ich möchte für spätere weitere Reaktionen ein Gemische herstellen. Darin soll enthalten sein: Polyester, zweifunktionelle Alkohole, Amine, Wasser und Säure bzw Säurechlorid. Ich weiß, dass ich das Wasser nicht zum Polyester geben kann, da er mir sonst hydrolisiert. Also brauche ich mindestens zwei Komponenten, die ich dann kurz vor der weiteren Verarbeitung vermenge. Nun bin ich aber am überlegen, welche Kombination für eine möglichst lange Lagerstabilität am sinnvollsten ist.
Daher bin ich sehr gespannt auf eure Meinungen.
ich möchte für spätere weitere Reaktionen ein Gemische
herstellen. Darin soll enthalten sein: Polyester,
zweifunktionelle Alkohole, Amine, Wasser und Säure bzw
Säurechlorid. Ich weiß, dass ich das Wasser nicht zum
Polyester geben kann, da er mir sonst hydrolisiert. Also
brauche ich mindestens zwei Komponenten, die ich dann kurz vor
der weiteren Verarbeitung vermenge. Nun bin ich aber am
überlegen, welche Kombination für eine möglichst lange
Lagerstabilität am sinnvollsten ist.
Ich nehme mal an, Du sollst etwas entwickeln, was z.B. im Baumarkt verkauft wird und vom Verbraucher an Ort und Stelle gemischt und sofort verwendet wird.
Wenn das so ist, musst Du wegen der Überprüfung der Stabilität der Komponenten Langzeit-Versuche ansetzen, eventuell bei verschiedenen Temperaturen („Accelerated degradation“). Du darfst keine Zeit verlieren, um das Produkt frühzeitig marktreif zu haben. Also meine Empfehlung: Jetzt schon alle denkbaren Kombinationen anfertigen und einlagern. Von Zeit zu Zeit von allen Kombinationen Proben entnehmen und einen Funktionstest machen so wie es der Verbraucher tun würde. das kann eine sehr große Serienlänge werden, weil evtll. erhöhte Lagerungstemperaturen (Raumtemperatur, 37°C, 50°C) nötig sind. Aus dem zeitlichen Verlauf der Funktionstests, v.a. auch aus deren Temperaturabhängigkeit kann man wahrscheinliche Stabilitäten abschätzen bzw. errechnen.
Unabhängig davon kannst Du die wahrscheinlichsten Rezepturen natürlich rational ermitteln und Testserien ansetzen.
Udo Becker
Soweit ist mir dies klar, jedoch soll ich für dieses Projekt (im Rahmen einer Weiterbildungsmaßnahme, also eher theroretischer Natur) vorab Vorhersagen treffen und dadurch die Versuchsreihen optimieren bzw minimieren.
Ich weiß, das Amin und Säure nicht in eine Komponente dürfen. Aber ist es besser das Amin, auch ist es denk ich nicht gut Wasser zum Polyester zu geben, aber bei anderen Kombinationen bin ich mir nicht sicher und würd da gern verschiedene Meinungen hören.
Darin soll enthalten sein: Polyester,
zweifunktionelle Alkohole, Amine, Wasser und Säure bzw
Säurechlorid.
ich fürchte, Du mußt drei Stammlösungen vorhalten.
In der ersten die den Polyester,
Zweitens Amin, Alkohol und Wasser
Drittens Säure bzw. Säurechlorid
Wenn Du Amin mit dem Ester zusammengibst, wird sich relativ schnell das Amid bilden, es sei denn, Du hast ein tertiätes Amin. Bei einem sekundären Amin verläuft die Reaktion zwar langsamer, aber immer noch messbar schnell, je nach Substituent.
Zudem kann ein tert. Amin als Katalysator der Verseifung des Esters fungieren.
Aber kannst du mir auch nochmal erklären, was dagegen spricht
das Säurechlorid in den Ester zu geben?
bei dieser Mischung kann es sehr schnell zu einer Umesterung kommen. Ähnlich wie bei der Mischung von Säure und Ester, meist aber schneller und heftige als bei dieser.