Hydraulischer Abgleich und welches Ventil habe ich

Hallo,

ich hatte vor einiger Zeit schon mal einen Frage gepostet, und zwar war ich auf der Suche nach dem Überströmventil (welches ich immer noch nicht gefunden habe - also falls noch jemand eine Idee hat…)
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Nochmal kurz Zusammenfassung:

Mein Radiator wird bei Stellung 5 im oberen Bereich ordentlich heiß, im unteren Bereich jedoch nicht besonders. Auch dann nicht, wenn ich die Pumpe (alte ungeregelte) auf Maximalleistung stelle und alle anderen Heizkörper geschlossen sind.

Mein Verdacht ist, dass ein Überströmventil verbaut ist (bzw. sogar zwei), welches schon bei kleinem Druck öffnet.

Ich gehe von einem Zweirohr-System aus.

Jetzt hatte ich noch die Idee, dass vielleicht bereits ein schlechter hydraulischer Abgleich gemacht wurde, und einfach bei allen Heizkörper auf eine mittlere maximale Durchflussmenge begrenzt wurde. Das hätte ich dann geändert und die max. Flussmenge einfach leicht erhöht.

Fotos der Heizung:
http://freenet-homepage.de/Michael448/Heizkoerper.jpg
http://freenet-homepage.de/Michael448/Ventil1.jpg
http://freenet-homepage.de/Michael448/Ventil2.jpg

  1. Frage:
    Kann man bei meinem Ventil eigentlich einen hydraulischen Abgleich vornehmen, oder fehlt mir da noch ein Teil? Ich glaube ich habe mal im Internet ein ähnliches Ventil gesehen, da war aber noch ein silberner Ring drauf…

  2. Frage:
    Nachdem, was ich im Internet gefunden habe, heißen meine Ventile entweder Danfoss RAV (Ventilhalsdurchmesser 34 mm) oder Danfoss RAVL (Ventilhalsdurchmesser 26 mm). Leider weiß ich nicht, wo ich das messen soll. Kann mir jemand sagen, welches Ventil verbaut ist ?

Hallo
Michael

Du kannst sicherlich ein Überströmventil haben, aber dein Ansatz zur Problemlösung ist leider falsch.
Wenn von, sagen wir mal, 7 Heizkörpern einer nicht mitläuft, er aber auch nicht mitläuft,wenn du die gesamte Pumpleistung auf den einen Hk gibst, im übrigen aber mit derselben Pumpleistung 6 Hk ausreichend warm werden, liegt eine Verengung im Hk vor. Es gibt Anschlussblöcke im unteren Bereich der HK, die einen Kurzschluss beinhalten. Solche hast du aber nicht eingebaut.
Es gibt einen Trick, mit dem du an das Ventil ohne grossen Umstand herankommst. Du schaltest Heizung und Pumpe aus und schliesst einen Schlauch an das Heizsystem an, mit dem du den gesamten Druck in der Anlage ablässt. Alle möglichen Schnellentlüfter vorher schliessen. Bei einer offenen Anlage funktioniert das auch nicht. Jetzt hast du zwar noch Wasser in der gesamten Anlage, die kann aber nicht raus, solange du nicht irgendwo an 2 Stellen gleichzeitig die Anlage öffnest.
Ventil vom Schlauch zudrehen ist wichtig. Jetzt kannst du an allen Stellen der Anlage vorsichtig und geringem Wasserverlust kleinere Stellen öffnen. Drehe das Ventilunterteil nun raus, wahrscheinlich hat sich die Dichtung im Inneren aufgelöst oder verschoben oder was auch immer. Das Oberteil kannst du auch separat kaufen und neu reindrehen.
Lege bei der ganzen Aktion einen Lappen unter den HK. Wenn zuviel Wasser austritt, ist der Druck noch nicht ganz abgebaut oder irgendwo ist eine Zuluftöffnung im System. Zum Verständnis mit dem Wasser: Wenn einen dünnes Rohr mit Wasser füllst, senkrecht hälst und die obere Öffnung verschliesst, tritt unten kein Wasser aus.
Der Vorteil dieser Aktion ist, dass du nur noch den Überdruck in der Anlage wieder auffüllen und nicht überall entlüften musst.

Viel Spass

Christian

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Ich behaupte mal, das der Heizkörper auch einen Kurzschluß haben kann. Unter Kurzschluß versteht ich, das bei der Herstellung der Vorlauf und Rücklauf nicht einwandfrei getrennt wurde.

Jetzt hatte ich noch die Idee, dass vielleicht bereits ein
schlechter hydraulischer Abgleich gemacht wurde, und einfach
bei allen Heizkörper auf eine mittlere maximale
Durchflussmenge begrenzt wurde. Das hätte ich dann geändert
und die max. Flussmenge einfach leicht erhöht.

Fotos der Heizung:
http://freenet-homepage.de/Michael448/Heizkoerper.jpg
http://freenet-homepage.de/Michael448/Ventil1.jpg
http://freenet-homepage.de/Michael448/Ventil2.jpg

  1. Frage:
    Kann man bei meinem Ventil eigentlich einen hydraulischen
    Abgleich vornehmen, oder fehlt mir da noch ein Teil? Ich
    glaube ich habe mal im Internet ein ähnliches Ventil gesehen,
    da war aber noch ein silberner Ring drauf…

  2. Frage:
    Nachdem, was ich im Internet gefunden habe, heißen meine
    Ventile entweder Danfoss RAV (Ventilhalsdurchmesser 34 mm)
    oder Danfoss RAVL (Ventilhalsdurchmesser 26 mm). Leider weiß
    ich nicht, wo ich das messen soll. Kann mir jemand sagen,
    welches Ventil verbaut ist ?

Hallo,
du hasst das Ventil RAVL 26mm
ich kann auf dem Bild keine Voreinstellung sehen,vielleicht solltest du es noch mal von vorne ablichten ohne TH Kopf.Hasst du denn Pinn einmal richtig bewegt? aber nicht rausziehen.

du hasst das Ventil RAVL 26mm
ich kann auf dem Bild keine Voreinstellung sehen,vielleicht
solltest du es noch mal von vorne ablichten ohne TH Kopf.Hasst
du denn Pinn einmal richtig bewegt? aber nicht rausziehen.

Vielen Dank schon mal für die RAVL-Info! Ich habe das Teil leider schon wieder zusammengeschraubt, aber hier noch ein anderes Foto, auf dem man es etwas besser sehen kann:

http://freenet-homepage.de/Michael448/Ventil3.jpg

Kannst du etwas erkennen, oder soll ich den Plastikgriff nochmal abschrauben und eine Frontalaufnahme machen ?

Bewegt habe ich den Pin bisher nicht - sollte ich ?

Michael

Du kannst sicherlich ein Überströmventil haben, aber dein
Ansatz zur Problemlösung ist leider falsch.
Wenn von, sagen wir mal, 7 Heizkörpern einer nicht mitläuft,
er aber auch nicht mitläuft,wenn du die gesamte Pumpleistung
auf den einen Hk gibst, im übrigen aber mit derselben
Pumpleistung 6 Hk ausreichend warm werden, liegt eine
Verengung im Hk vor.

Also das Wasser ist m.E. recht kühl, wenn es aus der Heizung unten rauskommt, was für mich auf einen geringen Durchfluss hinweist. Ich habe jetzt nicht alle Radiatoren exakt verglichen, aber ich meine, sie verhalten sich ähnlich. Und vor 10 Jahren, als die Anlage halb so alt war, verhielten sie sich, soweit ich mich erinnere, auch ähnlich. Also glaube ich eigentlich nicht an eine verdreckte Engstelle o.ä.

Ich habe noch folgende Theorie:

Angenommen, es gäbe kein Überströmventil, jedoch ein Heizkörper hat eine unerwünschte Engestelle (z.B. durch Dreck).

Wenn alle anderen Heizkörper aus sind, so müsste eine Verdopplung der Pumpenleistung eine deutliche Erhöhung des Durchflusses durch den fraglichen Heizkörper bewirken (also wesentlich wärmerer Ausfluss).

Eine Erhöhung der Pumpenleistung hatte bei einem Test jedoch fast nichts bewirkt. Daher vermute ich, dass irgendwo ein (oder mehrere) Überströmventile sein muss, das den Druck konstant hält und eine Erhöhung der Pumpenleistung zwecklos macht.

Kann es sein, dass die Überströmventile einbetoniert wurden (z.B. unter der Heizung), oder ist sowas unüblich ?

Ich behaupte mal, das der Heizkörper auch einen Kurzschluß
haben kann. Unter Kurzschluß versteht ich, das bei der
Herstellung der Vorlauf und Rücklauf nicht einwandfrei
getrennt wurde.

Wie soll so etwas funktionieren ? Fließt nicht einfach das Wasser oben in die Seitenteile rein (die großen Bleche), und unten wieder raus ?

Es ist auf jedenfall ein Ventil ohne Voreinstellung

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Hallo
Eine Erhöhung der Pumpleistung ist nicht automatisch mit Verdopplung der sogenannten Förderhöhe verbunden. Deine gefühlten Messungen und Meinungen helfen leider recht wenig. Da du kein einstellbares Th-Ventil hast, kann nur eine Verengung den Durchfluss so beeinflussen, dass die Durchströmung zu gering ist.Mit einer Einstellung kannst du den Durchfluss auch nur weiter verringern, keineswegs vergrössern. Wenn du an deiner Theorie der Überströmung festhalten willst, bleibt dir nur das Aufstemmen oder eine Thermografie, die dir die Rohrverläufe im Gebäude zeigt, so sie denn warm sind.
Viel Spass

Christian

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Ich habe deine Beiträge noch einmal gelesen und mir ist aufgefallen, das die Frage nach einem Überstromventil nicht beantwortet wurde. Dieses Ventil, auch Bypass genannt findest du im Bereich der Umwälzpumpe. Das Teil ist einfach aufgebaut und hat im Inneren einen Ventilsitz der über eine Feder von Außen so lange geschlossen bleibt, bis die Heizkörperventile so nach und nach geschlossen werden. Dann öffnet das Ventil entsprechend der Einstellung und das Heizungswasser geht nach der Umwälzpumpe direkt, über die Rücklaufleitung in den Kessel zurück.

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Es ist auf jedenfall ein Ventil ohne Voreinstellung

Könnte ich die ‚Voreinstellung‘ nachrüsten ?

Stimmt folgende Annahme:
Wenn ich die ‚Voreinstellung‘ (ich vermute es ist eine Begrenzung, die verhindert, dass der Pin nicht mehr so weit aus der Heizung herauskommen kann) nachrüste für einen einzelnen Heizkörper, dann muss dieser Heizkörper durch diese Maßnahme einen geringeren Durchfluss haben - ein höherer ist dadurch nicht möglich.

Könnte ich die ‚Voreinstellung‘ nachrüsten ?

Da müsste man sich einmal bei Danvoss erkündigen kann ich jetzt so nicht sagen.

Stimmt folgende Annahme:
Wenn ich die ‚Voreinstellung‘ (ich vermute es ist eine
Begrenzung, die verhindert, dass der Pin nicht mehr so weit
aus der Heizung herauskommen kann) nachrüste für einen
einzelnen Heizkörper, dann muss dieser Heizkörper durch diese
Maßnahme einen geringeren Durchfluss haben - ein höherer ist
dadurch nicht möglich.

Nein der Pin wird nicht beeinträchtigt sondern nur der Durchfluss,das Ventil wird gedrosselt weiter auf geht nicht.

http://www.danfoss-waermeautomatik.de/produkt/produk…

Hallo
Eine Erhöhung der Pumpleistung ist nicht automatisch mit
Verdopplung der sogenannten Förderhöhe verbunden. Deine
gefühlten Messungen und Meinungen helfen leider recht wenig.

Das kann ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen :wink:

http://freenet-homepage.de/Michael448/Pumpenleistung…

Ich habe im unteren Bereich der Heizung ein Thermometer angeklebt und im Minutentakt abgelesen. Anschließend habe ich die Pumpenleistung von 45 Watt auf 80 Watt erhöht. Bei meiner Messung ist der Rücklauf des Heizkörpers von durchschnittlich 35,8°C auf 36,4°C gestiegen.

Das ist zwar nicht die echte Wassertemperatur, weil ich den Temperatursensor nicht gegen die Luft isoliert habe. Mit einem Infrarotthermometer habe ich etwa 10°C mehr gemessen. Allerdings beweist das in meinen Augen, dass die Pumpenleistung bei meiner Anlage weitgehend irrelevant ist für den Durchfluss des Wassers durch den Heizkörper. Natürlich habe ich versucht alle Umgebungsbedingungen (Vorlauftemp., Thermostat auf Max. etc gleich zu halten).

Außerdem sind bei allen Heizkörpern beide Anschlüsse stets warm, selbst wenn im gesamten Haus kein Heizkörper angeschaltet ist.

Kann es sein, dass die Überströmventile einbetoniert wurden
(z.B. unter der Heizung), oder ist sowas unüblich ?

Hat jemand schon mal erlebt, dass das Überstomventil quasi ‚Unterputz‘ liegt ?

Außerdem sind bei allen Heizkörpern beide Anschlüsse stets
warm, selbst wenn im gesamten Haus kein Heizkörper
angeschaltet ist.

Deine Heizungsrohre liegen in Boden und es bestimmt die Abstrahlungswärme die hochsteigt.

Hat jemand schon mal erlebt, dass das Überstomventil quasi
‚Unterputz‘ liegt ?

Nein

Ich glaube ich habe sie gefunden!
Das müssten Sie sein, oder?

http://freenet-homepage.de/Michael448/Ueberstr1.JPG
http://freenet-homepage.de/Michael448/Ueberstr2.JPG

Sie sind in jedem Heizkörper vorhanden. Leider sieht man sie nur, wenn man ‚von unten‘ in den Heizkörper hineinsieht, sonst hätte ich sie schon früher entdeckt.

Somit habe ich dann wahrscheinlich ein Einrohrsystem ?

Kann man relativ gefahrlos an der weiß lackierten Sechskantschraube (rechts am Überströmventil) drehen, oder muss man vorher den Druck ablassen?

So wie es aussieht ist es ein Einrohrsystem und es ist immer noch kein Überströmventil sondern die Absperrung für den nächsten Heizkörper.Drehe einmal einen zu und du wirst merken der nächste HK wird nicht mehr warm.Normalerweise kannst du es ohne weiters drehen,kann sein das dort erst eine Kappe ist die du entfernen mußt.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]