Hallo,
möchte hier mal eine grad unter Hunde"leuten" heiße Frage in den Raum werfen und bin gespannt auf eure Meinungen:
Von sehr vielen (z.T. selbsternannten) Tierpsychologen, -kennern, -trainern usw. wird ja immer wieder von Rudelordnung gesprochen und davon, wie elementar wichtig es ist, dass der Hund seinen Patz in diesem sozialen Gefüge genau kennt (durch verschiedene Maßnahmen wie Reihenfolge beim Essen, Liegeplätze und und und).
Auch die Hundesprache wird oft in diesen Kontext gestellt (so sagt z.B. Martin Rütter, dass das Anspringen durch den Hund immer „Pöbelei“ und niemals ein Zeichen der Freude ist, dass Anstarren durch den Mensch vom Hund als Drohgebärde aufgefasst wird usw.). Die sehr umstrittene Thematik „Dominanz“ ist hier auch noch so ein Punkt.
Nun gibt es aber recht neue Untersuchungen, die wissenschaftlich belegen, dass Rudel nur innerhalb EINER Art gebildet werden - demnach also NICHT im Zusammenleben Hund-Mensch (und dass außerdem ein Rudelleben in freier Natur GANZ anders aussieht als das hierarchische (in Gefangenschaft entstehende) Modell, das immer gezeichnet wird).
Das alles stellt dann aber so einige „moderne“ Ansätze der Hundeerziehung/-ausbildung sehr in Frage - denn wenn der Mensch gar nicht Rudelmitglied oder Rudelführer ist, wird der Hund erstens uns (sich an Rudelverhalten orientierende) Menschen an vielen Stellen nicht verstehen und wir werden die Hundesprache auch teilweise missverstehen, da der Hund mit dem Mensch eben anders kommuniziert als mit Artgenossen.
Ich finde diese Widersprüchlichkeit unbefriedigend - gibt`s irgendwo was wirklich Erhellendes dazu?
Liebe Grüße,
Nina
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