Saft? Saftschorle? Wenn ich ihr das tagsüber anbiete, sieht
sie mich an, als wenn ich sie vergiften wollte und trinkt dann
lieber Rohrquelle oder wenn ich Glück habe Tee.
Na, ist doch in Ordnung, hauptsache sie trinkt überhaupt was.
Ein Problem in deinem Fall scheint zu sein, dass es fast
keinen Unterschied zwischen Essen und Trinken gibt. Bei einem
Baby ist es klar, dass die Nahrungsaufnahme flüssig erfolgen
muss, aber bei einem einjährigen sollte das überhaupt nicht
mehr der Fall sein.
Die dünne Milch akzeptiert sie (2 Löffel statt der 6 sind ok,
aber dünner nicht)
Sie trinkt es aus Hunger, die 200ml wenn auch verdünnte Milch
sättigen zumindest vorrübergehend, aber eben nicht dauerhaft.
Und ganz ehrlich: 200ml mit 6 Löffel HA1 sind für ein
einjähriges Kind auf lächerlich. Würdest du mit einem Glas
Milch 1,5% die ganze Nacht ohne Hunger durchhalten?
Stopp, stopp! Sie bekommt um ca. 18.30 Uhr einen großen Teller (ca. 250 g; wobei sie noch einen Rest auf dem Teller lässt. D. h. sie könnte auch weiteressen, wenn sie noch Hunger hätte. Und ich habe den Eindruck, daß sie das Gemüse sehr gern isst, im Gegensatz zum Milchbrei oder Obst-Getreidebrei) gematschtes Gemüse mit Haferflocken und dazu 100 ml HA-Milch.
Und um ca. 19.30 Uhr geht sie ins Bett und bekommt nochmal mind. 100 - 130 ml HA-Milch. Das muss doch mal reichen, oder?
Ich habe sie fast 10 Monate gestillt, Tag und Nacht; kann ja
sein, daß sie es einfach gewohnt ist auch noch nachts zu
trinken.
Unser erster Sohn wurde gestillt, trotzdem hat er nach 7 oder
8 Wochen durchgeschlafen.
Herzlichen Glückwunsch! Unsere hat noch nie durchgeschlafen. Aber ist ja auch ok. Mir geht es nicht ums Aufstehen, sondern ums Fassungsvermögen der Windeln. Denn ich will sie nicht noch nachts wickeln. Aber auch nicht aus Bequemlichkeit, sondern dann ist sie fit wie ein Turnschuh.
Am Anfang heisst das von 22:00 Uhr
bis 5:00 Uhr, aber das zieht sich mit der Zeit auch. Unser
zweiter Sohn bekam zwangsweise das Fläschchen, auch hier war
nachts nach 9 Wochen ruhe. Interessanterweise ist er, trotz
Nichtstillens, gesundheitlich deutlich robuster…
Aber abgesehen davon, schreibst du, dass du ihr HA1-Milch
gibst. Schau doch mal auf http://www.humana.de. Dort wird die
HA2 bereits ab dem 4. Monat empfohlen, genauso wie auch der HA
Brei. Die HA1-Milch reicht schlicht und ergreifend nicht mehr
zum satt werden. Ab dem 8. Monat wird sogar schon Stufe 3
empfohlen (auch wenn es die nicht als HA gibt -> HA Brei).
Ich darf dir sagen, dass unser Jüngster mit 3 Monaten schon
Lactana 3 getrunken hat, mit 8-9 Löffel. War gerade so an der
Grenze überhaupt noch flüssig zu sein! Da sind wir gleich auf
Brei umgestiegen. Naja, er war wenigstens satt.
Bei deiner Kleinen zeigt sich das doch auch dadurch, dass sie
bei was „vernünftigem“ (Gemüsebrei mit
Getreidevollkornflocken, naja) auch den ganzen Teller leert,
deinem komischen Milchbrei-Papp aber nicht mag. Hunger hat
sie, aber eben auch ihren eigenen Geschmack. Die Zeiten sind
vorbei, in denen du bestimmst, was ihr zu schmecken hat 
Warum hälst du sie eigentlich so an der kurzen Leine? Aus
Angst, sie könnte zu dick werden? Würdest du mit verdünnter
Milch satt werden?
Ich verdünne nur nachts die Flasche mit dem eigentlichen Ziel,
daß sie ihre Mahlzeiten auf den Tag verlegt. Tagsüber, d. h.
morgens und abends bekommt sie die volle Dosierung.
Das ist der falsche Weg. Gib ihr abends ordentlich zu essen,
damit meine ich auch etwas, dass stark und langanhaltend
sättigend ist und was sie auch mag. Wenn du dir sicher sein
kannst, dass sie keinen Hunger haben kann, dann lass sie ruhig
auch mal schreien.
Siehe oben. Kann es da wirklich Hunger sein?
Das Essen ist mit gerade mal 2 Zähnen etwas schwierig.
Haha! Nein, ist es nicht! Sorry, aber wie kommst du denn
darauf? Wenn Babys ohne Zähne jede noch so harte Breze runter
bekommen, wird deine Kleine ja wohl Nudeln oder Kartoffeln
klein kriegen. Hast du ne Ahnung, was die allein mit ihrem
Kiefer alles anstellen können?
Die Kartoffeln, das Gemüse und das Fleisch werden lediglich mit
der Gabel gematscht.
Wozu? Kartoffeln können sie in dem Alter schon selbst mit der
Hand essen. Lass ihr doch den Spaß! Und Hackfleisch ist selbst
ohne Zähne kein Problem.
Nudeln, Fisch und Hühnchen soll ich laut
meinem Kinderarzt im ersten Lebensjahr noch nicht geben. Fisch
sogar erst Ende des 2. Lebensjahres.
Hast du auch mal gefragt, wieso? Weil du überängstlich wegen
ihrer Allergiegefährdung bist? Ihr wegen deiner Ängste eine
ausgewogene Ernährung vorzuenthalten ist ja wohl mehr als
falsch!
Ich bin starke Allergikerin. Deshalb habe ich die ersten 6
Monate voll gestillt und danach langsam die Beikost aufgebaut.
Pro Woche ein neues Lebensmittel und manche Lebensmittel wie
Weizenmehl führe ich erst jetzt mit einem Jahr in ihren
Speiseplan ein.
Du bist sehr vorsichtig, allein aus dem Verdacht heraus, sie
könnte irgendwann eine Allergie bekommen. Gut, bis zu einem
gewissen Punkt verstehe ich das ja. Rein rechnerisch hast du
in den letzten 6 Monaten jetzt 24 Lebensmittel auf ihrem
Speiseplan stehen. Trotzdem gibst du ihr noch Milch? Wozu? Sie
_will_ ja auch was richtiges zum beissen, das zeigt sie dir
doch mehr als deutlich!
Honig gibt man den Kleinen nicht wegen
bestimmter Bakterien, wovon sie krank werden können, aber
nicht wegen der Allergie.
Honig steht auch im Verdacht, Allergien zu fördern. Natürlich
enthält er zwangsläufig auch viele Bakterien. Außerdem ist er
wegen des Zuckers nicht gerade gut für die Zähne.
PS: Entschuldige, wenn sich das etwas „aggressiv“ anhört, aber
mir fiel im ersten Moment echt nix mehr ein…
Mir auch nicht!
Niemand hier wirft dir vor, du lässt dein Kind absichtlich
hungern. Ich weiss selbst, dass es schwer ist, die Bedürfnisse
eines Babys sofort zu erkennen (vor allem mir als Mann, meiner
Frau viel das leichter). Aber nach einem Jahr sollte sich da
schon ein gewisses Gespühr entwickelt haben. Selbst wenn du
ihr einfach aus Vorsicht nicht alle Nahrungsmittel wegen der
Allergiegefahr geben willst, bleiben noch genügend andere
übrig. Außerdem solltest du sofort mit der Milchflasche
aufhören und ihr etwas geben, was ihrem Alter entspricht. Du
kannst ihr ja den HA-Brei geben, wenns schon unbedingt
hypoallergen sein soll. Aber ehrlich gesagt glaube ich, deine
Kleine steht auf was „handfestes“, und die muss es ja
wissen…
Hast Du beim HA-Brei mal auf die Verpackung gesehen? Zucker oder eine Zuckerart steht mit an erster Stelle. Das finde ich nicht so doll. Ich möchte unserer Tochter nicht auf Biegen und Brechen den Geschmack auf zuckersüß anerziehen.
In den nächsten 2 Wochen wird es Abends ein Leberwurst bzw. Käsebrot geben. Wie gesagt, wir werden noch diese Woche mit dem Brötchen/Brot anfangen, nächste Woche Kuhmilch und dann endlich das belegte Brot.
mfg
Jolly