Hundegebell

Liebe/-r wer-weiss-was Experte/-in,ich habe ein Problem.
Heute war das Ordnungsamt bei mir. Ein Nachtbar hat sich über Hundegebell beschwert. Was kann daraus werden? Beschreibung aus meiner Sicht.
Wir haben einen lieben Mischling. Der Bellt wenn Besuch kommt oder wenn einer vorm Fenster hergeht.
Die Nacktbarn (Doppelhaushälfte)haben einen Cocker und Mali neu.
Die Bellen auch aus diesem Grund.
Bei schönen Wetter Spielen die Hund im Garten. Wenn einer am Garten her geht bellt der Cocker los und die anderen beiden bellen mit.
Beim Spielen machen sie auch Mahnmal krach.
Wie soll ich damit umgehen?

M.f.G
Uwe

Hallo Uwe,
das ist ein allgegenwärtiges Problem!

Ich nehme jetzt mal an, dass es ein dritter Nachbar war (also nicht der mit den beiden anderen Hunden), der das Ordnungsamt geschickt hat.
Dann müßte ja der andere Hundebesitzer ebenfalls eine Verwarnung oder was das nun war, bekommen haben.

Mir geht das ähnlich, wir wohnen mit einer Hündin in einer Reihenhaus-Siedlung, rechts, links und schräg gegenüber wohnen ebenfalls Hunde. Es gibt ständig Gebell. Wir alle kommen damit nur klar, weil wir eine gute Nachbarschaft haben und darüber sprechen, was geht und was nicht.

Wie sieht das in deinem Fall aus?

Kommt ihr mit dem 2fach-Hundemann gut aus?

Weißt du denn, wer euch angezeigt hat?

Wir haben auch schon allerhand ausprobiert, das Bellen abzustellen, es ist einfach nicht möglich; weder mit Wasserpistole, noch mit Schimpfen, Schreien, Schnauze zuhalten, nix hilft.

Gruß Elke

Hallo Uwe,

zu dem Ordnungsamtprozedere kann ich Dir leider nichts sagen, dafür habe ich eine Anregung wegen des Bellens:
was die Hunde Deiner Nachbarn tun, kann Dir ja relativ egal sein, das müssen die dann mit dem ruhebedürftigen Nachbarn klären. Was mir an Deiner Stelle nicht egal wäre, wäre der Krach meines eigenen Hundes. Um ihm das Bellen abzugewöhnen, gibts - so wie ich das sehe - zwei Hauptbaustellen:

  1. Ist Dein Hund richtig ausgelastet? Je müder der Hund zuhause ist, desto weniger Aufgaben wird er sich möglicherweise selber suchen, wie z.B. Passanten zu „vertreiben“.
  2. Natürlich die Gebell provozierenden Situationen selber, da will ich Dir wirklich Mut machen, mit Deinem Hund zu arbeiten; auch wenn einiges an Mühe drinsteckt, es lohnt sich bestimmt! Und der Besuch freut sich wahrscheinlich auch, wenn er nicht von einem bellenden, hopsenden Monsterchen empfangen wird, sondern von Euch. :wink:

Gerne schreib ich auch noch was zu möglichen Arbeitsansätzen - noch weiß ich allerdings nicht, ob das überhaupt ein für Dich denkbarer Weg wäre?

Gruß,
Anna

Hallo Uwe,
der Nachbar müßte eigentlich beweisen, dass Euer Hund bellt, wie kann er das ? Waren die auch bei dem anderen Halter ? Das dass Ordnungsamt sofort auf der Matte steht, habe ich ja noch nie gehört… Amts Vet ja, aber Ordnungsamt…eigentlich schreiben die erst mal an.
Mach Dich nicht verrückt und warte die Post von denen ab, dann kann man noch weitersehen.
Grüße
Margit

Hallo Elke
Natürlich haben sich die Nachtbarn mit den 2Hunden nicht beschwert.Wir sind mit denen ja super befreundet.
Die Hund spielen ja auch im Haus miteiander.Nun weiss ich ja nicht ob das Amt jetzt nur meinen Hund meint.Der bellt am wenigsten und ist sehr scheu, habe ihn aus einem Tieheim gerettet.Der Cocker vom Nachtbarn 1Jahr stiftet die andernbeiden an.
Ist ja auch schön für die Hund und uns wenn sie spielen.
Mal sehn wie es weitergeht.
Herzliche grüße Uwe

Hallo,

wie das nun genau ist, weiß ich nicht. Aber ich weiß das Hundebesitzer das Gebell ihrer Hunde oft selbst falsch einschätzen.
Als beispiel: In dem Haus in dem wir jetzt wohnen (mit Hund) hat vorher jemand mit Hund gewohnt, die eigentlich meinen das Ihr Hund nicht viel bellt.
Ich denke darüber anders, ich habe noch Kontakt dort hin (Familie) und muss sagen das ich den eindruck habe das dieser Hund wegen jeder Kleinigkeit Bellt und dann ewig nicht aufhört und auch auf kein Abbruchsignal reagiert. Aber darum geht es nicht.
Seit wir also hier eingezogen sind, sind viel Nachbarn gekommen, wenn man sich mal auf der Straße trifft, und haben gesagt das Gott sei dank der andere Hund nicht mehr da ist. Es war angeblich sehr störend und nervig, sich die ständige Bellerei anzuhören. gerade weil dieser Hund eine sehr durchdringende Stimme hat.
Andererseits denke ich das mein Hund auch oft bellt. Wenn es klingelt oder jemand hinter den Haus vorbei geht (Waldweg). Beim Spielen kriegt er sich auch manchmal vor übermut nicht mehr ein. Aber er hört auf ein Abbruchsignal und bellt immer nur Kurz. Wie werden immer wieder von den Nachbarn gelobt wie ruhig unser Hund doch sei. Er würde ja wirklich nur Bellen, wenn er einen Grund dafür habe, man würde fast nie was hören.
ich denke ich konnte dir nicht weiterhelfen aber so unterschiedlich können die Einschätzungen darüber sein, wie oft und Laut ein Hund Bellt.

magret

Hallo Uwe;
Vor zwei Tagen noch hatten wir dasselbe problem. Wir haben zwei Hunde beides ausgewachsene Rueden und Kopfhunde. Der Dobermann ist normalerweise im Haus der Jagdterrier ist nachts im Zwinger aber Tagsueber mit dem Dobermann zusammen im sicher umzeunten Hof.

Diese beiden Missetaeter haben wir seit sie Babys waren und demnach auch entsprechend verzogen (sorry unser Kinder sind schon erwachsen)
Jedesmal wenn jemand zur Haustuere kommt oder an der Strasse vorbeileuft bellten die wie verueckt bis vor zwei tagen.

Schreien und Hundepeitsche bringt nur Fletschen, hey gehts denn noch.

Da riss mir endlich der geduldsfaden und ich machte einen 20 lieter eimer voll wasser und schmiss dass Wasser dann volle ladung auf den jeweiligen Hund. Der Terrier zischte ab in seine Huette und knurrte nicht mal, der Dobi kukt ganz ungluecklich.

Komisch jetzt ist totale Ruhe die sind wohl schlauer als ich dachte.

Probiers mal aus und viel spass bei der fast unheimlichen Ruhe------Karl.

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Hallo Uwe;

Da riss mir endlich der geduldsfaden und ich machte einen 20
lieter eimer voll wasser und schmiss dass Wasser dann volle
ladung auf den jeweiligen Hund. Der Terrier zischte ab in
seine Huette und knurrte nicht mal, der Dobi kukt ganz
ungluecklich.

Schön…wenn man hört das es funktioniert…
Wir haben das gleiche Problem…und es funktioniert nüscht…:smile:
Allerdings setzen wir auf das Alter unserer Viecher und deren Erfahrungsschatz…lohnt sich…oder lohnt nicht…, und das spielt für uns… Und wir sind auch etwas gelassener geworden.

Wir hatten eine regelrechte Jagdhundestartbahn die in der Küche ihren Anfang nahm…sich ihren Weg unter dem Küchentisch durch das Wohnzimmer über die Terrasse und dann den Rasen quer durch den Garten bis zum Zaun ging. Unsere Viecher nahmen tatsächlich immer die gleiche Strecke mehrfach am Tag…

Wir haben viel ausprobiert…: lautes Gebimsel (schlüsselanhänger an einer Kette) in die Richtung geworfen…Wasser in verschiedener Ausführung…, nüscht. Unser Münsti lief mit hocherhobenem Schwanz am Zaun entlang und zeigte uns den imaginären Hundevogel…

In den letzten Jahren ist das Gebüsch um den Zaun herum etwas dichter geworden. Es ist jetzt für die Beiden nicht mehr so einfach gerade durch zu laufen… wenn sie jetzt durchstarten hat man das GEfühl, sie haben gar keine Lust sich da durch zu wühlen und lassen sich eher abrufen…

Somit ist auch das Gebelle weniger geworden…

Andererseits sag ich mir auch immer: Wenn er nicht übertreibt…macht er ja nur seinen Job…, da beide nicht jagdlich geführt werden…sind sie halt Siedlungskontrollettis mit Familienanschluss geworden…

Grüße
kk

Hi Uwe,
wenn ich wieder lese was hier an Tipps kommt aber deine Frage nicht beantwortet wurde…
Ok.
Gehen wir den Fall durch.
Ein Nachbar ist genervt. Wenn er Mieter ist hat er bei konstanter Belästigung das Recht seinem Vermieter die Miete zu kürzen(Prozentsatz kann ich dir nicht sagen)
Dieser Vermieter schaut in die Hausordnung der Wohnanlage und sieht daß dort steht: Hunde sind verboten etc. etc. etc.(das wäre der schlimmste Fall)
Oder aber, er ruft bei seinem Anwalt an, der schickt das Ordnungsamt mit einer Amtshandlung(Zustellung der Beschwerde los). Das Vet. Amt hat hier erstmal nix verloren(Hier gehts um eine Sachliche Beschwerde, nicht um eine Tierfrage an sich)
Das Vet. Amt aber weiss jetzt sicher bescheid.
Jetzt kommt also das OA. Die sagen dir, dein Hund soll die Klappe halten… Is legal. Das Problem entsteht nun an einer Stelle.
Wenn du die Aussage zu der Sache verweigerst und deinen Anwalt einschaltest hast du gute Chancen es in den Griff zu bekommen.
Jede Aussage aber von dir kann gegen dich verwendet werden(Leider verdrehen manche Beamte was sie hören ganz gewaltig)
Daher. Klappe halten
Nun gehen die Jungs zum Nächsten, der sagt… wir sinds nicht.
Da der Täter nicht gefunden, beide aber Hunde haben, wird man hier gemeinsam belangt=> Hunde haben generell den Mund zu halten
Das ist wohl legal.

Für NRW gilt wohl
Das Urteil: Hundegebell, Winseln oder Jaulen ist außerhalb der Zeitspannen von 13.00 bis 15.00 Uhr sowie 22.00 bis 6.00 Uhr, und zwar nicht länger als 10 Minuten ununterbrochen und ingesamt 30 Minuten täglich, zulässig.
www.groene-wolter.de/91abceb0b288d8b78d47a747f268f33… -

ein weiteres Urteil:
Eine Berufung mit teilweisem Erfolg, denn was die nächtlichen Ruhezeiten angeht, müsse die Klägerin das störende Hundegebell nicht nach § 906 Abs. 1 BGB als nur unwesentliche Beeinträchtigung hinnehmen, so das OLG und kommt zu folgendem Urteil:

Geräusche, welche die Aufmerksamkeit in besonderem Maße auf sich ziehen, wie vorliegend Hundegebell zu nächtlichen Ruhezeiten, sind eine störende Beeinträchtigung im Sinne des § 1004 BGB auch dann, wenn sie diejenige Phonstärke nicht überschreiten, bei der Verkehrs- und Industriegeräusche noch hinnehmbar sind; sie beeinträchtigen schon bei einer Lautstärke, mit der sie sich in das Bewusstsein desjenigen drängen, der sie nicht hören will.
Zu diesen Geräuschen, die nach ihrer Art den unfreiwillig Hörenden in besonderem Maße beeinträchtigen, gehört - neben unerwünschter Musik auch Hundegebell, insbesondere zu Ruhezeiten.

Ebenso bemerkenswert wie das Urteil selbst ist der Streitwert, den das Gericht für das Berufungsverfahren auf 15.000 Euro festgesetzt hat. Allerdings wurden die Kosten des Rechtsstreits gegeneinander aufgehoben. Für jeden Fall der Zuwiderhandlung ist ein Ordnungsgeld von bis zu 5.000 Euro angedroht.
http://www.baurechtsexperte.de/hundegebell-zu-ruheze…

Was ich von dem Urteil halte???Kein Kommentar
Daher… Anwalt einschalten.

Gruß Steffen

Ergänzung
Hallo Uwe,

ergänzend zu dem, was Steffen geschrieben hat, hier noch ein Tipp von mir - ich habe als Hausverwalter immer wieder mit Beschwerden wegen Lärm zu tun, dabei ist es zunächst unwichtig, ob Hund oder Kind oder Radio, denn der eine fühlt sich belästigt, der andere sagt, der stelle sich nur an.

Fertige ein Lärmprotokoll (in deinem Fall eher Bellprotokoll *g*) an. Schreib genau auf, wann dein Hund wie lange gebellt hat, und notiere dir am besten auch, wann der Hund gar nicht daheim war. Man vergißt vieles, und man ist nicht objektiv, aber vielleicht wird sich herausstellen, dass dein Hund gar keine so große Lärmquelle ist.

Ein Beratungsgespräch beim Anwalt kann nicht schaden, mir wäre es das Geld wert.

Ich habe übrigens zwei Spitze (einen alten Mix und einen reinrassigen Junghund), also eher bellfreudige Tiere, die das Haus bewachen (sollen). Der Alte (Tierschutzhund, kam als erwachsenes Tier u uns) hat sehr schnell gelernt, dass er nur bellen darf, wenn jemand am Haus ist, und ist anscheinend so ruhig, dass ich schon gefragt wurde, ob er noch lebt. ICH finde, dass er manchmal nervig lange bellt, wenn es klingelt (wenn ich telefoniere, stört das, und ich habe das Büro im Haus…), aber es sind tatsächlich nur SEKUNDEN.

Der junge Wilde lernt noch, er hat immerhin inzwischen kapiert, dass unser Garten an der Hecke endet und die Menschen drumherum freundliche Nachbarn und keine Einbrecher sind, er also nicht bellen muss. Es besteht aber noch deutlicher Erziehungsbedarf.

Nicht aufgeben, zu viel bellen kann man zumindest einschränken !

Alles Gute,
Insel

MOD: Richtung dieses Threads
Lieber Steffen,

wenn ich wieder lese was hier an Tipps kommt aber deine Frage
nicht beantwortet wurde…

Zuerst einmal würde ich mich freuen, wenn auch Du nicht immer so kläffen würdest. Ob mir dabei das Ordnungsamt hilft? Ich weiß es nicht.

Zum Thema: hier ist das Haustierbrett, daher gibt es hier Tipps in der Richtung, wie man das Bellen abstellen bzw. reduzieren kann. Hinweise zur rechtlichen Situation gäbe es im Brett „Allgemeine Rechtsfragen“, aber da würde dieser Thread gelöscht, da er gegen FAQ:1129 verstößt.

Gruß,

Myriam
Moderator „Haustiere & Nutztiere“

Hi Myriam
ja ich bell laut :smile:
Habs mit von den riesen abgeschaut… Soooorrrrryyyyyyy
aber wenn die Frage auf einen rechtlichen Verlauf abzielt…
dann musst du solche Fragen hier stoppen. Denn Fakt ist nun mal der Weg den ich schrieb.
Kann ja nix dafür… hab nur Sachgemäß geantwortet(werd mir mühe geben weniger zu bellen !)

Oh!! Rechtschreibung heute grausam.

Steffen

Hallo Uwe,

ich kann dir wirklich auch raten ein Lärmprotokoll anzufertigen in dem du immer einträgst wann und wie lange dein Hund bellt. Wir hatten mit dem vorigen Mieter des Nebenhauses das gleiche Problem. Er hat zwar weder das Ordnungsamt noch sonst jemand gerufen. Er hat lieber gleich mit vergiften der Hunde gedroht. Ob er es gemacht hätte weiss ich nicht, aber ich habe ihm vorsorglich gesagt dass ich mit Sicherheit Anzeige erstatte, falls jemals irgendwas passiert. Und da wir Zeugen zu dieser Aussage hatten ist es nie zu einem Vorfall gekommen.

Also nochmal zum Lärmprotokoll, er hat damals eins angefertigt, wir auch. Dabei kam raus, dass wir z.B. im Urlaub waren, als er unsere Hunde stundenlang bellen gehört hat (über 800 km, gute Ohren der Mensch) Ebenso wurden Zeiten angegeben, bei denen ich die Hunde mit im Büro hatte. Es kam raus, dass er jedes Hundegebell (egal ob vom Mops oder Schäferhund unseren Hunden angekreidet hat) Als wir ihm dann das Gegenteil bewiesen haben, war erstmal Ruhe.

Mittlerweile ist er weggezogen und spielt das gleiche Spiel in seiner neuen Wohnung weiter. So hat er z.B. eine Nachbarin angezeigt, weil der Hund anscheinend immer bellt. Der Hund ist 16 Jahre alt, stocktaub und wenn er mal einen Laut von sich gibt, dann ein heisseres Wüffchen, dass man nur hört, wenn man neben ihm ist.

Also, Gegenbeweise sammeln, Protokoll anfertigen und wenn du dann siehst, dass dein Hund tatsächlich zu viel bellt, dann solltest du einschreiten.

Gruß Ute

aber wenn die Frage auf einen rechtlichen Verlauf abzielt…
dann musst du solche Fragen hier stoppen.

Dann hätte ich den ganzen Thread löschen müssen, was ich vermeiden wollte. Hinweise zum erzieherischen Aspekt sind ja durchaus auch hilfreich, das Problem kennen ja viele Hundehalter.

Gruß,

Myriam
*deren Hund anscheinend gar nicht bellen kann*

Hallo alle;
Nun sind schon 7 tage vergangen die beiden Hunde bellen nur wenn notwendig und dann nur ein oder zwei beller dann schluss. Eimer steht sichtbar bereit. Musste bislang nur einmal „nachschuetten“ ich freu mich dass ich so schlaue Hunde habe.
Bis naechstens--------Karl

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]