Hallo liebe Wissenden,
unser 4 Monate alter Briard-Welpe hat sich die Unart zu eigen gemacht, wenn er in einen Raum hineinwill, aber nicht hineindarf, sich vor die Tür zu setzen, zu bellen und mit der Pfote an der Tür zu kratzen. Und das hält er tatsächlich durch, bis die Tür irgendwann geöffnet wird (also nicht für ihn, aber z.B. wenn ich in der Küche was koche und die Tür zumache, sitzt er vor der Küche und macht das so lange, bis ich mit dem Kochen fertig bin). Wir dachten zuerst, wenn wir das Verhalten ignorieren, merkt er, dass er damit nichts erreicht (weder positive noch negative Aufmerksamkeit), aber das scheint nicht der Fall zu sein. Grundkommandos wie „Sitz“, „Platz“ u.ä. üben wir noch, er lässt sich beim Befolgen der Kommandos sehr schnell ablenken, deshalb kann ich ihn nicht einfach auf seinen Platz wegschicken in dieser Situation, außerdem ist das ja auch nicht das, was ich letztendlich erreichen will. Überhaupt ist er SEHR verspielt und fasst vieles als Spiel auf, was seine Erziehung auch nicht gerade vereinfacht.
Ein anderes Problem ist, dass er sehr gerne springt und wenn er spielen will, springt er einen an und versucht überall dranzuknabbern. Bei Kabeln und Schuhen weiß er mittlerweile einigermaßen, dass er nicht dran knabbern darf, aber bei Menschen versteht er das nicht so richtig. Das Anspringen und das Knabbern kann schon mal zu bösen Kratzern führen, deshalb soll er beides eigentlich nicht machen (bzw. das Anspringen nur, wenn es ausdrücklich erlaubt ist). Nur - was auch immer ich als Reaktion auf sein anspringen und knabbern mache, er fasst alles als Spiel auf und nicht als Verbot und will weiterspielen. Wie bringe ich ihm bei, dass dieses Verhalten nicht erwünscht ist?
Danke schon mal für eure Antworten.
Gruß
Anja
Hallo, Anja!
So spontan fällt mir als Hilfsmittel eine Klapperbüchse ein, wie sie Frau Geb-Mann von „Hundkatzemaus“ gerne benutzt, um einen Hund von unerlaubtem Tun abzulenken.
Eine leere Blechbüse mit einigen Metallteilen befüllen und gut verschließen. Bei Fehlverhalten (Kratzen an der Tür ebenso wie Knabbern am Schuhbändel) ein scharfes „AUS!“ und gleichzeitiges Scheppern mit der Dose sollte den Hund so erschrecken, daß er kurzfristig vom verbotenen Tun abläßt. In diesem Moment SOFORT!!! mit Stimme und Leckerli loben. Die Rappelbüchse nicht zu oft verwenden, möglichst bald versuchen, daß der Hund auf bloße Stimme reagiert, sonst tritt ein Gewöhnungseffekt ein.
Wenn das auf Dauer nicht funktioniert, gibt es für Härtefälle ein Halsband, das per Fernbedienung einen zischenden Kohlendioxidstoß abgibt, wodurch der Hund erschrickt und so für sein Fehlverhalten gewaltfrei bestraft wird. Aber so weit wird’s bei Euch ja hoffentlich nicht kommen, der Hund ist ja noch jung und nicht von unsachgemäßen Händen verdorben.
Und natürlich weiter am Grundgehorsam arbeiten. Und loben, loben, loben! Positive Verstärkung ist das A und O in der Erziehung. Anfangs schon kleinste Fortschritte loben, nicht nur mit Leckerlis, sondern auch mit ganz „sonniger“ Stimme.
Grüßle und viel Spaß mit Eurem „Kleinen“
Regina
Hallo Regina,
danke für deine Antwort!
So spontan fällt mir als Hilfsmittel eine Klapperbüchse ein,
wie sie Frau Geb-Mann von „Hundkatzemaus“ gerne benutzt, um
einen Hund von unerlaubtem Tun abzulenken.
Unser vorheriger Hund war totaler Angsthase, was Silvesterknaller und ähnliche plötzliche laute Geräusche angeht. Kann es nicht passieren, dass durch die „Blechbüchsenmethode“ der Welpe jetzt ebenfalls etwas Negatives mit unerwarteten lauten Geräuschen assoziiert? Oder können Hunde verschiedene Geräusche gut auseinanderhalten (also nicht dass er später lautes Geräusch = „Aus“ versteht)?
Viele Grüße
Anja