Hallo Ihr Wissenden,
bin sehr wehleidig und schmerzempfindlich ( denke ich einfach subjektiv ) - das macht natürlich noch lange keinen Hypochonder aus, aaaber ich höre oder lese von einer „Krankheit“ und bekomme die dann auch.
Ist das dann ein Hypochonder ? Wenn ich google, dann finde ich wirklich nur das „Einbilden“ der Krankheit.
Kleines Beispiel von mindestens dreien:
Ich lese zufällig in der Apotheken-Umschau ( warum tu ich mir das auch an ) über Gerstenkörner am Auge. Ich dachte währenddessen, komisch sowas hatte ich noch nie und ungelogen: Am nächsten Tag hatte ich ein Gerstenkorn am Auge…
Unabhängig davon , dass ich nicht weiss, ob man das als Hypondr. Störung bezeichnen würde, frage ich mich (bzw Euch) wie das vonstatten gehen kann… ??
Geht das dann eher in Richtung Psychosomatik ?
Vielen Dank schonmal für Eure Meinungen und Antworten
lg
leo
Hi
Ist das dann ein Hypochonder ? Wenn ich google, dann finde ich
wirklich nur das „Einbilden“ der Krankheit.
Das ist eine oberflächliche Erklärung, auf die du nicht so viel geben solltest. Die Hypochondrie ist eine ernstzunehmende psychische Erkrankung bzw. Störung, deren Wurzeln meist in der frühen Kindheit liegen.
…
Geht das dann eher in Richtung Psychosomatik ?
Wir unterscheiden zwischen hypochondrischen, psychosomatischen, histrionischen und hysterischen Störungen. Mit der Unerscheidung der beiden letzteren will ich dich nicht quälen, weil das hier zu weit führen würde.
Eine hysterische (auch Konversions-)Symptmatik kann schnell entstehen und ein Krankheitsbild verblüffend imitieren. So gesehen kann dein „Gerstenkorn“ eine Art hysteriformer Reaktion sein.
Mit deiner Hypochondie hat das nur indirekt zu tun. Ein Hypochonder muss nicht zwangsläufig psychosomatisieren oder gar hysteriforme Reaktionen hervor bringen.
Ein weites Feld, wie du siehst, aber insgesamt betrachtet, rate ich dir zu einer Psychotherapie.
Gruß,
Branden
Vielen Dank schonmal für Eure Meinungen und Antworten
lg
leo
Danke für Antwort
Vielen Dank Branden,
hab es gut verstanden.
Was die Psychotherapie angeht, die habe ich - zum Glück- schon vor Jahren gemacht ( -> Depressionen )
Und sollten meine kleinen Beschwerden schlimmer werden, werde ich mich nochmal damit auseinandersetzen. Denke ich kann damit leben, gerade weil ich weiss, dass es mir viel schlimmer gehen kann.
Im Moment war es mir wichtig, meine Neugier zu stillen, und das hast Du geschafft.
Danke Dir.
lg
leo
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Hallo Leo,
nach der Beschreibung, die Du abgibst, bist Du ein Hypochonder, weil Du mögliche Erkrankungen von denen Du Kenntnis erlangst auf Dich projezierst.
Grund dafür kann z.B. sein, dass Du ein von Natur aus ängstlicher und ein sehr sicherheitsbedürftiger Mensch bist. Das ist auf der einen Seite ganz gut, aber auf der anderen Seite kann dahinter durchaus eine psychosomatische Angst - Störung stecken, bei welcher Dein Serotonin - Haushalt gestört ist
Dadurch, dass Du Dich damit auseinandersetzt, beginnst Du, Wege der „Behebung“ zu suchen.
Das Hauptproblem dabei ist, dass man u.U. irgendwann nicht mehr zwischen echter Erkrankung und projezierter Erkrankung unterscheidet, ständig zu Ärzten geht und dann nicht mehr ernst genommen wird. Es wird auch beobachtet, dass man auch verschiedene Krankheitssymptome bekommt, die eigentlich garnicht da sein dürften. Deshalb ist es schon wichtig, dem ganzen nachzugehen.
Beste Grüße vom
Plüschfisch