Hunderasse gesucht

Hallo.
Ich wünsche mir schon seit langem einen Hund.
Meine Mutter sagt aber immer, das die Tiere ihr zu sehr haaren und ihr deswegen kein Tier ins Haus kommt.
Gibt es Hunderassen die evtl draußen leben dürfen bzw sollen?
Welche Hunderassen Haaren denn gar nicht bzw nicht so schlimm?
Danke

Hallo Alexa!

Abgesehen davon, ob es sinnvoll ist, die Mutter gegen ihren eigentlichen Willen „überzureden“ :wink:

„Chinesische Schopfhunde“ haben sehr wenig Haare, ob sie nun deswegen unbedingt hübsch sind, liegt im Auge des Betrachters :wink:

Gruß finnie
(die sich erst einen Hund zulegte als sie ihre eigenes Haus besaß und Mama nur noch eine untergeordnete Rolle spielte :smile:

Liebe Alexa,

Dein Wunsch in allen Ehren, aber:

So lange Deine Mutter, oder Deine Eltern Deinen Wunsch nicht 100%ig unterstützten, solltest Du den Wunsch lieber für später „aufheben“.

Denk auch bitte daran, daß so ein Tier zwischen 10 und 20 Jahren alt wird. Was machst du mit dem Hund wenn Du eine Lehre beginnst, ein Studium, evtl. in einer anderen Stadt, wo Du den Hund nicht mitnehmen kannst.

Bist du auch bereit jeden morgen bei Wind und Wetter um 6.00 Uhr morgens 1 Stunde in der Dunkelheit spazieren zu gehen. Das ganze Mittags und Abends nochmal?

Bitte überleg Dir das gut. Wenn Du dabei keine Unterstützung Deiner Eltern/Mutter hast, wird das ganz schön stressig als Schülerin.

Meine Mutter sagt aber immer, das die Tiere ihr zu sehr haaren
und ihr deswegen kein Tier ins Haus kommt.

Es gibt Hunde die wenig oder gar nicht haaren, bspw. Pudel, Labradoodle, Malteser etc., jedoch sind die Tierhaare nicht der einzigste Punkt der Unsauberkeit. Wenn Du bei Matschwetter (das ja in Deutschland die überhand hat) unterwegs warst, wirst Du den Hund niemals so sauber bekommen, daß er nicht seine Spuren in der Wohnung hinterlassen wird.

Wenn die Tiere Älter werden, kann es auch im Laufe der Zeit zu Inkontinenz kommen. Auch kein Grund das Tier dann einschläfern zu lassen, oder ins Tierheim abzugeben. Mitunter übergeben sich auch Hunde, sollten Sie unterwegs mal Gras gefressen oder andere ekeligen Sachen aufgenommen haben.

Gibt es Hunderassen die evtl draußen leben dürfen bzw sollen?

Habt Ihr einen grooßen Garten? Ihr müßtet dann einen Zwinger für Ihn bauen. Oder zumindest eine Schutzhütte aufstellen. Ich pers. bin aber strickt gegen Zwingerhaltung oder das alleinige Halten im Freien.

Falls der Hund dann auch noch zum Kläffer mutiert könntete Ihr auch immense Probleme mit der Nachbarschaft bekommen.

LG Motorradmieze

Hallo!

Ich
pers. bin aber strickt gegen Zwingerhaltung oder das alleinige
Halten im Freien.

Sagen wir mal so: Als felliges Jagdraubtier braucht kein Hund der Welt eine beheizte Wohnung. Je mehr er sich draußen aufhält, um so besser ist es auch um sein immunsystem bestellt. Soweit die guten Seiten. Auf der Gegenseite ist es für einen Hund das Allerschlimmste auf der Welt, ganz alleine zu sein. Deswegen käme mir auch kein Zwinger vors Haus, weil er dazu verleitet, das arme Tier nur zum Spielen mal da rauszunehmen und ihn sonst sozial verkümmern zu lassen.

Die Mindestanforderungen an Zwingerhaltung findet man hier: http://www.gesetze-im-internet.de/tierschhuv/__6.html

Falls der Hund dann auch noch zum Kläffer mutiert

Hunde mutieren nicht, sie werden erzogen. Auch zu Kläffern.

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Kein Hund gehört nach draußen…
…außer vielleicht einem Herdenschutzhund. An dem würdest du aber in einer „zivilisierten“ Umgebung wenig Freude haben, da mit seiner Anwesenheit auf eurem Grundstück keiner mehr dasselbe betreten könnte. Herdenschutzhunde kann man auch nicht dazu erziehen, auf Kommando freundlich zu Besuchern zu sein, denn ihr vorrangiges Interesse besteht darin, ihr (nicht dein) Revier zu beschützen. Beißunfälle wären vorprogrammiert.

Alle anderen Hunderassen brauchen Gesellschaft. Hunde sind soziale Rudeltiere und verkümmern, wenn sie viel Zeit alleine verbringen müssen. Daran ändert auch der schickste Zwinger, der größte Garten und die gemütlichste Wohnung nichts.

Grundsätzlich spräche nichts gegen ein paar Stunden am Tag in Freien/ Zwinger. Das Problem ist aber, dass die Versuchung groß ist, diese Zeiten aus persönlicher Bequemlichkeit immer länger zu machen. Und wenn ein Hundeleben aus zwei (wenn er Glück hat) Stunden Spaziergang und Gesellschaft und ansonsten Einzelhaft besteht, ist das Tierquälerei. Nichts anderes.

Es funktioniert nie, wenn in einem Haushalt nicht alle Familienmitglieder hinter dem Hund stehen. Diejenigen, die ihn ablehnen, werden sich ständig beeinträchtigt und gestört fühlen. Das führt zwangsläufig zu Spannungen, die in der Regel dazu führen, dass der Hund eher früher als später wieder abgegeben wird. „Gebrauchte“ Hunde entsorgt man dann praktischerweise im nächsten Tierheim.

Es gibt Hunde, die nicht haaren, aber keine, die keinen Dreck machen. Und schon gar keine, die keine ordentliche Erziehung und Beschäftigung brauchen. Sie werden Dauerkläffer, Wohnungszerstörer, Beißer oder sonstige Problemfälle.

Wenn deine Eltern nicht zu 100 Prozent deine Hundeidee stützen, musst du warten, bis du in der Lage bist, für dich und einen Hund selbst zu sorgen. Alles andere geht zu Lasten des Hundes.

Wenn dein Herz an Hunden hängt, dann such’ dir einen Hund auf Zeit. Tierheime sind dankbar für zuverlässige, dauerhafte Gassigeher. Es wird aber auch von deinem Alter abhängen, ob du dort willkommen bist. In jedem Fall wäre es eine prima Gelegenheit, Erfahrungen mit Hunden zu sammeln.

Schöne Grüße,
Jule

Hallo woldwidefab

Sagen wir mal so: Als felliges Jagdraubtier braucht kein Hund
der Welt eine beheizte Wohnung. Je mehr er sich draußen
aufhält, um so besser ist es auch um sein immunsystem
bestellt. Soweit die guten Seiten.

Grundsätzlich ja - aber das zu generalisieren und aufs Immunsystem auszuweiten ist doch ein wenig zu einfach. In Westeuropa wachsen heutzutage viele Welpen schon in beheizten Räumen auf. Wenn man so einen Hund von einem Tag auf den anderen nach draussen stellt würde ich nicht behaupten, dass das dann sein Immunsystem stärken täte.

Auf der Gegenseite ist es
für einen Hund das Allerschlimmste auf der Welt, ganz alleine
zu sein. Deswegen käme mir auch kein Zwinger vors Haus, weil
er dazu verleitet, das arme Tier nur zum Spielen mal da
rauszunehmen und ihn sonst sozial verkümmern zu lassen.

Da gebe ich Dir allerdings vollkommen Recht.

Falls der Hund dann auch noch zum Kläffer mutiert

Hunde mutieren nicht, sie werden erzogen. Auch zu Kläffern.

Das ist wieder nicht ganz so einfach. Hund können sich auch grossartig zum Kläffer ‚erziehen‘, zum Beispiel wenn sie oft alleine gelassen werden, sich im Garten eine Beschäftigung suchen oder schon von ihrer charakterlichen und genetischen Disposition her gerne bellen.

Gruss,

S.

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Hallo Jule

…außer vielleicht einem Herdenschutzhund. An dem würdest du
aber in einer „zivilisierten“ Umgebung wenig Freude haben, da
mit seiner Anwesenheit auf eurem Grundstück keiner mehr
dasselbe betreten könnte. Herdenschutzhunde kann man auch
nicht dazu erziehen, auf Kommando freundlich zu Besuchern zu
sein, denn ihr vorrangiges Interesse besteht darin, ihr (nicht
dein) Revier zu beschützen. Beißunfälle wären vorprogrammiert.

Es ist ein Irrglaube, Herdenschutzhunde bräuchten keine Artgenossen und seien mit einem zu beschützenden Revier als Substitut zufrieden.

Herdenschutzhunde, wenn sie in ihrer ursprünglichen Umgebung arbeiten, sind erstens praktisch nie alleine, da sie alleine den Schutz der Herde nicht gewährleisten können. Zweitens werden sie von frühster Welpenzeit an auf die Schafe und den Hirten bzw. den für die Herde zuständigen Menschen geprägt. Du siehst, Herdenschutzhunde gehen sehr wohl Bindungen ein und brauchen Artgenossen und ein ‚Rudel‘ um zufrieden zu sein. Sie laufen täglich kilometerweit und sind so ausgelastet.

Ein Herdenschutzhund mit einer (ihm angepassten) Aufgabe ist ein zufriedenes, ausgeglichenes Tier. Allein in einem Garten zu sitzen ohne (sinnvolle) Aufgabe - und nicht laufen und arbeiten zu können ist Tierquälerei. Ein Garten stellt für so einen Hund keinen geeigneten Lebensraum dar und er würde nur so vor sich hin vegetieren und möglicherweise aggressiv werden. Dann stelle ich mir die morgendlichen, mittäglichen und abendlichen Spaziergänge auch nicht so entspannt vor.

Im Übrigen ist Herdenschutzhund nicht gleich Herdenschutzhund. Wie bei jeder ‚Rassehundezucht‘ im weiteren Sinne gibt es auch hier eine grosse Quote an ‚Ausfällen‘, sprich, Hunde, die einen ungenügenden oder übersteigerten Wach- und Schutztrieb haben.

Ansonsten bin ich einig mit Dir.

Gruss,

S.

Ich mit dir auch :smile: .

Schöne Grüße,
Jule (die ein wenig vereinfacht hatte)