Hallo Stefan
gibt in deinem Bekanntenkreis jemanden:
- der Bild-Zeitung liest
- der eine Dieter-Bohlen-CD/Platte hat
Nein? OK.
Dann bist du genau wie ich eine sog. Randgruppe.
Ok, wenn du das so sagst… 
Nur Hunde, die in der Lage sind, das Bett alleine als ihren
Platz zu verteidigen werden von mir als Hund eingestuft. Die
anderen sind schwanzlose Ratten.
Wieso schwanzlose?
- Katzen sind unabhängig, dominant, schutzbedürftig.
Katzen sind unabhängig und brauchen in keinster Weise einen
Schutz.
Objektiv nein, subjektiv schon. Allein schon dadurch, dass sie so klein sind. Auf der anderen Seite sind sie eben unabhängig und würden den Schutz nicht annehmen wollen. Auch so ein Widerspruch in sich.
Ansonsten lernen sie bei mir
immerhin die Bedeutung des Wortes „Nein“.
Verrate mir mal bitte den Trick. 
(Nee, ich habe keine Katze und werde mir freiwillig auch keine anschaffen… aber wer weiß, was man so alles im Laufe seines Lebens an Fertigkeiten gebrauchen kann
)
Nein, Hunde sind einfach soziale Gruppenwesen (wie wir) und
brauchen auch ihren Rückzugsbereich.
Ja, klar, aber sie ordnen sich im Normalfall dem Herrchen oder Frauchen unter. Dann ersetzen wir eben das „unterwürfig“ durch „sich im Sozialgefüge unterordnend“. Natürlich tun sie das nicht freiwillig, aber im Endeffekt ist es bei ordentlicher Erziehung so.
treu,
An das Alpha-Tier. Bis sie sich selbst in der Hierachie auch
mal hochgekämpft haben.
Ja, aber gerade der Hundehalter, der seinen Hund liebt, ist ja auch normalerweise das Alpha-Tier.
stark (zumindest waren das ursprünglich Hundeattribute, mit den kleinen Kläffern kann ich
nichts anfangen und kann sie nicht so richtig zuordnen).
Hmm. Ich kenne auch Berichte von Menschen, deren Hausschweine
viel sozialer, engagiert sind und mehr Schutz der Gruppe
gezeigt haben als deren schwanzeinziehende Hunde.
Mag sein, aber Hausschweine sind keine weit verbreitete Haustierart.
Außerdem, wie oben schon gesagt, spreche ich von HUNDEN, nicht von Ratten.
Kann es sein, dass die „Katzenattribute“ quasi eine
Idealvorstellung der männlichen Katzenhalter ist und das
gleiche umgekehrt für die weiblichen Hundefans gilt?
Genau das kenne ich umgekehrt.
Wieso? Welche der oben erläuterten Attribute würdest du denn umgekehrt zuordnen?
Das Idealbild ist doch häufig, dass der Mann als treuer Beschützer auftritt, während die Frau eher schutzbedürftig sein soll und ihre Launen (= Unabhängigkeit) eher geduldet werden.
Aber wie gesagt. Ich bin eine
Randgruppe. Ich mag Katzen, und Hunde, aber die brauchen mehr
Zuwendung.
Ich mag, wie man dem Thema sicher entnehmen kann, Hunde. Katzen gegenüber bin ich eher skeptisch eingestellt, weil mich ihre Unabhängigkeit und die fehlende Einordnung ins Sozialgefüge der Familie nervt.
Gruß
Anja
PS: Natürlich pauschalisiere ich hier eine ganze Menge. Andererseits existieren gesellschaftlich doch tatsächlich bestimmte idealisierte Rollenbilder, und auf diese will ich hier hinaus.