was „kann“ eigentlich Hypnose im Rahmen einer Psychotherapie bewirken oder besser: helfen?
Können mit Hypnose Traumata aus der Kindheit „aufgearbeitet“ werden oder hat sie eher „Aufdeckungs-Charakter“?
Inwieweit kann Hypnose in der Therapie genutzt werden, um z.B. Zwangsstörungen, Angststörungen oder frühkindliche Traumata zu verarbeiten, zur „Heilung“ beizutragen - oder kann hier ausschließlich die Tiefenpsychologie „helfen“ und Hypnose macht wenig Sinn?
Hallo mipiace
Beide Verfahren - die tiefenpsych. fund. Therapie und die Hypnosebehandlung - haben ihre Indikationsbereiche
. Ich verwende beide Methoden, die Wahl der Methode hängt jeweils von der Problematik UND von der Persönlichkeitsstruktur des Patienten ab.
Wenn nicht genug Zeit für eine tiefenpsych. Behandlung da ist, wenn der Patient also z.B. kurz vor einer Prüfung steht und starke Ängste und Konzentrationsschwierigkeiten hat, kann man innerhalb, sagen wir mal, von ein bis zwei Monaten noch eine Menge mit Hypnose-Sitzungen (besser: Liegungen:wink:) erreichen, während die Zeit ja für eine tiefenpsych. Behandl. zu kurz wäre.
Außerdem sind die versch. Menschentypen unterschiedlich gut zu hypnotisieren. Sehr zwanghafte, paranoide oder psychose-nahe Menschen kann man schwer in Trance versetzen; hysterisch akzentuierte sind hierfür weitaus besser geeignet. Diese sind aber wiederum auch besser geeignet für tiefenpsych. fund. oder psychoanalytische Behandlungen. Viele Patienten „wollen“ nicht gern hysterisch akzentuiert sein - dabei ist diese Struktur die geeignetste für alle diese Behandlungsverfahren, hat also die beste Prognose.
Gruß, Branden
was „kann“ eigentlich Hypnose im Rahmen einer Psychotherapie
bewirken oder besser: helfen?
die Hypnose ist eine Technik, die im Rahmen verschiedener Therapieformen einsetzbar ist. Studienergebnisse deuten darauf hin, daß sie z.B. die Effektivität von verhaltenstherapeutischen Methoden steigern kann.
Inwieweit kann Hypnose in der Therapie genutzt werden, um z.B.
Zwangsstörungen, Angststörungen oder frühkindliche Traumata zu
verarbeiten, zur „Heilung“ beizutragen - oder kann hier
ausschließlich die Tiefenpsychologie „helfen“ und Hypnose
macht wenig Sinn?
Bei Zwangs- und Angststörungen stellen tiefenpsychologische Verfahren nicht die erste Wahl dar. Bei Angststörungen kann Hypnose z.B. versucht werden, um die Effektivität von systematischen Desensibilisierungen zu erhöhen.