Hyperinflation - schweizer franken sinnvoll?

im Internet ist öfters die Rede einer bevorstehenden Hyperinflation.

Wäre es in einem solchen Szenario sinnvoll, vorab sein Erspartens in einer anderen Währung (z.B. Schweizer Franken) anzulegen?
Würde dieses Fremdwährung dann sogar noch an Wert zulegen?

Welchen sonstigen Tipp gäbe es, sein Erspartes vor einer völligen Entwertung zu retten?

Wie verhielte es sich in einem solchen Fall z.B. mit Immobilien oder anderen Sachwerten.
Leiden diese Werte nicht genau so, z.B. dass ein Haus vorher 300.000 Wert hatte und nachher nur noch 300 ??
im Gegensatz dazu Erspartes vorher 300.000 nachher nur noch 300??

Wo ist hier der Unterschied bzw. das Mehr an Sicherheit bei Sachwerten?

Bitte helft einem völligen Laien.
Kann mir die Veränderungen nicht so recht vorstellen.

Inflation - Hyperinflation - Geldentwertung - Währungsreform??

Hallo!

Lies dir doch mal http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperinflation durch.

Da steht mehr.

Welche Währung sicher bleibt, will ich gerade nicht vorhersehen müßen.

Andererseits sehe ich die Gefahr einer Hyperinflation auch nicht, zumindest weder im Euro- noch im Dollarraum.

Und 300.000 Euro sind auch nach/während einer Hyperinflation 300.000 Euro, du kannst dir nur u.U. nur noch ein Brötchen damit kaufen.

Was das Haus angeht: Je nach Preislage auf dem Immobilienmarkt kriegst du für ein Haus im Wert von (sagen wir) 300.000 Euro den Gegenwert von 300.000 Euro (also ungefähr zwei Millionen Brötchen), was dann unter Umstände 300.000 Milliarden Euro sind. Wenn dann am nächsten Tag aber deine 300.000 Milliarden Euro nur noch den Kaufwert von 200.000 Brötchen haben, hast du Tauschwert verloren.

Auch während einer Hyperinflation bleibt der Tauschwert deiner Besitztümer gleich oder steigert sich sogar, weil der Tauschwert des Geldes rasant geringer wird.

Viele Grüße!
Ph.

Hallo,

lass Dich mal nicht verrückt machen. Im Internet kann man alles mögliche schreiben, deswegen ist es noch lange nicht richtig. Es gibt auch Experten, die vor dem genauen Gegenteil, also einer Deflation, warnen.

Langrfistig betrachtet leben wir seit einigen Jahren in einer Zeit extrem niedriger Inflation. Sollte diese wegen der Finanzkrise in nächster Zeit mal auf z.B. 10% steigen, dann käme uns das zwar unheimlich hoch vor, aber deswegen würde das System nicht zusammenbrechen. Man bekäme dann andererseits z.B. wieder deutlich höhere Zinsen auf sein angelegtes Geld.

Grundsätzlich sind Sachwerte keine dumme Anlage. Zumindest für einen Teil des angelegten Geldes.
Was sind Sachwerte?
Stell Dir vor, alles Geld auf der Welt wäre auf einen Schlag weg. Was dann noch übrig wäre, wären im Prinzip Sachwerte.
Ob die ihren Gegenwert im Vergleich zu anderen Waren beibehalten, ist dann eher spekulativ.
Im Falle einer Hyperinflation würde sich ein Schwarzmarkt entwickeln und es gäbe eine (odere mehrere) Ersatzwährung, um den Tausch zu vereinfachen. Nach dem Krieg waren das wohl Zigaretten. Ob das beim nächsten Mal ausgerechnet der Schweizer Franken wäre, ist eher unsicher.
Und warum sollte sich ausgerechnet der Franken vor Verlusten schützen können? Schließlich ist die Schweiz von der Eurozone umzingelt macht viele ihrer Geschäfte mit dem Euroraum.

Also wenn Fremdwährungen, dann eine Mischung aus möglichst vielen verschiedenen. Dazu noch Immobilien und Rohstoffe (z.B. Gold und Silber) und ein paar Aktien. Schon steht ein breit gestreutes Sachwertportfolio.

Ich persönlich würde in Erwartung einer Hyperinflation Ackerland und Waffen für dessen Verteidigung kaufen. Aber das ist nur meine persönliche Meinung :wink:.

Gruß vom Money-Schorsch

Wäre es in einem solchen Szenario sinnvoll, vorab sein
Erspartens in einer anderen Währung (z.B. Schweizer Franken)
anzulegen?
Würde dieses Fremdwährung dann sogar noch an Wert zulegen?

Welchen sonstigen Tipp gäbe es, sein Erspartes vor einer
völligen Entwertung zu retten?

Überlege doch einfach mal, was bei allen anderen Hyperinflationen passiert ist. Richtig: Der Wert vom Geld war futsch, und der Wert von Sachwerten hatte einigermaßen Bestand.

Das Dümmste wäre also, Bargeld zu horten.
Besser wären Immobilien und mit Einschränkungen auch bestimmte Wertpapiere (Aktien).

Und nun rate mal, weshalb der Goldpreis in den letzten Monaten so angezogen ist. Richtig: Weil viele Leute Gold gekauft haben. Sehr viele reiche Leute haben mittlerweile 10% ihres Vermögens in physisch vorliegendem Gold angelegt. Also anfaßbares Gold im Tresor oder im Garten vergraben. Nicht wegen der Wertsteigerung, aber als Absicherung im Fall eines totalen Crashes…

Hallo,

im Internet ist öfters die Rede einer bevorstehenden
Hyperinflation.

Dass davon die Rede ist, heißt aber noch nicht unbedingt, dass es auch wirklich eine Hyperinflation geben wird. Aber es könnte sein.

Wäre es in einem solchen Szenario sinnvoll, vorab sein
Erspartens in einer anderen Währung (z.B. Schweizer Franken)
anzulegen?

Den Schweizer Franken halte ich auf jeden Fall für stabiler als Euro oder Dollar. Aber wenn du dein Geld in einer Fremdwährung anlegst, muss du damit leben können, dass es im Wert schwankt, du also täglich einen etwas anderen Eurobetrag für deine Franken bekommen würdest.

Würde dieses Fremdwährung dann sogar noch an Wert zulegen?

Kann sein, kann auch nicht sein. Wenn man das vorher immer wüsste, wäre die Kapitalanlage kinderleicht.

Welchen sonstigen Tipp gäbe es, sein Erspartes vor einer
völligen Entwertung zu retten?

Sachwerte. Dazu gehören Immobilien, Gold, aber auch Aktien.

Wie verhielte es sich in einem solchen Fall z.B. mit
Immobilien oder anderen Sachwerten.

Die wären von einer Inflation prinzipiell nicht betroffen. So haben viele Menschen ihr Vermögen durch den 2. Weltkrieg gerettet. Das Haus - oder der Grund, auf dem das Haus einmal stand, bevor es zerbombt wurde - war nach dem Krieg noch immer etwas wert.

Leiden diese Werte nicht genau so, z.B. dass ein Haus vorher
300.000 Wert hatte und nachher nur noch 300 ??

Das nun zwar nicht, aber ganz spurlos gehen größere gesellschaftliche Veränderungen natürlich auch an Immobilien nicht vorüber.

Im obigen Beispiel: Ein intaktes Wohnhaus in München ist mehr wert als ein Stück Baugrund in München mit dem Schutt von dem zerbombten Haus drauf. Das ist ja klar. Die Immobilie hat also an Wert verloren. Trotzdem war es eine gute Idee, diese zu kaufen, weil so das Geld relativ sicher über die Währungsreform hinweg gerettet werden konnte.

Bei der jetzigen Krise sehe ich beispielsweise darin eine Gefahr, dass einfach niemand mehr Miete zahlen kann, bzw. man die Miete nicht so erhöhen kann, wie es durch die Inflation erforderlich wäre.

Wenn beispielswiese das Geld durch die Hyperinflation nur noch ein Hundertstel seines jetzigen Wertes hat, kannst du deswegen deinem Mieter nicht innerhalb von ein oder zwei Jahren die Miete auf EUR 40.000 pro Monat erhöhen. Da gibt es Gesetze, die das verhindern.
Aber ein solcher Zustand dürfte vorübergehend sein.

Übrigens: Es gibt nicht nur das Szenario der Hyperinflation. Auch eine moderate Inflation von z.B. 8% p.a. bringt die Staatsschulden schon zum Schrumpfen. Aber Guthaben, das zu 2% auf dem Sparbuch angelegt ist, kann dabei nicht mithalten und verliert an Wert.

Also, kurz gesagt: Sachwerte.
Ich weiß nicht, um welchen Betrag es bei dir geht und ob du vor hast, deinen Wohnort die nächsten Jahre über zu behalten. Aber davon würde ich die weiteren Entscheidungen abhändig machen.

Schöne Grüße

Petra

Hallo,

lass Dich mal nicht verrückt machen. Im Internet kann man
alles mögliche schreiben, deswegen ist es noch lange nicht
richtig. Es gibt auch Experten, die vor dem genauen Gegenteil,
also einer Deflation, warnen.

ich gehe ja immer so ein bißchen nach dem track record, daher frisch von heute:
http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/die-euro-z…

Gruß
Christian

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Wasser in den Wein
Hallo,

recht witzig, dass in diesem Horrorszenario alle immer von der reinen Lehre ausgehen. Ein Blick in die Geschichte hilft auch hier.

Wenn es wirklich zu einer Verwerfung wie der Hyperinflation kommt, bleiben dem Staat noch ganz andere Möglichkeiten. Abgesehen davon, dass der Ruf nach Bestrafung der Krisengewinnler und sozialer Gerechtigkeit erschallen wird. Konkret (alles historische Beispiele):

  • Mietpreisbegrenzung
  • Verbot des Goldbesitzes
  • Sonderabgabe für Immobilienbesitzern
  • Verbot ausländische Währung zu handeln

Es fallen einem sicher noch andere Möglichkeiten ein. Merke: genommen werden kann nur dem, der hat.

Viele Grüße,
Andreas

hmm, ist doch auch „nur“ aktuell. Im Grunde das gleiche Problem. Schreiben kann man viel. Und nur weil sein Team mal eine Auszeichnung bekommen hat, liegt seine Trefferwahrscheinlichkeit auch nur bei 50 % = Entweder er hat Recht oder nicht.

Ein Zusammenbruch des Euro ( halte ich eh für nahezu ausgeschlossen ) würde zumindest in Deutschland nicht per se zu Hyperinflation führen.

guter Ansatz, dafür einfach mal ein Sternsche

sehr wichtiger Hinweis, vielen Dank.

Man kann sich durch welche Aktion auch immer nur „retten“ , wenn Menschen , die mehr Macht haben, die zulassen.

Hallo,

und wie siehst Du den TR von Herrn Edwards?

Gruß vom Money-Schorsch

hmm, ist doch auch „nur“ aktuell. Im Grunde das gleiche
Problem. Schreiben kann man viel. Und nur weil sein Team mal
eine Auszeichnung bekommen hat, liegt seine
Trefferwahrscheinlichkeit auch nur bei 50 % = Entweder er hat
Recht oder nicht.

In der Vergangenheit hat gar nicht mal so schlecht gelegen (da gibts einen grauen Kasten, den man auch lesen kann).

C.

Hallo,

und wie siehst Du den TR von Herrn Edwards?

der ist in etwa so gut wie meiner, wie neben dem Artikel zu lesen ist:
„Berühmt wurde er, weil er früh – Kritiker sagen, zu früh – vor der Asienkrise der Neunzigerjahre und später dem Platzen der Internet-Blase warnte. Mitte 2005 prognostizierte der Volkswirt eine durch eine Immobilienkrise ausgelöste schwere Rezession in den USA.“

Und einmal zu früh ist mir immer noch lieber als 20 Jahre durchgängig wie der Leuschel das praktiziert - ohne dabei noch zu erwähnen, woher denn der Absturz kommen wird.

Gruß
Christian

im Internet ist öfters die Rede einer bevorstehenden
Hyperinflation.

Vergiss diesen Schwachsinn. Für eine Inflation ist nicht genügend Geld im System.

viele leute die sich davor schützen legen folgend an: Gold und Goldaktien von guten Goldminen, Gold und Silbermünzen(Zahlungsmittel bei Hyperinflation),Rohstoffonds,Fonds Asiatische Märkte, Goldfonds.

angenommen wir bekommen keine Hyperinflation, wäre es dann schlecht, wenn man sein vermögen gewinnbringend und Inflationsgeschütz anläge?

andersru gefragt, tritt das Szenario doch ein, wäre es dann auch schlecht, wenn man vorgesorgt hätte?

ich geb dir rech money schorsch, allerdings ist das mit der hyperinflatio nicht äbwegig. Wenn noch ein paar Banken und vielleicht Versicherunge pleite gehen, vielleicht ein paar Staaten, dann kommen wir der sache schon näher :smile:

Hallo,

Übrigens: Es gibt nicht nur das Szenario der Hyperinflation.
Auch eine moderate Inflation von z.B. 8% p.a. bringt die
Staatsschulden schon zum Schrumpfen.

Kannst Du mir erklären, wie das funktionieren soll ?

  1. Bei letzter Gelegenheit so 70/80er Jahre war von Schrumpfen nichts zu spüren.
  2. Wenn es wirklich 8% Inflation gibt, werden die Zinsen wohl nicht darunter liegen. Und dann muss der Staat wohl ca. 3 mal mehr (eher noch mehr) Zinsen zahlen als heute (sprich statt 20% satte 60% vom Steueraufkommen für den Zinsdienst. Aber bei 8% Zinsniveau macht wohl die Wirtschaft schlapp, und dann sieht es auch mau aus mit den Steuereinnahmen, sprich, statt den 60% Haushaltsposten Zinsen werden es eher noch mehr.) Und wie der Staat sich da entschulden soll kann ich mir nicht vorstellen. Bitte um Hilfe und Info.

Zum UP : Die Schweiz hat zwei grosse, kranke Banken. Wenn die sich in ihrem Krankenbett mal umdrehen, wirst Du das mitbekommen, weil deine Frankenscheine anfangen zu zittern.
Persönlich habe ich festgestellt : Überall, wo eine Flasche Bier so wertvoll ist, wie bei uns ein edler Tropfen Wein, da wollte ich getrost auch ein paar Scheinchen in Landeswärung einstecken. Beispielsweise Kanada, oder auch Norwegen.

Freundlichst,

Uwe P.

P.S:
Die Zinsen sind m.E. nicht zuletzt deshalb so niedrig, weil die Staatengemeinschaft daran ein starkes Interesse hat, da sie ansonsten ihre Zinsen nicht mehr zahlen könnten. Da wird die Industrie als Ausrede quasi nur „vor geschoben“. In Konsequenz laufen wir (alle) immer weiter in einen spitzen (Zins)Keil hinein. Je mehr Zeit vergeht, desto geringer ist der Spielraum. Ein (Zins) Ausbruch nach oben wird immer wieder mit allen Mitteln verhindert (letzte Übung GR). Dadurch gelangen wir immer weiter in die „Ecke“, weiter rechts (Zeit) und enger in den Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt.
Eventuell ist das P.S. für eine Antwort nützlich.