Hallo,
zuerst einmal zur Situation:
Der Nachbar einer Bekannten hat einen Hund und dieser Mann hält ihn immer auf einer zwei Meter kurzen Kette bzw. Schnur, ohne Wasser und Fressen, geschweige denn kann er sich in Schatten zurückziehen.
Durch meine Bekannte und auch andere Nachbarn wurde der Mann insgesamt bereits dreimal angezeigt, aber der Tierschutz sagt, er kann nichts machen.
Das kann ja nicht sein, oder? Es gibt doch so etwas wie ein ‚Tierhalteverbot‘ oder wie das heißt? Oder reichen drei Anzeigen etwa nicht?
Der Hund beißt oft die Schnur durch und ergreift die Flucht, dann läuft er entweder zu meiner Bekannten oder zu den anderen Nachbarn, die selbst zwei Hunde haben.
Letztes Wochenende, als ich bei meiner Bekannten auf Besuch war, war der Hund wieder dort (ich hab ihn da zum ersten Mal gesehen). Er lässt sich zwar schon angreifen und streicheln, aber er zuckt anfangs immer zusammen bzw. duckt sich.
Anfangs, also bevor man wusste,wie der Hund gehalten wurde, hat man ihn einmal zum Besitzer zurückgebracht,der zwar zuhause war, aber weder aufgemacht noch sonst irgendwie reagiert hat.
Soviel ich weiß, haben ihn die anderen Nachbarn (also die mit den zwei Hunden) dann wieder zu sich mitgenommen, da er sich auch mit ihren Hunden gut versteht.
Sie haben auch gesagt, sie würden ihn nehmen, aber da weigert sich der Besitzer des armen Hundes dann wieder, obwohl er sich überhaupt nicht um ihn kümmert und ihn wirklich leiden lässt.
Wenn der Hund abhaut, dann ist es ihm völlig egal, aber sobald ihn jemand behalten will, weigert er sich, den Hund herzugeben.
Soviel ich weiß, hat er auch einen kleinen Bauernhof, also kann es leicht sein, dass es den anderen Tieren auch nicht viel besser geht.
Kann man da wirklich nichts machen? Wer sonst außer dem Tierschutz kann helfen? Die Nachbarn würden den Hund wirklich gerne behalten, weil er ihnen natürlich leid tut und er sich immer so freut, wenn er bei ihnen oder meiner Bekannten ist, aber wie gesagt, der Mann weigert sich. Und die anderen Nachbarn wohnen auch nicht so weit weg von ihm.
Der Mann weiß ja, wo sein Hund hinläuft, wenn er wieder einmal die Schnur durchgebissen hat. Aber ich kann nicht nachvollziehen, dass es ihm zwar völlig egal ist, wenn der Hund leidet, ihn aber nicht den Nachbarn überlassen will. (die wirklich genug Platz für drei Hunde haben. Sie besitzen einen großen, aber eingezäunten Grund und die Hunde können da natürlich frei herumlaufen)
Ab und zu holt er sich den Hund aber auch selbst zurück und ansonsten traut sich niemand, sich ihm irgendwie sonst entgegen zu stellen (außer einer Anzeige), da er angeblich auch sowieso ein bisschen ‚gefährlich‘ ist.
Ich meine, wenn es ihn schon nicht kümmert, wie es dem Hund geht, dann müsste er auch nichts dagegen haben können, dass ihn jemand anderer nimmt?
Ich verstehe einfach nicht, dass der Tierschutz da nichts unternehmen kann?
Hat jemand einen Rat, was man sonst noch machen könnte?
Liebe Grüße
Nastassja.

