müssen die anderen tun, damit nicht ausschließlich ich der Mittelpunkt ihres Interesses bleibe? Das ist, bei aller Liebe zu diesem kleinen, unglaublich charmanten Wesen, auf Dauer echt anstrengend, ich wollte nämlich gar kein drittes Kind, sondern einen _Familien_hund …

Zu erwähnen bleibt noch, dass sie, wie so viele Straßenhunde, aus Spanien importiert und auf ein deutsches Tierheim verteilt wurde (was ich übrigens völlig daneben finde, aber das ist ein anderes Thema) UND dass sie - vermutlich ihren früheren Erfahrungen entsprechend - großgewachsene, breitschultrige Männer (wie z.B. Freund und Sohn) meidet wie die Pest. Eher ist sie wohl ein ‚Frauen-Hund‘, vor Mädels hat sie nämlich die wenigste Angst.

Könnte uns vielleicht jemand mit Kompetenz und Kenne weiterhelfen?

Für die Mühe des Antwortens danken im voraus

Birgitt, ‚Bommel‘ und der Rest des Clans :smile:

Hallo Birgitt :smile:

Ich bin zwar kein ausgesprochener Hunde"kenner", aber Besitzerin eines solchen :open_mouth:).

Es könnte alles so schön sein, wenn nicht das Problem
bestünde, dass sie offensichtlich mich als Alphatier
betrachtet

Es kann nur einen geben :open_mouth:). Sie hat sich in Dich verliebt und das wird sich nicht ändern - Du wirst wahrscheinlich immer ihr ein und alles bleiben.

und kein anderes Familienmitglied an sich
heranlässt.

Als Alphatier hast Du für die Rangordnung zu sorgen. Offensichtlich sieht sich Dein Neuzugang an zweiter Stelle. Sehr unschön, das. Du musst ihr zeigen, dass sie an letzter Stelle, nach Deinem Freund und Deinen Kindern steht. Wenn sie das begriffen hat, wird sie sich bei Deiner Abwesenheit automatisch dem nächstniedrigeren Rudelmitglied (nach Dir) zuwenden.

Dass sie
mir beim Auf-der-Couch-Sitzen nicht auch noch auf den Schoß
krabbelt (sondern sich dicht neben mir zusammenrollt) ist auch
so ziemlich alles …

Fange hier an. Schubse sie runter und lasse Deinen Freund sich neben Dir zusammenrollen :open_mouth:).
Sicher ist es nicht einfach - ich entnehme Deinem Posting, dass Du den Hund sehr ins Herz geschlossen hat, aber sie muss wissen wo sie steht.

Freund, Tochter und Sohn (letztere ebenfalls erwachsen), die
sich wirklich alle liebevoll und kontinuierlich um ihre
Aufmerksamkeit und Zuwendung bemühen, bleiben chancenlos.
Leckerchen aus deren ausgestreckter Hand werden nur seeehr
vorsichtig und höchst zögerlich angenommen - wenn überhaupt!

Sie sollten nicht um Aufmerksamkeit betteln, sondern sich wie ranghöhere Rudelmitglieder benehmen. Das heißt, auch wenn es albern klingt, jeder gibt Futter und nimmt es auch wieder weg (zur Not unter Deiner Aufsicht) wenn sie aufmuckt scharf verweisen, ebenso sollten sie zuerst durch jede Tür gehen, sich auf ihrem Lieblingsplatz niederlassen - Unterordnung praktizieren. Leckerchen gibt es nur, wenn sie einen Befehl gut ausgeführt hat, beispielsweise „Sitz“, „Platz“ im Haus, „Komm“ unterwegs.

Der Versuch, ihr das Halsband anzulegen, wird mit Knurren
(ganz zu Anfang sogar mit Beißen) beantwortet.

Dazu hat sie kein Recht. Unterbinde dies.

Sie nimmt augenblicklich Reißaus, wenn einer der 3 sich ihr in
freundschaftlicher Absicht nähert, sie lockt, sie anfassen,
streicheln oder mit ihr spielen will.

Mit Schüchternheit oder Angst scheint das imho nichts zu tun zu haben. Sie hält wohl einfach für was Besseres :open_mouth:).

Was, um alles in der Welt, muss ich, müssen die anderen tun,
damit nicht ausschließlich ich der Mittelpunkt ihres
Interesses bleibe?

Siehe oben.

Wenn sie sehr viel Selbstvertrauen hat, dann könnte eine Unterwerfung im wörtlichen Sinne nötig sein.

Sicher wäre es gut, wenn Du eine Hundeschule Deines Vertrauens aufsuchst und Dir dort weitere Tipps holst.

Es gibt allerdings auch Hunde, die nur einen Herrn akzeptieren. Aber erstmal abwarten und… Erziehung praktizieren.

Viel Erfolg und Geduld mit Deiner Spaniererin :smile:

Grüße
Eva

Hallöchen, Birgitt:smile:

Es scheint wohl so zu sein, dass deine Kleine, die aus ihrer Biographie gröbere (Verlust)Ängste und schlechte Erlebnisse mitgenommen hat, zu all dem auch noch unbestechlich ist…*lächel*.

In dem sie nur eine Person als Rudelführer akzeptiert, macht sie sich zur *Bestimmerin* über das Rudel, also quasi selbst zum Alphatier. Durch *Unterwürfigkeitsgesten* (Leckerli) der anderen Rudelmitglieder wird sie darin auch noch bestärkt.
Meiner Meinung nach hilft dagegen nur die *harte Hand* - und damit meine ich natürlich absolut nicht Handgreiflichkeiten! Sondern das konsequente Bestehen auf der Einhaltung des Gelernten auch bei den anderen Familienmitgliedern! Wenn ihr gemeinsam spazieren geht, wird sie abwechselnd von allen geführt (und vorläufig nicht von der Leine gelassen), alle Gehorsamkeitsübungen müssen ebenfalls von euch allen absolviert werden (und zwar immer nur eine Übung - aber die von deinem Freund, deinen Kindern und am Schluss von dir)
Wenn das *familientechnisch* möglich ist, solltest du dich ihr immer wieder entziehen. Gassigehen gibts nur mit Freund oder Kindern, mach hinter dir die Türen zu (auch wenns dabei Hundetränen gibt:smile:), Fressen bekommt sie auch immer von wem anderen. Wenn du so willst, ist die Tatsache, dass du dann doch immer wieder *da* bist, das Leckerli für sie:smile:

Wenn sie Angstsymptome vor den anderen Familienmitglidern zeigt, die jeweilige Aktion abbrechen und den Hund in Ruhe lassen - nicht knuddeln oder gar mit Leckerli in seiner Angst bestärken. Wenn sie sich beruhigt hat, kommentarlos wieder von vorne anfangen.

Da sie jung ist, und vermutlich ein Vifzack…*g* - schliesslich hat sie sich ja dich ausgesucht:smile: - wird sie irgendwann mal begreifen, dass das Rudel zusammengehört!
Viel Glück, Konsequenz und Liebe für Bommel und einen lieben Gruss an euch!
jenny

Hallo Birgitt,

Es könnte alles so schön sein, wenn nicht das Problem
bestünde, dass sie offensichtlich mich als Alphatier
betrachtet und kein anderes Familienmitglied an sich
heranlässt.

Mir folgt sie wie ein Schatten, wohin ich auch gehe -
ausnahmslos! Kein Schritt, den ich ohne sie tun kann, keine
Bewegung, auf die sie nicht augenblicklich reagiert. Dass sie
mir beim Auf-der-Couch-Sitzen nicht auch noch auf den Schoß
krabbelt (sondern sich dicht neben mir zusammenrollt) ist auch
so ziemlich alles …

Das hört sich für mich eher danach an, als würde sie SICH als das uneingeschränkte Alphatier sehen. Nur Alphatiere dürfen erhöht sitzen, Alphatiere sind dafür verantwortlich, was ihre Welpen tun und müssen ihnen darum immer hinterherlaufen, könnte es nicht sein, dass die Rollen bei euch eigentlich so herum verteilt sind?

Freund, Tochter und Sohn (letztere ebenfalls erwachsen), die
sich wirklich alle liebevoll und kontinuierlich um ihre
Aufmerksamkeit und Zuwendung bemühen, bleiben chancenlos.

Auch hier, wer muss im Rudel um Aufmerksamkeit buhlen? Welpen oder Alphatiere?

Alle bisher gestarteten Versuche, ihr auch die anderen
Familienmitglieder als ‚gut Freund‘ mittels Leckerli-Fütterung
‚schmackhaft‘ zu machen, blieben ohne Erfolg.

Ich würde sie ihr auch nicht als ‚gut Freund‘ vermitteln, sondern als Alphatiere, die sie ihr gegenüber sein sollten, damit der Umgang zwischen Mensch und Hund unkompliziert, ungefährlich und verlässlich funktioniert.
Verhaltensweisen von Alphatieren, die ihr (alle) euch aneignen könntet, sind:

  • beim Wiedersehen werden die Alphatiere von den Welpen begrüßt, nicht umgekehrt! (Was passiert bei euch, wenn eine/r zur Tür reinkommt und den Hund wiedersieht?) Zu einer „alphatiergemäßen“ Begrüßung gehört auch, den Hund weder anzusehen noch anzusprechen. Nach ein paar Minuten ist dann alles „erlaubt“.
  • Alphatiere essen zuerst. Beim Füttern (und das sollen ruhig auch die anderen Familienmitglieder machen) könnt ihr sie zusehen lassen, wie das Futter in den Napf wandert, legt euch davor z.b. einen Keks bereit, der dann quasi aus ihrem Napf kommt, und esst ihn vor ihr. Sie darf erst dann ans Futter, wenn ihr, die Alphatiere, fertig seid. Essen vom Tisch gibts gar nicht. Ebensowenig sollte allzeit Essen bereit stehen, auch etwas, das nur Alphatiere haben, Essensvorräte.
  • Alphatiere erkunden neue Umgebungen zuerst und bieten dem Rudel damit Sicherheit. Wer geht beim Spaziergang zuerst aus der Haustür?

Vielleicht helfen euch die Gedanken etwas.
Liebe Grüße,
Anna

Kein Rudelführerproblem!
Hallo Birgitt!

Vor 10 Wochen hat uns - meinen Freund, meine Tochter und mich

  • bei einem Besuch im Tierheim eine 1jährige
    Chihuahua/Terrier-Mischlingshündin als neue Familie
    ausgesucht.

Erstmal: Glückwunsch! :smile:

Ich habe selbst einen Spanier - wenn auch am anderen Ende der Größenskala -, und zwar einen ängstlichen, der schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Es könnte alles so schön sein, wenn nicht das Problem
bestünde, dass sie offensichtlich mich als Alphatier
betrachtet und kein anderes Familienmitglied an sich
heranlässt.

Mir folgt sie wie ein Schatten, wohin ich auch gehe -
ausnahmslos! Kein Schritt, den ich ohne sie tun kann, keine
Bewegung, auf die sie nicht augenblicklich reagiert.

Erstmal vorneweg: In einem Rudel ist es keineswegs so, dass die anderen Tiere ständig am Alphatier kleben, u.a. deswegen halte ich dieses Verhalten nicht für ein Rangordnungszeichen.
Meiner Meinung nach zeigt sich hier bei ihr erst einmal ein insbesondere bei südlichen Hunden häufig auftretendes Phänomen: Sie hat Schiß, dass du wieder weg sein könntest. Denk mal dran: Sie war in Spanien im Rudel unterwegs, kein Mensch hat sich um sie gekümmert, dann wird sie in einen Transporter verfrachtet, im Tierheim geparkt, dort verschwinden die Menschen auch immer wieder, und nun soll sie innerhalb kürzester Zeit (10 Wochen sind nichts!) plötzlich die Sicherheit fühlen, dass du nicht wieder verschwinden wirst? Woher soll sie die gewinnen? Da hilft nur Zeit. Das wird noch dauern. Den 12 Monaten andersartiger Erfahrung muss erst einmal etwas Neues entgegengesetzt werden.

Dass sie
mir beim Auf-der-Couch-Sitzen nicht auch noch auf den Schoß
krabbelt (sondern sich dicht neben mir zusammenrollt) ist auch
so ziemlich alles …

Apropos auf der Couch sitzen: Meiner darf das auch. Allerdings nur, weil er überhaupt keine dominanten Bestrebungen hat. Auf gleichem Level mit dem Besitzer zu sitzen, ist nicht generell problematisch, sondern kann bei bestimmten Hundeindividuen problematisch werden. Wäre mein Hund so drauf wie der sehr dominante Husky-Malamute-DSH-Mix von Freunden, dann käme er auch nicht auf die Couch.

Körperkontakt mit ihrem Menschen ist besonders im Anfang sehr wichtig für sie, weil es ihr subjektives Sicherheitsgefühl verstärkt und außerdem die Bindung stärkt.

Unterwegs benötige ich eigentlich keine Leine, sie kommt auf
Zuruf (zumindest in 95 % aller Fälle, wenn sie gerade eine
flüchtende Maus entdeckt hat und der hinterherjagt, wird’s
schwieriger).

Das wird sich noch ändern. Warte mal, bis sie an Selbstvertrauen gewonnen hat. :wink:

Selbst die Hundepfeife, die ich mir aus ‚Schallschutzgründen‘
zugelegt habe, weil ich oft bereits morgens um 5.00 h mit ihr
unterwegs bin und durch mein Rufen niemanden stören will, hat
sie sofort akzeptiert.

Super!

Freund, Tochter und Sohn (letztere ebenfalls erwachsen), die
sich wirklich alle liebevoll und kontinuierlich um ihre
Aufmerksamkeit und Zuwendung bemühen, bleiben chancenlos.
Leckerchen aus deren ausgestreckter Hand werden nur seeehr
vorsichtig und höchst zögerlich angenommen - wenn überhaupt!

Das ist doch ein recht klares Zeichen für Unsicherheit und Angst.

Der Versuch, ihr das Halsband anzulegen, wird mit Knurren
(ganz zu Anfang sogar mit Beißen) beantwortet.

Ich tippe auf eine Reaktion aus Angst heraus.

Sie nimmt augenblicklich Reißaus, wenn einer der 3 sich ihr in
freundschaftlicher Absicht nähert, sie lockt, sie anfassen,
streicheln oder mit ihr spielen will.

Siehe unten.

Meinem Freund, der gestern allein mir ihr Gassi ging und sie
auf ihrer Lieblings-Rennwiese erstmalig von der Leine ließ,
ist sie ausgebüxt und den ganzen Weg zurück nach Hause
gelaufen - sein Rufen und Pfeifen ignorierte sie komplett.

Du bist ja anscheinend ihr sicherer Hafen, klar büxt sie dann aus, um nur ganz schnell wieder an „Mamas Rockschößen“ zu hängen.

Alle bisher gestarteten Versuche, ihr auch die anderen
Familienmitglieder als ‚gut Freund‘ mittels Leckerli-Fütterung
‚schmackhaft‘ zu machen, blieben ohne Erfolg.

Macht damit weiter! Es wird zwar dauern, aber früher oder später wird sie dafür empfänglicher werden.

Was, um alles in der Welt, muss ich, müssen die anderen tun,
damit nicht ausschließlich ich der Mittelpunkt ihres
Interesses bleibe? Das ist, bei aller Liebe zu diesem kleinen,
unglaublich charmanten Wesen, auf Dauer echt anstrengend, ich
wollte nämlich gar kein drittes Kind, sondern einen
_Familien_hund …

Tja, kann ich gut nachvollziehen. Manchmal könnte ich meinen strubbeligen Angsthasen hier auch *****. Aber was du vor allem brauchst sind: Geduld, Zeit und eine dicke Portion Humor. Ihr habt euch nun mal „leider“ einen Hund mit nicht den allerbesten Erfahrungen im Leben zugelegt. Sie wird sich entwickeln, rechne aber lieber mal mit Monaten.

Zu erwähnen bleibt noch, dass sie, wie so viele Straßenhunde,
aus Spanien importiert und auf ein deutsches Tierheim verteilt
wurde (was ich übrigens völlig daneben finde, aber das ist ein
anderes Thema) UND dass sie - vermutlich ihren früheren
Erfahrungen entsprechend - großgewachsene, breitschultrige
Männer (wie z.B. Freund und Sohn) meidet wie die Pest. Eher
ist sie wohl ein ‚Frauen-Hund‘, vor Mädels hat sie nämlich die
wenigste Angst.

Kenne ich von meinem. Er wurde von seinem Ex-Besitzer geschlagen und Männer sind ihm sehr suspekt. Kinder sind allerdings noch schlimmer. Aber auch bei meinem zeigen sich Fortschritt, die Distanzen werden kürzer, die Reaktionen sind nicht mehr ganz so panisch.

Könnte uns vielleicht jemand mit Kompetenz und Kenne
weiterhelfen?

Als Straßenhund müsste sie doch angenehmerweise vollkommen rudeltauglich sein. Geht ihr mit ihr auf die Hundewiese und trefft ganz viele andere Hunde und ihre BesitzerInnen? Das würde ich euch dringendst empfehlen! Zum einen ist es so oder so gut für den Hund und zum zweiten wird sie hier wohl am schnellsten lernen, dass man auch anderen Menschen vertrauen kann. Besonders Hunde, die im Rudel groß geworden sind, entspannen sich auch am ehesten wieder in einem Rudel. Außerdem kann sie dort dann von den anderen Hunden abschauen, wie vertrauensvoll diese mit ihren Menschen umgehen.

Auf unserer Hundewiese gehört es eigentlich zu den Regeln, andere Hunde keine Leckerchen zu geben. Meiner hat eine Ausnahmeerlaubnis aus therapeutischen Gründen und es hat gut gewirkt. Inzwischen nimmt er auf der Wiese auch von Männern Leckerchen an und einen speziellen Mann hat er sich sogar als Liebling auserkoren und rennt mit Begeisterung über die halbe Wiese zu ihm, wenn er ihn sieht.

Außerhalb der Wiese, die er als sicher und angenehm empfindet, ist das Mißtrauen noch größer. Aber auch das wird sich legen.

Zuhause habe ich den Bewegungsspielraum, den mein Hund hat, wenn wir Besuch haben, immer mehr eingegrenzt. Am Anfang durfte er sich noch in das am weitest vom Besuch weg gelegene Zimmer zurückziehen, später wurden dann mehr und mehr Türen geschlossen und schlußendlich musste er es „ertragen“, mit dem Besuch im selben Zimmer zu bleiben.
Am Anfang bekamen Besucher auch die Anweisung, ihn zu ignorieren, damit er sich nicht bedroht fühlt. Nach und nach „durften“ sie ihn dann auch in der Hocke, leicht abgewandt sitzend und ihn dabei nicht anschauend (Signal: Ich tu dir nichts!) ansprechen und ihm ein Leckerchen hinhalten. Später wurden Leckerchenspuren bis zum Besuch gelegt, sodass er sich von selbst immer ein bischen weiter näherte. Schlußendlich lagen die Leckerchen dann auf dem Knie des sitzenden Besuchs oder zu seinen Füßen wurde ein Napf mit dem absoluten Lieblingsleckerchen Thunfisch (da fahren fast alles Südländer drauf ab) hingestellt.

Viel Erfolg!

Christiane

Boahh!
DAS sind ja mal Antworten! :smile:

Hallo Eva, Jenny, Anna und Christiane,

beim Studium eurer dankenswert ausführlichen Postings ist mir aufgegangen, dass ich bislang ausschließlich die ‚softe‘ Schiene gefahren bin. Mir wurde bewusst, dass ich mich noch bis zum heutigen Tage in der Beschützerrolle befinde (das arme, arme Heim-Tier! Sie muss ja erst einmal lernen, dass hier alle gut zu ihr sind … usw. ) und deshalb wahrscheinlich oftmals doch zu nachsichtig bzw. zu fürsorglich bin, anstatt ihr mit festerer Hand (ich verstehe, was du meinst, Jenny! :smile: ihren Platz innerhalb der Familie zuzuweisen.

Christianes Beschreibungen hingegen entsprechen, das muss ich zugeben, sehr meinen innersten Empfindungen.

Ja, sie lässt mir oft das Herzchen schmelzen, da ich ihr vermeintlich abweisendes Verhalten meinen Leuten gegenüber ausnahmslos als Ängstlichkeit, Schüchtern- und Unsicherheit interpretiere (mein Freund sieht das übrigens genauso) und nicht etwa als Machtgehabe.
Es hat stets den Anschein, als möchte sie sich wohl gern der lockenden Freund/Sohn/Tochter-Hand nähern, traut sich aber nicht.

Selbstvertrauen legt sie tatsächlich an den Tag - allerdings, wenn ich es richtig deute, nur mir gegenüber, oder wie erklärt sich ihr allabendlich ausbrechender Spieltrieb, der ausschließlich darin besteht, mir (vorsichtig!) in Hände und Unterarme zu beißen und herausfordernd an meinem Pullover zu knabbbern und zu zupfen? Je länger das Spiel dauert (und 5 Minuten lang lasse ich mich da schon erweichen :wink:, desto ausgelassener wird sie, dann kann’s schon mal passieren, dass sie ‚bedrohlich‘ knurrt wie es Hunde im Scheinkampf mit ihresgleichen tun.
Ein energisches „Genug!“ reicht allerdings aus, um das Spiel augenblicklich zu beenden.

Aber auch hier wieder: Toben, Kalbern NUR mit mir und NUR wie oben beschrieben! Bälle, Ringe, ‚Beutetiere‘ wie verknotete Socken, Tücher o.ä. findet sie todlangweilig und weiß überhaupt nichts damit anzufangen.
Stöckchenwerfen unterwegs, worauf doch jeder Hund eigentlich grelle ist, kann sogar gefährlich werden, weil allein die Werfbewegung, das Ausholen des Arms (wie zum Schlag?), bei ihr Fluchtreaktionen hervorruft.

Wie Christiane schon vermutete, verhält sie sich anderen Hunden (glücklicherweise auch Kindern!) gegenüber vorbildlich, und ich lasse natürlich keine Gelegenheit zum Kontakt mit Artgenossen aus. Bis jetzt ist sie noch nie aggressiv geworden, im Gegenteil: ihr Interesse an fremden Vierbeinern erlahmt recht schnell und geht über kurzes Beschnuppern mit 2minütigem Herumspielen und -toben nicht hinaus.

Hundeschule habe ich bislang noch gar nicht in Betracht gezogen, was aber wohl wirklich ansteht, wenn sich in absehbarer Zeit nichts verändert. Wiese für regelmäßige Sozialkontakte ist eine hervorragende Idee!

Interessanterweise gleichen sich Evas, Jennys und Annas Antworten inhaltlich sehr - Tenor ‚feste Hand‘ -, nur Christiane plädiert für eine ‚Spanier-Sonderbehandlung‘ mit viel Nachsicht und noch mehr Geduld. Wahrscheinlich muss ich mich irgendwie an der Mitte orientieren, um die augenblickliche Situation zufriedenstellend zu verändern, besternenswert hilfreich fand ich sie jedenfalls alle!

Seid ganz herzlich bedankt für eure Mühe, die wertvollen Informationen und nicht zuletzt auch die guten Wünsche! :smile:

Lieben Gruß,

Birgitt

vorsicht, lang:smile:
Servus, Birgitt:smile:

noch ein paar gedanken…

Es hat stets den Anschein, als möchte sie sich wohl
gern der lockenden Freund/Sohn/Tochter-Hand nähern,
traut sich aber nicht.

Vielleicht brecht ihr den vertrauensversuch auch zu früh ab …DU bist zu schnell zur stelle…oder aber - und das sollte man nicht unterschätzen…die enttäuschung, dass der hund freund/sohn/tochter wieder mal abgelehnt hat…spürt der hund. Er merkt zwar, dass er was *falsch* macht, kann aber noch nicht anders…dazu fehlt ihm noch vertrauen. Ihr habt ihn ja erst so kurze zeit!

der
ausschließlich darin besteht, mir (vorsichtig!) in Hände und
Unterarme zu beißen und herausfordernd an meinem Pullover zu
knabbbern und zu zupfen? Je länger das Spiel dauert (und 5
Minuten lang lasse ich mich da schon erweichen :wink:, desto
ausgelassener wird sie, dann kann’s schon mal passieren, dass
sie ‚bedrohlich‘ knurrt wie es Hunde im Scheinkampf mit
ihresgleichen tun.

sie tastet ihr revier ab…und das ist auch okay so…das soll sie tun!

Ein energisches „Genug!“ reicht allerdings aus, um das Spiel
augenblicklich zu beenden.

so soll es sein…aber ideal wäre, wenn sie auch mit den anderen spielte und dann ebenso folgte.

Bälle, Ringe, ‚Beutetiere‘ wie verknotete
Socken, Tücher o.ä. findet sie todlangweilig und weiß
überhaupt nichts damit anzufangen.

Hunde, die nicht von frühester jugend an ans *Spielen* (was wir menschen halt darunter verstehen) gewöhnt sind, lernen es oft ihr leben lang nicht mehr.

Stöckchenwerfen unterwegs, worauf doch jeder Hund eigentlich
grelle ist, kann sogar gefährlich werden, weil allein die
Werfbewegung, das Ausholen des Arms (wie zum Schlag?)

genau das…die hündin, die ich vor meinem jetzigen LAH hatte, reagierte zeit ihres lebens so…eine schnelle armbewegung von mir nach oben bedeutete für sie wohl *jetzt kommt ein schlag* und obwohl sie im laufe ihres lebens gelernt hat, dass da nie gefahr drohte, blieb dennoch ein kurzer blick nach oben und ein kaum merkbares (ausser für mich) zusammenzucken.

Letztendlich ist ja auch nichts schlimmes dabei, wenn sich ein hund an einen menschen mehr anschliesst, als an andere…nur sollten die *hundesozialen* grenzen, bzw. rangordnungen eingefordert werden!
Und es darf nie soweit kommen, dass der hund andere familienmitglieder ablehnt oder ihnen sogar feindlich gegenübertritt.

Alles, was du schreibst, deutet aber darauf hin, dass ihr alle das kerlchen so lieb habt und euch soviel mit ihr beschäftigt, dass ich denke, ihr werdet auch die geduld und die liebe aufbringen, die Bommel nötig hat. Mein letzter *strassenköter* hat fast zwei jahre gebraucht und ich war am verzweifeln - und dann ging ihm, oder mir, oder uns beiden, von einem tag auf den anderen der knopf auf, und wir wurden ein glückliches paar…und als mein freund dann auch wieder im gemeinsamen bett schlafen durfte, waren alle krisen überwunden…*grinzz*
Lieben Gruss aus Wien, jenny

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Noch einmal hallo Birgitt!

beim Studium eurer dankenswert ausführlichen Postings ist mir
aufgegangen, dass ich bislang ausschließlich die ‚softe‘
Schiene gefahren bin. Mir wurde bewusst, dass ich mich noch
bis zum heutigen Tage in der Beschützerrolle befinde (das
arme, arme Heim-Tier! Sie muss ja erst einmal lernen, dass
hier alle gut zu ihr sind …
usw. ) und deshalb
wahrscheinlich oftmals doch zu nachsichtig bzw. zu fürsorglich
bin, anstatt ihr mit festerer Hand (ich verstehe, was du
meinst, Jenny! :smile: ihren Platz innerhalb der Familie
zuzuweisen.

Noch einmal kurz als Ergänzung: Einfühlungsvermögen in den Hund ist nötig, Mitleid hilft jedoch niemandem weiter. Auch wenn’s manchmal noch so schwer fällt.

Christianes Beschreibungen hingegen entsprechen, das muss ich
zugeben, sehr meinen innersten Empfindungen.

Ja, sie lässt mir oft das Herzchen schmelzen, da ich ihr
vermeintlich abweisendes Verhalten meinen Leuten gegenüber
ausnahmslos als Ängstlichkeit, Schüchtern- und Unsicherheit
interpretiere (mein Freund sieht das übrigens genauso) und
nicht etwa als Machtgehabe.

Was sie braucht sind Konsequenz und feste Regeln, sie helfen ihr auch, sich zu orientieren. Allerdings muss man schon sehr genau hinschauen, in welchem Zusammenhang manche Reaktionen stehen. Jeder Hund ist anders und was für A, B und C richtig ist, kann bei D daneben hauen.

Es hat stets den Anschein, als möchte sie sich wohl
gern der lockenden Freund/Sohn/Tochter-Hand nähern,
traut sich aber nicht.

Auch das kenne ich von meinem. Der einzige Unterschied: Meiner hat Menschen gegenüber nie in die Luft geschnappt oder geknurrt. Er zieht sich zurück, will sich klein machen, verkriechen, abhauen.

Apropos Aggression: Dem Hund sollte schon verdeutlicht werden, dass das nicht okay ist! Aber: Entgegen verbreiteter Annahmen ist nur der geringste Teil der Hunde, die manchmal oder öfter aggressiv reagieren, dominant-aggressiv.

Aber auch hier wieder: Toben, Kalbern NUR mit mir und NUR wie
oben beschrieben! Bälle, Ringe, ‚Beutetiere‘ wie verknotete
Socken, Tücher o.ä. findet sie todlangweilig und weiß
überhaupt nichts damit anzufangen.

Ich halte es für wahrscheinlicher, dass sie nichts damit anfangen kann, denn sie wird es nie kennengelernt haben. Auch da könnten andere Hunde ein Vorbild zum Abgucken sein. Ich exerziere das gerade mit einer Pflegehündin durch, der zwei Tage die Wochen bei uns ist. Wenn ich mit ihr spiele und zerre, steht meiner erstaunt daneben, kommt aber inzwischen schon ein bisschen heran und will mitmachen. Das dauert dann zwar nur ein paar Sekunden, aber es ist ein Anfang.

Stöckchenwerfen unterwegs, worauf doch jeder Hund eigentlich
grelle ist, kann sogar gefährlich werden, weil allein die
Werfbewegung, das Ausholen des Arms (wie zum Schlag?), bei ihr
Fluchtreaktionen hervorruft.

Das wird sich legen. Der meinige hat sich dann spontan zusammengekrümmt und zu Boden gedrückt. Das tritt inzwischen aber auch nur noch sporadisch auf.

Wie Christiane schon vermutete, verhält sie sich anderen
Hunden (glücklicherweise auch Kindern!) gegenüber vorbildlich,
und ich lasse natürlich keine Gelegenheit zum Kontakt mit
Artgenossen aus. Bis jetzt ist sie noch nie aggressiv
geworden, im Gegenteil: ihr Interesse an fremden Vierbeinern
erlahmt recht schnell und geht über kurzes Beschnuppern mit
2minütigem Herumspielen und -toben nicht hinaus.

Auch hier vermute ich noch Wandlungen, insbesondere, wenn sie regelmäßig auf immer dieselben Hunde trifft. Meiner war anfangs sehr zurückhaltend, behauptet seine Stellung im Spielrudel inzwischen allerdings schon ziemlich gut und zeigt auch hier mehr und mehr Selbstbewußtsein.
Nur wer sich sicher fühlt, zeigt Spielverhalten!

Hundeschule habe ich bislang noch gar nicht in Betracht
gezogen, was aber wohl wirklich ansteht, wenn sich in
absehbarer Zeit nichts verändert.

Ich würde auf jeden Fall zur Hundeschule gehen, da ihr dort einige gute Tipps erhalten könnt, gemeinsames Üben und Lernen die Bindung stärkt und ihr außerdem bei einer guten Trainerin auch mal moralischen Beistand erhaltet.
Allerdings würde ich euch raten, euch gut umzuschauen. Es sollte schon jemand sein, der auf die speziellen Bedürfnisse eines ängstlichen Hundes eingehen kann. Bei einem falschen Herangang lässt sich einiges kaputt machen.

Wiese für regelmäßige
Sozialkontakte ist eine hervorragende Idee!

Interessanterweise gleichen sich Evas, Jennys und Annas
Antworten inhaltlich sehr - Tenor ‚feste Hand‘ -, nur
Christiane plädiert für eine ‚Spanier-Sonderbehandlung‘ mit
viel Nachsicht und noch mehr Geduld.

Viel Geduld und Verständnis wäre eher das, wie ich es formulieren möchte. Nachsicht nur bedingt, denn Verstöße gegen aufgestellte Regeln müssen auch als solche behandelt werden, sonst weiß sie ja auch gar nicht, woran sie ist.

Wahrscheinlich muss ich
mich irgendwie an der Mitte orientieren, um die
augenblickliche Situation zufriedenstellend zu verändern,
besternenswert hilfreich fand ich sie jedenfalls alle!

Danke! :smile: Du wirst euren Hund mit der Zeit ja auch immer besser kennenlernen und sie besser „lesen“ können.

Seid ganz herzlich bedankt für eure Mühe, die wertvollen
Informationen und nicht zuletzt auch die guten Wünsche! :smile:

Noch ein Tipp: Dein Mann oder eines deiner Kinder könnten sie auch mit der Hand füttern, und zwar für eine Weile ausschließlich. Auch das stärkt Vertrauen und die Bindung. Sollte sie das erste Mal auf diese Weise kein Futter annehmen wollen: Futter wieder wegstellen, bis zur nächsten Fütterungszeit warten, neuer Versuch. Irgendwann wird sie so hungrig sein, dass sie frißt und dann so langsam neue Verknüpfungen herstellt: Mann gibt Futter -> Mann ist nett.
Ach ja und falls du dir Sorgen machen solltest: So schnell verhungert ein Hund nicht! :smile:

Grüße,
Christiane

Servus, Christiane:smile:

Noch ein Tipp: Dein Mann oder eines deiner Kinder könnten sie
auch mit der Hand füttern, und zwar für eine Weile
ausschließlich. Auch das stärkt Vertrauen und die Bindung.
Sollte sie das erste Mal auf diese Weise kein Futter annehmen
wollen: Futter wieder wegstellen, bis zur nächsten
Fütterungszeit warten, neuer Versuch. Irgendwann wird sie so
hungrig sein, dass sie frißt und dann so langsam neue
Verknüpfungen herstellt: Mann gibt Futter -> Mann ist nett.
Ach ja und falls du dir Sorgen machen solltest: So schnell
verhungert ein Hund nicht! :smile:

alleine dafür ein *:smile:
lieben gruss aus Wien, jenny

Hallo Jenny!

Ach ja und falls du dir Sorgen machen solltest: So schnell
verhungert ein Hund nicht! :smile:

alleine dafür ein *:smile:

*lach* Danke! … und ich weiß, wovon ich rede: Meiner hat so tierische Angst vorm Autofahren, dass ich angefangen habe, ihn im Auto zu füttern. Vorhin hat er endlich gefressen, aber es hat geschlagene 36 Stunden gedauert, bevor der Hunger die Nervosität im Auto besiegt hat. Es waren auch für mich seeehr lange 36 Stunden!

Eine gute Woche!
Christiane

Off topic: Hunde aus dem Ausland
Hallo,

Zu erwähnen bleibt noch, dass sie, wie so viele Straßenhunde,
aus Spanien importiert und auf ein deutsches Tierheim verteilt
wurde (was ich übrigens völlig daneben finde, aber das ist ein
anderes Thema)

Dazu eine kurze Anmerkung: klar ist es nicht so toll, wahllos irgendwelche Hunde aus dem Ausland zu importieren, damit sie dann hier die Tierheime bevölkern. Was aber nicht jedem klar ist: viele Tierheime, die Auslandstiere vermitteln, leben sozusagen davon. Die leicht vermittelbaren, kleinen und mittelgroßen ehemaligen Straßenhunde finanzieren mit ihren Schutzgebühren das Durchfüttern bzw. den langwierigen Vermittlungsaufwand der Ladenhüter (schwarze Hunde, alte Hunde, sogenannte Kampfhunde) und der Unvermittelbaren.

Wenn die Spanier, Italiener und Ungarn nicht wären, könnte so manches deutsche Tierheim dicht machen.

Gruß,

Myriam

ein bisserl ot
Servus, Christiane:smile:

Meiner hat so
tierische Angst vorm Autofahren, dass ich angefangen habe, ihn
im Auto zu füttern.

Irgendwie ist es schon zum Lachen, was wir alle so für (Psycho-)Tricks draufhaben - oder kriegen…*g* - um unsere Kameraden bei Laune zu halten, ihnen ihre Ängste zu nehmen und sie zu ihrem Besten zu überlisten…
Für meinen, der zwar gerne Auto fährt, aber lange Zeit nicht gerne einstieg , bin ich stundenlang immer wieder zum Vergnügen der Vorbeigehenden auf der Ladefläche meines Autos gesessen, Leckerlis im Maul…ähh, in der Hand, Locktöne ausstossend - vergeblich. Jetzt liegt er seit Jahren problemlos im Beifahrer-Fussraum und der Mann sitzt auf der Ladefläche…*G*…neinnein, schon auf der Rückbank!
Schönen Tag dir:smile:
lg.jenny