Hund und Katz!

Hallo!
Wir haben’s also getan (siehe http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarticl…). Seit gestern ist ein kleines, ca. 7 Wochen altes Kätzchen bei uns eingezogen.
Unser Hund, ein 7-jähriger Jack-Russel-Terrier, ist nicht so begeistert davon. Und das Kätzchen fürchtet sich ziemlich bzw. faucht und zeigt die Krallen. Kurzum: wir können sie noch nicht zusammenlassen.

Jetzt versuchen wir, die beiden vorsichtig aneinander zu gewöhnen. Meine Frau nimmt die Katze auf den Arm, ich den Hund, wir nähern uns. Ca. 0,1 sek. nachdem sie sich bemerkt haben: Katze watscht meine Frau her, Hund quietscht und bellt und bekommt echte Krise.

Meine Frage an Euch: wie seid Ihr solchen Situationen Herr geworden? Wir lange wird das wohl dauern, bis sie sich gegenseitig akzeptieren? Welche Ratschläge könnt Ihr mir geben?

Danke für Eure Hilfe!

Viele Grüße
Armin

Hallo

Seit gestern ist ein kleines, ca. 7 Wochen altes Kätzchen bei
uns eingezogen.

Das ist aber sehr jung. M. W. dürfen Katzen und Hunde erst von der Mutter getrennt werden, wenn sie mindestens 8 Wochen alt sind…

Unser Hund, ein 7-jähriger Jack-Russel-Terrier, ist nicht so
begeistert davon. Und das Kätzchen fürchtet sich ziemlich bzw.
faucht und zeigt die Krallen. Kurzum: wir können sie noch
nicht zusammenlassen.

Das ist nicht weiter verwunderlich. Für das Kätzchen ist alles neu und furchterregend.

Jetzt versuchen wir, die beiden vorsichtig aneinander zu
gewöhnen. Meine Frau nimmt die Katze auf den Arm, ich den
Hund, wir nähern uns. Ca. 0,1 sek. nachdem sie sich bemerkt
haben: Katze watscht meine Frau her, Hund quietscht und bellt
und bekommt echte Krise.

Unser Tierarzt hat immer davor gewarnt, die Tiere hochzunehmen. Das hatten wir nämlich auch vor, als wir zu unserer Katze damals noch einen Kater geholt haben. Aber der TA meinte durch das hochheben wird eine Rangordnung festgelegt, dass eben das eine Tier über dem anderen steht. Sein Rat: alles auf dem Boden lassen.
Dann kann auch nicht so viel passieren, wenn sie sich kabbeln. Es läuft eben einfach einer irgendwann weg. Wenn beide auf den Armen sind und somit nicht flüchten können kann es zu bösen Verletzungen bei Mensch und Tier kommen, wenn das Tier in Panik gerät.

Meine Frage an Euch: wie seid Ihr solchen Situationen Herr
geworden? Wir lange wird das wohl dauern, bis sie sich
gegenseitig akzeptieren? Welche Ratschläge könnt Ihr mir
geben?

Lass die Tiere einfach machen. Sofern dein Hund kein blutrünstiges Ungeheuer ist und du dir sicher bist, dass er dem Kätzchen nichts tut lass sie das einfach unter sich ausmachen. Die beiden werden sich schon zusammenraufen.

Setz einfach beide in ein Zimmer, setze oder stelle dich in eine Ecke (damit du eingreifen kannst, falls es hart wird) und warte. Mit der zeit wird einer von beiden so neugierig, dass er auf den anderen zugeht (vermutlich zuerst der Hund). Der andere wird das wahrscheinlich aufmerksam verfolgen, aber über sich ergehen lassen. Dann beschnuppern sich die beiden eine Zeitlang, eventuell kommen auch Krallen etc. zum Einsatz. Solange es aber nicht dahingehend ausartet, dass sie sich ernstlich verletzen lass sie machen. Greife wirklich nur im Notfall ein, da die Katze noch sehr jung ist und sich ggf. noch nicht richtig wehren kann. Aber in der Regel kann sie sich gut genug wehren um dem Hund Reskept einzuflößen und dann klappt das auch.

Der ganze Prozess kann einige Tage in Anspruch nehmen. Du solltest beide erstmal nicht alleine lassen und sie nur zusammenlassen, wenn jemand dabei ist. Wenn du merkst, dass sie sich aneinander gewöhnt haben kannst du sie mal eine Weile allein lassen, bleib aber hinter der Tür stehen, um eingreifen zu können. Den Zeitraum, wo sie alleine sind kannst du immer verlängern und irgendwann klappt es.

Als unser Kater kam lief unsere Katze drei Tage hinter ihm her und hat durchgehend leise gefaucht, sie haben sich nicht angegriffen aber sie sahen zu putzig aus: Er, der alles auskundschaftet und sie, die immer hinterher lief und fauchte.
Inzwischen sind die die dicksten Freunde.

Fazit: Wenn sie zum ersten Mal beieinander schlafen oder miteinander spielen ist das Schlimmste vorbei. Alles andere sind normale Kämpfe (meist Spiele), die nicht tragisch sind.

Liebe Grüße
Timi

Ich kenne nur die Zusammenführung von zwei Katzen, aber ich denke ich kann trotzdem antworten. ;o)

Jetzt versuchen wir, die beiden vorsichtig aneinander zu
gewöhnen. Meine Frau nimmt die Katze auf den Arm, ich den
Hund, wir nähern uns. Ca. 0,1 sek. nachdem sie sich bemerkt
haben: Katze watscht meine Frau her, Hund quietscht und bellt
und bekommt echte Krise.

Das ist nämlich insbesondere für das Kätzchen genau die falsche Variante. Eine Katze kannst Du eigentlich nie zu etwas zwingen. Mein Freund wollte unsere beiden auch zwangszusammenführen, und die große hat sich dann eine Woche lang nicht mehr von ihm streicheln lassen.

Meine Frage an Euch: wie seid Ihr solchen Situationen Herr
geworden? Wir lange wird das wohl dauern, bis sie sich
gegenseitig akzeptieren? Welche Ratschläge könnt Ihr mir
geben?

Unter Aufsicht zusammen in einen Raum, wo sich der Kleine aber verkriechen kann (wo also zumindest Hund nicht so ohne weiteres hinkommt, z.B. auf Kratzbaum). Und dann ganz viel Geduld. Der Hund muß lernen, die Katze zu ignorieren. Sollte also nicht gleich auf die Katze los stürmen. Am besten sollte er Platz machen und liegen bleiben. Die Katze sollte den ersten Schritt machen.

Eine kleine Erfahrung zum Kennenlernen von Hund und Katz habe ich doch. Unsere Nachbarn haben nämlich zwei große Hunde. Der eine springt der Katze gleich hinterher. Der andere ignoriert sie (ist ein Hirtenhund, hat keinen Jagdtrieb). Tja, und mit dem Hirtenhund war unsere Mieze schon Nase an Nase und hat geschnüffelt und sich beschnüffeln lassen. Vor dem anderen macht sie lieber einen großen Bogen.

Bis denne
Schnoof

Mit einem Jack-Russel ist das nicht verwunderlich, dass er Theater macht. Schließlich ist er ein Jaddhund!
Nehmt die Tiere nicht auf den Arm!!! Sie müssen einander freiwillig nähern. Was tut denn der Hund? Versucht er, die Katze zu beißen und zu jagen?
Bietet beiden Tieren Leckerbissen an, wenn sie sich in der Nähe des anderen befinden (natürlich nicht direkt nebeneinander, das könnte unschön ausgehen), damit sie den anderen mit positiven Dingen verbinden! Eine Möglichkeit wäre auch, den Hund zeitweise, wenn die Katze z.B. frei im Zimmer laufen darf, in eine Art Käfig zu sperren, aus dem er alles sehen kann, der Katze aber nichts tun kann. So muss die Katze keine Angst haben und kann sich langsam an den Hund gewöhnen. Füttert die Katze vor den Augen des Hundes zuerst, damit ihr ihm klar macht, dass sie rudeltechnisch über ihm steht bzw. er ihr nichts zu tun hat. Es ist sehr wichtig, dass die Katze im Rudel entweder neutral oder aber ranghöher ist, da es sonst Probleme geben kann, wenn der Hund aufgrund seiner höheren Position versuchen sollte, die Katze zurecht zu weisen. Konkurrenz sollte zwischen den beiden nicht bestehen!
Lobt den Hund jedes Mal, wenn er sich der Katze gegenüber freundlich oder gleichgültig verhält! Lobt mehr als dass ihr mit ihm schimpft! Auf keinen Fall darf er die Katze mit vermehrtem Gemecker ihm gegenüber verbinden, sonst kriegt er einen Hass auf sie. Sinnvoller, um ihm seine Grenzen aufzuzeigen, ist es, ihn in Situationen, in denen er sich böse benimmt, von weitem mit etwas zu bewerfen, was ihn erschrickt (Kissen, Schlüssel, etc.) Weh tun sollt ihr ihm natürlich nicht, aber erschrecken muss er sich, ohne dass er den Schreck mit euch verbindet. So wird er konditioniert, sich angemessen zu verhalten. Hört sein schlechtes Verhalten im Moment des Schrecks auf, dann ruft ihn zu euch und lobt ihn!
Wenn ihr weitere Fragen habt, kontaktiert mich ruhig per e-mail!
Das sprengt sonst hier den Rahmen!
Galli

Hallo,

also wir haben uns auch schon oft überlegt, ob wir uns (zu einem inzwischen 6-jährigen Schäferhund-Collie-Trerrier-Mix) nicht auch eine Katze zulegen sollten.
Da ein zweiter Hund nicht in Frage kommt und wir sehr ländlich und weit ab von stark befahrenen Straßen wohnen, wäre auch Freigang kein Problem. Außerdem wird uns fast wöchentlich ein Kätzchen aus der sinnlosen Vermehrung angeboten, und es ist schon hart und frustrierend die immergleichen Vorträge übers Kastrieren denen zu halten, die wenigstens nicht töten.

Aber wer zum Teufel hat Euch zugeraten, zu einem so „alten“ Jagdhund eine Katze zu nehmen???

Der arme Hund weiß doch gar nicht, wie ihm geschieht. Mußte das wirklich sein?

Das was ihr nun durchmacht hätte Euch jeder auch nur halbwegs beschlagene Hundehalter mit Katzenerfahrung voraussagen können. Und ob es jemals klappt, wissen die Götter. Mit fast jeder anderen Hunderasse hätte man da wohl weniger Probleme (v.a. mit allen Hütehunden)

Mein einziger Rat dazu (und das ist sehr ernst gemeint): Entscheidet Euch für eine Tiersorte, oder versucht beim nächsten Tier, schon die Welpen aneinander zu gewöhnen. Was ihr jetzt macht, ist gemein gegenüber dem Hund, der jetzt die Welt nicht mehr versteht und auch nicht mehr verstehen wird.

Gruß,
Eddy

P.S. beide Tiere auf den Arm zu nehmen ist nur was für Masochisten und hilft keinem weiter, davon klappts unter „Normalbedingungen“ noch lange nicht.

Hallo,

Wir haben’s also getan (siehe
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarticl…).

Habs mir nochmal alles durchgelesen:
Schade, daß Du die Frage nicht an die Hundefachleute gerichtet hattest, die hätten Dir sagen können, da0 dieses Vorhaben mit einem 7-jährigen Jack-Russel zum Scheitern verurteilt ist.

Na ja, die Katze kann ja in Eurer Gegend wohl auch draußen leben. Ich hoffe nur, daß der Hund den Blödsinn einigermaßen unbeschadet übersteht. Habt ihr vorher wirklich nicht gemerkt, daß er Katzen nicht sonderlich mag? Mein Hund hat von Anfang (12 Wochen alt) an Kontakt mit Katzen gehabt, und durfte ihnen nie etwas tun. Er würde es auch nie tun, aber sie ein Stück zu scheuchen, macht ihm trotzdem Spaß. Wie sollte es dann erst ohne jedes Training aussehen? Und dann bei einem Jagdhund???

In der Hoffnung, daß Ihr für die Katze eine andere Lösung findet,
Gruß
Eddy

Hallo,

Das ist aber sehr jung. M. W. dürfen Katzen und Hunde erst von
der Mutter getrennt werden, wenn sie mindestens 8 Wochen alt
sind…

Stimmt! Und selbst 8 Wochen ist die unterste Schmerzgrenze. Besser sind 10, ideal sind 12 Wochen.

Gruss, Niels