Hallo,
alle Antworten habe ich nicht gelesen, glaube aber die Meinung ist einhellig: raus mit euch, Vieh und Mensch!
Das ist soweit okay. Allerdings musst du trotzdem das Alter und den Zustand des Hundes in Ansatz bringen. Ich hätte z.B. auch nie gedacht, das mein robuster Teckel, seines Zeichens wetterfester Jagdhund und über und unter der Erde in jeder Jahreszeit unterwegs, jemals irgendwie draußen geschützt werden müsste.
Doch man kann sich irren! Damals hatten wir einen kalten Winter mit viel Schnee und Eis. Der Hund war 16 Jahre alt und stand mehr spazieren, als er spazieren ging. So schnüffelte er mal wieder gefühlte 3 Stunden an einem Schneefleck, der für mich aussah wie alle anderen Schneeflächen, schaute irgendwann zu mir, guckte großäugig machte „Öhhmmpfff“ und viel um!
Nachdem ich ihn in meine Jacke gestopft und gerubbelt hatte gings ihm wieder prima, der Spazier(steh)gang war allerdings beendet. Natürlich hab ich ihn beim TA vorbeigebracht.
Der beschied altersmäßig guten Zustand und sprach auf meine Frage, was tun: „Hören Sie, der Hund bewegt sich nicht mehr genug, er friert, er fällt um. Und wenn Sie ihm einen Tirolerhut aufziehen, Hauptsache er hats warm!“
Also habe ich ihm einen Wintermantel mit Pelz, Schottenkaro und Kragen gekauft. Und später, als er immer wieder eine Pfote nach der anderen hob, also offensichtlich von dort die Kälte kam habe ich mich nach Stiefeln umgeschaut. Die waren mir zu teuer, also gab es Fußlumpen aus einer alten Jogginghose geschnitten und mit Bändern am Hundefuß befestigt.
Der Hund sah bescheuert aus! Ich habe während der ganzen Zeit draußen bloß gekichert, der Hund war beleidigt, aber warm und lebendig!
Der Mantel hatte einen tollen Nebeneffekt: Man konnte ihn daran suber wie ein Henkelkörbchen die Treppe rauftragen, so blieb auch alles sauber. 
Mit 9 Jahren hätte er mir die Mittelkralle gezeigt, mit 16 war es notwendig. Also what the hell?
Kleiner Tip für Pfoten ohne Fußlumpen: Vaseline schützt, Vaseline nützt.
Gruß
Nita