Wir werden demnächst Zuwachs bekommen, worauf wir uns natürlich sehr freuen. Der kleine Racker (Mischling 16 Wochen) solls natürlich immer gut gehen, doch ab und an kann es passieren das auch er mal krank wird, daher meine Frage ist es sinnvoll eine Krankenversicherung abzuschließen oder ist dies eher sinnlos.
Wäre über euren Erfahrungsaustausch sehr dankbar.
entweder ein Tier ist nie oder aber immer krank (so weit zumindest meine Erfahrung) Wenn er jetzt fit ist, dann vermutlich auch in der Zukunft - von blöden Unfällen mal abgesehen.
Wir sind persönlich zudem von der Versicherung abgekommen, da diese gut kassiert so lange das Tier jung ist, aber dann nicht zahlt, wenn ggf. die Krankheiten anfallen. Haben einen Rotti der automatisch ab dem 6 oder 8 Lebensjahr ( Wenn HD , dann in dem Alter) bei den Versicherungen ausgeschlossen wird… so bleibt uns dann eh nichts anderes übrig als selbst zu zahlen.
Relevant für Deine Entscheidung ist vielleicht auch Deine Einstellung zum Tier. Bei mir ist ein Tier eben ein Tier und da kämen diverse OPs für mich gar nicht in Frage. Das musst Du aber für Dich klären
Ich würde das Geld zurück legen und so jeden Monat was ins Sparschwein stecken. Dann kannst Du das Geld auch anderweitig verwenden, wenn der TA nicht benötigt wird. Anders ist es weg … und einen Selbstbehalt gibt es ja auch noch in den meisten Versicherungsverträgen. dh einen Teil des TA musst Du dann eh zahlen.
Soweit ich weiss zahlen die auch nicht die jährlichen Impfungen die das Tier benötigt. Also das mit dem monatlichen Geld zurücklegen ist eine gute Idee.
Soweit ich weiss zahlen die auch nicht die jährlichen
Impfungen die das Tier benötigt. Also das mit dem monatlichen
Geld zurücklegen ist eine gute Idee.
– es soll eine geben die das tut, allerdings für 30 euro im Monat…das mit dem sparen hatte ich mir auch überlegt, werde es auch so machen…
wie bereits erwähnt wurde, sind solche Versicherungen (die übrigens durchaus - in der teuereren Variante - Vorsorgeleistungen wie Impfung & Co. erstatten: http://www.vergleichen-und-sparen.de/hundekrankenver…) ziemlich teuer. Abschließen würde ich eine solche nur für einen sehr teueren bzw. bekannt ‚anfälligen‘ Hund (sprich: für Hunderassen, die zu Hüftdysplasie, Magendrehung, KCS, was-weiss-ich, neigen, weil das auf Dauer tierisch ins Geld gehen kann). Mischlinge sind da zum Glück sehr robust…
dazu möchte ich wirklich gerne mal - nicht nur an dich gerichtet - die Aussage einer Tierärztin zitieren:
quote
Bei Mischlingen gibt es alle Krankheiten und genetischen Fehler, die es bei Rassehunden auch gibt.
Allerdings können für Mischlinge keine Statistiken angelegt werden, da sie ja keiner Rasse zuzuordnen sind. Deswegen gelten Mischlinge einfach immer als „gesünder“ als Rassehunde.
unquote
Das hat mir damals sehr zu denken gegeben und ich persönlich finde, da ist was dran. Per se ist ein Mischlingshund nicht „gesünder“ oder „robuster“.
ich habe strenggenommen überhaupt keine Ahnung, aber was hältst Du von folgender Logik, die mein Tierarzt vertritt und die ich auch ganz einleuchtend fand:
„Viele Probleme, mit denen Rassehunde sich rumplagen sind erst durch gezielte Züchtung besonderer Merkmale entstanden (tiefe Hüfte bei Schäferhunden, Beagle-Augen etc.) Bei natürlicher Auswahl hätte „die Natur“ diese unzweckmäßigen Mutationen mittelfristig ausgemerzt“.
Da ich hier nun völlig aufs Glatteis gerate, belasse ich es dabei, ich fand die Argumentation aber sehr nachvollziehbar.
Gruß
Ramona
Allerdings können für Mischlinge keine Statistiken angelegt
werden, da sie ja keiner Rasse zuzuordnen sind. Deswegen
gelten Mischlinge einfach immer als „gesünder“ als Rassehunde.
dazu möchte ich wirklich gerne mal - nicht nur an dich
gerichtet - die Aussage einer Tierärztin zitieren:
quote
Bei Mischlingen gibt es alle Krankheiten und genetischen
Fehler, die es bei Rassehunden auch gibt.
Allerdings können für Mischlinge keine Statistiken angelegt
werden, da sie ja keiner Rasse zuzuordnen sind. Deswegen
gelten Mischlinge einfach immer als „gesünder“ als Rassehunde.
unquote
Das hat mir damals sehr zu denken gegeben und ich persönlich
finde, da ist was dran. Per se ist ein Mischlingshund nicht
„gesünder“ oder „robuster“.
Das kann ich nur bestätigen. Mein sooo gesunder und robuster Mischling hat auch HD. Das einzig gesunde an dem ist das Fell, aber wenigstens das sieht richtig gut aus.
Die „Anzüchtung“ verschiedener Leiden bei Rassehunden ist eine Tatsache und wird von mir überhaupt nie nicht bestritten. Darum geht es aber nicht.
Es geht darum, dass Mischlingshunde nicht einfach von Natur aus gesünder sind. Insbesondere da sie ja keine „Naturhundrasse“ darstellen, bei der die Natur Fehler ausgemerzt hätte, sondern normalerweise durch „verbotene Liebe“ zweier Rassehunde entstanden sind / entstehen (in welcher Generation auch immer).
Dort angezüchtete Fehler können bei jedem Mischlingshund ebenfalls auftreten, werden aber nicht statistisch erfasst. Ebenso wie meines Erachtens genetische Defekte durch die Vermischung zweier Mischlingshunde verstärkt, also praktisch „angezüchtet“ werden können.
Um sicher zu sein, dass der eigene Hund an keinen solchen „eingebauten“ Dingen leidet, müsste man sich dann einen Wildhund/Naturhund holen.
"Viele Probleme, mit denen Rassehunde sich rumplagen sind erst
durch gezielte Züchtung besonderer Merkmale entstanden (tiefe
Hüfte bei Schäferhunden, Beagle-Augen etc.)
Das ist korrekt, nur die Schlussfolgerung „Mischlinge sind grundsätzlich gesünder“ ist falsch. Ein Mischling erster Generation ist ein direkter Nachkomme zweier (evtl. erbkranker) Rassehunde. Und abgesehen von den Defekten, die er von seinen Elterntieren mitbekommen hat, besteht auch wie bei jedem Tier die Chance, dass er durch Mutation seine eigenen Krankheiten bekommt, oder solche, die aus der Kombination der Anlagen seiner Eltern entstanden sind.