es kann immer zu Gegenteiligem kommen aber ich stelle die
Frage in den Raum wie du sonst Hunde trennen willst
Ich würde gern mal wissen, wie das unsere Punker handhaben. Ich konnte beobachten, dass diese vielen Hunde alle Konflikte unter sich ausmachen und sich kaum jemand in diese Streitigkeiten einmischt. Da scheint es besser zu klapppen, liegt es vielleicht daran, dass die Hunde mehr „Eigenverantwortung“ haben und es dadurch nicht zu so extremen Auseinandersetzungen kommt? Hat das mit dem Rudelverhalten zu tun oder damit dass die Hunde besser aufpassen?
die Hunde die sich in meinen verbissen haben, haben allesamt
nicht auf die von Dir genannten Methoden reagiert, die mußten
wir an den Hinterbeinen herausziehen, oder mit dem Halsband
die Luft zudrehen oder eben wirklich eine reinhauen.
Ich bin wirklich nicht für das schlagen, aber wenn mein Hund
ohne ersichtlichen Grund angegriffen wird und übelst
zugerichtet wird, greife ich da auch mit härteren Mitteln
durch.
Würde ich auch machen, aber es ist schwierig eíne Lösung zu finden, wenn du selbst durch frühere Angriffe einen Beißer hast. Fritze hat es genauso wie jetzt unser Bulli durch einen älteren, größeren und völlig gelassenen Rüden gelernt, was sich gehört und was nicht.
Bei uns half auch das weggehen. Ein schweizer Hundetrainer sagte mal, wir müssen aufhören, auf unsere Hunde aufzupassen. Die Hunde müssen wieder lernen, auf uns aufzupassen. Also Verhalten etc.´. Vielfach haben die Hunde viel zuviel Zeit, sich um Auseinandersetzungen zu kümmern, als darum, Frauchen/ Herrchen geht weiter, jetzt aber hinterher, der lange Arm Leine ist weg, ich habe keinen Schutz mehr durch meine Menschen, also laß´ich das besser gleich.
Mittlerweile wurde er bestimmt 10 oder mehrmals angegriffen
und gebissen, ich hab die Schnauze voll.
Vor allem habe ich jetzt nen Hund an der Leine der beim
geringsten Knurren oder blöd gucken von nem anderen Hund agro
wird.
Supertoll.
Wir haben u. a. einen kleinen franz. Bulldog, 10 Mon. alt und er meint er ist der größte und auch der Chef im Ring. Er traf gestern seinen großen Bruder, einen englische Bulldog, sehr (!) gelassen und relaxt, durfte sich an dem austoben und stellte dann irgendwann fest, scheiße, der reagiert nicht auf mein Geprotze. Damit verlor er weitgehend das Interesse am Anmachen und wurde auch gelassener. Ergo? Gebt den Viechern einfach mehr Freiraum, Dinge unter sich zu klären. Damit meine ich nicht so brutale Angriffe auch Hunde wie im Eingangsbericht vorgetragen. Da weiß ich auch keinen Rat zu, aber Unser Westi (jetzt leider tot) war auch ein solcher Obermacho, wurde durch Angriff von 2 Schäferhunden megaaggressiv auf große Hunde und ging ohne Rücksicht auf Verluste auf solche los. Er wurde ruhiger, als er kastriert war und noch viel gelassener als ein 2. Hund in unsere Familie kam.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Polizeihundeausbilder mit aussergewöhnlicher Aggression vorgehen und meine Hunde wären nicht mehr meine Hunde, wenn sie so dressiert würden. Diese zweifelhafte Art mit Hunden umzugehen, mute ich meinen Tieren nicht zu und ich denke, dass ist nicht die richtige Methode für unsere Haus-, Hof- und Wiesenhunde, welche keine Aufgabe haben ausser lieb zu sein und uns Menschen Spaß zu machen. Wenn dass nur mit Pfefferspray geht, dann sollten wir besser keine Hunde mehr halten.
Ich kenne nun nicht die Polizeiakademie Freiburg aber einige
andere Hundeausbilder bei der Polizei und kann mich mit deren
Ansichten zum Hundewesen so gut wie nie identifizieren, halte
sie in solchen Fällen nicht für geeignete Ansprechpartner.
Ich halte Pfefferspray für nicht ganz ungefährlich, weil es bei richtigem Windstand nur wieder zu mir zurück kommt. Und ich glaube, wenn ich mich selbst auch noch ausknocke, helfe ich meinem Hund noch weniger. Unsere Bullterrier waren beim Streiten am besten durch Wasser auseinander zu bringen. ( Wir waren damals Kinder und die Hysterie war nicht verbreitet wie heutezutage). Was ich damit sagen will, ist, wir hatten weder Pfefferspray noch die körperlichen Möglichkeiten, etwas auszurichten, also haben wir das Bündel „Köter“ einfach ins Wasser geschmissen oder den Schlauch drangehalten. Klappte wunderbar!
Wenn Du Deine Hand 20 cm neben meinem Kopf hast, ich sowieso
schon aggressiv bin und Du mir dann noch mehr Schaden zufügst
als mein Gegner unter/neben mir, dann habe ich als Hund Deine
Hand schneller gepackt als Du noch mal sprühen kannst. 
Vielleicht haben wir einfach unterschiedliche Erfahrungen -
aber da ich eben zuhauf Unfälle miterlebt bzw. von Unfällen
mit Pfefferspray gehört habe, würde ich sowas mit Sicherheit
nie empfehlen.
Ich glaube, es ist das wichtigste, Ruhe zu bewahren, denn man überträgt seine Angst, Hilflosigkeit und alle anderen Gefühle auf die Hunde, und das verschärft die Situation nur noch mehr.
Leider habe ich festgestellt, dass viele, vor allem ältere Hundehalter schon von vornherein entweder aggressiv oder ängstlich mit ihren Tieren spazieren gehen und durch ihr eigenes Verhalten die Tiere sehr anstacheln ( sowohl Angst als auch Aggros). Kommt man dann mit einem „soften Macho“ an, der erst noch lernen will, wie man sich verhält, zerren sie ihre Hunde schnell weg, die könnten sich ja weh tun …
Dadurch impfen wir den Tieren von vornherein falsches Sozialverhalten.
Oder sehe ich das falsch?
Auch Hunde, welche älter sind und den jüngeren zeigen, was geht und was nicht, dürfen ihre natürliche Rolle nicht übernehmen, selbst wenn man sagt, die Tiere lernen learning-by-doing und mitteilt, dass der „Kleine“ auch mal ne kleine Naht (mein Kleiner) braucht. Und das merkt der sich fürs nächste Mal und hat `ne doppelt große Fresse.
Ich glaube, dass viele Probleme erst durch dieses grundsätzliche Fehlverhalten der Zweibeiner entstehen.
Hundeliebende und Fragezeichende Grüße
Lotti-Lu