Hundepsyche?

Hallo Tierfreunde!

Mein Hund Elias (4 Jahre, Shi Tzu) hat heute den Schock seines Lebens erlitten. Wir steigen aus dem Auto, es kommt ein kleiner Hund angelaufen, die beiden beschnüffeln sich. Auf einmal steht da ein großer Rottweiler, stürzt sich ohne Vorwarnung auf meinen Elias und macht ihn fertig. Jedenfalls sah es für mich so aus. Eine alte Dame schnappte sich den kleinen Hund und suchte vor Schreck das Weite. Mein Hund schrie wie ein kleines Kind. Der Rottweiler hat ihn im Nacken gepackt, ihn hin und her schleudert und ihn zwischendurch immer wieder auf den Boden gepreßt. Ich stand dort mit meiner 2-jährigen Tochter an der Hand und habe immer nur geschrien „mein Hund, mein Hund“. Endlich kamen 2 Passanten und haben den Rottweiler am Halsband gepackt. 2 Männer haben ihn nicht bändigen können. Auf einmal ein Pfiff - ich weiß nicht von wo her - der Rottweiler läßt los und läuft weg.
Mein Hund läuft wie in Panik hin und her, er jault und jammert. Ich greife ihn, nehme sein Köpfchen in meine Hände und ganz langsam beruhigt er sich. Den Ausdruck in seinen Augen werde ich nie wieder vergessen. Er liebt die ganze Welt und denkt wohl die Welt müßte auch ihn lieben. Er hat es nicht verstanden. Und ich auch nicht. Meine Tochter redet normalerweise 12 Stunden am Tag - aber auch ihr hat es die Sprache verschlagen.
Der Tierarzt konnte keine körperlichen Verletzungen feststellen. Aber ich sehe wie er leidet. Er schläft viel, zuckt bei jedem Geräusch zusammen und ist einfach nicht der lebhafte, freundliche Clown von „vorher“.
Was können wir für ihn tun? Wird er das Vertrauen in die Welt zurückgewinnen? Gibt es so etwas wie ein Trauma der Hundeseele?

Morgen werde ich zur Polizei gehen und den Vorfall melden. Man stelle sich vor dieser Rottweiler geht auf ein kleines Kind los…

Gruß
Sarah

Hallo Sarah,

natürlich wird der Kleine nun nicht für alle Ewigkeit traumatisiert bleiben - wenn Du ihm dabei hilfst. Es ist ganz wichtig, daß Du ganz schnell wieder Alltag bei Euch einkehren läßt, also kein überbesorgtes Verhätscheln des Hundes, keine Überbesorgnis bei neuen Begegnungen mit anderen Hunden und wenn Dein Kleiner erst mal Angst haben sollte, vor anderen Hunden, bleib einfach gelassen. Auf gar keinen Fall darfst Du ihn in dieser Angst bestätigen, indem Du ihn „tröstest“ oder ihn gar hochnimmst.
Kurze Anmerkung noch zu dem Geschehenen: Schreien ist immer schlecht - denn das stachelt die Hunde bzw. den angreifenden Hund nur noch mehr an. Eine Anzeige solltest Du auf jeden Fall machen, allerdings ist es nicht so, daß ein Hund, der andere Hund angreift, automatisch eine Gefahr für Menschen darstellt; das sollte also bei einer Anzeige erst mal nicht erwähnt werden um Dich selbst nicht als „hysterisch und unglaubwürdig“ dastehen zu lassen.
Bei mir lebt selbst eine kleine Chihuahuamix-Hündin, die aus einer Auseinandersetzung mit einer Rottihündin („Auseinandersetzung“ schreibe ich, weil meine tatsächlich das Stänkern angefangen hat :wink:) auch ziemlich lädiert herausgegangen ist, nur durch eine Not-OP konnte ihr rechtes Auge gerettet werden. Doch weil ich eben nicht überbesorgt geworden bin dadurch, ist sie heute ein genauso lebenslustiger und frecher Hund wie vor diesem Vorfall.
Wünsche Deinem Kleinen, daß er das auch bald schafft. :smile:

Tanja

guten morgen Sarah,
also wie schon geschrieben wird es vermutlich nicht auf ewig beim „Trauna“ bleiben aber! was passieren kann ist daß er zum Kläffer wird.
Das kommt daher daß er sich evtl. merkt es ist besser die Klappe auf zu machen als gebissen zu werden.
Oder er rennt vor jedem Hund weg.
Mein Tipp zu dieser Sache. Such dir eine Hundegruppe wo Hunde aller Rassen und Alter zusammen spielen und der Trainer weis was er tut! Wichtig bitte nur Gruppe mit Trainer aufsuchen. Der Weg den wir machen ist recht einfach. Wenn ein neuer Hund kommt nehme ich den Hund zu mir und wehre die anderen erstmal ab. Die anderen Hunde kennen mich zu genüge und wissen daß ich best. Dinge nicht mag. Dann wenn alle mal zum Schnuppern da waren steh ich langsam auf und der Halter wird aufgefordert sich zu seinem Hund zu knien. Dadurch erhält der Hund noch Schutz und er kann sich an die Situation gewöhnen. Nach ca. 1 Stunde wird selbst der ängstlichste Hund anfangen mitzuspielen und erste Bande knüpfen. Dadurch gewinnt er vertrauen und wird die Angst abbauen.
Zum Angriff selbst. Besorg dir(das gilt nicht nur für dich) Pfefferspray. Die Polizeihundeakad. in Freiburg hat dieses beführwortet. Es reicht idR wenn man aus Nahdistanz kurz sprüht.
Doch dazu wenn du interesse hast und die Rechtl. Grundlagen mehr später. Frag mal nach.
Drittens: Anzeigen bringt etwas wenn der Hund bekannt ist. Zumindest den Namen d. Hundes solltest du kennen.
Ansonsten werden die Grünen nur sagen: Und was solln wir jetzt machen? Wie solln wir einen unter zig Rottis rausfinden? War der überhaupt von hier. Hoffe also du hast nähere Angaben zum Hund.
Alles gute für deinen ST
Gruß Steffen

Danke!
Wollte mal kurz berichten, wie es Elias ergangen ist.
Also, die Warnung kam zu spät :smile:. Er wurde und wird ziemlich verhätschelt, so nach dem Motto „ach Du armer kleiner Schieter“. Er schweigt und genießt :smile:.

Beim Spaziergang lief alles wie gewohnt. Wir haben allerdings auch nur relativ kleine Hunde getroffen. Er begrüßt und beschnuppert sie wie immer! Als wäre nichts gewesen. Ob das bei großen Hunden auch so sein wird? Wir werden sehen.

Die Grünen haben übrigens genauso reagiert, wie vorhergesagt. Ich konnte weder zu dem Hund noch zu dem unbekannten Halter Angaben machen.
Schreien ist sicher nie gut. Aber ich glaube ich habe gar nicht bewußt darüber nachgedacht. Es war einfach Reflex, ein Ausdruck der Hilflosigkeit.

Danke Euch für´s Antworten!
Sarah

Pfefferspray
Dazu nur eine kurze Anmerkung: Kann bei Hunden durchaus auch eine gegenteilige Wirkung als die erwünschte haben - es gibt Hunde, die werden dann erst recht „rasend“. Da man das vorher nie weiß, halte ich den Einsatz solcher Sprays für sehr gefährlich.

Tanja

Sorry Tanja,
es kann immer zu Gegenteiligem kommen aber ich stelle die Frage in den Raum wie du sonst Hunde trennen willst die sich verbissen haben?
Mit der Hand? Beine Hochheben und stoßen? Mit Stock draufschlagen?
Abstechen? Wie willst du verhindern daß du gebissen wirst?
Sobald die Hand nahe genug ran kommt und einen der Hunde in Rage anfasst wird der dich vermutlich beißen da er dich als Aggressor annimmt. Daher rät die Polizeiakademie in Freiburg, Ref: Hundetraining dazu Pfefferspray zu nutzen.(Aussage des dortigen Leiters)
Allerdings unter Beachtung aller Sicherheitsvorschriften. Und ich rede davon von der Seite aus ca. 20cm distanz den Kopf zu treffen!!! Glaub mir das wirkt sicher. Danach müssen die Hunde sofort festgehalten und gesichert werden!
Wenn du eine andere, sicherere Methode kennst sag sie! In meinen Jahren als Trainer hat das Spray immer gewirkt, wenn vernünftig eingesetzt. Alles andere brachte meine Hand und mein Gesicht in schwerste Gefahr.
Also sag was du machst und wir klären die Gefahrenlage und wägen ab was sinnvoller ist.
Gruß Steffen

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Hallo Steffen,

es kann immer zu Gegenteiligem kommen aber ich stelle die
Frage in den Raum wie du sonst Hunde trennen willst die sich
verbissen haben?
Mit der Hand? Beine Hochheben und stoßen? Mit Stock
draufschlagen?

Huch, was sind das denn für Methoden? Wasser oder eine Jacke/Decke tun es vollkommen.

Aggressor annimmt. Daher rät die Polizeiakademie in Freiburg,
Ref: Hundetraining dazu Pfefferspray zu nutzen.(Aussage des
dortigen Leiters)

Ich kenne nun nicht die Polizeiakademie Freiburg aber einige andere Hundeausbilder bei der Polizei und kann mich mit deren Ansichten zum Hundewesen so gut wie nie identifizieren, halte sie in solchen Fällen nicht für geeignete Ansprechpartner.

Allerdings unter Beachtung aller Sicherheitsvorschriften. Und
ich rede davon von der Seite aus ca. 20cm distanz den Kopf zu
treffen!!!

Wenn Du Deine Hand 20 cm neben meinem Kopf hast, ich sowieso schon aggressiv bin und Du mir dann noch mehr Schaden zufügst als mein Gegner unter/neben mir, dann habe ich als Hund Deine Hand schneller gepackt als Du noch mal sprühen kannst. :wink:

Vielleicht haben wir einfach unterschiedliche Erfahrungen - aber da ich eben zuhauf Unfälle miterlebt bzw. von Unfällen mit Pfefferspray gehört habe, würde ich sowas mit Sicherheit nie empfehlen.

Tanja

Hallo Steffen,

Hi Tanja,

es kann immer zu Gegenteiligem kommen aber ich stelle die
Frage in den Raum wie du sonst Hunde trennen willst die sich
verbissen haben?
Mit der Hand? Beine Hochheben und stoßen? Mit Stock
draufschlagen?

Huch, was sind das denn für Methoden? Wasser oder eine
Jacke/Decke tun es vollkommen.

die Hunde die sich in meinen verbissen haben, haben allesamt nicht auf die von Dir genannten Methoden reagiert, die mußten wir an den Hinterbeinen herausziehen, oder mit dem Halsband die Luft zudrehen oder eben wirklich eine reinhauen.
Ich bin wirklich nicht für das schlagen, aber wenn mein Hund ohne ersichtlichen Grund angegriffen wird und übelst zugerichtet wird, greife ich da auch mit härteren Mitteln durch.
Mittlerweile wurde er bestimmt 10 oder mehrmals angegriffen und gebissen, ich hab die Schnauze voll.
Vor allem habe ich jetzt nen Hund an der Leine der beim geringsten Knurren oder blöd gucken von nem anderen Hund agro wird.
Supertoll.

Liebe Grüße
Yvonne

Aggressor annimmt. Daher rät die Polizeiakademie in Freiburg,
Ref: Hundetraining dazu Pfefferspray zu nutzen.(Aussage des
dortigen Leiters)

Ich kenne nun nicht die Polizeiakademie Freiburg aber einige
andere Hundeausbilder bei der Polizei und kann mich mit deren
Ansichten zum Hundewesen so gut wie nie identifizieren, halte
sie in solchen Fällen nicht für geeignete Ansprechpartner.

Allerdings unter Beachtung aller Sicherheitsvorschriften. Und
ich rede davon von der Seite aus ca. 20cm distanz den Kopf zu
treffen!!!

Wenn Du Deine Hand 20 cm neben meinem Kopf hast, ich sowieso
schon aggressiv bin und Du mir dann noch mehr Schaden zufügst
als mein Gegner unter/neben mir, dann habe ich als Hund Deine
Hand schneller gepackt als Du noch mal sprühen kannst. :wink:

Vielleicht haben wir einfach unterschiedliche Erfahrungen -
aber da ich eben zuhauf Unfälle miterlebt bzw. von Unfällen
mit Pfefferspray gehört habe, würde ich sowas mit Sicherheit
nie empfehlen.

Tanja

Hallo Yvonne!

Mittlerweile wurde er bestimmt 10 oder mehrmals angegriffen
und gebissen, ich hab die Schnauze voll.

Das kann ich mir gut vorstellen, das hätte ich auch.
Allerdings enthält dieser Satz von dir eine Zusatzinfo, die für die Zukunft eventuell hilfreich sein könnte: Er wurde bereits mehr als 10-mal angegriffen.
Ich weiß gerade nicht, ob die Logik auch bei Beißangriffen greift, aber es gibt Hunde, die aufgrund ihres sehr defensiven Verhaltens und ihrer Unsicherheit im Umgang mit Ihresgleichen von anderen Hunden immer und immer wieder gemobbt werden.

Habt ihr schon einmal mit einem erfahrenen und guten Hundetrainer gesprochen?
Versteh mich bitte nicht falsch, ich will deinem Hund hier keine „Schuld“ zuweisen, aber FALLS andere Hunde (u.a.) auf irgendetwas in seinem Verhalten reagieren sollten, könnte man ihm in dieser Hinsicht ja vielleicht helfen, um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass so etwas wieder passiert.

Vor allem habe ich jetzt nen Hund an der Leine der beim
geringsten Knurren oder blöd gucken von nem anderen Hund agro
wird.
Supertoll.

Spass macht das garantiert nicht, aber genau hier kannst du deinem Hund und dir durch die Unterstützung eines guten Hundetrainers oder Verhaltenstherapeuten helfen, BEVOR sich diese anscheinend sozial-unsicher bedingte Abwehr-Aggressivität total verfestigt. Je mehr Zeit verstreicht, ohne das hier gegengesteuert wird, desto schwieriger wird es werden! Leider.

Grüße,
Christiane

Yvonne… lies das mal genau durch!!!
Wir waren nicht fertig mit deinem kleinen!!!
Gruß Steffen

@ Christine,
ich kenn den Fall und leider kam Yvonne nicht mehr dank Zeitmangel!
Aber ich hab heute grad noch was gelesen was Tanja widerspricht!

Wenn Hunde sich streiten und ich gehe dazwischen und es passiert mir etwas gibts kein Geld! Mein Pech. AZ.: 3S197/01 Landgericht Bamberg

Begrüdung ich handel grob fahrlässig wenn ich eingreife
Gruß Steffen

es kann immer zu Gegenteiligem kommen aber ich stelle die
Frage in den Raum wie du sonst Hunde trennen willst

Ich würde gern mal wissen, wie das unsere Punker handhaben. Ich konnte beobachten, dass diese vielen Hunde alle Konflikte unter sich ausmachen und sich kaum jemand in diese Streitigkeiten einmischt. Da scheint es besser zu klapppen, liegt es vielleicht daran, dass die Hunde mehr „Eigenverantwortung“ haben und es dadurch nicht zu so extremen Auseinandersetzungen kommt? Hat das mit dem Rudelverhalten zu tun oder damit dass die Hunde besser aufpassen?

die Hunde die sich in meinen verbissen haben, haben allesamt
nicht auf die von Dir genannten Methoden reagiert, die mußten
wir an den Hinterbeinen herausziehen, oder mit dem Halsband
die Luft zudrehen oder eben wirklich eine reinhauen.
Ich bin wirklich nicht für das schlagen, aber wenn mein Hund
ohne ersichtlichen Grund angegriffen wird und übelst
zugerichtet wird, greife ich da auch mit härteren Mitteln
durch.

Würde ich auch machen, aber es ist schwierig eíne Lösung zu finden, wenn du selbst durch frühere Angriffe einen Beißer hast. Fritze hat es genauso wie jetzt unser Bulli durch einen älteren, größeren und völlig gelassenen Rüden gelernt, was sich gehört und was nicht.
Bei uns half auch das weggehen. Ein schweizer Hundetrainer sagte mal, wir müssen aufhören, auf unsere Hunde aufzupassen. Die Hunde müssen wieder lernen, auf uns aufzupassen. Also Verhalten etc.´. Vielfach haben die Hunde viel zuviel Zeit, sich um Auseinandersetzungen zu kümmern, als darum, Frauchen/ Herrchen geht weiter, jetzt aber hinterher, der lange Arm Leine ist weg, ich habe keinen Schutz mehr durch meine Menschen, also laß´ich das besser gleich.

Mittlerweile wurde er bestimmt 10 oder mehrmals angegriffen
und gebissen, ich hab die Schnauze voll.
Vor allem habe ich jetzt nen Hund an der Leine der beim
geringsten Knurren oder blöd gucken von nem anderen Hund agro
wird.
Supertoll.

Wir haben u. a. einen kleinen franz. Bulldog, 10 Mon. alt und er meint er ist der größte und auch der Chef im Ring. Er traf gestern seinen großen Bruder, einen englische Bulldog, sehr (!) gelassen und relaxt, durfte sich an dem austoben und stellte dann irgendwann fest, scheiße, der reagiert nicht auf mein Geprotze. Damit verlor er weitgehend das Interesse am Anmachen und wurde auch gelassener. Ergo? Gebt den Viechern einfach mehr Freiraum, Dinge unter sich zu klären. Damit meine ich nicht so brutale Angriffe auch Hunde wie im Eingangsbericht vorgetragen. Da weiß ich auch keinen Rat zu, aber Unser Westi (jetzt leider tot) war auch ein solcher Obermacho, wurde durch Angriff von 2 Schäferhunden megaaggressiv auf große Hunde und ging ohne Rücksicht auf Verluste auf solche los. Er wurde ruhiger, als er kastriert war und noch viel gelassener als ein 2. Hund in unsere Familie kam.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Polizeihundeausbilder mit aussergewöhnlicher Aggression vorgehen und meine Hunde wären nicht mehr meine Hunde, wenn sie so dressiert würden. Diese zweifelhafte Art mit Hunden umzugehen, mute ich meinen Tieren nicht zu und ich denke, dass ist nicht die richtige Methode für unsere Haus-, Hof- und Wiesenhunde, welche keine Aufgabe haben ausser lieb zu sein und uns Menschen Spaß zu machen. Wenn dass nur mit Pfefferspray geht, dann sollten wir besser keine Hunde mehr halten.

Ich kenne nun nicht die Polizeiakademie Freiburg aber einige
andere Hundeausbilder bei der Polizei und kann mich mit deren
Ansichten zum Hundewesen so gut wie nie identifizieren, halte
sie in solchen Fällen nicht für geeignete Ansprechpartner.

Ich halte Pfefferspray für nicht ganz ungefährlich, weil es bei richtigem Windstand nur wieder zu mir zurück kommt. Und ich glaube, wenn ich mich selbst auch noch ausknocke, helfe ich meinem Hund noch weniger. Unsere Bullterrier waren beim Streiten am besten durch Wasser auseinander zu bringen. ( Wir waren damals Kinder und die Hysterie war nicht verbreitet wie heutezutage). Was ich damit sagen will, ist, wir hatten weder Pfefferspray noch die körperlichen Möglichkeiten, etwas auszurichten, also haben wir das Bündel „Köter“ einfach ins Wasser geschmissen oder den Schlauch drangehalten. Klappte wunderbar!

Wenn Du Deine Hand 20 cm neben meinem Kopf hast, ich sowieso
schon aggressiv bin und Du mir dann noch mehr Schaden zufügst
als mein Gegner unter/neben mir, dann habe ich als Hund Deine
Hand schneller gepackt als Du noch mal sprühen kannst. :wink:

Vielleicht haben wir einfach unterschiedliche Erfahrungen -
aber da ich eben zuhauf Unfälle miterlebt bzw. von Unfällen
mit Pfefferspray gehört habe, würde ich sowas mit Sicherheit
nie empfehlen.

Ich glaube, es ist das wichtigste, Ruhe zu bewahren, denn man überträgt seine Angst, Hilflosigkeit und alle anderen Gefühle auf die Hunde, und das verschärft die Situation nur noch mehr.

Leider habe ich festgestellt, dass viele, vor allem ältere Hundehalter schon von vornherein entweder aggressiv oder ängstlich mit ihren Tieren spazieren gehen und durch ihr eigenes Verhalten die Tiere sehr anstacheln ( sowohl Angst als auch Aggros). Kommt man dann mit einem „soften Macho“ an, der erst noch lernen will, wie man sich verhält, zerren sie ihre Hunde schnell weg, die könnten sich ja weh tun …
Dadurch impfen wir den Tieren von vornherein falsches Sozialverhalten.
Oder sehe ich das falsch?
Auch Hunde, welche älter sind und den jüngeren zeigen, was geht und was nicht, dürfen ihre natürliche Rolle nicht übernehmen, selbst wenn man sagt, die Tiere lernen learning-by-doing und mitteilt, dass der „Kleine“ auch mal ne kleine Naht (mein Kleiner) braucht. Und das merkt der sich fürs nächste Mal und hat `ne doppelt große Fresse.
Ich glaube, dass viele Probleme erst durch dieses grundsätzliche Fehlverhalten der Zweibeiner entstehen.

Hundeliebende und Fragezeichende Grüße
Lotti-Lu

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Hallo Allerseits,

also ich möchte ersteinmal vorweg nehmen, dass mir jeder der hier geschilderten Beißvorfälle hier sehr leid tut und jeder einzelne Fall einer zuviel ist! Und ich finde jenden Halter verantwortungslos, der einen Hund scharf macht! Denn wir brauchen wahrlich keine scharfen Hunde!

Allerdings fällt es einem auf, dass es ganz bestimmte „Leute“ sind dessen Hunde in Beißereien verwickelt sind. Nicht immer aber oft! Da sind zum einen diese Machos die glauben ihr Hund wär der tollste und der dürfte stänkern, wenn es ein anderer Hund aber macht ist der gleich gefährlich. Solche Leute kenne ich leider! Und diese Hunde sind meist auch nicht kastriert, was meines Erachtens bei rechtzeitiger Kastration über 50% des Agrissionspotentials ausmacht! Ich bin ein ganz normaler Hundebesitzer und ich frage mich: Was spricht gegen eine Kastration? Hab ich als Mann ein Problem mit einem Hund rumzulaufen der „kein Richtiger Kerl“ mehr ist. Wenn ja dan hab ICH ein Problem und nicht der Hund. Ich habe zwar eine Hündinn, aber die ist auch kastriert. Sie ist nicht dick, nicht faul und wesentlich relaxter als vor der Kastration. Also wer sagt die Hunde werden dick und faul usw. der spinnt! Meinem Hund sieht keiner an das er kastriert ist!

Das andere Problem sind das genaue gegenteil dieser Halter. Sie machen ihren Hund bei jedem Hund schon in 20m Entfernung fest. Doch diese Leute sollten bedenken, dass wenn jeder Hundehalter den Hund immer sofort festmacht. Absolut keine Sozialisierung möglich ist. Wie soll den jemand der einen Staff hat und diesen nicht als Kampfmaschiene sondern als normalen Familienhund halten will vernünftig sozialisieren?

Mir ist vor kurzem eine Frau mit einem Staff begegnet. Mein Hund und ihr Hund waren frei sie macht Ihren fest also mach ich meinen auch fest, da sagt sie zu mir: „Also meiner tut nichts“ ich sag kein Problem meiner auch nicht. Da sagt sie zu mir sie hätte Ihren Hund festgemacht, weil es ein „Kampfhund“ wäre und gedacht hätte ich hätte damit ein Problem! Mir tat diese Frau wirklich unendlich leid! Denn ich finde es einfach todtraurig, dass wir hier sämtliche Rassen in eine Schublade stecken und sagen: Guter Hund, Böser Hund! Ich selber habe eine 2 jährige Deutsche Schäferhündin. Also kein „Kampfhund“ ich möchte hier nur für ein bischen Verständnis auf beiden Seiten werben.

Was jetzt Konkret im Fall der Fälle zu tun ist, habe ich natürlich schon einmal gehört aber ich hatte bis jetzt noch nie eine Beißerei! Und wir haben schon seit mehreren Jahren Deutsche Schäferhunde. Selbstverständlich habe ich von einem Eimer Wasser usw. gehört, aber wer geht schon mit einem Eimer Wasser spazieren?! :wink: Ein Experte sagte mir es gäbe wohl extra entwickelte Stöcke mit denen man das Gebiss aufhebeln könne, aber ich habe so etwas noch nie gesehen!

Selbstverständlich gibt es extrem ängstliche Hunde die sich geradezu als Mobbing- Opfer anbieten. Der Wolfs-und Hundeexperte sagte auf einem Siminar, dass er bei den Hunden die in Pension kommen immer die kleinen und die großen Hunde in getrennten Gruppen tun. Weil er es am Anfang einmal miterlebt hat wie große Hunde einen Dackel zerfetzten.

Ich persönlich glaube, dass man entweder einen Hund hat der oft in Beißereien verwickelt wird oder nicht. ABER man kann eine ganze Menge an seinem eigenen Verhalten tun, damit der Hund in Kategorie 2 fällt! :wink:

Ich hoffe ich habe jetzt hier niemanden beleidigt! Ich möchte niemanden hier vorwerfen absichtlich agressive oder ängstliche Hunde zu erziehen!

Mit freundlichen Grüßen Stefan

es kann immer zu Gegenteiligem kommen aber ich stelle die
Frage in den Raum wie du sonst Hunde trennen willst

Ich würde gern mal wissen, wie das unsere Punker handhaben.
Ich konnte beobachten, dass diese vielen Hunde alle Konflikte
unter sich ausmachen und sich kaum jemand in diese
Streitigkeiten einmischt. Da scheint es besser zu klapppen,
liegt es vielleicht daran, dass die Hunde mehr
„Eigenverantwortung“ haben und es dadurch nicht zu so extremen
Auseinandersetzungen kommt? Hat das mit dem Rudelverhalten zu
tun oder damit dass die Hunde besser aufpassen?

die Hunde die sich in meinen verbissen haben, haben allesamt
nicht auf die von Dir genannten Methoden reagiert, die mußten
wir an den Hinterbeinen herausziehen, oder mit dem Halsband
die Luft zudrehen oder eben wirklich eine reinhauen.
Ich bin wirklich nicht für das schlagen, aber wenn mein Hund
ohne ersichtlichen Grund angegriffen wird und übelst
zugerichtet wird, greife ich da auch mit härteren Mitteln
durch.

Würde ich auch machen, aber es ist schwierig eíne Lösung zu
finden, wenn du selbst durch frühere Angriffe einen Beißer
hast. Fritze hat es genauso wie jetzt unser Bulli durch einen
älteren, größeren und völlig gelassenen Rüden gelernt, was
sich gehört und was nicht.

Meiner ist kein Beißer in dem Sinne, er reagiert nur etwas aggressiver auf andere Hunde. Ich sehe das auch als große Unsicherheit, kein Wunder wenn man immer wieder angegriffen wird.

Bei uns half auch das weggehen. Ein schweizer Hundetrainer
sagte mal, wir müssen aufhören, auf unsere Hunde aufzupassen.
Die Hunde müssen wieder lernen, auf uns aufzupassen. Also
Verhalten etc.´. Vielfach haben die Hunde viel zuviel Zeit,
sich um Auseinandersetzungen zu kümmern, als darum, Frauchen/
Herrchen geht weiter, jetzt aber hinterher, der lange Arm
Leine ist weg, ich habe keinen Schutz mehr durch meine
Menschen, also laß´ich das besser gleich.

Ich konnte nicht einfach weggehen, zumal er von den 10 malen, 8 mal an der Leine war.
Ohne Leine darf ich in sowieso nicht mehr laufen lassen da American Stafford.

Mittlerweile wurde er bestimmt 10 oder mehrmals angegriffen
und gebissen, ich hab die Schnauze voll.
Vor allem habe ich jetzt nen Hund an der Leine der beim
geringsten Knurren oder blöd gucken von nem anderen Hund agro
wird.
Supertoll.

Wir haben u. a. einen kleinen franz. Bulldog, 10 Mon. alt und
er meint er ist der größte und auch der Chef im Ring. Er traf
gestern seinen großen Bruder, einen englische Bulldog, sehr
(!) gelassen und relaxt, durfte sich an dem austoben und
stellte dann irgendwann fest, scheiße, der reagiert nicht auf
mein Geprotze. Damit verlor er weitgehend das Interesse am
Anmachen und wurde auch gelassener. Ergo? Gebt den Viechern
einfach mehr Freiraum, Dinge unter sich zu klären. Damit meine
ich nicht so brutale Angriffe auch Hunde wie im
Eingangsbericht vorgetragen. Da weiß ich auch keinen Rat zu,
aber Unser Westi (jetzt leider tot) war auch ein solcher
Obermacho, wurde durch Angriff von 2 Schäferhunden
megaaggressiv auf große Hunde und ging ohne Rücksicht auf
Verluste auf solche los. Er wurde ruhiger, als er kastriert
war und noch viel gelassener als ein 2. Hund in unsere Familie
kam.

Haben auch ne Französische Bulldogge mit knapp 10 Monaten, kenne das mit dem Geprolle. Hihi.
Kann wie gesagt den großen solche Dinge nicht alleine ausmachen lassen da ich an der Leine mit drinhänge und keinerlei Lust mehr habe anderen Hunden auch nur entgegenzulaufen.
Kastriert isser schon seit 4 Jahren, kommt auch mit den Rüden im Bekanntenkreis super klar.
Der Zweithund änderte gar nichts. Leider.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten
Polizeihundeausbilder mit aussergewöhnlicher Aggression
vorgehen und meine Hunde wären nicht mehr meine Hunde, wenn
sie so dressiert würden. Diese zweifelhafte Art mit Hunden
umzugehen, mute ich meinen Tieren nicht zu und ich denke, dass
ist nicht die richtige Methode für unsere Haus-, Hof- und
Wiesenhunde, welche keine Aufgabe haben ausser lieb zu sein
und uns Menschen Spaß zu machen. Wenn dass nur mit
Pfefferspray geht, dann sollten wir besser keine Hunde mehr
halten.

Ich kenne nun nicht die Polizeiakademie Freiburg aber einige
andere Hundeausbilder bei der Polizei und kann mich mit deren
Ansichten zum Hundewesen so gut wie nie identifizieren, halte
sie in solchen Fällen nicht für geeignete Ansprechpartner.

Ich halte Pfefferspray für nicht ganz ungefährlich, weil es
bei richtigem Windstand nur wieder zu mir zurück kommt. Und
ich glaube, wenn ich mich selbst auch noch ausknocke, helfe
ich meinem Hund noch weniger. Unsere Bullterrier waren beim
Streiten am besten durch Wasser auseinander zu bringen. ( Wir
waren damals Kinder und die Hysterie war nicht verbreitet wie
heutezutage). Was ich damit sagen will, ist, wir hatten weder
Pfefferspray noch die körperlichen Möglichkeiten, etwas
auszurichten, also haben wir das Bündel „Köter“ einfach ins
Wasser geschmissen oder den Schlauch drangehalten. Klappte
wunderbar!

Wenn Du Deine Hand 20 cm neben meinem Kopf hast, ich sowieso
schon aggressiv bin und Du mir dann noch mehr Schaden zufügst
als mein Gegner unter/neben mir, dann habe ich als Hund Deine
Hand schneller gepackt als Du noch mal sprühen kannst. :wink:

Vielleicht haben wir einfach unterschiedliche Erfahrungen -
aber da ich eben zuhauf Unfälle miterlebt bzw. von Unfällen
mit Pfefferspray gehört habe, würde ich sowas mit Sicherheit
nie empfehlen.

Ich glaube, es ist das wichtigste, Ruhe zu bewahren, denn man
überträgt seine Angst, Hilflosigkeit und alle anderen Gefühle
auf die Hunde, und das verschärft die Situation nur noch mehr.

Leider habe ich festgestellt, dass viele, vor allem ältere
Hundehalter schon von vornherein entweder aggressiv oder
ängstlich mit ihren Tieren spazieren gehen und durch ihr
eigenes Verhalten die Tiere sehr anstacheln ( sowohl Angst als
auch Aggros). Kommt man dann mit einem „soften Macho“ an, der
erst noch lernen will, wie man sich verhält, zerren sie ihre
Hunde schnell weg, die könnten sich ja weh tun …
Dadurch impfen wir den Tieren von vornherein falsches
Sozialverhalten.
Oder sehe ich das falsch?
Auch Hunde, welche älter sind und den jüngeren zeigen, was
geht und was nicht, dürfen ihre natürliche Rolle nicht
übernehmen, selbst wenn man sagt, die Tiere lernen
learning-by-doing und mitteilt, dass der „Kleine“ auch mal ne kleine Naht (mein Kleiner) braucht. Und das merkt der sich fürs nächste Mal und hat `ne doppelt große Fresse.
Ich glaube, dass viele Probleme erst durch dieses
grundsätzliche Fehlverhalten der Zweibeiner entstehen.

Hundeliebende und Fragezeichende Grüße
Lotti-Lu

Hallo Christiane,

meine Freundin ist Hundetrainerin und verstehts auch nicht. Sie hatte lange Zeit nen Psycho-Rotti (ausm TH gerettet), selbst der hat ihn nur einmal geschnappt als er noch nicht kastriert war und ihn anrammelte. Als meiner dann kastriert war wars kein Problem mehr.
Meines Erachtens nach war das auch jedesmal das Unvermögen der jeweiligen Hundehalter die meinen zum Opfer machten.
Die Hunde waren entweder schlecht oder gar nicht sozialisiert und ich wußte das im voraus leider nicht.

Mittlerweile macht mir das spazierengehen keinerlei Spass mehr, nur wenn ich weiß mir kommt nichts und niemand entgegen.
Er zieht jetzt auch wie blöd an der Leine, reagiert nur noch auf das Rascheln der Wurfkette, das mit dem Halti kannste vergessen - der zieht das tatsächlich auch noch dran.
Ja, ich weiß wie man es benutzt!
Mein Hund is mehr oder weniger versaut.

Liebe Grüße
Yvonne

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Breakstick Bild
http://www.pbrc.net/images/stick.jpg&imgrefurl=http:…

diese Teile werden beim Hundekampf verwendet. Der Unterschied nur ist:
Hunde im Hundekampf kann man Anfassen obwohl in einander verbissen da Pits u.ä. festhalten(Ex-Saupacker) und nicht wie z.B. DSH wild um sich schnappen. Da wirkt ein Breaker null.

Aber ein anderes Bild
http://www.razorbackhuntingsupply.com/images/break_s…

Gruß Steffen

Hi!

Ich sehe das ähnlich wie du ich hab noch nicht so lange einen Labrador Boxer mischling der Algemein andere männliche Hunde nicht so mag!
Nun haben wir aber schon länger einen männlichen Borderterrier! Die beiden mögen sich zwar nicht aber sie kommen mit einander aus!
Die ersten drei wochen gabs nur soff zwischen den beiden und wir sind auch oft dazwischen gegangen weil es mit unserem Baby so im Haus einfach nicht geht aber draussen lass ich die beiden machen und es hat sich auch echt noch keiner weh getan!

Letzte woche bin ich beim Spazieren gehen einem Neufundländer getroffen und der fundi auch auf meinen labmishcling los ich hab einfach die leine los gelassen und gesagt macht mal nach ner Minute ist jeder seine wege gegangen vohingen ich bei der begegnung mit einem Dalematiner an der leine grosse schwierigkeiten hate meinen festzuhalten und der Dalbetziter ebenfals!

Das ziehen an der Leine gibt den Hunden doch nur das gefühl angegriffen zu werden; in die Kehle gebissen zu werden! Los lassen heisst da die dewiese die Hunde klären das normalerweisse untersich und so kann der schwächere auch flüchten wenn er das nämlich nicht kann provoziert er damit den grösseren! So kommt dann eins zum anderen und das Heerchen steht völlig hilflos mitten drin!

Gruss Isa

Hi Yvonne,

Meiner ist kein Beißer in dem Sinne, er reagiert nur etwas
aggressiver auf andere Hunde. Ich sehe das auch als große
Unsicherheit, kein Wunder wenn man immer wieder angegriffen
wird.

Fritze war auch kein Beißer, er wurde nur von 2 Schäferhunden halbtot gebissen. Er stand 3 Tage auf der Kippe, ob er überlebt.

Ohne Leine darf ich in sowieso nicht mehr laufen lassen da
American Stafford.

arme Socke kann ich nur sagen!
Ihr tut mir leid, du wegen der Spaziergeh-Situation und noch mehr dein armer Hund, er versteht ja die Welt nicht mehr. Und dann isser auch noch so ein extremst !!! (*ironie*)gefährlicher Kampfhund.
Ihr könnt einem echt nur leid tun. Wie wärs mit auswandern nach Kanada? Da gibts noch jede Menge Platz, wo auch ein normaler „Kampfhund“ (was auch immer die Definition dafür sein mag…)leben kann, weil hier in Deutschland darf jeder blöde, völlig bekloppte Yorki oder Dackel beißen (was auch weh tut und bei Kindern durchaus ernstzunehmende Verletzungen verursachen kann)ohne dass jemand kommt und nach totschießen schreit oder da ein Maulkorbzwang u. ä. besteht.
Wir haben eine aussergewöhnlich ungewöhnliche Definition von geht oder geht nicht.
LG Ratlose Lotti-Lu :

Mittlerweile wurde er bestimmt 10 oder mehrmals angegriffen
und gebissen, ich hab die Schnauze voll.
Vor allem habe ich jetzt nen Hund an der Leine der beim
geringsten Knurren oder blöd gucken von nem anderen Hund agro
wird.
Supertoll.

s.o.

Wir haben u. a. einen kleinen franz. Bulldog, 10 Mon. alt und
er meint er ist der größte und auch der Chef im Ring.

Die sind alle gleich, sehen nur unterschiedlich aus :o)

Haben auch ne Französische Bulldogge mit knapp 10 Monaten,
kenne das mit dem Geprolle. Hihi.

Ich glaube, es ist das wichtigste, Ruhe zu bewahren, denn man
überträgt seine Angst, Hilflosigkeit und alle anderen Gefühle
auf die Hunde, und das verschärft die Situation nur noch mehr.

Leider habe ich festgestellt, dass viele, vor allem ältere
Hundehalter schon von vornherein entweder aggressiv oder
ängstlich mit ihren Tieren spazieren gehen und durch ihr
eigenes Verhalten die Tiere sehr anstacheln ( sowohl Angst als
auch Aggros). Kommt man dann mit einem „soften Macho“ an, der
erst noch lernen will, wie man sich verhält, zerren sie ihre
Hunde schnell weg, die könnten sich ja weh tun …
Dadurch impfen wir den Tieren von vornherein falsches
Sozialverhalten.
Oder sehe ich das falsch?
Auch Hunde, welche älter sind und den jüngeren zeigen, was
geht und was nicht, dürfen ihre natürliche Rolle nicht
übernehmen, selbst wenn man sagt, die Tiere lernen
learning-by-doing und mitteilt, dass der „Kleine“ auch mal ne kleine Naht (mein Kleiner) braucht. Und das merkt der sich fürs nächste Mal und hat `ne doppelt große Fresse.
Ich glaube, dass viele Probleme erst durch dieses
grundsätzliche Fehlverhalten der Zweibeiner entstehen.

Hundeliebende und Fragezeichende Grüße
Lotti-Lu

wenn man pech hat, kann so ein erlebnis den ganzen hund umkrämpeln. mein wolf ist von geburt aus eigentlich sehr skeptisch gegenüber fremden und eher ängstlich. wenn ihr ein hund begenget den sie bedrohlich findet lautet die devise „nix wie weg“. so war es jedenfalls. vor einigen monaten bin ich nachts noch mal mit ihr raus, als plötzlich eine schäferhunddame auf uns zurannte und meinen hund anging. ich hab meinen wolf dann schnell von der leine gelassen, da ja bekannt ist, das diese eher hinderlich ist für die hunde zum austragen des zwistes, und so eine höhere verletzungsgefahr besteht. nun, meine kleine ergriff die flucht, und der andere blieb an ihr dran. sie sind bis zu uns nach hause gerannt (schon ein ganzes stückchen, mich hat die hartnäckigkeit der schäferhündin ziemlich verblüfft), und als mein wolf sich dort nicht mehr zu helfen wusste, wo sie noch hin soll hat sie aus verzweiflung zurückgebissen. beide hunde hatten keinen körperlichen schaden genommen bis auf eine kleine platzwunde über dem auge meines wölfchens.
aber leider hat sich seit dem das verhalten meines hundes gegenüber anderen geändert. sie ist zwar in der regel desinteressiert bei schwächeren und nach wie vor scheu bei stärkeren hunden. wird sie aber ihrer meinung nach in die enge getrieben oder scheint das gegenüber ebenbürtig zu sein reagiert sie jetzt aggressiv, als ob sie durch den zwischenfall erst mal bemerkt hat, das das wirkt.
in der regel ist sie eiegntlich brav, aber ich würde meine hand dafür nicht mehr ins feuer legen…gerade wenn sie vor der läufigkeit steht kriegt sie macken.

liebe grüße aj

ps: das der andere hund frei lief nahm ich dem hundehalter nicht wirklich übel. der wollte das tier nur vom garten zum auto bringen und hat mitten in der nacht auch nicht damit gerechnet, das jemand aus dem waldweg kommt mit hund. war ein blöder zufall…zur falschen zeit am falschen ort. war ne sekundensache.