Hundeerziehung

Hallo Leute,
wir schaffen uns am 4. Dez ein „Weißer-Schäferhund“ Welpen an… neben „Mein erster weißer Schäferhund“ und „Weiße Schäferhunde - Kompakt“ habe ich noch kein Buch zugelegt.
Mir liegt vor allem an Tips und Tricks, wie man die wichtigsten Sachen dem Hund beibringt. Nicht abgerichtet aber 100%ig hören muss er (besonders wenn ich unangeleint Fahrrad fahren will und ähnliches)

Hat jemand Erfahrungen mit Weißen Schäferhunden? Buchtipss? Muss Welpenschule sein?
Besonders letzter Punkt meine ich verneinen zu können, da wir einen extrem gut erzogenen (leider war ich das nicht, sonst hätt ich nicht soviele doofe Fragen) Labrador, der bestimmt so manches den Welpen lehren kann…

gruß
jartUl

hallöchen,
ist es ncht egal ob der schäferhund weiss ist oder nicht ? ist doch ein hund wie jeder andere oder? korrigiert mich wenn ich falsch liege.
ich empfehle auf jeden fall eine hundeschule (vorher erkundigen welche in der nähe gut ist) die auf jeden fall auch eine welpen-spielgruppe hat. es ist elementar wichtig für das sozialverhalten, dass dein kleiner mit anderen kleinen spielen und lernen kann !!!
in der hundeschule lernst du alles was für die erziehung notwendig ist. bücher wie „hundesprache“ oder sowas finde ich persönlich gut damit du deinen kleinen auch verstehst. die grössten fehler passieren durch missverständnisse und dein kleiner wird versuchen dir immer zu gefallen. wenn er dich aber nicht versteht wirds schwierig.

grüsse und viel spass und erfolg euch beiden !!!
halebopp

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vielleicht gibt es in der Nähe einen Hundeverein, der für ALLE Hunde offen ist (bei manchen „reinrassigen“ Schäferhundverein habe ich so meine Vorbehalte). Dort Mitglied werden, teilnehmen, Spaß haben. Wenn der Hund, egal ob weiß, schwarz, grün oder blau, alt genug ist, dann die Begleithundeprüfung machen.

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Hallo Jartul,

wir schaffen uns am 4. Dez ein „Weißer-Schäferhund“ Welpen
an… neben „Mein erster weißer Schäferhund“ und „Weiße
Schäferhunde - Kompakt“ habe ich noch kein Buch zugelegt.
Mir liegt vor allem an Tips und Tricks, wie man die
wichtigsten Sachen dem Hund beibringt. Nicht abgerichtet aber
100%ig hören muss er (besonders wenn ich unangeleint Fahrrad
fahren will und ähnliches)

Also je nach dem wo Du Fahrrad fährst, darf der Hund gar nicht unangeleint sein…das nur mal vorweg.
Um mit einem Hund dieser Größe am Fahrrad zu fahren ist einiges an Training nötig, besonders dann, wenn er ohne Leine führig sein soll. mit dem Training kannst Du mit dieser Größer erst dann beginnen, wenn das Skelett ausgereift ist, sprich wenn der Hund erwachsen ist. Vorher ist das Spielvergnügen und sollte auf wenige Minuten beschränkt werden, besonders bei Schäferhunden, da die Hinterhand sehr instabil ist, ansonsten riskierst Du massive Schäden im Bewegungsapparat, wenn Du den Hund überlastet. Also nicht vor 10 Monaten ans Fahrrad, eher sogar noch später.

Hat jemand Erfahrungen mit Weißen Schäferhunden? Buchtipss?

Die Intelligenz der Hunde (Stanley Coren)
Hund aufs Herz (Gert Haucke)
Richtig Spielen mit Hunden (Ekard Lind)
Clickertraining für Welpen (Barbara Schöning und Martin Pietralla)

Muss Welpenschule sein?

Wenn Du einen wesensfesten gut sozialisierten Hund haben willst, eindeutig ja!
Denn dort lernt er mit anderen Hunden umzugehen, komische Situationen zu meistern (Du glaubst gar nicht wie viele Hunde vor Ragenschirmen, Plastiktüten, Knallerbsen etc. erschrecken und genau dann kopflos reagiern und vielleicht sogar zubeissen)

Besonders letzter Punkt meine ich verneinen zu können, da wir
einen extrem gut erzogenen (leider war ich das nicht, sonst
hätt ich nicht soviele doofe Fragen) Labrador, der bestimmt so
manches den Welpen lehren kann…

Dein letzter Satz sagt mir, dass Du nicht wirklich Ahnung vom Wesen Hund hast. Glaube nicht, dass Du einen Hund zu Dir nimmst und er macht was Du sagst oder was Du willst, weil Du es ihm befiehlst.

Er ist ein hochsoziales Lebewesen und lebt davon Bestandteil in einem Rudel zu sein. Er muss seinen Platz zugewiesen bekommen, immer wieder, denn er wird versuchen seine Position zu verbessern. Konsequenz ist ganz wichtig, ebenso wie immerwiederkehrende Rituale…ich denke nämlich Du wirst die ersten Wochen damit zubringen den Hund stubenrein zu bekommen, bevor Du an so große Ziele wie leinenloser Gehorsam gehst…ganz ehrlich.
Schau Dich im Archiv und im Inet um nach Titeln „wie mein erster Hund“ oder „Hunde erziehen“ oder „Hundewelpen“ suche dir in Deiner Umgebung einen Hundeplatz aus (keinen Schäferhundplatz) und mach Dich dort schlau.
Da ein Schäferhund von Naturaus eine hohe Arbeitsintelligenz hat, wirst Du ihn beschäftigen wollen, weil er sonst Dich (negativ) beschäftigt…

Gruß
Maja

PS falls Du noch Fragen hast oder Hilfe brauchst stehe ich natürlich zur Verfügung, auch dann, wenn Dir meine Worte nicht gefallen haben.

Hallo Jartul,

zusätzlich zur ausgezeichneten Antwort von Maja noch dies:

Du glaubst, der vorhandene Hund wird den neuen „etwas“ lehren. Unter diesem „etwas“ stellst Du Dir etwas in Richtung Führigkeit, Hundeerziehung usw. vor. Das ist leider völlig falsch.

Der Althund wird dem Junghund sicher einiges beibringen was das Verhalten Hund-Hund angeht, aber nichts, was mit Hundeerziehung wie Du sie verstehst zu tun hast.

Weiterhin solltest Du bedenken: 2 Hunde sind ein Rudel. Das bedeutet, dass sich die beiden auch notfalls selbst genügen. Das führt dann z.B. dazu, dass wenn ein Hund Dir abhaut, der zweite mitgeht. Da sie dann jeweils ein Rudelmitglied bei sich haben, werden sie schwerer abzurufen sein. Ein einzelner Hund lässt sich oft leichter abrufen, da er ja kein Rudelmitglied bei sich hat.

Das Vorhandensein eines Zweithundes hat also für Herrchen nicht nur Vorteile.

Gruß,

Myriam

Hallo,

den neuen Hund zu erziehen soll und darf nicht Aufgabe des Althundes sein! Denn wenn du deinem bisherigen Hund diese Aufgabe gibst, wird er auch in anderen Bereichen meinen, er hätte Verantwortung (er könnte, wenn du es zulässt, dass er den Hund erzieht, auch den Eindruck bekommen, du seist zu schwach oder zu unfähig, um diese Aufgabe zu übernehmen und sie deshalb ihm überlässt). Wir haben auch zwei Hunde (auch den zweiten später dazu) und ich hoffe, ich weiß, wovon ich rede … :wink:
Macht so viel wie möglich getrennt mit den Hunden und überlasst sie nicht sich selbst (Maja beschreibt das „Rudel-Phänomen“ ja schon sehr treffend).

Von einem Hund 100%igen Gehorsam zu erwarten, ist ein hoher Anspruch - ich wünsche euch und den Hunden sehr, dass ihr einen guten, hundgerechten Weg finden werdet, eure Mini-Rudel zu führen! Falls du mehr wissen magst, frag gerne nach, ich kann dir auch WIRKLICH gute Adressen empfehlen!

Lieben Gruß,
Nina

Hallo Jartul!

Ich schließe mich meinen Vorrednern an! Hundeschule und Welpengruppe sollte sein!!! Möglichst keine klassischen „Schäferhunde-Leute“, da wird Dein Hund weniger zu einem gehorsamen Begleithund als zu einem neurotischen Kampf-Kläffer! Für eine gute Mensch-Hund-Beziehung, aus der dann ein zuverlässiger Gehorsam resultiert, kannst Du schon in der frühen Prägephase viel tun. Wirklich gut ist das Buch „Lassie, Rex und Co“ von Felicia Rehage!
Mach nicht zu viel mit dem Hund,vor allem nicht solange er noch jung (unter 6 Mo.)ist! Er macht vielleicht am Anfang schnelle und unglaubliche Fortschritte, aber wenn Du Dich (und ihn) da nicht bremst, wird er schnell überfordert und hat dann keine Lust mehr am Arbeiten!
Dein anderer Hund wird ihm sicher ein paar Sachen beibringen - wie man sich richtig einschleimt, wie man Dir am schnellsten Leckerchen aus der Tasche leiert, wie man unschuldig guckt und glaubhaft versichert, noch niiiieee etwas zu Essen bekommen zu haben :wink:! Aber er wird ihm nicht beibringen bei Fuß zu gehen, zu kommen oder andere Befehle zu befolgen, das vergiß mal ganz schnell! Wenn Du Glück hast, guckt der Kleine sich was ab - wenn Du Pech hast, interessiert es ihn nicht!!!
Die Arbeit wirst Du Dir selber machen müssen, vor allem, weil Du sehr hohe Ansprüche stellst. Da wirst Du viel Zeit und Energie reinstecken müssen!
Aber trotzdem viel Spaß und Erfolg mit dem kleinen!

Archie

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Hallo Leute,

ebenfalls Hallo

wir schaffen uns am 4. Dez ein „Weißer-Schäferhund“ Welpen
an… neben „Mein erster weißer Schäferhund“ und „Weiße
Schäferhunde - Kompakt“ habe ich noch kein Buch zugelegt.

Der Weiße Schäferhund ist so, wie andere Schäferhunde auch. Und die speziellen Rasseneigenschaften stimmen sowieso nicht bei allen Hunden. Jeder Hund hat sein eigenes Wesen. Und auf dieses musst du bei der Erziehung eingehen. Die Eigenschaften haben also nicht viel mit Rasse zu tun und deshalb sind solche rassenspeziefische Bücher nur bedingt hilfreich.

Mir liegt vor allem an Tips und Tricks, wie man die
wichtigsten Sachen dem Hund beibringt. Nicht abgerichtet aber
100%ig hören muss er (besonders wenn ich unangeleint Fahrrad
fahren will und ähnliches)

100%ig hören kannst du schon mal vergessen. Ein Trainer in der Hundeschule sagte mal, dass selbst nahezu „perfekt“ hörende ausgebildete Polizeihunde zu 95% hören, sprich den gegebenen Befehl ausführen. In diesen 95% ist bereits, dass sie auch jem. festhalten, der sie tritt, schlägt etc.

Hat jemand Erfahrungen mit Weißen Schäferhunden? Buchtipss?

Warum unbedingt einen WEIßEN Schäferhund? Wegen der Farbe, oder warum hast du dich für die Rasse entschieden (ich frag nur aus reiner Neugier).

Muss Welpenschule sein?

Unbedingt.

Besonders letzter Punkt meine ich verneinen zu können, da wir
einen extrem gut erzogenen (leider war ich das nicht, sonst
hätt ich nicht soviele doofe Fragen) Labrador, der bestimmt so
manches den Welpen lehren kann…

Warum wurde ja bereits ausführlich geklärt.

gruß
jartUl

Gruß Claudia.