Saft? Saftschorle? Wenn ich ihr das tagsüber anbiete, sieht
sie mich an, als wenn ich sie vergiften wollte und trinkt dann
lieber Rohrquelle oder wenn ich Glück habe Tee.
Na, ist doch in Ordnung, hauptsache sie trinkt überhaupt was. Ein Problem in deinem Fall scheint zu sein, dass es fast keinen Unterschied zwischen Essen und Trinken gibt. Bei einem Baby ist es klar, dass die Nahrungsaufnahme flüssig erfolgen muss, aber bei einem einjährigen sollte das überhaupt nicht mehr der Fall sein.
Die dünne Milch akzeptiert sie (2 Löffel statt der 6 sind ok,
aber dünner nicht)
Sie trinkt es aus Hunger, die 200ml wenn auch verdünnte Milch sättigen zumindest vorrübergehend, aber eben nicht dauerhaft. Und ganz ehrlich: 200ml mit 6 Löffel HA1 sind für ein einjähriges Kind auf lächerlich. Würdest du mit einem Glas Milch 1,5% die ganze Nacht ohne Hunger durchhalten?
Ich habe sie fast 10 Monate gestillt, Tag und Nacht; kann ja
sein, daß sie es einfach gewohnt ist auch noch nachts zu
trinken.
Unser erster Sohn wurde gestillt, trotzdem hat er nach 7 oder 8 Wochen durchgeschlafen. Am Anfang heisst das von 22:00 Uhr bis 5:00 Uhr, aber das zieht sich mit der Zeit auch. Unser zweiter Sohn bekam zwangsweise das Fläschchen, auch hier war nachts nach 9 Wochen ruhe. Interessanterweise ist er, trotz Nichtstillens, gesundheitlich deutlich robuster…
Aber abgesehen davon, schreibst du, dass du ihr HA1-Milch gibst. Schau doch mal auf http://www.humana.de. Dort wird die HA2 bereits ab dem 4. Monat empfohlen, genauso wie auch der HA Brei. Die HA1-Milch reicht schlicht und ergreifend nicht mehr zum satt werden. Ab dem 8. Monat wird sogar schon Stufe 3 empfohlen (auch wenn es die nicht als HA gibt -> HA Brei). Ich darf dir sagen, dass unser Jüngster mit 3 Monaten schon Lactana 3 getrunken hat, mit 8-9 Löffel. War gerade so an der Grenze überhaupt noch flüssig zu sein! Da sind wir gleich auf Brei umgestiegen. Naja, er war wenigstens satt.
Bei deiner Kleinen zeigt sich das doch auch dadurch, dass sie bei was „vernünftigem“ (Gemüsebrei mit Getreidevollkornflocken, naja) auch den ganzen Teller leert, deinem komischen Milchbrei-Papp aber nicht mag. Hunger hat sie, aber eben auch ihren eigenen Geschmack. Die Zeiten sind vorbei, in denen du bestimmst, was ihr zu schmecken hat 
Warum hälst du sie eigentlich so an der kurzen Leine? Aus
Angst, sie könnte zu dick werden? Würdest du mit verdünnter
Milch satt werden?
Ich verdünne nur nachts die Flasche mit dem eigentlichen Ziel,
daß sie ihre Mahlzeiten auf den Tag verlegt. Tagsüber, d. h.
morgens und abends bekommt sie die volle Dosierung.
Das ist der falsche Weg. Gib ihr abends ordentlich zu essen, damit meine ich auch etwas, dass stark und langanhaltend sättigend ist und was sie auch mag. Wenn du dir sicher sein kannst, dass sie keinen Hunger haben kann, dann lass sie ruhig auch mal schreien.
Das Essen ist mit gerade mal 2 Zähnen etwas schwierig.
Haha! Nein, ist es nicht! Sorry, aber wie kommst du denn darauf? Wenn Babys ohne Zähne jede noch so harte Breze runter bekommen, wird deine Kleine ja wohl Nudeln oder Kartoffeln klein kriegen. Hast du ne Ahnung, was die allein mit ihrem Kiefer alles anstellen können?
Die Kartoffeln, das Gemüse und das Fleisch werden lediglich mit
der Gabel gematscht.
Wozu? Kartoffeln können sie in dem Alter schon selbst mit der Hand essen. Lass ihr doch den Spaß! Und Hackfleisch ist selbst ohne Zähne kein Problem.
Nudeln, Fisch und Hühnchen soll ich laut
meinem Kinderarzt im ersten Lebensjahr noch nicht geben. Fisch
sogar erst Ende des 2. Lebensjahres.
Hast du auch mal gefragt, wieso? Weil du überängstlich wegen ihrer Allergiegefährdung bist? Ihr wegen deiner Ängste eine ausgewogene Ernährung vorzuenthalten ist ja wohl mehr als falsch!
Ich bin starke Allergikerin. Deshalb habe ich die ersten 6
Monate voll gestillt und danach langsam die Beikost aufgebaut.
Pro Woche ein neues Lebensmittel und manche Lebensmittel wie
Weizenmehl führe ich erst jetzt mit einem Jahr in ihren
Speiseplan ein.
Du bist sehr vorsichtig, allein aus dem Verdacht heraus, sie könnte irgendwann eine Allergie bekommen. Gut, bis zu einem gewissen Punkt verstehe ich das ja. Rein rechnerisch hast du in den letzten 6 Monaten jetzt 24 Lebensmittel auf ihrem Speiseplan stehen. Trotzdem gibst du ihr noch Milch? Wozu? Sie _will_ ja auch was richtiges zum beissen, das zeigt sie dir doch mehr als deutlich!
Honig gibt man den Kleinen nicht wegen
bestimmter Bakterien, wovon sie krank werden können, aber
nicht wegen der Allergie.
Honig steht auch im Verdacht, Allergien zu fördern. Natürlich enthält er zwangsläufig auch viele Bakterien. Außerdem ist er wegen des Zuckers nicht gerade gut für die Zähne.
PS: Entschuldige, wenn sich das etwas „aggressiv“ anhört, aber
mir fiel im ersten Moment echt nix mehr ein…
Mir auch nicht!
Niemand hier wirft dir vor, du lässt dein Kind absichtlich hungern. Ich weiss selbst, dass es schwer ist, die Bedürfnisse eines Babys sofort zu erkennen (vor allem mir als Mann, meiner Frau viel das leichter). Aber nach einem Jahr sollte sich da schon ein gewisses Gespühr entwickelt haben. Selbst wenn du ihr einfach aus Vorsicht nicht alle Nahrungsmittel wegen der Allergiegefahr geben willst, bleiben noch genügend andere übrig. Außerdem solltest du sofort mit der Milchflasche aufhören und ihr etwas geben, was ihrem Alter entspricht. Du kannst ihr ja den HA-Brei geben, wenns schon unbedingt hypoallergen sein soll. Aber ehrlich gesagt glaube ich, deine Kleine steht auf was „handfestes“, und die muss es ja wissen…
mfg
Jolly