Hunger, Hunger, Durst

Hallo!

Unser Sohn ist bereits 14 Jahre und besonders in den Ferien kommen fast täglich Schulfreunde zu Besuch, wogegen wir auch nichts haben. Meist bleiben diese auch recht lange 2-6 Stunden. Kaum sind sie 15 Minuten bei uns wollen sie stets beköstigt werden. Bei uns ist es nicht üblich ständig Mahlzeiten anzurichten. Wir essen überwiegend erst abends. Ich bin gezwungen die Kids auch noch mit zu beköstigen. Hier wird nicht wenig gegessen. Im Schnitt trinkt jeder zwei Liter Fruchtsäfte und Brausen, Eis, Süßigkeiten und ein Abendessen. Ich sehe nicht ein, dies alles für fremde Leute Kinder zu finanzieren. Obendrein haben die Kids auch noch so ihre Sonderwünsche. Ich bin der Meinung, das auch mal von der anderen Seite etwas herüberkommen sollte. Alle kommen immer nur zu uns, andersrum ist eine Einladung nicht möglich, da die Eltern das nicht wollen. Angeblich weil die Familien zu groß sind, die Eltern anscheinend ihre Ruhe haben wollen und abspannen möchten. Wir finden das alles zu einseitig. Manchmal habe ich das Gefühl, das die Kids nur zum Essen erscheinen, da sie kurz danach wieder verschwinden. Es gab auch einige wenige wo unser Sohn auch mal eingeladen wurde. Wir haben von Zeit zu Zeit immer etwas mitgegeben oder wenigstens mal einen Blumenstrauß für die Eltern mitgebracht. Es scheint heutzutage alles selbstverständlich zu sein andere mitdurchzufüttern. Selbst bei Ausflügen in Freizeitparks oder ähnlichem klinkt man sich ein und wir müssen auch hier oft Geld für Fahrkarten, Speisen etc. zusteuern, da die Kids zu hohe Ansprüche haben und nicht über die Mittel verfügen. Wir finden das nicht so toll.

Hallo Hermelin,

das ist ja mehr so ein allgemein-menschliches Problem, was Du da hast. Wer allzu weichherzig ist, lockt Teufelchen an (geht mir selbst ein wenig auch so).

Wenn Du schon mit den Eltern der Schulfreunde besprochen hast, und die Dir eiskalt die Wahrheit gesagt haben, daß es ihnen nämlich lieber sei, wenn Du für deren Kinder bezahlst, dann ist doch die Situation klar wie Kristall; und die Lösung ist „dann mach´ halt nicht.“

Wieso gibt es übrigens bei Euch täglich „zwei Liter, Fruchtsäfte und Brausen, Eis, Süßigkeiten“? Brauchen Deine Kinder das auf ärztliches Anraten oder habt Ihr kein sauberes Leitungswasser?

14-jährige kannst Du um 18 oder 19 Uhr hinauskomplimentieren mit den Worten, daß jetzt Schluß ist, weil Ihr abendessen tut. Mittags kann man kostengünstig geschnittenes Brot vom Aldi, Butter, sowie z.B. Kohlrabi, Salatgurke etc. zum Selberschälen servieren, sollte das nötig sein.

Wer Ansprüche stellt, dem steht der Weg ins nächstgelegene Gourmet-Restaurant frei.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo :smile:)

Die kommen vermutlich zu dir, weil sie wissen, dort ist das Schlaraffenland. Ist doch klasse, wir gehen zum xxx da können wir uns auch noch den Bauch richtig vollschlagen.

Ich gebe gerne und die Freunde meiner Kids können auch mal mitessen, aber ich könnte mir gar nicht leisten, andere Kinder auf Dauer mit durchzufüttern. Früher war das wohl anders, meine Eltern erzählen immer, daß da die ganze Nachbarschaft am Mittagstisch saß - im Gegenzug saßen die aber dann auch mal bei den Nachbarn, das ist der Unterschied hier.

Außerdem hätte ich das ganze Zeug gar nicht im Haus. Wie wäre es, wenn es mal keine Limos, Süßkram und Eis gibt? Wenn es eben nur Wasser gibt? Dann gehen die von alleine heim, wenn sie Hunger haben.

Außerdem werden Kinder nur ins Kino oder in Freizeitparks eingeladen, wenn es sich um Geburtstagseinladugen oder ähnliches handelt. Bei uns würde gar keiner auf die Idee kommen, zu erwarten daß wir das mitfinanzieren, ich kenne das aber auch nicht aus dem Freundeskreis, auch nicht bei besser gestellten Eltern.

Sprich doch mal mit deinem Kind, vielleicht auch mit seinen Kumpels. Meine Tochter weiss, dass ich es mir nicht leisten kann, ihre Freunde mitzufüttern. Deren Eltern scheinen ja eher unbekümmert zu sein? Kinder sind aber erstaunlich einsichtsfähig, wenn man so etwas erklärt.

Lieber Gruß,
Marianne

Hallo!

Hallo,

Unser Sohn ist bereits 14 Jahre und besonders in den Ferien
kommen fast täglich Schulfreunde zu Besuch, wogegen wir auch
nichts haben. Meist bleiben diese auch recht lange 2-6
Stunden. Kaum sind sie 15 Minuten bei uns wollen sie stets
beköstigt werden.

ob die beköstigt werden wollen oder nicht ist nicht Dein Problem.

Bei uns ist es nicht üblich ständig Mahlzeiten anzurichten. Wir essen überwiegend erst abends. Ich

bin gezwungen die Kids auch noch mit zu beköstigen.

Du bist eindeutig zu gutmütig. Wenns bei uns früher Abendessen gab wurden die Freunde nach Hause geschickt, nur ab und an durften die mal bleiben.

Hier wird nicht wenig gegessen. Im Schnitt trinkt jeder zwei Liter

Fruchtsäfte und Brausen, Eis, Süßigkeiten und ein Abendessen.
Ich sehe nicht ein, dies alles für fremde Leute Kinder zu
finanzieren.

Wir konnten uns dies damals gar nicht leisten ständig ein paar Leute mehr mit solchen Sachen durchzufüttern.
Auch ich würde an Deiner Stelle nur Wasser zum trinken hinstellen und auf gar keinen Fall ständig Süßes und ein Abendessen.

Obendrein haben die Kids auch noch so ihre Sonderwünsche.

Was solln das heißen???
Bestellen die bei Dir auf was sie gerade Lust haben und Du kochst das auch noch?
Koch mal mehr Gemüse und solche Sachen, denen wird der Appetit schon noch vergehen.
Ruf doch mal bei den Eltern dieser Kinder an und gib diese Bestellungen durch. Sollen diese doch ihren Kindern diese Sonderwünsche kochen.
Ich glaube kaum das die das machen.

Ich bin der Meinung, das auch mal von der

anderen Seite etwas herüberkommen sollte. Alle kommen immer
nur zu uns, andersrum ist eine Einladung nicht möglich, da die
Eltern das nicht wollen. Angeblich weil die Familien zu groß
sind, die Eltern anscheinend ihre Ruhe haben wollen und
abspannen möchten.

Ja, und as Ihr mal eure Ruhe haben wollt ist so abwegig??

Wir finden das alles zu einseitig. Manchmal

habe ich das Gefühl, das die Kids nur zum Essen erscheinen, da
sie kurz danach wieder verschwinden. Es gab auch einige wenige
wo unser Sohn auch mal eingeladen wurde. Wir haben von Zeit zu
Zeit immer etwas mitgegeben oder wenigstens mal einen
Blumenstrauß für die Eltern mitgebracht. Es scheint heutzutage
alles selbstverständlich zu sein andere mitdurchzufüttern.

Da muss ich Dir leider widersprechen. habe auch 2 Geschwister mit 12 und 13 Jahren, da kommen auch Freunde, manchmal bleiben die zum Essen, aber meistens gehen die zum Essen nach Hause. Auch habe ich noch niemals (auch in meiner Teenagerzeit) miterlebt dass man so unverschämt zu den Eltern seines Freundes ist.
Außerdem wollen auch bestimmt meine Eltern mal ihre Ruhe haben, aber wenn man Kids hat muss man halt darauf gefaßt sein dass dies nicht immer möglich ist.
Aber dies beruht auf Gegenseitigkeit.
Wenn meine Geschwister bei Freunden zum Essen eingeladen wurden ruft meine Mom immer erst bei den besagten Eltern an und klärt ob es überhaupt in Ordnung wäre.

Selbst bei Ausflügen in Freizeitparks oder ähnlichem klinkt
man sich ein und wir müssen auch hier oft Geld für Fahrkarten,
Speisen etc. zusteuern, da die Kids zu hohe Ansprüche haben
und nicht über die Mittel verfügen. Wir finden das nicht so
toll.

Wie schon einer meiner Vorredner geschrieben hat kenne auch ich dies nur von Geburtstagen.
Schwimmt Ihr so dermaßen im Geld dass andere darauf keinerlei Rücksicht nehmen wollen?
Nächstes mal wenn ein Ausflug ansteht mach eine Liste mit dem was die Kiddies mitzubringen haben wenn sie mitwollen, unter anderem Geld.
Das kanns ja wohl sonst nicht sein.
Wenn Du Dir das jetzt gefallen läßt wirds immer schlimmer.

Rede mal mit diesen Eltern, vielleicht haben die auch ein Einsehen, wenn nicht mach es wie sie und basta!!!

Hoffe Du kommst irgendwie weiter.
Viele liebe Grüße
Yvonne

eine Küche ist keine Imbißstube
Hallo Hermelin,

bei dem Thema habe ich, mit dem ich auch schon meine Probleme hatte, weil ich gerne Gäste habe und gerne Gastgeberin bin, ab einem bestimmten Zeitpunkt meine Einstellung geändert:
Meine Küche ist keine Imbißstube, die ständig leckeres Zeug anbietet.
Ich bin nicht Hausangestellte meiner Kinder und deren Gäste.
Mir sind die ein/zwei gemeinsamen Treffs zu den Mahlzeiten mit meiner Familie wichtig, weshalb mir dreimal täglich Tischgäste nicht recht sind.

Du kannst davon ausgehen, dass deine Freigiebigkeit gerade von Kindern gerne genutzt wird. Eis und Limo bei jedem Besuch?, das ist doch logisch, dass sie dann ständig kommen. Man kann ihnen nicht einmal böse ein. Und das ist doch klar, dass es Eltern gibt, die nicht ebenso großzügig sind, weil sie dazu eine andere Meinung haben.

Ich möchte dir raten, dass du die Regeln bestimmst, und zwar so eindeutig und konsequent, wie du nur kannst (einen hartnäckigen Klassenkameraden, der dann unangekündigt sogar seine Geschwister mitbrachte, habe ich wieder Heim geschickt). Sag deinem Sohn, er soll mit den Freunden feste Komm- und Gehzeiten ausmachen, möglichst zwischen den Mahlzeiten. Dann erkläre ihm, dass du nicht die Gratisausgabe von McDonalds bist. Ihm scheint entgangen zu sein, dass diese hungrigen Besuche einen handfesten Posten im Haushaltsgeld so ausmachen können.
Es spricht nichts dagegen, finde ich, im Sommer Getränke anzubieten (Wasser mit Saft tut es auch, wenn nicht gar, dass so besser der Durst gelöscht wird) und zwischendurch eine Packung Kekse oder eine Schüssel voll Äpfelschnitzen anzubieten.
Wenn meine Kinder Besuch haben finde ich das prima, ich freue mich für meine Kinder mit und finde das für sie wichtig.
Übrigens, bald wirst du bzw. dein Sohn bald feststellen, welche „Freunde“ mit ihm zusammensein wollen, trotz der geänderten Bedingungen, bzw. wegbleiben wegen dieser. Da könnte sich dann Spreu vom Weizen trennen.

viele Grüße
claren

hallo hermelin,

daß ihr ein problem habt, sehe ich. allerdings ist nach meiner ansicht nicht das problem, daß die schulfreunde alles mögliche wollen. vielmehr ist das problem, daß ihr nicht sagt, was ihr nicht wollt.

es ist eine illusion anzunehmen, es gäbe allgemeingültige regeln von anstand und takt, die jeder kennen würde. anstand ist für jeden was anderes und anstand muß man außerdem erst lernen.

für euch bedeutet anstand, schulfreunde zu bewirten. es ist aber etwas zuviel verlangt, gerade von den 14 jährigen schulfreunden der kinder, daß andere erkennen sollen, daß die bewirtung nur der höflichkeit halber geschieht. die finden eure bewirtung toll und kommen deswegen immer wieder gern. die glauben bestimmt, ihr wollt das so bzw. es macht euch zumindest nichts aus.

daß das ganze auch geld kostet, kommt denen gar nicht in den sinn, weil in diesem alter geld etwas ist, das man meistens ohne gegenleistung kriegt, das einfach aus dem nichts vorhanden ist. geben und nehmen in der eigenen familie ist etwas anderes als in einer gastfamilie.

die sitzen bei euch vermutlich in friedlicher eintracht um den tisch: da kommt doch keiner von denen auf die idee, daß er was falsches macht, wenn so viele mit ihm friedlich um den tisch sitzen und genau das gleiche machen. und ihr stützt den eindruck, indem ihr euch mühe bei der bewirtung gebt.

ich denke, bei vielen leuten wird mittags gegessen und abends gibt es nur eine kleinigkeit. sicher denken daher viele der eltern der schulfreunde, ihr kind würde bei euch ein paar schnittchen und nicht gleich eine komplette, warme mahlzeiten plus sonderwünsche extra kriegen, und haben deswegen euch gegenüber keinerlei schlechtes gewissen.

in der regel können kinder ja ziemlich viel essen. vielleicht essen viele der schulfreunde vor oder nach dem essen bei euch zuhause relativ normal mit und die eltern wissen nicht mal, daß die bei euch schon gegessen haben. und selbst wenn jemand weiß, daß sein kind häufig bei euch ißt, weiß derjenige immer noch nicht, daß bei euch jeden tag zig fremde kinder um den tisch sitzen.

die schuldfreunde und auch deren eltern müssen also gar nicht einschätzen können, wie sehr sie euch belasten.

es ist also sinnlos, darauf zu warten, daß die irgendwann mal anstand zeigen und wegbleiben bzw. eure kinder einladen.

ihr könnt deren verhalten nur ändern, indem ihr euer eigenes verhalten ändert.

wenn ihr also nicht wollt, daß die schulfreunde bei euch mitessen, dann schickt ihr sie vor dem abendessen nach hause. ich glaube nicht, daß es dabei peinliche diskussionen geben wird, denn ihr seid niemandem rechenschaft schuldig. sicher reicht „so, wir wollen jetzt (heute mal in ruhe/ im kreis der familie) essen. und tschüss“.

vielleicht fragt euer sohn, aber dem könnt ihr das im familienkreis erklären. ich denke auch, daß er es verstehen wird. denn schließlich akzeptiert er es von den familien seiner freunde, daß diese ihre ruhe haben möchten und dort auch nicht alles bezahlt werden kann.

wenn ihr nicht jedem kind 2 liter cola bezahlen wollt, dann begrenze eben die menge, die den kindern zur verfügung steht. wenn es nicht gerade sehr heiß ist, dann reicht doch 1 glas (0,25 l) für jeden. gib ihnen, was du geben möchtest, und sage deinem sohn vorher, daß er nicht nachholen und so die vorräte verbrauchen darf, die für euere familie gedacht sind. und wenn du ihnen mal nichts geben willst, dann ist das auch ok. wird nach irgendwas gefragt, ist es nicht da, oder es wird darauf verwiesen, daß es das ja erst kürzlich gab.

ausflüge sind in zukunft familienausflüge. ich weiß offen gestanden gar nicht, wie es passieren kann, daß man auf ausflüge ständig ungewollt fremde kinder mitschleppt.

fragt euer sohn, ob er seine freunde mitnehmen darf und ihr traut euch nicht, nein zu sagen, oder denkt ihr, die eltern der freunde würden sich an den kosten beteiligen? sicher gibt es eltern, die ihren kindern bei einer solchen gelegenheit geld mitgeben, um für sich zu bezahlen (vielleicht tun sie das auch und die kinder behalten es für sich?), aber andererseits: wenn dein sohn seinen freunden das quasi als einladung verkauft (könnte ja sein), dann können sie ja mit recht annehmen, daß sie nichts bezahlen müssen.

oder stehen die einfach bei abfahrt auf der matte? mit 14 sind sie alt genug, daß man sie einfach wieder nach hause schickt.

wenn ihr den nächsten ausflug plant, dann laßt oft genug das wort „familienausflug“ fallen und so sätze „da unternehmen WIR 3 mal was gemeinsam“. so wird klar, daß schulfreunde auf dem ausflug nichts zu suchen haben. und wenn diese indirekte methode nichts nutzt, dann muß man halt mal klipp und klar sagen, was man will bzw. was man nicht will.

also hofft nicht darauf, daß sich die leute ändern, sondern ändert ihr euer verhalten und sagt den leuten, was zuviel ist.

Kiosk
Hallo
Bei uns sind auch immer viele Freunde ,die sind aber schon grösser und futtern auch viel (das macht mr aber nichts aus ) :Sie bringen auch immer mal was mit ,mal was eingekauftes ,mal was Gebackenes von Muttern,mal ne Flasche Wein für mich.

Mein Tipp wäre auch :nicht immer Leckereien bereit halten ,oder deinen Kids beibringen ,was im Kühlschrank bleiben muss ,weil Du es essen willst .Stell ihnen was hin ,nen Stück Käse ,langweiliges Brot oder wie schon vorgeschlagen,Gemüse. Und sie müssen es selber zubereiten und selber die Küche aufräumen.
Eis können sie sich auch selber machen,dann sind sie wenigstens sinnvoll beschäftigt.
Zu trinken gibt immer Wasser ,sollen sie mal vom Taschengeld Ahoi Brause kaufen ,oder sich aus selbstgesammeltem Obst Saft selber machen (machen meine Junx gerne ).

Sie sehen euren Haushalt als Kiosk,mal eben abfressen bei XX.
Nix einkaufen ,paar Wochen .

Gruss
Kosmokatze

Speisekarte

Hallo!

Man kann auch eine Preisliste aufstellen, dann können die Kinder wie bei Mc Donalds’s bestellen, müssen aber auch bezahlen.

Sie sehen euren Haushalt als Kiosk,mal eben abfressen bei XX.
Nix einkaufen ,paar Wochen .

Gruss
Kosmokatze