Hund vom 'Türpfosten-Knabbern' abhalten?!

Hallo Wissende!

Meine knapp 2jährige Mischlingshündin verbringt die Nacht allein unten im Hausflur. Ihr „Bett“ befindet sich unter der Heizung in einer Zimmerecke. Nun ist es so, dass wir (bzw unser Vermieter…) 100 Jahre alte, weiß lackierte Holztüren haben. Leider haben wir festgestellt, dass sie sich des nachts an den Türpfosten „vergreift“ und auch am ebenso alten Holzfußboden… Es passiert nur nachts, denn tagsüber bin ich zu Hause und da hab ich das noch nicht beobachtet.

Was kann ich tun, damit das aufhört? Spielzeug, Bewegung und Fressen hat sie genügend… Gibts irgendwas zum Draufstreichen oder so?

Vielen Dank im Voraus,
finnie

Moin,

du suchst das -> http://www.zoobi.de/product_info.php/products_id/291…

ich hab´s auch schon mal probiert *würg* ^^

Chris

Hallo,

muß der Korb an dieser Stelle stehen? Ist die Tür an der sie sich zu schaffen macht nachts geschlossen, oder kann sie sich sonst frei im Haus bewegen?
Mit was putzt Du denn, kann es sein, dass der Geschmack davon gut gefällt?
Wo liegt sie denn, wenn Du tagsüber zuhause bist?
Was hat sie denn sonst zu kauen?
Wenn es Langeweile ist, versuchs doch mal mit Hundespielzeug in die man Leckerlies verstecken kann. (Nicht vergessen diese dann vom Futter abzuziehen)

Gruß
Maja

Hallo Finnie,

da du ja schon schreibst, dass sich dein Hund neben den Türrahmen auch am Fußboden zu schaffen macht, rate ich dir von Sprays und Tinkturen ab. Diese bringen nur etwas, wenn der Hund absolut auf ein Teil fixiert ist.

Die „Gefahr“ bei solchen Sachen ist einfach, dass sich der Hund dann eben umorientiert, wenn die bisherigen Objekte der Begierde nicht mehr schmecken.
Mal abgesehen davon lenken Hunde auch ihr ganzes Verhalten schon mal um. Wenn es nichts mehr zu knabbern gibt, weil nichts mehr schmeckt, dann wird halt gekratzt. (Schlimmstenfalls sogar an der Wand. Unser damaliger Hund musste damals auch mal unverhofft einige Stunden alleine bleiben. Er hat in der Zeit in 3 Räumen Tapete samt Putz von der Wand gekratzt. Seitdem üben wir mit all unseren Hunden auch das alleine bleiben.) Es kann aber auch passieren, dass die Hunde durch Lecken und Knabbern anfangen sich selbst zu verletzen.
Und beim besten Willen, man kann nun wirklich nicht alles einsprühen/einschmieren. Das geht auf Dauer ziemlich ins Geld, weil man ja auch beim Reinigen die Wirkstoffe wieder entfernt.

Da der Hund nur nachts so reagiert, und nicht tagsüber, gehe ich auch davon aus, dass die Ursache dort liegt. Der Hund hat Verlassensängste und reagiert sich mit dem Knabbern ab.

Jetzt könnte man sagen, es wäre das einfachste, den Hund mit hoch zu nehmen. Sicherlich würde das helfen, allerdings sollte er auch lernen, alleine zu bleiben.

Es gibt verschiedene Wege das zu trainieren, es kommt halt drauf an, wieviel Zeit und Lust du zu investieren bereit bist.
Lohnen tut sich ein solches Trainig immer, denn es kann immer mal was sein, was eine plötzliche längere Abwesenheit -auch am Tag- erforderlich macht. Krankenhausaufenthalt etc.

Meine Tipps:

  • Fürs erste würde ich den Hund mit hoch nehmen. Quasi als Sofortmaßnahme, man bekommt es hinter her leicht wieder abtrainiert.
  • Legt euch einige Zeit auf die Lauer, bestenfalls wenn ihr Urlaub/frei habt. Hört ihr es geht wieder los, dann bedient euch einer Wasserpistole bzw. einer Dose (fest zukleben) mit Steinchen gefüllt und erschreckt den Hund direkt bei dem unerwünschten Verhalten.
    Wichtig: Rappeldosen nie auf den Hund werfen.
  • Gebt ihm Kau/Arbeitsersatz, hier sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Leere Küchenrollen könnt ihr zum Beispiel mit Futter füllen und dann mit Zeitungspapier an den Enden zustopfen. Der Hund muss was zu tun haben.
    Wenn ihr Trockenfutter gebt, dann würde ich die Futterration komplett auf die Nacht beschränken.
    Ich habe eine Kiste, in der sind immer alte Socken, Futterbälle, Zeitungspapier etc. drin. Das alles befülle ich mit Futter und die Hunde sind beschäftigt und gleichzeitig gefüttert.
    Spielzeug (von Futterbällen und gefüllten Kongs mal abgesehen) eignet sich eher nicht. Wird auf Dauer zu teuer, da sie der Zerstörungswut zum Opfer fallen.

Wichtig ist auch, vor solchen Situationen den Hund auch körperlich auszulasten. Das heißt, wenn bei euch das Problem nachts besteht, dann geht abends eine große Runde oder fahrt mit dem Rad. Sollte es sich um ein Powerpaket handeln, kann auch eine Packtasche befüllt mit Gewichten, den Erschöpfungseffekt begünstigen.
Man sagt etwa ein Zehntel des Körpergewichts darf ein Hund tragen. 30 Kg beudeuten 3kg Gewicht darf der Hund in den Taschen haben. Die gibts für wenig Geld im Internet.

hier gibts tolle Tips für Beschäftigungen, für alle Geldbeutel:
http://www.spass-mit-hund.de/

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen!
Gruß
Rainer

Hallo Finnie,
nimm sie mit ins Schlafzimmer. Ich war früher immer der Meinung, dahin gehört ein Hund nicht. Bis ich dann ein Buch darüber gelesen habe, wie wichtig für den Hund gerade die gemeinsame Zeit in der Nacht ist. Das Zumsammengehörigkeitsgefühl wird enorm verstärkt. Ich hab’s dann ausprobiert und nie bereut. Es ist einfach schön, wenn unser Hund auch da ist. Und wenn ich morgends in ein lachendes Hundegesicht sehe - herrlich. Ins Bett darf er bei mir nicht, aber im Schlafzimmer ja.
Und im hohen Hundehalter und bei Krankheit war es mir immer hilfreich. So konnte ich manches Maleur verhindern.
Lass ihr die Freude! Auch du wirst es bald nicht mehr missen wollen.
Petra

Hallo Rainer,

wir haben einen 1 Jahr alten Windhund-Mix - ÄUßERST quirlig, im Moment scheinbar in der „Pubertät“ und manchmal widerspenstig - aber wiederum auch SEHR lieb und anschmiegsam und sanft - und vor allem scheint sie relativ „intelligent“ zu sein wenn man das so bezeichnen will; ich sage immer scherzhaft, er ist der „Galopper des Jahres“…

Wir versuchen Sie auch alleine zu lassen - funktioniert aber nicht. Die Nachbarn fragen dann immer: Na, wart ihr nicht zu Hause - der Hund hat lauthals geschrien (er bellt nämlich nicht nur, sondern er beherrscht auch die Steigerung davon: Schreien schlimmer und viel viel lauter wie ein Husky). Also versuchen wir es mit kleinsten Schritten, machen die Tür zu und gehen und bleiben draußen stehen und lauschen, gehen wieder rein loben, wenn er leise war und alles wieder von vorne. Es klappt nie länger als 10 Minuten…

hier gibts tolle Tips für Beschäftigungen, für alle
Geldbeutel:
http://www.spass-mit-hund.de/

DAS ist mit Abstand die beste Site die ich bisher gelesen habe!
Klasse und DANKE an Dich.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen!

Mir zumindest JA.
Danke und
Grüße
Marie

Gruß
Rainer

Hallo Petra!
Grundsätzlich hätte ich nichts dagegen, sie mit ins Schlafzimmer zu nehmen. Nur: Tessa SCHNARCHT wie n Großer und TRÄUMT sehr viel und sehr laut. Ich bin ziemlich geräuschempfindlich im Schlaf, nur meinen Mann kann ich ja schlecht zum Hund in den Flur verdammen :wink:
Aber danke für den Vorschlag!
Gruß, finnie

Hallo Maja!

muß der Korb an dieser Stelle stehen?

Ist die gemütlichste Ecke, so unter der Heizung und so…

Ist die Tür an der sie sich zu schaffen
macht nachts geschlossen, oder kann sie sich sonst frei im Haus bewegen?

Die Tür ist IMMER geschlossen. Wir haben einen Flur, von dem 4 Türen und die Treppe nach oben abgehen. Alle sind weiß lackiert und 2 davon sind große Flügeltüren, die sich über die ganze Wand erstrecken. Deswegen bin ich auch „not amused“ über die Knabberei…

Mit was putzt Du denn, kann es sein, dass der Geschmack davon
gut gefällt?

Putzen tu ich da eher wenig, … wahrscheinlich „schmeckt“ es nach Holz und Lack…?

Wo liegt sie denn, wenn Du tagsüber zuhause bist?

Da oder unter dem Küchentisch… Aber soll man den Hunden denn nicht einen festen Platz geben? Unterm Küchentisch zu schlafen wär ja nicht so toll, oder? Obwohl das mehr was von ner Höhle hätte…?

Was hat sie denn sonst zu kauen?

Ziehband, festen Gummikauknochen. Auf Schweineohren und so steht sie überhaupt nicht…

Wenn es Langeweile ist, versuchs doch mal mit Hundespielzeug
in die man Leckerlies verstecken kann. (Nicht vergessen diese
dann vom Futter abzuziehen)

Werd ich heute abend mal ausprobieren!

Gruß, finnie