Hunde

Liebe/-r wer-weiss-was Experte/-in,
meine 11 Monate alte Schäferhündin geht schwanzwedelnd auf Leute zu. Wenn sie sich dann ihr zuwenden pinkelt sie. In dem Alter ist das doch nicht mehr normal, oder?
Was kann ich tun. Vor allem beim Tierarzt ist das sehr nervig. Ansonsten ist sie super stubenrein.
Vielen Dank für Erziehungstips im vorraus
Dagmar

Liebe Dagmar,

das Pinkeln könnte entweder Unsicherheit oder Dominanz bedeuten. Wie verhält sie sich denn sonst? Ist sie eher unsicher unterwürfig oder eher dominant? Hast du sie von einem Züchter oder aus dem Tierheim?
Unser Rüde (misshandelt, aus dem Tierschutz) hatte dieses Verhalten auch in der ersten Zeit, aber nur bei Männern und man konnte deutliche Angst bei ihm erkennen (eingezogener Schwanz, Zurückweichen, Angstknurren).
Wenn du magst, beschreib mir deine Hündin mehr!
Liebe Grüße
Barbara

Liebe Barbara,

also meine Hündin kommt aus dem Tierheim. Ich habe sie dort als Welpen von 3,5 Monaten bekommen. Später habe ich erfahren dass der „Züchter“ die Welpen nicht an Menschen gewöhnt hat. Er war wohl der Meinung,sie sollten sich nicht an ihn gewöhnen. Bei meiner Hündin ist das Pinkeln also eindeutig Unterwürfigkeit. Sie geht wedelnd auf Menschen zu, also hat sie nicht wirklich Angst. Der Schwanz ist auch nich eingeklemmt. Sowie sie dann angesehen und angesprochen wird, geht sie hinten runter und pinkelt.
Ich überlege ob ich ihr vebieten soll zu anderen Menschen hinzugehen. Ich kann ja nicht jedem verbieten meinen Hund anzusprechen. Vieleicht has Du eine bessere Idee.
Herzliche Grüße
Dagmar

Liebe Dagmar,
danke für deine weiteren Infos, das hilft mir sehr, dir einen Tipp zu geben!
Deine Hündin muss unbedingt lernen, sich an andere Menschen zu gewöhnen. Sie sollte dabei zunächst nur positive Erfahrungen machen. Grundsätzlich scheint sie ja zumindest neugierig auf andere Menschen zu sein. Deshalb würde ich ihr nicht verbieten, zu anderen hinzugehen. Du kannst natürlich nicht bei jedem stehenbleiben, der deine Hündin anspricht. Ich würde mir einige nette Hundebesitzer aussuchen, denen du auf den Spaziergängen regelmäßig begegnest und mit ihnen vereinbaren, wie sie mit deiner Hündin umgehen sollen, wenn ihr euch begegnet: 1. dich begrüßen und die Hündin nicht beachten; 2. in die Hocke gehen und sie kommen lassen; 3. erst wenn sie sich nähert, die Hand ausstrecken, sie schnuppern lassen; 4. ein Leckerchen geben, streicheln; 5. weitergehen. Das würde ich mit zwei bis drei Hundebesitzern vereinbaren, an den anderen würde ich zunächst einfach weitergehen. Später, wenn deine Hündin selbstsicherer geworden ist, kannst du das auf andere ausweiten.
Ähnlich würde ich es zuhause mit Besuchern handhaben!
Ich hoffe, du hast damit Erfolg und wenn du noch Fragen hast, kannst du mich gerne fragen. Vielleicht magst du mich auch auf dem laufenden halten?
Liebe Grüße
Barbara

Hallo Dagmar,

Wedeln bedeutet das der Hund Stress hat, verunsichert ist und dies zeigt sich dann in erregungsbedingtem, (unterwürfigem) Harnabsatz.
Geh mit Ihr an der Leine zusammen zu Leuten, die sollen sich am Besten hinhocken.
Lass sie nicht alleine dort regeln, checken, schnüffeln.
Dein Hund scheint sehr überfordert.

Wenn Du nicht eingreifst und Ihr Sicherheit bietest kann daraus eine Angstaggression werden.