Hallo allerseits,
ich habe mal ein paar Fragen zur Hybridisierung von Silicium, speziell in Silanverbindungen.
Silane sind ja ähnlich aufgebaut wie Alkane. Die H-Atome sind im Monosilan wie auch im Methan tetraedrisch um das Si-Atom angeordnet. Damit es dazu kommt müssten die Elektronen der Hauptquantenzahl n = 3 doch sp3 hybridisert sein, oder. Die 4 Bindungen sind doch energetisch gleichwertig…
Wenn diese Annahme so stimmt, wie kann ich dies grafisch nach der Molekülorbitaltheorie darstellen (Elektronen-Energie-Schema)? Normalerweise ergeben sich ja beim „Mischen“ von Atomorbitalen eine genauso große Anzahl an Molekülorbitalen wie ich vorher insgesamt an Atomorbitalen hatte. Das würde bedeuten, dass ich beim Monosilan (SiH4) 4 Orbitale aus dem sp3-Hybrid des Siliciums und 4 x 1 Orbital aus dem 1s der Wasserstoffatome addieren müsste zu insgesamt 8 MO’s. Wie kann ich nun erklären, dass sich daraus eben nicht nur 1 bindendes sigma-Orbital, 3 bindende pi-Orbitale und die gleiche Anzahl an antibindenden Orbitalen ergibt, sondern 4 bindende und 4 antibindende sigma-Orbitale? Oder sind es womöglich doch je zwei bindende und antibindende sigma- und pi-Orbitale von denen aber die antibindenden sigma-Orbitale energetisch niedriger liegen als die bindenden pi-Orbitale und ich nur die insgesamt 4 sigma MO’s mit Eletronen besetzt habe…???
Kann man anhand dieser Molekülorbitale, wie auch immer sie aussehen mögen, die Instabilität von Silanen erklären?
Und wo wir schon mal bei der Hybridisierung sind: Gibt es, wie beim Kohlenstoff, für Silicium auch sp2 und sp-Hybridisierung und damit Doppel- und Dreifachbindungen?
Bin mal gespannt auf eure Antworten. Danke schon mal
Sven