'Hunnenrede' Wilhelm II

Hallo Historiker,

kann jemand den Hinweis nachwvollziehen, das berüchtigte Zitat „Gefangene werden nícht gemacht“ beziehe sich auf die Handlungsweise der Chinesen? Soll heißen, es sei keine Aufforderung an das Expeditionskorps, sondern eine Warnung.

Hier alles zum Nachlesen:

http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/wilhelm00/inde…

Vielen Dank,
Andreas

Hallo von einem Nicht-Historiker.

Die „Hunnenrede“ war immerhin einen Eintrag in „Das (neue?) Lexikon der populären Irrtümer“ von Waöter Krämer & Götz Trenkler wert. Und dort war die Rede als Warnung vor dem ‚gelben Mann‘ zu verstehen. Obwohl es mit dem Abstand vieler Jahre und dem Fehlen von glaubwürdigen Zeitzeugen natürlich leichtfällt, der Person xyz die Aktion abc mit dem Ergebnis def anzudichten. Z.B. ist nicht alles, was in der Bibel geschrieben worden ist auch so geschehen… (das soll jetzt keine Debatte auslösen, an der Kernbotschaft ändert das gar nichts :wink: )

HTH
mfg M.L.

Hallo,

Wilhelm II. war ein großer deutscher Kaiser mit vielen Irrtümern und Missverständnissen, die alle selbst verschuldet waren.

Man kann sagen was man will, aber in der Hunnenrede meinte er eindeutig, dass die Deutschen in China, so wie bei uns die Hunnen in Erinnerung bleiben sollen. Sie sollen den Tod des deutschen Gesandten also möglichst hart rächen.

Das kaiserliche Hofamt hat die Rede extra zensiert veröffentlicht, blöd nur, dass ein englischer Reporter die Rede live mitstenografiert hat, so wurde sie auch unzensiert veröffentlicht.

Gruß,
Stefan