Wollte euch mal wieder mit meinem Lieblingsthema quälen .
Was ist eigentlich der konkrete physikalische Hintergrundgedanke beim hypothetisch existierenden Hyperraum? Ist es ein Parallelraum in etwa so wie ein Paralleluniversum in dem Über - LG kein Problem darstellt oder ist mit Hyperraum gemeint, daß man die höheren Dimensionen des Raumes ( d > 4 ) durchdringen will - oder ist das sogar dasselbe?
Ich verstehe immer nicht wie das gehen soll: Ich denke mir z.B., wenn c in diesem Hyperraum einfach einen höhren Wert hat, relativiert sich ja alles, wenn man wechselt - ich meine dann laufen auch auf einmal die elektromagnetischen Reaktion in anderer Geschwindigkeit ab und es läuft im Endeffekt darauf hinaus, daß alle Geschwindigkeiten im gleichen Verhältnis bleiben - ( man fliegt vielleicht mit 2c, altert aber auch doppelt so schnell, weil der Elektromagnetismus doppelt so schnell abläuft ). Also was genau ist „so toll“ an diesem Hyperraum?
Hyperraum :
Hauptsächlich ein „Artikel“ aus Science Fiction Romanen , welcher es einfach machen soll , überlichtschnelle Antriebe und Funkgeräte , Zeitmaschinen und ähnliches zu verwenden .
In meinem Verständnis gibt es zur Zeit keine höhere physikalischen Dimensionen als die bekannten , also Raum und Zeit . Man ist zwar in der Lage , Betrachtungen und Kalkulationen über den Verlauf von Ereignissen anzustellen , hierbei spalten sich teilweise die Möglichkeiten , so das es zu unendlichen Varianten kommen kann .
Ich persönlich glaube auch an ein bestimmtes „Quantum“ Schicksal oder Vorbestimmtheit , besonders , wenn man passiv ist .
In der ursprünglichen Benutzung innerhalb der Science Fiction jedoch wird der Begriff verwendet , um eine pittoreske ( heißt es so ?) Landschaft aus übermächtiger Technik zu schaffen , auch eine Erweiterte Handlungsebene wird ermöglicht ( intergalaktische Reisen) , welche man nicht kritisieren und nur bewundern kann , denn schließlich , wer weiß schon , was Hyperraum ist ?
Wollte euch mal wieder mit meinem Lieblingsthema quälen .
Was ist eigentlich der konkrete physikalische
Hintergrundgedanke beim hypothetisch existierenden Hyperraum?
Also ich würde sagen, daß man ausgehend von der Feststellung, daß der unser Raum in dem wir leben gekrümmt ist, doch die Vermutung anstellen kann, daß er in einem höherdimensionalen ebenen Raum eingebettet ist. Diesen nennt man dann Hyperraum. Also eher ein mathematisches Konstrukt, mit Vorstellung ist da nicht mehr viel.
Und daß mit der Überlichtgeschwindigkeit ist auch gemogelt: Ein Teilchen verläßt unsere 3-dimensionale Schnittmenge mit diesem Hyperraum an der Stelle A, wandert entlang eines Weges durch den Hyperraum und kommt nach der Zeit t, wieder in unseren Raum an dem Punkt B an, so kann der Weg durch den Hyperraum viel kleiner sein als der kürzeste Weg innerhalb unseres Raumes wäre (also quasi ne Abkürzung) so daß der Quotient |A-B|/t beliebig groß sein kann. Nennt man diesen Quotient Geschwindigkeit kann man natürliche Werte erhalten, die größer als die Zahl c ist. Aber die wirkliche Reisegeschwindigkeit ist das nicht.
Das kannst du nicht einfach so sagen „Hyperraum entspringt der SF“ - der Begriff wurde so viel ich weiß von Albert Einstein erfunden, der einfach mal behauptet hat, daß ÜL - Reisen nur mit Hilfe eines möglicherweise existierenden Hyperraums möglich wären. Das wurde bloß von der SF freudig aufgegriffen. Und ich will hier nicht über SF reden sondern über die Realität.
Bei sämtlichen ÜL - Antrieben ist man nie schneller als c sondern fliegt bloß Abkürzungen - das ist doch gerade der Trick.
Von daher würde ich nicht sagen, daß das Konzept des Hyperraums deswegen eine Mogelpartie ist.
Ach so , ich weiß ja nicht , was A.Einstein alles mal behauptet hat …
Vielleicht hat er Überlicht selbst als futuristisch empfunden .
Nach meiner Ansicht gibt es die Regularität überschreitende Phänomene , aber direkt eine Nuß namens „Hyperraum“ zu knacken , möchte ich mir hier ersparen .
MfG (Mit freundlichen Grüßen)
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Blätter gerade mal Asimovs „Ausserirdische Zivilisationen - Sind wir nicht allein im All?“, Bastei/Lübbe-Sachbuch 60111 durch.
(Kapitel XII Interstellare Reisen).
Demnach ist der reale physikalische Hintergrund des Hyperraumgedankens die Postulierung der Existenz der Tachyonen.
Meines Erachtens wurde der Begriff Hyperraum geprägt, weil Einstein das Konzept des gekrümmten Raumes ins Spiel brachte. Da man sich eine Krümmung nicht vorstellen konnte, ohne, daß man einen Raum hat, in den sich die Krümmung erstreckt, war der Hyperraum geboren.
Mathematisch ist dies natürlich sinnlos, den den Begriff der Krümmung kann ich intrinsisch definieren, also ohne aus meinem Raumgefüge heraustreten zu müssen, es ist nur unsere Vorstellung, die hakt.
In den älteren Vorstellungen in der SF war der Hyperraum ein Hilfsmittel, um die Schranke c zu umgehen, die Einstein blöderweise erfunden hatte. Das hat aber mit der Realität nichts zu tun.
Etwas ernster zu nehmen ist da der Begriff des Wurmlochs, der in neueren Modellen des Universums Schule macht. Diese Gebilde sind tatsächlich Abkürzungen, die eine reale Eigenschaft unserer Raum-Zeit Struktur sein könnten. Aber eine technologische Nutzung ist reine Fiktion.
Meines Erachtens hat aber der Begriff des Hyperraums, wie er bis vor etwa 20 Jahren gebraucht wurde, mit Wurmlöchern nicht direkt zu tun.
Blätter gerade mal Asimovs „Ausserirdische Zivilisationen -
Sind wir nicht allein im All?“, Bastei/Lübbe-Sachbuch 60111
durch.
(Kapitel XII Interstellare Reisen).
Demnach ist der reale physikalische Hintergrund des
Hyperraumgedankens die Postulierung der Existenz der
Tachyonen.
Das finde ich jetzt mal interessant - inwiefern werden Tachyonen und Hyperraum in einen Kontext gesetzt?
S. 307 f. … Im Jahre 1962 wiesen die Physiker O.M.P. Bilaniuk, V.K. Deshpande und E.C.G. Sudershan daraufhin, dasß die Gleichungen Einsteins auch Opbjekte mit einer sog. imaginären Masse zulassen würden.
Objekte mit solcher >imaginären