Hunde im 1. WK

Hallo!

Ich habe beim Aufräumen eine Menge Glasplatten-Negative von meinem Opa gefunden,
und diese beim Fotograf zu Bildern machen lassen.

Überwiegend Kriegsbilder von 1915 - 1917.

Mir ist aufgefallen, dass auf sehr vielen Bildern Hunde zu sehen sind,
welche scheinbar von den Soldaten als Freund oder Kuscheltier gehalten worden.

Kann mir jemand sagen, ob die Hunde irgend einen Zweck erfüllten,
oder von zu Hause mitgebracht wurden,
oder ob es einfach zugelaufene Strassenköter waren?

Grüße, Steffen!

Hallo !

Es gab damals Diensthunde als Briefträger und es gab Hunde, die einfach nur als Kumpel gehalten wurden. Auf allen Seiten der Front.

mfgConrad

Aus einer Beschreibung während des 1.WK über Meldehunde :

„Voraussetzung für den Meldelauf, der im Hin- und Herlaufen zwischen zwei Führern besteht, ist die gleichmäßige Gewöhnung der Hunde an beide Führer.
Sie füttern ihre Hunde, gehen im gleichmäßigen Wechsel mit ihnen aus und behandeln jeden Hund mit gleicher Liebe und Fürsorge, damit jeder Hund gleich gern zu ihnen zurückkehrt“.

Es gab neben den Meldehunden auch Sanitätshunde, welche Verwundete suchten.
Ziehhunde für Munitionswagen.
Hunde zum Legen von Telefonleitungen.

Im 2. WK sah die Arbeit ähnlich aus, nur bekamen sie noch ein paar Jobs, von denen sie nicht zurückkehrten, nämlich als Bombenträger. Diese zündeten, wenn sie unter einen Panzer liefen, worauf sie trainiert waren.

mfgConrad

Hallo,

Kann mir jemand sagen, ob die Hunde irgend einen Zweck
erfüllten,

neben den Militärhunden wurden in vielen Einheiten Hunde zur Bekämpfung der Rattenplage in den Gräben gehalten. Diese Hunde waren nicht speziell für den Militärdienst gezüchtet oder ausgebildet, sondern aus der Heimat mitgebracht oder zugelaufen.

Gruß

Hallo,

Im 2. WK sah die Arbeit ähnlich aus, nur bekamen sie noch ein
paar Jobs, von denen sie nicht zurückkehrten, nämlich als
Bombenträger. Diese zündeten, wenn sie unter einen Panzer
liefen, worauf sie trainiert waren.

Das ließen die Sowjets aber auch schnell wieder sein, nachdem die Hunde unter ein paar eigene Panzer gekrochen waren.

Gruß

Hallo,
wieso die Sowjets?
Das haben doch die Deutschen gemacht.

Gruß
Werner

Hallo,

wieso die Sowjets?
Das haben doch die Deutschen gemacht.

Die Armee der Sowjetunion bildete Hunde zur Sprengung deutscher Panzer aus. Dazu wurden die Hunde während der Ausbildung unter Panzern gefüttert. Vor ihrem Einsatz ließ man sie einige Tage hungern und schickte sie dann mit einem Sprengsatz auf dem Rücken, der durch einen dünnen Metallstab gezündet wurde, zu den feindlichen Panzern, um diese zu sprengen.
http://www.wuff.at/artikel.php?artikel_id=321

Panzerabwehrhunde wurden von den Sowjets während des Zweiten Weltkrieges ausgebildet, um die Panzer der deutschen Truppen zu bekämpfen. Sie wurden trainiert unter einen Panzer zu kriechen, indem Nahrung unter einen Panzer gelegt wurde. Die Panzer sehen aus der Hundeperspektive aber in der Regel alle gleich aus und außerdem rochen die sowjetischen Panzer durch ihre Öle und Fette anders als die deutschen Panzer und so ergab sich das Problem, dass während einer Schlacht meist die eigenen Panzer, seltener die der Deutschen von den Panzerabwehrhunden angelaufen wurden. Zusätzlich waren die Panzerabwehrhunde zu ängstlich, um sich in die Richtung eines aktiven Panzers zu wagen, und wurden so zu einer Bedrohung für jeden auf dem Schlachtfeld. Nachdem Panzerabwehrhunde 1942 eine komplette russische Panzerdivision zum Rückzug zwangen, ging ihr Gebrauch zurück.
http://de.wikipedia.org/wiki/Panzerabwehrhund