Hv

Hallo,
wie kann man aus 230V bei 15A Gleichspannung eine 230V bei 15A Wechselspannung machen? Es soll aber auch wirklich eine wunderschöne Sinuskurve herauskommen.
Würde das auch noch gehen, wenn man alle Werte ca. 18,5 teilen würde?
Über ein Posting würde ich mich sehr freuen…

Vielen Dank im Voraus und Gruß
Christian

Hallo
Welche Werte sind „alle Werte“ ? Die Frequenz nicht nehm ich an .
Eine beschriebene Wandlung wäre mit einem elektronischen Netzteil möglich .
Bei 50 Hz sollte es möglich sein , eine Impulsbreiten-Spannungswandlung durchzuführen .
Man bräuchte dann jeweil positive oder negative Impulse für jeweils eine Halbwelle und eine Regelelektronik für die Sinuskurve .
Informiere Dich einmal , wie elektronische Spannungswandler funktionieren . Nicht gemeint sind jetzt Systeme mit Transformatoren mit höherer Frequenz sondern die Integrierung von Impulsen mit Hilfe von induktiven Elementen ( Drosseln) .
Hierbei wären die Verluste sehr gering .
Auch könnte man die Spannung gut regeln .
Man könnte da zwar auch mit Trafo und NF-Verstärker , aber das wird reichlich schwer .
Für eine solche Schaltung braucht man jedoch spannungsfeste Bauelemente und einem Anfänger kann man Experimente mit solchen Schaltungen auch nicht raten .

MfG
Matthias

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Hallo!
Danke erstmal für die schnelle Antwort!
Mit „alle Werte“ ist nur Spannung und Stromstärke gemeint.

Eine beschriebene Wandlung wäre mit einem elektronischen
Netzteil möglich .

EIn Netzteil mach twie ich sie kenne aus Wchsel- Geleichspannung. Gibt es da besondere Netzteile?!

Man bräuchte dann jeweil positive oder negative Impulse für
jeweils eine Halbwelle und eine Regelelektronik für die
Sinuskurve .

Gut. Die positive und negativen Impulse kriege ich hin, aber wie genau funktioniert das dann daraus eine Sinuskurve zu machen, denn die Operationsverstärker dürften kaum 10A und 230V aushalten!

Für eine solche Schaltung braucht man jedoch spannungsfeste
Bauelemente und einem Anfänger kann man Experimente mit
solchen Schaltungen auch nicht raten .

Ich habe schon mit 22kV experimentiert, so lassen mih 230V recht kalt. Was für Bauteile bräuchte ich?

Gruß Christian

Hinweise
Ich kann noch ein paar Hinweise geben :

EIn Netzteil mach twie ich sie kenne aus Wchsel-
Geleichspannung. Gibt es da besondere Netzteile?!

Bei einem elektronischen Netzteil wird zumeist die Netzwechselffrequenz gleichgerichtet das wäre dann auch schon Deine Gleichspannung ; danach kommt eine elektronische Schaltung welche ich gemeint habe , welche man sich ansehen sollte . So eine Schaltung könntest Du im Prinzip verwenden .

Man bräuchte dann jeweil positive oder negative Impulse für
jeweils eine Halbwelle und eine Regelelektronik für die
Sinuskurve .

Gut. Die positive und negativen Impulse kriege ich hin, aber
wie genau funktioniert das dann daraus eine Sinuskurve zu
machen, denn die Operationsverstärker dürften kaum 10A und
230V aushalten!

Nein mit normalen OP´s kann man da nicht ran , Man braucht Spannungsteiler wie in einem Voltmeter , und mindestens zwei Betriebsspannungen für eine solche Schaltung und eventuell Optokoppler .
Es handelt sich nicht um ein bekanntes Konzept , sondern um eine prinzipielle Idee , in anderen Worten , das must Du schon selber hinkriegen .
Mit der Breite von positiven und negativen Impulsen , dafür sind zwei Gegentaktschaltstufen oder etwas ähnliches nötig , und einer anschließenden Integrierung wie es auch bei Schaltnetzteilen gemacht wird , kommst Du dem Ziel schon etwas näher . Die Impulse werden bei einem Schaltnetzteil breiter , wenn die Spannung höher sein soll .
Für die Sinuskurve erzeuge man eine Referenz mit niederer Spannung für die OP´s zum vergleichen .

Für eine solche Schaltung braucht man jedoch spannungsfeste
Bauelemente und einem Anfänger kann man Experimente mit
solchen Schaltungen auch nicht raten .

Ich habe schon mit 22kV experimentiert, so lassen mih 230V
recht kalt. Was für Bauteile bräuchte ich?

Für die hohen Spannungen kommen Transistoren in Frage , welche Beispielsweise in Zeilenendstufen in Fernsehgeräten benutzt werden . Die heißen BUxxx usw . Die Datenblätter must Du Dir auch selber holen und vergleichen , und es gehen vielleicht auch andere Typen einschließlich FET´s .

Jetzt habe ich hier einen tollen Kursus gegeben und nun wüßte ich gerne , wofür brauchst Du das ?

MfG
Matthias

ne wunderschoene sinuskurve kriegst du mit motorgenerator :smile:

Hallo,
nun möchte ich mich erst mal für die ausführliche Antwort recht herzlich bedanken!
Wofür ich das Brauche? Nun bis vor kurzem habe ich mich immer gefragt, wie man aus gleich Wechselspannung macht, wobei der andere Weg so einfach ist (natürlich immer nur für große Spannungen und Ströme).
Doch nachdem bis vor kurzer Zeit bei uns zweimal das Hausstromversorgungsnetz kolabiert ist, hatte ich nach USV-Anlagen (unterbrechungsfrei Stromversorgung) gesucht. Die waren nicht nur teuer, sondern auch sehr Leistungsschwach für mein Netzwerk. Ebenso geben nicht alle eine Warnmeldung an den Server.
In einer alten Chip-Zeitschrift kam ein Bericht über Internetfirmen und da war ein Bild eines Server-Raums und daneben eine ganze Regalfront mit Autobatterien. DA kam mir die Idee eine USV-Anlage selber zu machen, da ich im Keller genügend Platz für eine große Anzahl an Batterien hätte. Im Internet fand ich keine brauchbaren Beschreibungen und so machte ich mir selber Gedanken drüber. Eigentlich kam ich im Versuch mit Niederspannung gut hin, doch als es dann um große Spannungen und Ströme ging war mein Latein am Ende (mit Hochspannung habe ich bis jetzt nur Lichtbögen und Kombinationen mit anderen physikalischen Phänomenen ausprobiert) und ich kam auf die Idee mit wer weis was.
Nochmals vielen Dank und Gruß Christian

… eine ganze Regalfront mit Autobatterien. Da kam mir
die Idee eine USV-Anlage selber zu machen, da ich im Keller
genügend Platz für eine große Anzahl an Batterien hätte.

Hallo Christian,

an einen Batterieraum werden besondere Anforderungen hinsichtlich Explosionsschutz, Korrosionsbeständigkeit der Einrichtung und Belüftung gestellt.

Solche Batterien stellen zudem einen erheblichen Wert dar. Zur Funktions- und Werterhaltung sind sehr aufwendige Ladeverfahren erforderlich und so ganz ohne Wartung geht das Ganze auch nicht.
Die Batterien sind das Herz einer Notstromversorgung. Wenn Du also eine leistungsfähige USV realisieren willst, solltest Du Dich zuerst über den damit in Zusammenhang stehenden Aufwand kundig machen. Ist ein eigenes Wissensgebiet.

Im übrigen sind Autobatterien nur kurzfristig gesehen eine günstige Lösung. Professionelle Batterieräume verwenden offene Glasbehälter mit auswechselbaren Bleipaketen.

Gruß
Wolfgang

Hallo Christian,

Doch nachdem bis vor kurzer Zeit bei uns zweimal das
Hausstromversorgungsnetz kolabiert ist, hatte ich nach
USV-Anlagen (unterbrechungsfrei Stromversorgung) gesucht. Die
waren nicht nur teuer,

Ich bezweifle, daß Du es selbst billiger schaffst, alleine vom Materialwert her. Hast Du Dir so ein Ding schon mal von Innen angesehen ? Wenn ja, wüsstest Du, warum diese Technik nicht so ganz billig sein kann. Eine USV ist eben noch viel mehr als nur ein einfacher Wechselrichter. Selbst ein „einfacher“ Wechselrichter dieser Leistungsklasse erfordert einen enormen Entwicklungsaufwand und viele „Todesopfer“ unter den teuren Leistungshalbleitern, bis er zum erstenmal vernünftig funktioniert.

sondern auch sehr Leistungsschwach für
mein Netzwerk.

USVs gibt es in (fast) jeder Leistungsklasse. Außerdem ist es meistens praktischer und billiger, mehrere kleine USVs zu verwenden.

Ebenso geben nicht alle eine Warnmeldung an den
Server.

Das gilt aber nur für die ganz einfachen Ausführungen.

In einer alten Chip-Zeitschrift kam ein Bericht über
Internetfirmen und da war ein Bild eines Server-Raums und
daneben eine ganze Regalfront mit Autobatterien. DA kam mir
die Idee eine USV-Anlage selber zu machen, da ich im Keller
genügend Platz für eine große Anzahl an Batterien hätte.

Schon wegen der hohen Kosten macht das keinen Sinn. Akkus benutzt man sinnvollerweise zur Überbrückung kurzer Stromausfälle. Dafür würden schon wenige Autoakkus reichen. Für längerfristige Notstromversorgung gibt es Aggregate mit Verbrennungsmotoren.

Im Internet fand ich keine brauchbaren Beschreibungen

Ich hoffe, Du kannst Dir jetzt denken warum

und so
machte ich mir selber Gedanken drüber.

Wenn es Dir ums Geldsparen geht, vergiss es am besten, mach in der gesparten Zeit ein paar Überstunden und kauf Dir von dem verdienten Geld ein paar USVs. Dann kannst Du vor allem schon in unmittelbarer Zukunft von den Vorzügen einer funktionsfähigen unterbrechungsfreien Stromversorgung profitieren.

Eigentlich kam ich im
Versuch mit Niederspannung gut hin, doch als es dann um große
Spannungen und Ströme ging war mein Latein am Ende (mit
Hochspannung habe ich bis jetzt nur Lichtbögen und
Kombinationen mit anderen physikalischen Phänomenen
ausprobiert) und ich kam auf die Idee mit wer weis was.

Mit niedrigen Leistungen ist immer alles viel einfacher, weil Du Effekte vernachlässigen kannst, die Dir bei hohen Leistungen u.U. Deine Transistoren zerstören. Außerdem sind die Bauteile so billig, daß Du Dir schon mal ein paar Fehlschüsse erlauben kannst. Bei hohen Leistungen können sich durch einen kleinen Fehler hunderte DM oder noch viel mehr innerhalb von ms buchstäblich in Rauch auflösen. Bis Du den Fehler endlich gefunden hast, kann das dann richtig teuer werden.
Wenn Du noch keine Erfahrung mit hohen Leistungen hast und welche sammeln willst, solltest Du Dich mit kleineren Projekten langsam herantasten. Alles Andere bringt nur Frust und kostet viel Geld.

Jörg

Hallo,
über die Probleme wurde ja schon einiges gesagt.

  1. Batterien können Wasserstoff produzieren und dann
    explodieren.
  2. Bei Kruzschluß von Bleiakkus brennt zuerst die Isolierung
    und dann das haus weg.
  3. Leistungselektronik, zumal mit Netzspannung ist auch nicht
    ganz ungefährlich, z.B. auch Brandgefahr.
  4. So ein analoger Leistungsverstärker mit 3 Kilowatt und 300V
    Spitzenspannung ist aufwendig und hat einen schlechten Wirkungs-
    grad.
  5. Alternativ müsste in Schaltverstärker (D-Betrieb) „gebastelt“
    werden. das ist nun wirklich was für Profis.

Alternative: Mann kann auch die Versorgungsspannungen im
PC direkt aus Batterien zur Verfügung stellen. Die 230V
werden ja gar nicht gebraucht .Wenn Du also unbedingt sowas
brauchst, dann wäre es viel einfacher ein PC-Netzteil zu bauen
bzw. zu modifizieren, das intern bei Netzausfall auf
Akkuversorgung umschaltet. Da gäbe es verschiedene Konzepte.
Als Primärspannungsquelle können z.B. 24V-Industrie-Netzteile
dienen. Dann kann parallel einfach ein 24V-Akku dran (über
Entkoppeldioden). Die Erzeugung von niedrigeren Spannungen
aus einer hoheren Spannung (24V) geht z.B. mit Step-Down-Reglern
rel. einfach.
Gruß Uwi