Hallo,
im Internet ist öfters die Rede einer bevorstehenden
Hyperinflation.
Dass davon die Rede ist, heißt aber noch nicht unbedingt, dass es auch wirklich eine Hyperinflation geben wird. Aber es könnte sein.
Wäre es in einem solchen Szenario sinnvoll, vorab sein
Erspartens in einer anderen Währung (z.B. Schweizer Franken)
anzulegen?
Den Schweizer Franken halte ich auf jeden Fall für stabiler als Euro oder Dollar. Aber wenn du dein Geld in einer Fremdwährung anlegst, muss du damit leben können, dass es im Wert schwankt, du also täglich einen etwas anderen Eurobetrag für deine Franken bekommen würdest.
Würde dieses Fremdwährung dann sogar noch an Wert zulegen?
Kann sein, kann auch nicht sein. Wenn man das vorher immer wüsste, wäre die Kapitalanlage kinderleicht.
Welchen sonstigen Tipp gäbe es, sein Erspartes vor einer
völligen Entwertung zu retten?
Sachwerte. Dazu gehören Immobilien, Gold, aber auch Aktien.
Wie verhielte es sich in einem solchen Fall z.B. mit
Immobilien oder anderen Sachwerten.
Die wären von einer Inflation prinzipiell nicht betroffen. So haben viele Menschen ihr Vermögen durch den 2. Weltkrieg gerettet. Das Haus - oder der Grund, auf dem das Haus einmal stand, bevor es zerbombt wurde - war nach dem Krieg noch immer etwas wert.
Leiden diese Werte nicht genau so, z.B. dass ein Haus vorher
300.000 Wert hatte und nachher nur noch 300 ??
Das nun zwar nicht, aber ganz spurlos gehen größere gesellschaftliche Veränderungen natürlich auch an Immobilien nicht vorüber.
Im obigen Beispiel: Ein intaktes Wohnhaus in München ist mehr wert als ein Stück Baugrund in München mit dem Schutt von dem zerbombten Haus drauf. Das ist ja klar. Die Immobilie hat also an Wert verloren. Trotzdem war es eine gute Idee, diese zu kaufen, weil so das Geld relativ sicher über die Währungsreform hinweg gerettet werden konnte.
Bei der jetzigen Krise sehe ich beispielsweise darin eine Gefahr, dass einfach niemand mehr Miete zahlen kann, bzw. man die Miete nicht so erhöhen kann, wie es durch die Inflation erforderlich wäre.
Wenn beispielswiese das Geld durch die Hyperinflation nur noch ein Hundertstel seines jetzigen Wertes hat, kannst du deswegen deinem Mieter nicht innerhalb von ein oder zwei Jahren die Miete auf EUR 40.000 pro Monat erhöhen. Da gibt es Gesetze, die das verhindern.
Aber ein solcher Zustand dürfte vorübergehend sein.
Übrigens: Es gibt nicht nur das Szenario der Hyperinflation. Auch eine moderate Inflation von z.B. 8% p.a. bringt die Staatsschulden schon zum Schrumpfen. Aber Guthaben, das zu 2% auf dem Sparbuch angelegt ist, kann dabei nicht mithalten und verliert an Wert.
Also, kurz gesagt: Sachwerte.
Ich weiß nicht, um welchen Betrag es bei dir geht und ob du vor hast, deinen Wohnort die nächsten Jahre über zu behalten. Aber davon würde ich die weiteren Entscheidungen abhändig machen.
Schöne Grüße
Petra