Kann mir jemand helfen, der Hund meiner Tante kann nicht allein gelassen werden ,weil er sonst unaufhörlich jault und bellt.Vielen Dank im Vorraus!Der Hund ist eine Terrierart und 4 Jahre alt. Sie hat ihn aus einer Tiervermittlung seit ca. 2 Monaten.
Gruß Siggi
Hallo,
zuerst einmal müsste man wissen warum der Hund nicht alleine bleibt. hat er Angst oder will er es einfach nicht. Konnte er früher alleine bleiben, kann es sein das es nur eine Übergangs Phase ist, er muss sich ja erst einmal an alles neue gewöhnen. Habt Ihr vom Tierheim keine Informationen bekommen?
Ich erkläre mal Schritt für Schritt wie ich es meinem Hund beigebracht habe.
Ihr müsst es Ihm nun beibringen, da geht man genauso vor wie bei einem Welpen. Jeder Hund egal wie alt kann es noch lernen alleine zu bleiben. Der eine lernt es schneller der andere langsamer. Natürlich geht es nicht von heute auf morgen, aber mit viel Geduld und Konsequenz sollte es klappen. Bei meinem hat es ca. 2-3 Wochen gedauert bis ich Ihn eine Stunde alleine lassen konnte. Man sollte lieber mehrmals täglich kurz Trainieren als einmal zu lange.
Wie schaut es in der Wohnung aus, kann er da in einem Raum alleine bleiben, oder läuft er Euch nach? Wenn nicht fängt man hier am besten mit dem Training an. Am besten geht man systematisch vor und lässt in dieser Phase den Hund nicht alleine. Erst einmal muss der Hund einen Festen Platz zugewiesen bekommen. Man schickt Ihn dann mehrmals täglich auf diesen und er darf Ihn erst verlassen wenn er die Erlaubnis bekommt. Es kann sein das er diesen Platz zu anfangs immer wieder verlässt, dann schickt man Ihn immer wieder mit viel Geduld und freundlicher Stimme auf seinen Platz. Dort wird er dann auch belohnt.
Manche Leute wollen das ihr Hund im Haus immer nur auf seinem Platz liegt, meiner muss dies nicht. Ich lasse ihn nur wenn er mal im Weg liegt oder Besuch da ist auf seinem Platz liegen. Die Übrige Zeit darf er sich im Erdgeschoss des Hauses frei bewegen. Er darf allerdings nicht in die erste Etage in die Schlafzimmer. Es ist gut für einen Hund wenn es im Haus Tabuzonen gibt, Zimmer die er nicht betreten darf. Bei den einen ist es die Küche bei anderen das Bad oder wie bei uns die Schlafzimmer. Allerdings ist ein fester Platz auch für den Hund selbst wichtig, er gibt Ihn Sicherheit, hier kann er entspannen hat seine ruhe.
Mein Hund geht mit dem Kommando „Körbchen oder Decke“ auf seinen Platz erst wenn ich Ihm das Aufhebungssignal gebe „Ok“ dann darf er sich wieder frei bewegen. Ich benutze das „Ok“ immer dann wenn er sich wieder frei bewegen darf. Auch wenn er zb. beim Spaziergang eine Zeitlang bei Fuß gelaufen ist und sich nun wieder bewegen darf wie er will. Immer wenn ich Ihn aus einer Aufgabe entlasse.
Die erste Zeit schickt man den Hund immer mal wieder auf die Decke während man selbst noch im Zimmer ist. Dann dehnt man die Zeit in der der Hund auf seinem Platz liegt ein wenig aus und verlässt das Zimmer. Wenn der Hund nun auch dabei ruhig bleibt kann man die Zimmertüren hinter sich anlehnen später zumachen. Zuerst nur ein paar Sekunden dann langsam länger bis der Hund dann einige Minuten alleine in einem Zimmer bleiben kann.
Sollte der Hund zwar ruhig bleiben aber seinen Platz verlassen (während er alleine ist), würde ich nicht schimpfen sondern wenn ich den Raum wieder betrete Ihn zu seinem Platz locken und loben. Mir persönlich ist es egal wo mein Hund in meiner Abwesenheit liegt, da ich nicht anwesend bin kann ich dies auch nicht beeinflussen oder bestrafen. Sollte der Hund allerdings das Bellen anfangen, an der Türe kratzen oder ähnliches würde ich ganz Plötzlich und mit angehobener Stimme ins Zimmer kommen und Ihm ein Abruchkommando geben also „Pfui, Aus oder Nein“ geht der Hund darauf von sich aus auf seinen Platz, Loben. Bringe ich Ihn danach auf seinen Platz, Loben. Man muss dann von Schimpfen sehr schnell wieder zu Freundlich umschalten.
Sollte es nun klappen das der Hund in der Wohnung auf seinem Platz bleibt, während ich mich frei in der Wohnung bewege zu anfangs übe ich das in dem ich wahllos durch die Zimmer laufe, Türen aufmache rein geht Türe zu, wieder raus kommen…
Nun kann ich den Radius vergrößern indem ich die Haustür öffne und die Wohnung verlasse. Bleibe einige Sekunden im Flur und komme in die Wohnung zurück. Erst bleibe ich Sekunden draußen dann Minuten. Ich habe manchmal bis zu ner halben Stunde im Hausflur gesessen.
Es ist wichtig das man den Hund nicht überschwänglich Verabschiedet oder begrüßt wenn man die Wohnung verlässt oder wiederkommt. Es soll etwas ganz normales sein, wie wenn ich nur einen raum in der Wohnung verlasse. Auf die Art belohne oder Schimpfe ich auch. Es sollte aber darauf geachtet werden, das man in einem Moment in die Wohnung zurückkommt wenn der Hund ruhig ist so kann man Loben. Es sei den Natürlich man hört wie er die Türe oder Einrichtung zerstört dann kommt man Laut schimpfend zurück.
Sollte es nun funktionieren so lässt man den Hund mit der Zeit ein wenig länger alleine zuerst nur Sekunden, dann Minuten und bald mal ne Stunde. Hilfreich ist es wenn man vorher mit dem Hund Spazieren war und gespielt hat. Mann kann Ihm für die Abwesenheit einen Knochen geben.
Dies ist allerdings nur meine Erfahrung, bei meinem Hund ging es relativ Unkompliziert, obwohl er auch anfangs in die Wohnung gemacht hat und dauergebellt. Ich habe mir aus vielen Internet Foren und Tipps von Hundehaltern/Ausbildern das für uns passende herausgesucht um meinen Hund zu erziehen und es hat geklappt.
Sollte der Hund allerdings andere Probleme haben, wie die Wohnung richtig Zerstören oder zu Verunreinigen oder sollte es trotz des Schritt für Schritt Vorgehens nicht besser werden der Hund trotzdem noch ohne Unterbrechung jaulen und heulen, so kann ich Euch keine wirklichen Tipps geben. Da solltet Ihr Euch Hilfe in einer Hundeschule holen oder meist stehen die Tierheime aus denen die Tiere kommen gerne mit Hilfe zur Seite.
magret
hallo,
Der Hund ist eine Terrierart und
4 Jahre alt. Sie hat ihn aus einer Tiervermittlung seit ca. 2
Monaten.
typisch tiervermittlung. die haben keine ahnung, woher der hund ist und das vorleben ist natürlich völlig unbekannt - oder ?
das hat alles seinen grund - entweder die tiervermittlung ist gescheitert oder der wunsch bezüglich hund .
wenn ich einen gebrauchten hund haben will, dann ist die anpreisung der tiervermittlung die schlechteste alternative - ich sage das als betroffener.
mehr habe ich dazu nicht zu sagen - vorerst.
viele grüße
Hi,
wenn ich einen gebrauchten hund haben will,
IoI
Ich hab’ auch schon öfter einen „gebrauchten“ Partner genommen, die waren eigentlich ganz ok, auch wenn ihre Herkunft manchmal etwas fragwürdig war 
Gruß,
Anja
Hallo,
typisch tiervermittlung. die haben keine ahnung, woher der
hund ist und das vorleben ist natürlich völlig unbekannt -
oder ?
Woher der Hund ist werden sie wohl wissen. Ob das Vorleben unbekannt ist, liegt ja wohl kaum an der Tiervermittlung, sondern wenn überhaupt am Vorbesitzer.
wenn ich einen gebrauchten hund haben will, dann ist die
anpreisung der tiervermittlung die schlechteste alternative -
Welche Alternativen bleiben denn dann? Selbst im Ausland einen Straßenhund einfangen? Dann habe ich auch keine Vorgeschichte. Einen Hund direkt vom Vorbesitzer übernehmen? Dabei kann Dir genau so die Hucke vollgelogen werden wie von einer Tierschutzorganisation.
mehr habe ich dazu nicht zu sagen - vorerst.
Ein hilfreicher Tipp zur Fragestellung wäre nicht übel.
Gruß,
Myriam
Hallo!
Meiner Erfahrung nach ist ein Hund ein Tier, das von Natur aus im Rudel lebt. Schenke Deiner Tante einen 2. Hund dazu, und dann hört das Jaulen auf. Ich bin von Kind an mit Hunden vertraut, ich weiss wovon ich rede.
Gruss Peter
Hallo,
natürlich ist ein Hund ein Rudeltier und somit nicht gerne alleine. Aber er kann es problemlos lernen und wenn er außerhalb der Familie kontakte zu Artgenossen hat ist es auch nicht schlimm für einen Hund alleine gehalten zu werden. Ein zweiter Hund stellt oft eine Bereicherung im Rudel dar, aber nur wenn man es richtig anstellt.
Das Problem löst sich nicht automatisch auf weil man einen 2. Hund dazuholt. Denn ich kenne einige Familien die anfangs auch so dachten und die Probleme haben sich dann Verdrei oder vervierfacht. Denn leider schauen Hunde sich nicht nur gutes Verhalten vom anderen ab sondern meist viele nicht gewollte Angewohnheiten. So wurde aus einem eigentlich nur Jauler schon oft mit eintreffen des 2. Hundes ein Team das die Wohnung verwüstet hat.
Mann sollte sich einen 2. Hund immer erst dann zulegen wenn der erste bereits sehr gut erzogen ist und man keine Probleme mit Ihm hat oder wenn man so viel Erfahrung und Zeit/interesse hat sich ausgiebig mit beiden Hunden (auch einzeln) zu beschäftigen. Denn wenn der neue da ist verlangt dieser zu Anfang sehr viel Aufmerksamkeit. Wenn man schon nicht in der Lage war den ersten Hund zu Erziehen fangen dann die Probleme erst richtig an.
magret