HWS bitte um Befunderklärung - stimmen Symptome üb

Hallo,

kann mir jemand folgende Befunde übersetzen bzw verständlich machen? Es geht um ein und dieselbe HWS. Und wären im Anschluss genannte Beschwerden auf die HWS zurückzuführen??

Röntgenbefund:
flache linkskonvexe Fehlhaltung, Kyphosierung der mittleren HWs, Osteochondrose C5/6. Erste vordere Spondolytenbildungen der Grundplattenvon C4 bis C6. Keine Spaltbildungen, keine sonstigen Destruktionen.

MRT-Befund:
Streckhaltung der HWS im Liegen
Bandscheibendegeneration sowie mediolateral rechts gelegene subligamentäre Bandscheibenprotrusion HW 5/6.
Geringe Pelottierung des präforaminalen Recessus mit Bedrängung der Nervenwurzel C6 rechts.
Keine NPP. Keine Myelopathie.

Beschwerden/Symptome:
Schwindel, Gefühl wie benebelt,
Leistungsknick (koknitive Leistungsminderung), eingeschränkte Reaktion („lange Leitung“), Vergesslichkeit, Beine u. Arme wie Pudding - schlabberig, gummiartig,
manchmal knackt/knirscht es in der HWS beim Drehen des Kopfes, tut aber nicht weh.
Manchmal Kopfschmerzen (eher oberer Kopfbereich/hinter Schläfen, Oberkopf), CMS ist übrigens auszuschließen.

Fragen: spricht aus dem Befund ein Bandscheibenvorfall? Gibt es Heilungschancen bzw. was kann man tun? Patient fühlt sich beruflich stark beeinträchtigt, was im Privatleben sowieso und inzwischen auch in der Arbeit so langsam auffällt.
Patient erhielt Massagen u. Strom, was zwar angenehm war, aber in Bezug auf die Beschwerden nichts brachte, phasenweise geht es mit den Symptomen einfach schlecht. Der Orthopäde unternimmt auch nichts weiter. Soll Patient sich einfach damit abfinden, ist erst 35 Jahre (äußerlich auf ersten Blick vital & dynamisch).

Danke!!

Natürlich kann man jetzt keine Ferndiagnose stellen! Die Befunde sprechen wenn, dann für eine lediglich LEICHT lädierte HWS. Die „Protrusionen“ sind Vorwölbungen der Bandscheiben, die man theoretisch als „kleine Vorfälle“ interpretieren könnte, ABER: Sie korrelieren erwiesenermaßen NICHT mit Beschwerden! Leute ohne Beschwerden haben sie, Leute mit Beschwerden haben sie nicht. Dazu wurden umfangreiche Studien gemacht.
Knirschen und Knacken sagt ebenfalls nichts aus und ist normal. (-:
Die Wirbelsäule ist leider ein sehr verschleißanfälliges Organ, so dass es in praktisch jedem Alter zu „Osteochondrosen“ oder „Spondylophyten“, das sind eben solche Verschleißerscheinungen, kommen kann. Für diese gilt aber auch oben genanntes: Sie korrelieren nicht mit Beschwerden.!!!

D.h. leider: Das Bild könnte Schmerzen/VErspannungen in Nacken-und Kopfbereich erklären. Die Beschwerden können aber leider genauso gut (und ehrlich gesagt, das erscheint mir wahrscheinlicher) von woanders her kommen.
War der Patient bereits bei einem HNO-Spezialisten? (wegen des Schwindels) oder Neurologen? Letzterer wäre sehr wichtig, wegen des Gefühls der Vergesslichkeit oder verzögerter Reaktion. Das kann m.A.n. nicht von der HWS kommen. (Außer im Rahmen der psychischen Beeinträchtigung durch die BEschwerden, das natürlich schon.)

Naja, ich hoffe, es konnte trotz allem ein wenig helfen ich wünsche IHnen alles Gute

Guten Tag,

Sie korrelieren nicht mit Beschwerden.!!!

das sagte auch der Orthopäde. Aber er untersuchte auch nicht die Kopfgelenke. Es gab mal einen Vorfall Anfang 2010, wo es nach einer Bewegung (beim Lachen und ruckartigen Bewegg) heftig am Kopfansatz knackte. Alsdann konnte Patient einen Tag den Hals und Kopf nicht mehr bewegen, er bekam den Kopf vom Kopfkissen nicht hoch, konnte ihn nicht drehen usw. so als würden auf einmal alle Halsmuskeln versagen, eine totale INstabilität. Im Laufe der nächsten Tage ging es dann langsam wieder. Daraufhin wurden die Untersuchungen ja durchgeführt. Aber weitergehende Untersuchungen (Kopfgelenke) erfolgen nicht, obwohl die Beschwerden laut der „Kopfgelenke“ Webseite übereinstimmen. Dafür bedarf es einer Untersuchung mit einem offenen C-Arm Gerät bei offenem Mund in Schräglage oder so. Das veranlasst der Orthopäde jedoch nicht. Wäre hier nicht auch der Orthopäde zuständig oder welcher Arzt? Hat der Patient ein Recht auf solch eine Utnersuchung? An wen müsste er sich wenden?

D.h. leider: Das Bild könnte Schmerzen/VErspannungen in
Nacken-und Kopfbereich erklären.

Der Nacken ist zwar auch ab und zu verspannt, aber die anderen Beschwerden überwiegen einfach. Die gefühlte Instabilität ist jedoch noch ab und zu leicht da.

War der Patient bereits bei einem HNO-Spezialisten? (wegen des
Schwindels) oder Neurologen?

HNO steht noch aus. Neurologe schließt sämtliche neurologische Defekte nach einem Kopf-MRT aus.
Endokrinologe hat auch soweit alles i.O. befunden.

Vielen Dank!