Hund schwer krank

Also es geht um einen Jack-Russel-Mix fast 12 Jahre alt,weiblich.Im April 07` musste meine kleine sich einer Total-Op unterziehen lassen - Diagnose Krebs.
Die Narkose hatte sie nur schwer verkraftet,wollte einfach nicht wach werden,musste eine Gegenspritze bekommen.
Jetzt die neue Hiobsbotschaft,meine kleine hat ein Mammakarzinom(Brustkrebs).Ich habe sie nicht operieren lassen,aus Angst sie wird nicht mehr wach.Jetzt nach 2 Monaten ist der Tumor so gewachsen,dass sich die Bauchdecke ziemlich nach aussen dehnt.Der Tumor erstreckt sich mittlerweile von der Mitte des Bauches bis hinter zum Genitalbereich.Sie frißt normal,aber trinkt Unmengen an Wasser(hinzu kommt ein Nierenleiden)was festgestellt wurde.Spazieren gehen will sie überhaupt nicht mehr,ich habe Glück wenn sie bis vor die Tür zum pullern geht.Jetzt passiert es immer öfters das sie in die Wohnung pullert.
Ich war jetzt bei drei TÄ und die haben alle das gleiche gesagt.Entweder wird es auf Nierenversagen,Lungenversagen herauslaufen oder aber der Tumor ist so gewachsen das die Bauchdecke irgendwann aufgehen wird.Ich bin total verzweifelt,weiss nicht mehr ein noch aus.Ich habe mit allen TÄ offen gesprochen und ihnen erklärt,dass ich meinen Hund auf gar keinen Fall irgenwelchen Qualen aussetzen möchte und es besser wäre sie zu erlösen.
Aber anscheinend muss ich meine kleine ersticken,vergiften oder verbluten lassen.Ich selber bin Altenpflegerin und weiß was Leid bedeutet oder bedeuten kann.Denke ich denn so falsch?Bin ich deswegen ein Unmensch oder nicht tierlieb?Würde ich mein Tier nicht lieben,dann würde ich mir auch keine Gedanken darüber machen,oder?
Wäre dankbar über Antworten.

Ich kann mich sehr gut in dich hinein versetzen. Habe auch einen Senior zu Hause, 13 Jahre alt, aber Gott sei Dank (toi toi toi) noch fit und gesund.
Aber mir graut vor dem Tag, wenn ich eine Entscheidung treffen muss. Es wird mir mehr weh tun, als meinem Hund, soviel ist sicher. Denn es wird eine Entscheidung sein FÜR den Hund.

Wenn klar ist, dass es keine Besserung gibt, und das scheint in eurem Fall so zu sein, würde ich sie erlösen. Mach es von der Lebensqualität abhängig - du sagst selbst, sie mag nicht mehr raus… sie wird vermutlich auch Schmerzen haben und zu warten, bis die Bauchdecke aufgeht aufgrund des Tumors… also nein.

Rein von dem, was du hier beschreibst, kann ich dir eigentlich nur zustimmen.
Am besten du redest noch mit anderen TÄ oder gehst mit ihr in eine gute Tierklinik. Leider gibt es genug Tierärzte, die einem selbst bei einem so alten Hund noch eine OP aufzwingen wollen, um Profit zu machen. Diesen Streß würd ich ihr ersparen.

Mitfühlende Grüße und alles Gute

Sandra

Hallo,

ich kann das Bestens nachvollziehen und meine Gedanken dazu…
Auch ich habe eine fast 16 Jahre alte Dackelin, der Gesäugetumor besteht schon lange, auch sie ist seit 2 Jahren „undicht“, ab er NOCH geht es ihr gut. Sie frisst, schläft viel, zuletzt hatte sie Schmerzen und ich dachte schon… nach 2 mal Novalgin war sie wieder die Alte. Sollte ich merken, es geht nicht mehr, wird sie erlöst, wie alle Vorgänger in 40 Jahren…
Auch ich bin Krankenschwester und grade deshalb bin ich froh, dass unseren Tieren geholfen werden kann.
Meine über alles geliebte Dolly hatte eine Lungenblutung im letzten Dezember…sie wäre erstickt, gut das meine TÄ helfen konnte…so schwer wie es jedesmal ist, es ist eine Erlösung für das Tier.
Und Dein Hund wird Dir den richtigen Zeitpunkt zeigen…
Wenn ich es weiß, versuche ich lange vorher schon Abschied zu nehmen und verwöhne nach Strich und Faden…und wenn es dann sein muss, lass ich sie gehen.
Euch alles Gute

Margit

Aber anscheinend muss ich meine kleine ersticken,vergiften
oder verbluten lassen.Ich selber bin Altenpflegerin und weiß
was Leid bedeutet oder bedeuten kann.Denke ich denn so
falsch?Bin ich deswegen ein Unmensch oder nicht tierlieb

nochmal ich…
Jetzt muss ich nachfragen… wollen die Ärzte nicht einschläfern ? Oder was verstehe ich da jetzt falsch ?
Übrigens meine TÄ kommt ins Haus zum Einschläfern ( ich möchte immer, dass meine Tiere in ihrer Umgebuung gehen dürfen,), wenn man es vorbestimmen kann und nicht akut ist.

Grüße
Margit

So wie Du Deinen Hund beschreibst, kann mann wirklich davon ausgehen, dass es Deinem Hund sehr schlecht geht.
Da ich mir nicht vorstellen kann, dass ein Tierarzt es verweigern würde, ein Tier einzuschläfern, wenn es dringend nötig ist, kann ich mir gut vorstellen, dass Dein Ansinnen bei den Ärzten nicht richtig rüber kommt.
Gehe doch noch einmal zu einem Arzt und sage ohne großess drumherum Gerede, dass Du das Gefühl hast, Deinem Hund ginge es extrem schlecht. Er würde nicht mehr spazieren gehen wollen, und Du wärest auch der Meinung, er hätte große Schmerzen. Das Ganze möchtest Du ihm ersparen und deshalb bist Du zu der Übereinkunft gekommen, dass es das Beste wäre, den Hund einschläfern zu lassen. Kein Tierarzt kann es darauf ankommen lassen, dass ein Tier von alleine qualvoll verendet.
Ich bin sicher, dass alles nur ein Verständnisproblem war.

VG Renate

Hallo Sanne,

ich wundere mich etwas, dass keiner der drei Tierärzte Dich darin bestätigt hat, dass es ab dem und dem Punkt Zeit wäre, den Hund zu erlösen.

Gut, wie sehr sie leidet und beeinträchtigt ist, kannst nur Du aus der Alltagserfahrung heraus sagen - und auch Du bist letztlich diejenige, die darüber entscheidet (sprich, es dem Tierarzt auch vermittelt), aber ich erwarte von einem guten Tierarzt schon, dass er besonders in solchen Momenten hilfreich zur Seite steht.

Du wirst schon instintiv den richtigen Moment finden! Und Vorwürfe musst Du Dir gewiss nicht machen / machen lassen.

Hört sich jetzt vielleicht blöd an, aber ich hätte, als ich meinen krebskranken Vater gepflegt habe, gern die Möglichkeit gehabt, ihn gehen zu lassen.

Liebe Grüße und viel Kraft, die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt zu treffen.

Kathleen

Hallo Susanne!
Ich versteh den TA nicht, zu mir hat mal ein TA gesagt ab einen gewissen Alter werden Hunde nicht mehr Operiert, weil das Herz zuschwach wäre.
Mfg Kerstin

Aber anscheinend muss ich meine kleine ersticken,vergiften
oder verbluten lassen.

Das verstehe ich nun nicht ganz. Vielleicht deshalb weil ich „nur“ zwei Wellensittiche habe, denen ich in diesem Fall wohl gnädiger Weise den Hals umdrehen würde. Ist der Arzt nicht dazu berechtigt das Tier zu einzuschläfern?

Wenn der Arzt das nicht machen kann oder darf, dann würde ich dem Ganzen, dem Tier zuliebe, ein Ende setzen. Ich kenne die Gesetze nicht, aber was der Staat nicht weiß, macht ihn nicht heiß…

Die schnellste Methode, auch wenn sie grausam erscheinen mag, ist immernoch das schnelle abtrennen des Kopfes vom Rumpf…

ICH würde so qualvoll durch Krebs jedenfalls nicht sterben wollen. Das ist kein Leben mehr.

Mehr sag ich jetzt nicht.

Hi,

Die schnellste Methode, auch wenn sie grausam erscheinen mag,
ist immernoch das schnelle abtrennen des Kopfes vom Rumpf…

Wir reden hier von einem Hund und nicht von einem Huhn.

Kopfschüttelnd,

Anja

Hi,

Die schnellste Methode, auch wenn sie grausam erscheinen mag,
ist immernoch das schnelle abtrennen des Kopfes vom Rumpf…

Wir reden hier von einem Hund und nicht von
einem Huhn.

Was Du nicht sagst! Ist mir ja noch gar nicht aufgefallen…

Der Tierarzt scheint sich ja zu weigern den Hund einzuschläfern, so wie es aussieht. Was würdest du tun? Ihn erwürgen? Das dauert zu lange. Ihn ersäufen? Dauert auch zu lange. Vergiften? Qualvoller Tod. Erschießen? Woher eine Schusswaffe nehmen? Oder doch eher die Kehle aufschneiden? Verbluten dauert auch zu lange.

Nur zur Erinnerung: es sollte möglichst schnell gehen. Und einen schnelleren Weg als enthaupten gibt es nun mal nicht. Ob es dir passt oder nicht, ändert ganz einfach nichts an dieser Tatsache.

Kopfschüttelnd,

Anja

Du kannst den Kopf so lange schütteln wie Du möchtest. Erstens beeindruckt es mich nicht die Bohne und zweitens wird das Tier davon auch nicht erlöst…

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Hi,

Nur zur Erinnerung: es sollte möglichst schnell gehen. Und
einen schnelleren Weg als enthaupten gibt es nun mal nicht.

Und Du meinst, ein Hundebesitzer, der sein Tier liebt, bindet sein Tier auf dem Hackklotz fest und haut ihm mit der Axt den Kopf ab?

Gruß

Anja

Ich mußte vor 2 Monaten meinen Kater einschläfern lassen da er auch sehr schwer krank war, ich habe es auch nicht übers Herz bekommen diesen schweren schritt zu gehen. Jedoch bereue ich es heute ihn so lange am leben gelassen zu haben denn er hatte sich die letzten paar Wochen auch nur gequält.
Ich rate dir ihn zu erlösen,bevor es noch schlimmer wird und nein du bist kein tierquäler,es ist schwer abschied zu nehmen aber denk nur dran wenn sie noch nicht mal mehr laufen möchte was sie eventuell für schmerzen hat.
Hier noch eine seite für dich
http://www.tierbestattung-im-rosengarten.de