Hyperkaliämie

Hallo liebe Experten!
Ich brüte gerade über dem Problem zu verstehen, warum sich eine nur sehr geringfügige Erhöhung der Kaliumikonzentration im Extrazellulärraum (z.B. auf 8mmol/l) bereits bemerkbar macht.
Der physiologische Wert liegt ja extrazellulär bei ca. 5mmol/l und intrazellulär bei 150mmol/l.

Mit bemerkbar macht meine ich Herzstillstand etc.
Die Konzentrationsänderung ist doch eigentlich vernächlässigbar klein!?

Liebe Grüße und bin gespannt ob das einer weiß :smile:

Bernhard

Hallo Bernhard!

Bedenke die Nernst’sche Gleichung. Und bedenke die hohe basale Kaliumleitfähigkeit, die das Ruhemembranpotential der Mehrzahl tierischer Zellen bestimmt.
Die Leitfähigkeiten für die Ionen mit einberechnet führt von Nernst zu Goldmann.
Die spezielle Kinetik von (speziellen Subsets von) Kalium inward rectifiern (Kir-channels) stabilisiert das Ruhemembranpotential. Werden Herzzellen vordepolarisiert, schließen mitunter viele Kir Kanäle und auf diese Weise kann es zu herzrhythmusstörungen kommen, denn die Kirs verursachen nicht mehr genug Einwärtsstrom.

Gruß, Stefan

Stimmt, an die KIRs hatte ich nicht gedacht.
Das hieße quasi dass die KIR Kanäle durch die Vordepolarisierung der erhöhten Kalium-Konzentration(teilweise) geschlossen werden und so das empfindliche gefüge (bzw. das benötigte reinströmen von positiven Ionen) einfach nicht mehr läuft wie es soll.
Hört sich gut an.

Vielen Dank, das hätte ich so nicht gefunden!!!
Physio ist schon manchmal ganz schön fies mit seinen tückischen Kanälchen. :smile:

Grüße, Bernhard

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